Umschaltbares elektrisches 111essgerät. Bei astatischen Instrumenten werden zur Erzielung der Astasio gleich starke, aber entgegengesetzt gerichtete Felder verwendet. Zur Umschaltung auf mehrere Messbereiche pflegt man diese Felder entweder in Reihe oder parallel zu schalten, und zwar in der Regel unter Verwendung einer Stöpsel-Kon- taktanordnung wie sie in der Fig. 1 der Zeichnung dargestellt ist.
Es hat sich nun gezeigt, dass derartige umschaltbare Mess- geräte vielfach in bezug auf die von ihnen erwartete Astasie erheblich zu wünschen übrig liessen, ohne dass man zunächst einen hinreichenden Grund dafür finden konnte.
Die Erfindung beruht auf der Erkennt nis, dass der oben angegebene Mangel in den wechselnden Übergangswiderständen der ver wendeten Umschaltkontakte seine Erklärung findet. Entsprechend dieser Erkenntnis be sitzt ein den oben angegebenen Mangel nicht mehr aufweisendes umschaltbares. elek trisches Messgerät mit mehreren Spulen- systemen eine Mehrzahl von auf die einzel nen Spulensysteme verteilten Spulen, die so mit zu ihrer wahlweisen Schaltung dienen den Kontakten verbunden sind, dass über denselben Kontakt stets gleich grosse Teile der einzelnen Spulensysteme an die Strom quelle angeschlossen sind.
Durch diese Mass nahme wird erreicht, dass in den Kontakten auftretende veränderliche Übergangswider stände in gleicher Weise auf die Spulen systeme zur Einwirkung kommen und da durch die Astasie nicht störend beeinflussen können.
In der schon oben erwähnten Fig. 1 isl die bekannte Schaltung zum Vergleich mit dem Erfindungsgegenstand dargestellt; Fig. <B>22</B> zeigt ein erstes, und Fig. 3 ein zweites Aus führungsbeispiel des ErfiDdungsgegenstan- des, letzteres als Gerät mit drei Mess- bereichen. Bei allen Figuren ist voraus gesetzt, dass es sich um Dreheisenmessgeräte handelt.
In allen Schaltungen sind mit I und II die beiden Spulen bezw. Spulen- gruppen bezeichnet, welche entgegengesetzt gerichtete gleich grosse Felder erzeugen sol len: In der bekannten Schaltung gemäss Fig. 1 werden die entgegengesetzten Felder von je einer einzigen .Spule gebildet, die mit Hilfe von einem oder zwei Stöpseln entweder hintereinander oder parallel geschaltet sind.
Ki und K2 sind die Stromzuführungsklem- men. Man erkennt ohne weiteres, dass in der schwarz gekennzeichneten Stellung der Stöp sel die beiden Spulen I und II parallel ge schaltet sind. Wird statt dessen ein Stöpsel in das dritte noch freie Loch gesteckt, so sind die beiden Spulen I und II in Reihe geschal tet. Bei der Hintereinanderschaltung ist die Astasie infolge der zwangläufig gleich grossen Stromstärke in den beiden Spulen ohne weiteres gegeben.
Bei der Parallel schaltung, die in der Figur dargestellt ist, fliessen die Ströme der beiden Feldspulen über verschiedene Kontaktstöpsel. Ist nun der Übergangswiderstand dieser beiden Kon taktstöpsel .nicht gleich gross, dann werden Ungleichheiten in den Feldstromstärken die Folge sein, die ihrerseits auf die Astasie störend zurückwirken.
Bei der in der Fig. 2 dargestellten Aus führungsform gemäss der Erfindung sind die Felder I und II aus je zwei zweckmässig gleich grossen Spulen gebildet. Die Schal tung ist wie ohne weiteres aus der Zeichnung ersichtlich, so ausgebildet, dass bei der in der Figur dargestellten Parallelschaltung über denselben Kontakt, also auch über denselben Stöpsel je eine Spule der Felder I und II an die Stromquelle angeschlossen sind. In folgedessen kommen Übergangswiderstände der Kontakte in beiden Feldern I und II gleichmässig zur Wirkung, so da.ss die Astasie aufrecht erhalten bleibt.
Fig. ss zeigt eine Schaltung für drei Mess- bereiche, die sich wie 1 :2 :4 verhalten. Zwischen den mit Ki und K2 bezeichneten Klemmen liegt zunächst eine zum Kurz schluss dienende Kontaktstöpselanordnung, die geschlossen wird, wenn Änderungen in dem Messbereich vorgenommen werden sol len.
In der zweiten Reihe darunter liegen zwei aus je vier festen Kontakten bestehende Kontaktanordnungen, die in der Zeichnung durch Stöpsel überbrückt sind und über wel che alle acht Spulen der beiden Felder I und II parallel geschaltet sind. Die darunter lie gende Kontaktreihe enthält zwei Kontakt anordnungen mit je zwei und eine Kontakt anordnung mit vier festen Kontakten. Bei dem Einsetzen der drei zugehörigen Kontakt stöpsel werden je zwei Spulen des Feldes I in Reihe mit zwei Spulen des Feldes II ge schaltet.
Wird zum Beispiel an der Klemme Ki der Strom zugeführt, dann verzweigt sich der Strom wie folgt: Ein Teilstrom fliesst über die obern Spulen der Felder I und II zum mittleren Kontaktstöpsel.
Ein zweiter Zweig verläuft über den linken Kontakt stöpsel, über die an zweiter Stelle von oben eingezeichneten .Spulen der Felder I und II ebenfalls zum mittleren Kontaktstöpsel. An dieser Stelle vereinigen sich beide Zweige, um sich dann wieder derart zu teilen, dass ein Teil über die an vierter ,Stelle von oben dar gestellten Spulen der Felder I und II unmit telbar zur Klemme K2 fliesst, während der andere Teil über die zweituntersten Spulen und den rechten Kontaktstöpsel verläuft.
Über jeden der Kontakte fliessen demnach nur Ströme, die sowohl das Feld I, als auch das Feld II, und zwar im gleichen Masse er regen.
Die in der untersten Reihe dargestellten drei festen Kontaktpaare bewirken bei ihrer Überbrückung durch Einfügen von Stöpseln die Hintereinanderschaltung von vier Spulen paaren, deren jedes aus einer Spule des Fel des I und des Feldes II besteht.
Die Erfindung ist nicht auf die dar gestellten Ausführungsbeispiele, insbesondere nicht auf Dreheisenmessgeräte beschränkt; sie kann vielmehr auf beliebige elektrische Messgeräte angewendet werden, bei denen es darauf ankommt, die vielfach -umvermeid- lichen veränderlichen Kontaktwiderstände auf sämtliche Spulensysteme gleichmässig zur Einwirkung zu bringen.