CH158522A - Durch Gürtung gehaltenes Kleidungsstück. - Google Patents

Durch Gürtung gehaltenes Kleidungsstück.

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CH158522A
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Mainzer Berthold
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  Durch     Gürtung    gehaltenes     Kleidungsstück.       Die Erfindung bezieht sich auf ein durch       Gürtungswirkung    gehaltenes und in der     Gür-          tungsweite    verstellbares Kleidungsstück. Sie  löst die Aufgabe, die     Gürtungsweite    während  des     Tragens    des     Kleidungsstückes    unab  hängig von dem Verschluss desselben ver  stellen zu können, ohne dass sich dabei die  Verbindung derjenigen Stoffteile, an denen  die Veränderung der     Weitd    vorgenommen       wird,    löst.

   Gleichzeitig     sohl    die     Gürtung    in  jeder     Weiteneinstdflung    glatt und ohne Fal  tenbildung anliegen und einen gleichmässigen  Druck auf den Körper des Trägers ausüben.  Ferner sollen die     Mittel    zur Weitenverstel  lung an einer Stelle liegen, wo sie den fach  gerechten Sitz des Kleidungsstückes nicht       beeinträchtigen.     



       Dies    wird erfindungsgemäss durch un  abhängig vom üblichen Verschluss des Klei  dungsstückes sich     überlappende    Stoffteile in       dem,durch        ,Gürtung    gehaltenen     Teil    desselben  erreicht, -die zur Veränderung der     Gürtungs-          weite        'aneinander    gleitbar geführt und mit         Mitteln    zur Fixierung     derselben        versehen     sind.  



  Bei den bekannten Hosen mit seitlichen  Mitteln zur     Weitenverstellung    - für solche  kommt die Erfindung     beispielsweise    in  Frage - entstehen entweder     Krumpeln    und  Falten, die ungleichmässig auf den     Körper     pressen, oder, soweit man     bisher        Überlappun-          gen    vorgesehen hat, löst sich beim Verändern  .der Weite der Zusammenhang der     Vorder-          und    Hinterbahnen, so dass man     während    des  Tragens des     Kleidungsstückes    die Weite  nicht verstellen kann.  



  In der Zeichnung ist der Erfindungs  gegenstand in Anwendung auf eine Herren  hose mit mehreren Ausführungen der Ein  zelheiten     beispielsweise    dargestellt.  



       Fig.    1 ist eine perspektivische     Azisichl:     des Oberteils der Herrenhose;       Fig.    2 ist eine     vergrösserte    Ansicht. einer  Ausführungsform der     Mittel    zur Weitenver  änderung;           Fig.    3 ist ein Schnitt nach     III-III    der       Fig.    2 ;       Fig.    4 stellt eine andere Ausführungs  form der Mittel zur Weiterverstellung schau  bildlich     d=ar;          Fig.    5 ist ein     Schnitt    nach     V-V    der       Fig.    4;

         Fig.    6 zeigt eine andere Ausführungs  form der     Mittel    zur Weitenveränderung;       Fig.    7 zeigt eine     etwas    abweichende Aus  bildung der Mittel gemäss     Fig.    2;       Fig.    8 ist ein Schnitt nach     VIII-VIII     der     Fig.    7;       Fig.    9 zeigt eine Einzelheit der     Fig.    7  schaubildlich;       Fig.    10 ist die Seitenansicht zu     Fig.    9;       Fig.    11 zeigt eine Ausbildung des Ver  schlusses der Herrenhose in Vorderansicht;

         Fig.    12 zeigt ein     Zierschloss    hierzu in  Rückenansicht;       Fig.    13 ist ein Schnitt nach     XIII-XIII     der     Fig.    12.  



  Die in     Fig.    1 abgebildete, aus der lin  ken und rechten Vorderbahn 1, 2 und der  linken und rechten Hinterbahn 3, 4 beste  hende Hose hat am     obern    Rand einen Bund  5, mit dem sie durch     Gürtungswirkung    von  den Hüften -einer Person gehalten     wird.    Die  zueinander     gehörig=en    Seitenbahnen 1, 3       bezw.    2, 4 sind in ihrem untern Teil durch  Seitennähte 6 miteinander verbunden. Im.

    obern Teil sind sie nicht vernäht und so  breit     zugeschnitten,,dass    sie sich ein beträcht  liches     Stück        überlappen.    Die sich überlap  penden Stoffteile sind zwecks Veränderung  der Bundweite gleitbar aneinander geführt  und mit Mitteln versehen, um sie in jeder       Überlappungsstellung    miteinander fest zu  verbinden.

   Die Mittel zur     gleitbaren    Ver  bindung der Stoffteile und die Mittel zum  Feststellen der Weite können in den ver  schiedensten Formen ausgebildet sein, und  sie können auch miteinander vereinigt sein  Bei dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1,  2 und 3 ist an den Vorderbahnen 1, 2 je  eine Klemme 7 angebracht, die gleichzeitig  die Mittel zum gleitbaren Verbinden der       Vorder-    und Hinterbahnen und die Mittel    zum Feststellen der     Weite    umfassen, von  denen aber in     Fig.    1 nur eine gezeigt ist. An  einer Platte 8, die an das     hintere    Ende der  über die Hinterbahn 3 übertretenden Vorder  bahn 1 angenäht ist, sind oben und unten  hakenförmige Schenkel 9, 10 abgebogen.

   Auf  den Bund 5 der Hinterbahn 3 ist ein Gurt  11 mit einer mittleren Längsnaht 12 aufge  näht. Die     Gurtteile        ober-    und unterhalb die  ser Naht sind     zwischen    der Platte 8 und  den Schenkeln 9, 10 durchgezogen, so dass       ,die    Vorderbahn 1     mittelst    der Klemme 7  an der Hinterbahn 3 gleitbar geführt ist. Der  Gurt 11 verläuft von der einen Vorderkante  13 der     hintern    Stoffbahn 3 bis zur gegen  überliegenden Vorderkante und ist an die  sen fest angenäht, so dass die Klemme 7  nicht herausgezogen werden kann. Zwischen  den Schenkeln 9, 10 der Klemme 7 ist ein  Klemmglied 14 um eine Achse 51 drehbar  gelagert.

   Es besteht aus einer winkelförmigen  Platte, die sich mit dem gezackten kürzeren       Schenkel.    15 gegen den durchgezogenen Gurt  11 presst und diesen gegen Verschiebung  sichert. Dabei kann der Gurt 11 nur in  Teilstücken ausgeführt sein, die an den Kan  ten 13 ansetzen und so lang sind, wie es für  die Einstellung der engsten Weite erforder  lich ist.  



  Die Verbindung     zwischen    den Bahnen 2  und 4 ist entsprechend ausgebildet.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    7  bis 10     wird    der Gurt nicht durch den kür  zeren Schenkel 15 des     Klemmgliedes    14 fest  gehalten, sondern durch von dem längeren       Schenkel    14 des Klemmgliedes 14, 15 nach  innen abgebogenen Nadeln 16, die in der  Schliessstellung der Klemme 7 den Stoff des  Gurtes 11 durchdringen. Damit die Nadeln  16 nicht auch den Bund der Stoffbahn 3  selbst durchdringen oder gar den     Körper    der  das Kleidungsstück tragenden Person ver  letzen, ist an der Platte 8 ein Anschlag 7.7  vorgesehen, der den Klemmschenkel 15 des  Klemmgliedes 14 in seiner Endlage gegen  weiteres Eindringen     sichert.     



  Bei diesem Ausführungsbeispiel ist auch  die Befestigung der Klemme 7 an der Vor-           derbahn    1 etwas anders     ausgebildet        als    bei  dem Beispiel gemäss     Fig.    1 bis 3. Die Vor  derbahn 1 ist nach hinten durch eine Zunge  1.8 verlängert, die     zwischen    der     Platte    8 und  dem Klemmglied 14 durchgeführt ist. Diese  Zunge 18 und ein     Fortsatz    19 der Platte 8  sind durch einen Druckknopf 20 miteinander  verbunden.

   Um die Zugspannung der     Gür-          tung    gleichmässig auf die Zunge 18 zu ver  teilen, ist zwischen die einzelnen Stofflagen  derselben ein Versteifungsplättchen 21 ein  gelegt, das den Stift 22 des     Druckknopfes     20 umschliesst.    Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss       Fig.    4 und 5     ist    auf den     Bund    der     hintern     Stoffbahn 3 ein Band 23 aufgenäht, das ein       weiteres    biegsames Band 24 trägt, an wel  ches eine Reihe einseitig abgeschrägter Sperr  zähne 25 hintereinander befestigt sind.

   An  der Vorderbahn 1 ist ein     Rahmen    26     mittelst          abgewinkelter    Platte 27 angenäht, der mit  hakenförmigen     Schenkeln    28, 29 in längs der       Zahnreihe    verlaufende Nuten 30     bezw.    31  eingreift und ihr entlang verschoben werden  kann. Der Rahmen 26 trägt eine um eine  Achse<B>3,2</B> drehbare, Sperrklinke 34, die in die  Zähne 25     federnd    eingreift und so die Vor  derbahn 1 mit der. Hinterbahn 3 in einer  beliebigen Weiteneinstellung verbindet. Soll  die Weite verändert werden, so wird die  Sperrklinke 34 durch Druck auf ihre von  aussen zugängliche Grifffläche 35 entgegen  der Wirkung einer Feder 33 ausgerückt.

   An  der Vorderkante 13 .der Hinterbahn 3 ist die       Zahnreihe    durch eine Leiste 50     abgeschlös-          sen,    die den Rahmen 26 auf der Zahnreihe  25 sichert.     Fig.    4 zeigt die beiden Teile der  Übersichtlichkeit halber getrennt, während  in     Fig.    5 die     Verbindung    hergestellt ist.    Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss       Fig.    6 ist an der     untertretenden    Hinterbahn  3 die     doppelte    Gliederreihe eines Reissver  schlusses in     horizontaler    Richtung befestigt.

    Der .Schieber 36, der die einzelnen Glieder  37 des     Reissverschlusses    ineinander -fügt,     ist     mit einer Platte 38 am Übertritt des Stoff  teils 1     angenäht    und mit     eine        ausrüekbaren       Sperrglied 39 versehen, das in die Glieder  reihe eingereiht und den Schieber in jeder  Stellung festzuhalten vermag.  



  Es ist oft, insbesondere bei solchen Klei  dungsstücken, bei welchen ein in seiner  Längsmitte aufgenähter Gurt an den Über  lappungen vorgesehen ist, erwünscht, das  Kleidungsstück so zu gestalten, dass es den  Anschein erweckt, als ob dieses durch einen  selbständigen,     ringsumlaufenden    Gurt gehal  ten werden. Aus diesem Grunde ist gemäss     Fig.     1 auch an denjenigen Teilen des Bundes, bei  denen es zur Erzielung der     Gürtung    an sich  nicht erforderlich wäre, also an den Vorder  bahnen 1 und 2, ein Gurt 40 in seiner Längs  mitte aufgenäht und bis zu einem zwischen  diesen Bahnen     gebildeten        Verschlussschlitz    41  des     Kleidungsstückes    durchgeführt.

   Dabei  schliesst der auf der untertretenden Vorder  bahn 2 aufgenähte Gurt mit dessen Vorder  kante bündig ab, während der auf der Über  trittsseite 1 befindliche     Gurtteil    noch mit  einer Zunge 42 über die     Abschlusskante    von  1 hinausragt und zweckmässig in einer an  der Vorderbahn 2     angebrachten    Schlaufe 43  gesichert ist. Der     Gurtteil    40, der auf der       Übertrittsseite    der Vorderbahn 1 angenäht  ist, trägt ein     Zierschloss    44, das in     Fig.    11  bis 13 dargestellt ist.

   Es besteht aus einer  gewölbten Frontplatte 45, von der oben und  unten hakenförmige, den Gurt seitlich hin  tergreifende Führungsglieder 46     abgebogen     sind, und einem an der Frontplatte 45 an  gelenkten Sperrglied 47 in Gestalt einer       winkelförmigen        Platte    mit Zacken, die     den.          Gurtteil    40 gegen die Frontplatte 45 pres  sen.

   Diese     Art    der Anordnung der     vorderD.          Teile    des Gurtes 40 hat den Vorteil, dass der  Gurt gleichzeitig mit dem     Verschlussschlitz     41 geöffnet und geschlossen wird, ohne dass  sich hierbei die     Gürtungsweite    verstellt, die  - -wie vorher     beschrieben    - an den seit  lichen     Überlappungen    eingestellt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Durch Gürtungswirkung gehaltenes und in der Gürtungsweite verstellbares Klei dungsstück, gekennzeichnet durch unabhän- gig vom üblichen Verschluss des Kleidungs stückes sich überlappende Stoffteile in dem durch Gürtung gehaltenen Teil desselben, die zur Veränderung der Gürtungsweite anein ander gleitbar geführt und mit Mitteln zur Fixierung derselben versehen sind. UNTERANSPRüCITE 1.
    Kleidungsstück nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Seitennähte verbundenen Stoffteile des Kleidungsstückes im Oberteil unvernäht sich überlappen und die entsprechenden Teile des Bundes oder Gurtes aneinander gleitbar miteinander verbunden sind. 2. Kleidungsstück nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem untertretenden Stoffteil ein Gurt mit sei ner Längsmitte befestigt ist und eine am Übertritt befestigte Klemme den Gurt an beiden Längsseiten verschiebbar hinter greift und an jeder Stelle desselben fest stellbar ist. B.
    Kleidungsstück nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch einen am Übertritt befestigten Rah men, der sich mit hakenförmigen Schen keln am Gurt führt, und ein am Rahmen angelenktes winkelförmiges Klemmglied zum Festklemmen des Gurtes am Rahmen. 4.
    Kleidungsstück nach dem Patentanspruch, und Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch von dem längeren Schenkel des Klemmgliedes nach innen abgebogene Na deln, die den Stoff des Gurtes in Schliessstellung durchdringen, und einen Anschlag am feststehenden 'heil der Klemme, der die Schliessbewegung des Klemmgliedes begrenzt. 5.
    Kleidungsstück nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch ein am Untertritt befestigtes bieg sames Band mit hintereinander angeord neten :Sperrzähnen und einen am Über tritt befestigten Rahmen, der sich mit hakenförmigen Schenkeln in Längsnuten der Zahnreihe gleitend führt und mit einer in nie Sperrzähne federnd eingreifenden ausrückbaren Sperrklinke feststellbar ist. 6.
    Kleidungsstück nachdem Patentanspruch, ,dadurch gekennzeichnet, dass am Unter tritt die doppelte Gliederreihe eines Reiss verschlusses horizontal angeordnet und am Übertritt der die Glieder ineinander fügende Schieber befestigt ist und dieser ein ausrückbares Sperrglied zum Fest stellen des Schiebers an der Gliederreihe aufweist. 7. Kleidungsstück nach dem Patentanspruch, gekennzeichnet durch bis zu dem zwischen.
    den Vorderbahnen des Kleidungsstücke.- gebildeten üblichen Verschlussschlitz des selben reichende Gurtteile auf dem Bund, von denen der auf der untertretenden Vor derbahn befestigte Gurtteil mit dessen Kante bündig abschliesst und der auf der Übertrittseite der Vorderbahn befesfgtte Gurtteil mit seinem freien Ende ein Stück über den Untertritt ragt und ein Zier schloss trägt. B.
    Kleidungsstück nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekenn zeichnet, dass die Gurtteile in ihrer Längs- mitte auf den Bund aufgenäht sind und dass das Zierschloss den Gurtteil der über trittsseite mit hakenförmigen Schenkeln an beiden Längsseiten gleitbar hinter greift und mit einem. Klemmglied lösbar an ihm befestigt ist.
CH158522D 1930-08-08 1931-08-05 Durch Gürtung gehaltenes Kleidungsstück. CH158522A (de)

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DE270131X 1931-01-27
DE100231X 1931-02-10

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CH158522D CH158522A (de) 1930-08-08 1931-08-05 Durch Gürtung gehaltenes Kleidungsstück.

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