CH158515A - Verfahren zur Herstellung einer Schlichte für Faserstoffe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Schlichte für Faserstoffe.

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CH158515A
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  Verfahren     zur    Herstellung einer Schlichte für     Faserstoffe.       Die Verwendung von trocknenden Ölen,  insbesondere von Lösungen solcher 01e in  organischen     Lösungsmitteln    zum Schlichten  von     Faserstoffen    hat in den letzten Jahren  trotz der bekannten Schwierigkeiten ständig  an Bedeutung zugenommen. Es ist auch ge  lungen, die Oxydation und     Polymerisation     der Schlichten so zu leiten, dass der an den  Fasern haftende     Schlichtefiim    innerhalb einer  längeren, für die Zwecke der Praxis aus  reichenden Zeitspanne mit geeigneten Hilfs  mitteln, z. B.     Fettlöserseifen,    wieder zu ent  fernen ist.

   Trotzdem haften diesen Schlichten  noch wesentliche Nachteile an. Insbesondere  ist der lange     Trockenprozess    ausserordentlich  lästig und macht zum Beispiel das Arbeiten  auf     Breitschlichtemaschinen    vollständig un  möglich. Es lässt sich zwar die Trockenzeit  durch Zusatz von     Sikkativen    wesentlich her  absetzen, aber diese Arbeitsweise ist bei  manchen Fasern, insbesondere bei Zellulose  kunstseiden, wie Viskose- oder Kupferseide,  nicht unbedenklich und kann bei unvorsich-         tigem    Arbeiten zu     oxydativer        Faserschädigung     führen.  



  Der     oxydative        Trocknungsprozess    kann  vermieden werden oder auf ein bestimmtes  Minimum reduziert werden, wenn man, wie  bereits vorgeschlagen, an Stelle der trocknen  den 01e Lösungen von Oxydationsprodukten  derselben verwendet, die soweit mit Sauer  stoff behandelt wurden, dass bereits nach  dem Verdunsten der Lösung ein trockener  oder fast trockener Film     hinterbleibt.    Dieser  Überzug bleibt längere Zeit stark     quellbar     und lässt sich verhältnismässig leicht wieder  entfernen.  



  Nunmehr wurde gefunden, dass man die  genannten Oxydationsprodukte enthaltende  Schlichten herstellen kann, welche die vor  erwähnten Nachteile nicht aufweisen, indem  man nicht eine Lösung, sondern gemäss dem  vorliegenden Verfahren eine Emulsion der  Oxydationsprodukte in     wasserhaltigen        Emul-          gierungsmitteln    herstellt.

   Die durch dieses  Verfahren gewonnenen Vorteile sind folgende:      Man vermeidet das unangenehme Arbeiten  mit teuren und meist .feuergefährlichen or  ganischen Lösungsmitteln und kann eine  Schlichte erhalten, die nach dem Auftragen  auf Fasern vor dem Färben oder Ausrüsten  noch     -wesentlich    leichter wieder entfernt wer  den kann,     afs    die dichteren     Schlichtefiline,     die beim Verdunsten der bisher bekannten  Lösungen     hinterbleiben.     



  Zur Herstellung der Emulsionen eignen  sich verschiedene der bekannten     Emulgierungs-          mittel.    Besonders vorteilhaft ist die Ver  wendung von wässerigen Lösungen der     hoch-          sulfurierten    fetten Öle,     bezw.    Fettsäuren.  Um eine Schlichte zu erhalten, mittelst wel  cher die Weichheit und Geschmeidigkeit der  behandelten Faserstoffe modifiziert - werden  kann, können an sich bekannte     Hilfs-    und  Zusatzstoffe, wie Fette, Wachse, Harze, Oxy  dationsprodukte halbtrocknender Öle u. a. m.  in beliebigem Mengenverhältnis     zugegeben     werden. In manchen Fällen empfiehlt es sich,  noch Stabilisierungsmittel, z. B.

   Leim, even  tuell in Verbindung mit einem Verflüssigungs  mittel, insbesondere Harnstoff, zuzusetzen.  



  Versuche haben gezeigt, dass die mit der  artigen Emulsionen hergestellten     Schlichte-          Überzüge,    wie erwähnt, auch nach längerem  Lagern noch leicht und restlos wieder ent  fernt werden können. Uni die Sicherheit zu  erhöhen, kann man zwecks     Hintanhaltung     weiterer     Oxydations-    und     Polymerisations-          vorgänge    in der fertigen     Emulsion    noch     Anti-          oxygene,    wie Amine,     Phenole,        Sulfhydryl-          verbindungen    u. a. m.     zu2,etzen.     



  Zur Bereitung der Schlichte gemäss vor  liegender Erfindung kann man von festen  oder gelösten Oxydationsprodukten trocknen  der Öle, z. B. des Leinöls, oder Produkten  teilweiser     Verseifung    von solchen ausgehen.  Man kann aber auch die Schlichte in der  Weise bereiten, dass man trocknende Öle in       emulgiertem    Zustand mit     Sauerstoff    abgeben  den Mitteln,     finit    gasförmigem Sauerstoff oder  mit Luft bis zur genügenden Verminderung  der     Jodzahl,    z. B. von 170 auf 60, behandelt.  Die weitern Zusätze können vor oder nach  dem     Oxdationsprozess    zugegeben werden.

      <I>Beispiel:</I>  Eine eingedickte Lösung, bestehend aus  30 Teilen oxydiertem Leinöl mit einer Jod  zahl von ungefähr 60, 10 Teilen Japanwachs  und 20 Teilen     Toluol    wird allmählich in  40 Teile einer etwa 50     %igen    Lösung des       Natriumsalzes    einer     hochsulfurierten    Oliven  ölfettsäure eingearbeitet, wobei das     Toluol     zum Verdunsten gebracht wird. Hierauf setzt  man vorsichtig in kleinen Portionen weiches  Wasser zu und verdünnt schliesslich auf 500  Teile. Die erhaltene Emulsion ist wochenlang  stabil und kann zum Schlichten von Acetat  seide in Strängen verwendet werden.  



  Für die Verwendung zum Schlichten auf  der     Breitschlichtemaschine    kann man die  Masse nur auf 200 Teile verdünnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Schlichte für Faserstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Emulsion von Oxydationsprodukten trocknender Öle in wasserhaltigen Emul- gierungsmitteln herstellt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man teilweise ver seifte Oxydationsprodukte trocknender Öle verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Hintanhaltung weiterer Oxydation und Polymerisation Antioxygene zugesetzt werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Emulsion Hilfs- und Zusatzstoffe zugesetzt werden, die zur Modifizierung der Weichheit und Ge schmeidigkeit der zu schlichtenden Faser stoffe bestimmt sind. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Emulsion Schutzkolloide zusetzt.
CH158515D 1930-11-28 1931-11-17 Verfahren zur Herstellung einer Schlichte für Faserstoffe. CH158515A (de)

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