CH158373A - Elektrisches Entladungsgefäss mit Glühkathode. - Google Patents
Elektrisches Entladungsgefäss mit Glühkathode.Info
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Description
Elektrisches Entladungsgefäss mit Glühkathode. Die Erfindung betrifft elektrische Ent ladungsgefässe mit Glühkathode, insbesondere mit Gras- oder Dampffüllung, und vornehm lich solche Entladungsgefässe, bei denen der Gasdruck eine Grösse von etwa 1 mm bis '/"ooo mm besitzt, die Gasfüllung im wesent lichen lediglich zur Neutralisation der Raum ladungen dient und die Spannung zwischen Anode und Kathode kleiner gehalten wird als die Zerstäubungsspannung, das heisst die Spannung, bei der die positiven Ionen eine solche Energie erhalten,
dass mit einer Zer störung der emittierenden Schicht gerechnet werden muss.
Gemäss der Erfindung besteht der Träger der emittierenden Schicht der Kathode aus mehreren übereinander gereihten '.feilen.
Vorzugsweise ist der Erfindungsgegen stand anzuwenden, wenn es sich um indirekt geheisste Kathoden handelt.
Die Abbildungen zeigen einige Ausfüh rungsmöglichkeiten der Erfindung. - In der Abb. 1 ist 1 ein elektrisches Ent ladungsrohr, an dessen Enden die Einstül- pungen 2 und 3 sind. Die obere Einstülpung ist durch die zurückgehende Einstülpung 4 geschlossen. Diese Einstülpung 4 enthält die Einschmelzstelle des Anodenträgers 15. Die Anode selbst ist ein zylindrischer Graphit körper und ist in der Abbildung nicht zu sehen. Auf die Verschmelzung zwischen den Einstülpungen 2 und 4 ist die Glasmuffe 5 aufgeschmolzen.
Diese Muffe geht in das Röhrchen 7 über. Dieses Röhrchen 7 sitzt ziemlich eng über dem Anodenträger 15 und verhindert die Ausbildung von Entladungen im Bereich der Einschmelzstelle des Anoden trägers 15. Über die Muffe 5 ist eine Schraubklemme 10 gezogen, die das Gitter 8 trägt. Das Gitter 8 reicht weiter gegen die Kathode 16 ass die Anode. Es ist zweck mässig siebartig und besteht aus oxydiertem Nichrome (80% Ni, 20% Cr). Seine Span nung erhält es durch eine seitliche Einf üh- rung 11.
Der Abstand zwischen den Ein- schmelzungen von 11 und 15 ist gross genug, um Überschläge zu verhindern. Das Gitter 8 trägt an seinem geschlossenen Ende mit- telst einiger Stäbe den -Zündring 12. Dieser Zündring sitzt dicht vor der Kathode. Er verringert die Zündspannung und schirmt die Entladung gegen den Einfluss der Wand aufladungen ab. Das Gitter 8 trägt ferner einen metallischen Ring 14, der die Aufgabe hat, die Ausbreitung der Enthaltung in den obern Teil der Röhre zu verhindern.
Die Kathode 16 wird von einem Ring 18 mittelst der Stützen 17 getragen. Der Ring 18 ist auf der Einstülpung 3 befestigt. Diese Einstülpung 3 enthält die Einschmelzstellen der Kathodenzuführungen 32. An den Ka- thodenzuführungen: 32 sind Wärmeschutz- schilder 19 befestigt.
Der Aufbau der Kathode 16 ist in der Abb. 2 gezeigt. Die Kathode ist indirekt ge- heisst. Zur Heizung dient zweckmässig eine Wolframspirale 20, die von einem isolieren den Stabe 21 (zum Beispiel Tonerde) getragen wird. Das obere Ende der Heizvorrichtung steckt in dem Metallblock 22, .der die Flan sche 23 trägt. Diese Flansche trägt mehrere Kappen 24, die durch Metallringe 25 aus einandergehalten und durch Schrauben 26 be festigt sind. Die Kappen 24 gehen eng über eine entsprechende Anzahl von offenen, mit Durchbohrungen versehenen Zylindern 28, die durch angenietete Ringe 29 auseinander gehalten werden.
Die untern Enden der Zy linder 28 sind durch Metallkappen 30 ge schlossen, deren unterste einige biegsame Kabel 31 trägt, die zu den Zuführungen 32 führen. Eine ähnliche Verbindung (auch mit 31 und 32 gezeichnet) führt zu dem untern Ende der Heizvorrichtung. Das untere Ende des Isolators 21 ruht auf dem Block 33 aus Isoliermaterial (zweckmässig aus Glas) und wird durch den umgebogenen Draht 34 daran festgehalten. Der Draht 34 dient als starrer Kern des Isolators 21 und ist oben im Block 22 befestigt.
Der Block 33 geht durch die übereinanderliegendenÖffnungen der Kap pen 30 hindurch und ruht auf der untersten Platte. Er hat Durchbohrungen für den Draht 34 und für die Stromzuführung des Glühdrahtes 20. Falls das obere Ende des Glühdrahtes 20 an den Block 22 angeschlos sen ist, dienen die Zylinder 28 und die daran angeschlossenen Zuführungen als andere Zu leitungen für den Heizstrom.
Die Kathode selbst setzt sich aus meh reren Metallscheiben 35, wie sie Abb. 3 zeigt, zusammen. Die Scheiben 35 bestehen aus einem flachen Teil mit einer innern Öff nung und einem einmal abgesetzten Ring 36. Sie sind aus einem Stück hergestellt. Der Ring 36 besteht aus dem weiteren Teil 38 und dem engeren Teil 37, deren Durchmes ser derart gewählt sind, dass beim Aufein- andersetzen der Scheiben der Ring 37 der einen Scheibe in den Ring 38 der andern hineingreift und die Stufe als Stütze dieser andern Scheibe dient. Die Scheiben sind fer ner mit .drei kleinen Löchern 39 versehen, durch die nach dem Zusammensetzen Bolzen 40 hindurchgeschoben werden.
Hohle Zwi- schenlegescheiben 41 halten die Scheiben 35 auseinander. Die Bolzen 40 sind unten durch Muttern 42 an den Kappen 30 befestigt. Alle innern Teile der Kathode, insbesondere die Scheiben 35, sind mit einem Material niedriger Elektronen-Austrittsarbeit (zum Beispiel Barium-Carbonat) bedeckt.
Nach dem Zusammenfügen des Kathoden körpers bilden die Ringe 36 der Scheiben 35 einen Zylinder, der den Glühdraht 20 um gibt. Dieser Zylinder hat nur die doppelte Wandstärke der Scheiben. Da ausserdem Ringe und Scheiben jedesmal aus einem Stück sind, ist das Temperaturgefälle vom Glühdraht zum äussern Scheibenrand nicht zu gross. Durch die Zylinder 28 wird auch der Strahlungsverlust der Kathode klein ge halten.
Diese Ausführung der Kathode zeichnet sich dadurch aus, dass alle Teile leicht in Massenfabrikation hergestellt werden kön nen, dass die Zusammensetzung einfach ist und dass die einzelnen Teile zur Reparatur leicht auseinandergenommen werden können.
Die durch Abb. 4 gezeigte Kathodenform ist in ihrem Aufbau einfacher als die Ka- thode nach Abb. 2. Sie besteht aus einem glatten, zylindrischen Rohr 56, das die Heiz- spirale 58 umgibt. Auf diesem Rohr sind durch Schweissungen oder in einer andern dauerhaften Weise die Scheiben 55 befestigt. Diese Bauart hat zwar den Vorzug der Ein fachheit, hat aber gegenüber der erstgenann ten Konstruktion den Nachteil, dass die ein zelnen Teile bei einer Reparatur nicht aus gewechselt werden können.
Die Heizzufüh- rung erfolgt auf der einen Seite durch eine Einschmelzung des Glasisolators 59, auf der andern Seite von der Kathode selbst. Der Glasisolator 59 ist in die Muffe 50 einge schmolzen, die ebenfalls das Kathodenrohr 56 trägt. Dieser Kathodenhalter 50 ist mit- telst des Glasrohres 51 und des Metallrohres 52 an das Entladungsgefäss 43 angeschlossen.
Wird die Heizvorrichtung gänzlich von der Kathode isoliert, so ist es möglich, den Glas kolben durch ein metallenes Entladungsgefäss, wie es bei Grossgleichrichtern üblich ist, zu ersetzen und mit der Kathode direkt zu ver schweissen. Abb. 5 zeigt dieselbe Ausführungsart der Kathode wie in Fig. 2 und lässt insbesondere die Kathodenträger 17 erkennen. Diese sind zur Verringerung der Metallmasse hohl aus- g eführt.
Abb. 6 zeigt eine etwas andere Ausfüh- rungsart der Elektroden. Die Kathoden träger 17 dienen direkt als Stromzuführer und führen nicht zum Ring 18, sondern sind in die Verschmelzungen 13 eingeschmolzen. Der Ring 18 trägt jetzt mittelst der Stäbe 61 das Gitter.
Diese Stäbe 61 schirmen die Kathode 16 gegen die elektrischen Aufla.dun- gen der Röhrenwand ab, haben also dieselbe Bedeutung wie der Zündring 12 der Abb. 1. Diese Stäbe ermöglichen aber gleichzeitig die Spannungszuführung zum Gitter von der Kathodenseite. Da die .Spannungsdifferenz zwischen Gitter und Kathode klein ist, wird dadurch die Gefahr eines Überschlages herab gesetzt.
Das Entladungsrohr kann hochevakuiert werden oder mit einer Gas- oder Dampffül- lung benutzt werden. Da die beschriebenen Kathoden besonders zur Verwendung in Starkstromentladungsgefässen geeignet sind, wird man zweckmässig das Gefäss mit Gas oder Dampf von einem Druck zwischen 1 und ljlooo mm Quecksilber füllen. Es ist auch möglich, die beschriebenen Elektroden in ein metallisches Gehäuse nach Art der Quecksilberdampf-Grossgleichrichter einzu bauen.
Die Kathode bezw. die mit der emittie renden Schicht bedeckte Fläche (Schicht träger) kann so gross ausgebildet werden, dass sie imstande ist, den gesamten Betriebsstrom praktisch als reinen Elektronenemissions- strom zu ;liefern. Durch geeignete Anbrin- gung des Strahlungsschutzes um die Kathode herum kann die Heizleistung möglichst ge ring gehalten werden. Die Herstellung auch grossflächiger Kathoden ist sehr einfach und ohne weiteres für die Massenfabrikation ge eignet.
Bei den dargestellten und beschriebenen Beispielen ist eine Herausnahme der Elek troden aus dem Entladungsgefäss durch ein faches Lösen der mechanischen Verbindung ermöglicht, und auch Teile der Elektroden sind auch ohne weiteres zugängig gemacht. Auch die Herstellung des Entladungsgefässes kann sehr einfach und zweckmässig erfolgen, da zunächst die Kathode ganz und gar für sich hergestellt und dann bequem auf dem dafür vorgesehenen Glasfuss angebracht wer den kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrisches Entladungsgefäss mit Glüh- kathode., insbesondere mit Gas- oder Dampf füllung, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger der emittierenden Schicht. der Ka thode aus mehreren übereinander gereihten Teilen besteht. UNTERANSPRüCHE l.. Entladungsgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die einzel nen Teile des Schichtträgers die Gestalt von Scheiben (35) besitzen und auf Bol zen (40) aufgereiht sind. 2. Entladungsgefäss nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Scheiben, senkrecht zur Entladungsbahn angeordnet sind. 3.Entladungsgefäss nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, gekenn zeichnet durch einen die aneinander gereihten Scheiben (35) in achsialer Richtung durchsetzenden Heizkörper (20). 4. Entladungsgefäss nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die übereinandergereihten Teile des Schichtträgers von einem oder mehreren koaxial angeordneten Ab schirmzylindern (28) zur Konzentrierung der Wärme umgeben sind. 5.Entladungsgefäss nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Abschirmzylinder all seitig geschlossen und die Zylindermäntel mit Durchbohrungen für den Durchtritt der Entladung versehen sind. 6. Entladungsgefäss nach Patentanspruch und Unteransprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die den Schichtträ ger umgebenden Abschirmzylinder als Rückleitung für den Heizstrom der Ka thode dienen. 7.Entladungsgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode mit den Abschirmzylindern derart :zu sammensetzbar eingerichtet ist, dass der Zusammenbau der gesamten Kathode mit den Abschirmzylindern unabhängig von Stromeinführungen durch die Ge fässwand erfolgen und darnach die fer- tig zusammeägebaute Kathode mit den Abschirmzylindern in das Gefäss einge setzt werden kann. B. Entladungsgefäss nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kathode und die Ab schirmzylinder mechanisch ein Ganzes bilden, das von am Kathodenfuss befestig ten Streben (17) getragen wird.9. Entladungsgefäss nach Patentanspruch, mit Steuerelektrode, dadurch gekenn zeichnet, dass die Kathode nebst Ab schirmzylindern einerseits und die Anode und die Steuerelektrode anderseits von je einem Glasfuss getragen werden. 10. Entladungsgefäss nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekenn zeichnet, dass die Steuerelektrode die Anode umgibt und als mit Durchbohrun gen versehener Zylinder oder dergleichen ausgebildet ist. 11. Entladungsgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer elektrode eine von den Stromzuführun gen von Kathode und Anode getrennte. seitlich angebrachte Stromzuführung be sitzt. 12.Entladungsgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an der Steuerelektrode ein die Entladungsbahn umgebender Metallring (1.2) der Kathode zugekehrt befestigt ist. 13. Entladungsgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zylin drische, die Anode umgebende Steuer elektrode auf dem Glasfuss der Kathode mittelst Streben (61, Abb. 6) gelagert ist.
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