CH158353A - Klemme an Leitungsseil, insbesondere an Stahl-Aluminium-Leitungsseil. - Google Patents

Klemme an Leitungsseil, insbesondere an Stahl-Aluminium-Leitungsseil.

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CH158353A
CH158353A CH158353DA CH158353A CH 158353 A CH158353 A CH 158353A CH 158353D A CH158353D A CH 158353DA CH 158353 A CH158353 A CH 158353A
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Hofmann Firma J Wilhelm
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J Wilhelm Hofmann Fa
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  Klemme an Leitungsseil, insbesondere an     Stahl-Aluminium-Leitungsseil.       Das Festhalten der     Stahl-Aluminium-          Leitungsseile    in den Abspann- und Verbin  dungsklemmen bereitet     Schwierigkeiten,    da  bei diesen Leitungsseilen zwei Materialien  von sehr verschiedenartigen Eigenschaften  kombiniert sind. Bei     Stahl-Aluminium-Lei-          tungsseilen    besteht der gern aus einem oder  mehreren Stahldrähten von grosser Härte und  hoher Festigkeit. Diese dienen vorwiegend  zur Übertragung des mechanischen Leitungs  zuges. Darüber sind eine oder mehrere La  gen Aluminiumdrähte angeordnet, die ver  hältnismässig weich sind und eine geringe Fe  stigkeit haben.

   Sie dienen hauptsächlich zur       Übertragung    des elektrischen     Stromes.    Die  Schwierigkeit bei der Festhaltung solcher       Seile    besteht darin, dass der nötige Reibungs  druck durch die äussern weichen Aluminium  drähte hindurch auf die harten Stahldrähte  übertragen werden muss, wobei der spezi  fische Druck eine     bestimmte    Grösse nicht  überschreiten darf, da sonst die Aluminium-         drähte    über ihre Fliessgrenze hinaus ge  drückt werden, so dass ihr Material infolge  dessen ausweicht.  



  Es sind     Abspannklemmen    und Verbinder  für     Stahl-Aluminiumseile    bekannt, bei denen       sowohl    die Stahldrähte, als auch die Alu  miniumdrähte     getrennt,    durch     Klemmkonen          festgehalten    werden. Diese Ausführungsart  ergab zwar sehr gute Festigkeitswerte, die  Montage war indessen schwierig und stellte  hohe Anforderungen an die Geschicklichkeit  der Arbeiter.

   Bei einer andern bekannten  Ausführungsart     wird    die Festhaltung der       Stahl-Aluminiumseile    in den Klemmen durch  von aussen wirkende Klemmorgane bewirkt,  und zwar in der Weise, dass das Seil durch  eine grössere Anzahl Klemmdeckel mittelst       Schrauben    oder ähnlicher Mittel wellen  förmig deformiert in die Klemme gepresst  wird. Diese Ausführungsart ist in der Her  stellung und Montage verhältnismässig ein  fach, hat aber den grossen Nachteil, dass das      Seil bereits beim Eintritt in die Klemme  stark deformiert wird und infolge auftreten  der Kerb-     und        Quetschwirkung    weit unter       seiner    wirklichen     Bruchfestigkeit    reisst.

   Es  kann bei Verwendung derartiger Klemmen  nur ein Teil der Seilfestigkeit ausgenutzt  werden.  



  Die zuletzt beschriebenen Klemmen haben  ferner den Nachteil, dass zur Erzielung ge  nügender Klemmfestigkeit die Längen der       Klemmen    verhältnismässig gross sein müssen.  



  Das Wesen der     vorliegenden    Erfindung  liegt nun     darin,    dass das unter Zugspannung  stehende Leitungsseil bei seinem Eintritt in  die Klemme durch Klemmorgane festgehal  ten wird, deren Berührungsflächen so gross  gehalten sind, dass durch den Flächendruck  die gedrückten Teile des Leitungsseils nicht  bis zur Fliessgrenze beansprucht werden,  während mindestens Teile des so zum Teil  zugentlasteten Seils dann durch weitere  Klemmorgane festgehalten werden, die min  destens auf Teile des eingeklemmten Ma  terials eine Flächenpressung ausüben, die  dasselbe über dessen Fliessgrenze     beanspru-          chen.     



  Der Gegenstand der Erfindung ist an ver  schiedenen     Ausführungsbeispielen    von Klem  men auf der Zeichnung in den     Fig.    1 bis 7  dargestellt, und zwar zeigt:       Fig.    1 eine     Endabspannklemme    mit ein  geklemmtem     Stahl-Aluminiumseil,          Fig.        \?    dieselbe Klemme im Schnitt,       Fig.    3 eine     Abspannklemme    mit Seil  ablenkung,       Fig.    4 eine Verbindungsklemme in der  Seitenansicht, teilweise geschnitten,       Fig.    5 denselben Verbinder in der Drauf  sicht,

         Fig.    6 eine weitere Ausführungsform  einer Verbindungsklemme in der Draufsicht,       Fig.    7 dieselbe Ausführungsform. in der  Seitenansicht.  



  Die in den     Fig.    1 bis 5 dargestellten  Ausführungsformen von Abspann- und Ver  bindungsklemmen -weisen einen muldenför  migen Klemmkörper a, der zur Aufnahme    der als Klemmdeckel ausgebildeten Klemm  organe b, c dient, auf. Der Klemmkörper     a     besitzt eine durchgehende Rille, die im       Längsriss    an der Stelle d geradlinige     I'onn     besitzt, während sie an der Stelle     e        eiiii.     wellenförmige Gestaltung aufweist.  



  Zur Festhaltung des Leitungsseils f die  nen die Klemmdeckel b, sowie die Klemm  organe c. Die Klemmdeckel b sind zweiteilig  und weisen eine Bohrung auf, die möglichst  genau dem Seildurchmesser angepasst ist;  diese     Bohrung    ist entweder glatt oder leicht  geraubt. In den Ausführungsbeispielen nach       Fig.    1 bis 5 ist vorausgesetzt, dass durch die  Klemme ein     Stahl-Aluminiumseil    festge  klemmt sei. Die aussen liegenden Aluminium  drähte eines solchen     Stahl-Aluminiumseils    f  werden von den Klemmdeckeln b mit grossen  Berührungsflächen umfasst.

   Die Klemm  organe c sind einteilig und auf der dem Lei  tungsseil f zugekehrten Seite gewölbt; sie  drücken das Seil in entsprechende Vertie  fungen des Klemmkörpers unter wellenför  miger Deformation des Seils. Zum     Aufpres-          sen    der Klemmdeckel b     bezw.    der Klemm  organe c sind Schrauben g oder ähnliche  Mittel angeordnet.  



  Bei diesen beschriebenen Ausbildungs  arten wird das     Stahl-Aluminiumseil    f in den       Abspannklemmen    und Verbindern in der  Weise festgehalten,     da.ss    die unter Zugspan  nung stehende Leitung bei ihrem Eintritt in  den Klemmkörper a von einer Anzahl  Klemmdeckel b umfasst wird, deren Berüh  rungsflächen so gross gehalten sind, dass  durch den Flächendruck das weichere Me  tall nicht über die Fliessgrenze beansprucht  wird, wodurch ein grösserer Teil der Zug  spannung, ohne dass das Seil eine Quetschung  oder Deformation erfährt, auf den Klemm  körper a übertragen wird.

   Die so zum Teil  schon zugentlastete Leitung wird dann durch  die     Klemmorgane    c, durch die eine über der  Fliessgrenze des weicheren     Metalles    liegende  Flächenpressung ausgeübt wird, stark in die  wellenförmige Rille gepresst, wobei der rest  liche Leitungszug auf den Klemmkörper a  übertragen wird.      Die Anzahl der Klemmdeckel b     bezw.     der Klemmorgane c wird nach den Festig  keitswerten des Seils bestimmt.

   Die Klemm  organe c drücken entweder direkt auf den  Stahlkern des     Stahl-Aluminiumseils,    nach  dem die aussenliegenden Aluminiumdrähte  entfernt worden sind     (Fig.    1 und 2) oder  sie drücken von aussen über den Aluminium  mantel auf den Stahlkern des Seils     (Fig.    3,  4 und 5).    In     Fig.    1 und 2 ist eine     Endabspann-          klemme    in Ansicht und Längsschnitt dar  gestellt; die Festhaltung des Seils erfolgt  durch die beiden Klemmdeckel b, die das  Seil von aussen umfassen, und die beiden  Klemmorgane c, die nur auf den Stahlkern  drücken. Der Klemmkörper a ist mit Gabel  und     Ose    l versehen.  



  Eine     Abspannklemme    mit Seilablenkung  für ein durchgehendes Leitungsseil ist in       Fig.    3 dargestellt; bei dieser Ausführungs  form drücken sowohl die Klemmdeckel b,  als auch die Klemmorgane c von aussen auf  das Seil, da die stromführenden Aluminium  drähte nicht unterbrochen werden     dürfen.     



  Die Klemmschalen mit grossen Berüh  rungsflächen und die Klemmdeckel mit klei  nen Berührungsflächen liegen zu beiden Sei  ten des Ablenkungsbogens. Hierdurch wird  der Vorteil erzielt, dass die Gewichtsvertei  lung der     Klemmen    günstiger ist, indem der  Schwerpunkt der Gewichtsbelastung näher an  den Drehpunkt der Klemmen herangerückt  ist, wodurch wieder die     Biegungsmomente          bezw.    die Bewegungskräfte bei schwingender       Leitung    kleiner werden.  



  In     Fig.    4 ist eine     Verbindungsklemme    in  Seitenansicht     bezw.    teilweise im     Schnitt    und  in     Fig.    5 dieselbe Klemme in Draufsicht ge  zeigt. Sowohl die ankommende, als auch die  fortführende Leitung f stehen unter Bleich  grosser Zugspannung. Es werden daher beide  Seile beim Eintritt in den Klemmkörper zu  nächst von zweiteiligen Klemmdeckeln um  fasst. In der Mitte des Klemmkörpers sind  die Klemmorgane c angeordnet; dieselben,    drücken die Seilenden in die wellenförmigen  Vertiefungen des Klemmkörpers.  



  Eine besonders einfache Anwendung des  Erfindungsgedankens stellt die Verbindungs  klemme nach     Fig.    6 und 7 dar. Über die  Seilenden wird ein längeres, ovales Rohr ge  schoben, welches die beiden, nunmehr neben  einander liegenden Seile möglichst eng um  schliesst. In bekannter Weise werden alsdann       mittelst    geeigneter Werkzeuge auf den brei  ten oder schmalen     Seiten    des ovalen Rohre=  eine Anzahl Vertiefungen eingedrückt,     di-          zwischen    Rohrwand und Seil die Reibung  so     vergrössern,    dass ein Teil des Leitungs  zuges von dem ovalen Rohr von einem Seil  ende auf das andere übertragen wird.

   In  der Mitte des ovalen Rohres, also an einer       Stelle,    wo die Seile schon zum Teil zugent  lastet sind, wird durch zwei Klemmorgane,  die mittelst Schrauben g zusammengepresst  werden, eine starke wellenförmige Defor  mation des ovalen Rohres mit den darin be  findlichen Leitungen hervorgerufen und ein  so starker Reibungswiderstand erzeugt, dass  der restliche Seilzug aufgenommen wird.  



       Abspannklemmen    und Verbinder der be  schriebenen Ausführungen halten das Lei  tungsseil mit einer Festigkeit, die derjenigen  des Seils annähernd gleich ist, so dass die  Seilfestigkeit ganz ausgenutzt werden kann.  



       Selbstverständlich    ist es möglich, die vor  liegende Erfindung auch für andere als       Stahl-Aluminium-Leitungsseile    zu verwen  den, wie zum Beispiel Kupfer- oder Rein  aluminium-Leitungen. Insbesondere ist sie  für     vieldrähtige    Seile mit grossem Durchmes  ser geeignet. Bei solchen Seilen ist es sehr  schwierig, den Druck der von aussen angrei  fenden Klemmorgane mit geraden Bohrungen  in voller Grösse auch auf die innenliegenden  Drähte zu übertragen. Dieselben werden  nicht genügend gedrückt und ziehen sich bei       Belastung    durch.

   Solche Seile können zum  Beispiel nach den in den     Fig.    1 bis 5 dar  gestellten Ausführungsformen der Klemmen  dadurch festgehalten werden, dass die äussern  Drähte durch die an sich bekannten Klemm  organe mit geraden zylindrischen Bohrungen      gefasst werden und dass ein. anderer Teil des  Seilendes durch Klemmdeckel in die wellen  förmige Rille des Klemmkörpers gepresst  wird. Dadurch ist es möglich, auch die     innern     Drähte mit genügendem Reibungsdruck fest  zuhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Klemme an Leitungsseil, insbesondere an Stahl-Aluminium-Leitungsseil, bei welchem das Leitungsseil durch Klemmdeckel festge halten wird, dadurch gekennzeichnet, dass das unter Zugspannung stehende Leitungsseil bei seinem Eintritt in die Klemme durch Klemm organe festgehalten wird, deren Berührungs flächen so gross gehalten sind, dass durch den Flächendruck die gedrückten Teile des Lei tungsseils nicht bis zur Fliessgrenze bean sprucht werden, während mindestens Teile des so zum Teil zugentlasteten Seils dann durch weitere Klemmorgane festgehalten werden,
    die mindestens auf Teile des ein geklemmten Materials eine Flächenpressung ausüben, die dasselbe über dessen Fliess grenze beanspruchen. # UNTERANSPRÜCHE: 1. Klemme an Leitungsseil nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beim Eintritt des gespannten Leitungsseils in die Klemme liegenden Klemmorgane aus zweiteiligen Klemmdeckeln bestehen, , die das Leitungsseil auf annähernd seinem ganzen Umfang umfassen, während die das zum Teil zugentlastete Seil aufneh mende Klemme Vertiefungen aufweist, in welche das Leitungsseil durch entspre chende Wölbungen aufweisende Klemm organe eingepresst wird.
    2. Klemme an Leitungsseil nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, als Abspann klemme mit Seilablenkung, dadurch ge kennzeichnet, dass die Klemmorgane zu beiden Seiten eines Ablenkungsbogens lie gen.
CH158353D 1930-07-10 1931-07-08 Klemme an Leitungsseil, insbesondere an Stahl-Aluminium-Leitungsseil. CH158353A (de)

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