Fernsprechanlage mit mehreren Vermittlungsstellen. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Fernsprechanlage mit mehreren Vermitt- hingsstellen, bei welcher eine bestehende Ver bindung auf einen andern Teilnehmer um gelegt werden kann und besteht darin, dass Schaltmittel vorgesehen sind, welche unter dem Einfluss einer besonderen Schaltmass nahme, zum Beispiel Erden der Teilnehmer leitung durch Taste, an einer einen zweiten Teilnehmer der eigenen Anlage anrufenden Sprechstelle die Umschaltung der Verbin dung auf den angerufenen zweiten Teilneh mer veranlassen.
In. den Fig. 1 bis 4 sind verschiedene Ausführungsbeispiele von Anlagen nach der Erfindung dargestellt, und zwar ist in Fig. 1 lediglich eine Nebenstellenanlage als Ver mittlungsstelle gezeigt, wobei Verbindungen zu einer andern Vermittlungsstelle über :die Leitung zA hergestellt werden. <I>1.
Herstellung einer internen</I> Verbindung <I>gemäss</I> Fig. <I>1.</I> Wünscht zum Beispiel der Teilnehmer N1 der Nebenstellenanlage eine Verbindung mit irgend einem Teilnehmer der eigenen Ver mittlungsstelle, so wird durch Abnehmen des Hörers folgender Stromkreis hergestellt: Erde, Kontakt lt über Teilnehmerschleife des Teilnehmers<B>NI,</B> Widerstand Wil, Kon takt 2t, Schaltarm c des Leitungswählers LW in Stellung 0, Wicklung I des Relais V, Batterie, Erde.
In diesem Stromkreis spricht das Relais V an und bewirkt durch Schliessen des Kontaktes 3v die Einschaltung des Drehmagnetes <I>DAS</I> des Anrufsuchers AS über: Erde, Relaisunterbrecher RU, Kon takte 25t, 3v, 5s, Drehmagnet DAS, Batterie, Erde.
Durch den Drehmagneten wird der Anrufsucher<I>AS</I> solange fortgeschaltet, bis folgender Stromkreis für die Wicklung I des Relais S zustandekommt: Erde, Kontakt 1t über Teilnehmerschleife NI, Schaltarm b des Anrufsuchers<I>AS,</I> Kontakte 6t,<I>7r,</I> Wick lung I des Relais S, Batterie, Erde. Durch Relais S, welches anspricht, wird einmal der Drehmagnet<I>DAS</I> des Anrufsuchers<I>AS</I> durch Öffnen des Kontaktes 5s stillgesetzt.
Durch Schliessen des Kontaktes 8s werden die Relais <I>TI</I> bis T4 über: Erde, Kontakt 8s, Relais T1 bis T4 nach Batterie, Erde erregt. Durch die Relais TI bis T4 werden sämtliche t-Kon- takte betätigt, wodurch die Anrufstrom kreise (Stromkreise des Relais V) sämtlicher Teilnehmer, zum Beispiel der Teilnehmer <I>N,</I> N1, N2 an den. Kontakten lt, 2t, 9 t und 104 unterbrochen werden. Hierdurch ist die Einrichtung für sämtliche weiteren Teilneh mer gesperrt.
Nach Ansprechen der Relais TI bis T4 wird das Relais V über: Erde, Wicklung III des Relais S, Kontakt 17t, Schaltarm c des Leitungswählers<I>LW</I> in Stellung 0, Wicklung I des Relais V, Batterie, Erde weiter erregt gehalten.
Der Speisestromkreis des - anrufenden Teilnehmers<B>NI</B> verläuft nun über: Erde, Kontakt 11t, Wicklung II des Relais S, Kon takt 127; .Wicklung II des Differenzrelais X, Schaltarm<I>a</I> des Anrufsuchers<I>AS</I> zum Teil nehmer<B>NI,</B> Schaltarm b des Anrufsuchers <I>AS,</I> Wieklung I des Differenzrelais X, Kon takt,<I>7r,</I> Wicklung I des Relais S, Batterie, Erde.
Zwecks Einstellung des Leitungswählers <I>LW</I> sendet nunmehr der Teilnehmer Strom stösse aus. Entsprechend dieser Stromstösse wird Relais S\ stromlos und betätigt den Drehmagneten DLW des Leitungswählers über folgenden Weg: Erde, Kontakte 13hIT, 14t, 15s, Wicklung II des Relais V, Kontakt 16v, Drehmagnet DLW des Leitungswäh lers LW, Batterie, Erde.
Der Leitungswäh ler<I>LW</I> wird auf den 'bestimmten Kontakt eingestellt. Nur während der Stromstossgabe bleibt das Relais V noch im Stromkreis des Drehmagnetes erregt. Relais P fällt nach der Stromstossgabe ab, da der Stromkreis über die Wieklung I des Relais V durch Wei- terschalten des Schaltarmes c vom Leitungs wähler LW unterbrochen ist.
Der gewünschte Teilnehmer wird über folgenden Weg ge rufen: Erde, Kontakt 11t, Wicklung II des Relais S, Kontakt 122-, Wicklung II des Re lais X, Kontakt 18p, Schaltarm a des Lei tungswählers<I>LW</I> zum gewünschten Teil nehmer, Schaltarm b des Leitungswählers <I>LW,</I> Kontakt 19u, Wicklung I des Relais U, Kontakt 20z), über den Kontakt 4sek, wel cher alle 4 Sekunden geschlossen wird, zur Rufstromquelle RQ.
Meldet sich der gewünschte Teilnehmer, so wird das Relais U in der Rufpause, in der die Wicklung I des Relais U über dem in Ruhestellung befindlichen Kontakt 4sek und Widerstand Wi3 an Batterie liegt, erregt und bewirkt durch Öffnen des Kontaktes 19u und Schliessen des Kontaktes 21u. Durchschaltung der Sprechleitung und Unterbrechung des Rufstromkreises.
Das Relais U wird über die IL Wicklung gehalten, und zwar in folgendem Stromkreis: Erde, Kontakt 22t, Wicklung II des Relais U, Kontakt 23u, Kontakt<I>24v,</I> Drehmagnet DLW des Lei tungswählers<I>LW,</I> Batterie, Erde. In diesem Stromkreis wird der Drehmagnet DLW nicht betätigt. Es ist nunmehr die Sprech verbindung zwischen dem anrufenden und dem gewünschten Teilnehmer hergestellt.
Die hergestellte Verbindung wird auf folgende Weise ausgelöst: Legt der An rufende oder Angerufene seinen Hörer auf, so wird das Relais S stromlos und bewirkt durch Öffnen des Kontaktes 8s Abfall der Relais TI bis T4. Hierdurch werden. sämt liche t-Kontakte in die Ruhelage zurückge führt. Durch Schliessen des Kontaktes 25t wird folgender Stromkreis für den Dreh magneten DLW des Leitungswählers herge stellt: Erde, Relaisunterbrecher RU, Kon takt 25t, Schaltann c des Leitungswählers <I>LW</I> in Stellung 1 bis 10, Drehmagnet DLW des Leitungswählers, Batterie, Erde.
Der Drehmagnet DLW wird solange betätigt, bis der Leitungswähler <I>LW</I> die Stellung 0 er reicht hat und somit der vorgenannte Strom- kreis unterbrochen wird. Am Kontakt 22t wird der Haltestromkreis des Relais U un terbrochen. Somit sind sämtliche Schaltmit tel in .der Ruhelage, und es kann die Ein richtung für eine neue Verbindung benutzt werden.
<I>2.</I> Herstellung <I>einer Amtsverbindung.</I> Wünscht zum Beispiel der Teilnehmer<B>NI</B> eine Verbindung mit dem Amt herzustellen, so wird zunächst in gleicher Weise, wie vor her beschrieben, die Einstellung des Anruf suchers AS auf den anrufenden Teilnehmer herbeigeführt. Ist dies erfolgt, so drückt der Teilnehmer N1 vorübergehend seine Taste TI, wodurch in bekannter Weise das im Speisestromkreis liegende Differenzrelais X erregt wird.
Hierdurch wird das Relais P über folgenden Weg erregt: Erde, Kontakt <I>26t, 27r, 29x,</I> 32h11, Wicklung II des Relais P, Batterie, Erde. Das Relais P spricht an und bereitet durch Kontakt 31p einen Er- regerstromkreis für das Relais H vor, der nach Beendigung des Tastendruckes und so mit Öffnen des Kontaktes 29x über:
Erde, Kontakt 26t, 27r, Wicklung II des Relais H, Wicklung I des Relais P, Kontakte 31p, 32hII,Wicklung II des Relais P, Batterie, Erde verläuft. Das Relais H ist ein Stufen relais, das in letztgenanntem Stromkreis in erster und zweiter Stufe erregt wird.
Es sei bemerkt, dass das Relais H alle mit I bezeichneten Kontakte nur in erster, alle mit II bezeichneten Kontakte in zweiter und alle mit I -f - II bezeichneten Kontakte in erster und zweiter Stufe betätigt.
Durch Öffnendes Kontaktes 32hII und Schliessen des Kontaktes 30h11 erfolgt die Herstellung eines Haltestromkreises für die Relais P und H über: Erde, Kontakte 26t, 27r, Wicklung II des Relais H, Wicklung I des Relais P, Kontakte 31p, 30hII, Wick lung I des Relais H, Batterie, Erde. Durch Relais P erfolgt die Umschaltung der den Anrufsucher<I>AS</I> und den Leitungswähler <I>LW</I> verbindenden Leitung auf die Leitung zum Amt zA, und zwar durch Öffnen der Kontakte 34p und 18p und Schliessen der Kontakte 35p und 36p.
Der Anruf des Amtes erfolgt durch Re lais H.
Es werden nämlich, wie bereits beschrie ben, nach Einstellung des Anrufsuchers<I>AS</I> das Relais S und bei kurzem Drücken der Taste T1 die Relais X, P und H erregt. Durch Relais S und H wird über die Kon takte 37s, 38h1, Relais Dr eine Brücke zwi schen die Adern der Amtsleitung gelegt, über welche ausser dem Anrufrelais im Amt das Relais Dr anspricht. Durch dieses Relais Dr wird die Amtsleitung an den Kontakten 39dr und 40dr durchgeschaltet.
Die Einstellung der Wähler im Amt er folgt in bekannter Weise durch das Speise brückenrelais B. Stromstosskontakt ist in diesem Falle der Kontakt 37s. Nach erfolgter Einstellung der Wähler im Amt können beide Teilnehmer miteinander sprechen.
<I>3.</I> Herstellung <I>einer</I> Biekfrageverbindztng während <I>einer</I> A-intsverbindung. Wünscht der Teilnehmer während des Amtsgespräches mit einem andern Teilneh mer .der Nebenstellenzentrale Rückfrage zu halten, so drückt er nochmals vorübergehend die Taste T, wodurch das Differenzrelais X erregt wird. Durch Öffnen des Kontaktes 33x und Schliessen des Kontaktes 29x wird die Wicklung I des Relais P und Wicklung II des Relais H kurzgeschlossen.
Das Re lais P fällt ab und öffnet am Kontakt 31p auch den Haltestromkreis des Relais H über die Wicklung II des Relais H. Das Relais H wird aber über: Erde, Kontakte 26t, 277-, 29x, 30hII, Wicklung I des Relais H, Bat terie, Erde und über: Erde, Kontakt 26t, Widerstand Wi4, Kontakt 55h I -I- 1I, Wick lung I des Relais H, Batterie, Erde erregt gehalten.
Das Relais H betätigt nach Been digung des Tastendruckes und somit Öffnen des ersten Stromkreises für Relais H am Kontakt 29x nur die Kontakte in erster Stufe, also alle mit I bezw. I -I- II bezeich neten h-Kontakte. Durch Öffnen der Kon# takte 35p und 36p und Schliessen der Kon takte 18p und 34p ist der anrufende Teil nehmer auf die Leitung zum Leitungswähler <I>LW</I> umgeschaltet und kann, wie bereits vor her beschrieben, irgend einen Teilnehmer der Nebenstellenanlage anrufen.
Während der Rückfrageverbindung ist zwischen der Amts leitung die Haltebrücke über die Kontakte 37s, 380 und die Drossel Dr hergestellt.
Durch das Relais X wird also einmal bei abgehenden Verbindungen der Anruf des Amtes und bei hergestellter Amtsverbindung die Herstellung einer Rückfrageverbindung veranlasst.
Will sich nach erfolgter Rückfragever- binJung der anrufende Teilnehmer<B>NI</B> wie der auf die Amtsleitung schalten, so erfolgt die Rückumschaltung auf folgende Weise: Durch kurzen Tastendruck wird wieder Re lais X erregt, -das durch Schliessen des Kon taktes 29x die Wicklung II des Relais P einschaltet.
Das Relais P schaltet, wie be reits beschrieben, um auf Amtsleitung und erregt das Relais H in zweiter Stufe. Der Drehmagnet DLW des Leitungswählers LW erhält vom Relaisunterbrecher BU über:
Erde, Relaisunterbrecher, Kontakte 56x, 57hII, Schaltarm d des Leitungswählers in Stellung 1-10, Drehmagnet DLW, Bat terie, Erde, solange Stromstösse, bis der Lei- tumgswähler <I>LW</I> die Stellung 0 erreicht hat und somit der letztgenannte Stromkreis un terbrochen ist.
Will dagegen der Teilnehmer<B>NI</B> die Amtsverbindung dem Teilnehmer überweisen, mit dem er Rückfrage gehalten hat, so ist es erforderlich, dass der Teilnehmer<B>NI</B> die Taste TI längere Zeit drückt. Hierdurch wird das Relais X längere Zeit erregt, so dass das Thermorelais Tlz über Kontakt 41x anspricht und somit der Kontakt 42th ge schlossen wird. Es kommt durch Relais X ein Stromkreis für das Relais R, zustande, und zwar über: Erde, Kontakte 41x, 42th" Relais R, Batterie, Erde.
Durch Schliessen des Kontaktes 43r wird, nachdem durch Öff nen, der Kontakte 12r und 7r das Relais S abgefallen ist, über: Erde, Kontakte 44t, 43r, 45s, Relais R, Batterie, Erde das Re lais R gehalten. Die Relais TI-T4 werden bei Abfall des Relais S und somit Öffnen des Kontaktes 8s über den Kontakt 49r er regt gehalten, während die Amtsverbindung unabhängig vom Kontakt 37s über Kontakt 5-3hII gehalten wird.
Am Kontakt 46r wird folgender Stromkreis für den Drehmagneten DAS des Anrufsuchers hergestellt: Erde, Relaisunterbrecher RU, Kontakte 46r, 5s, Drehmagnet<I>DAS</I> des Anrufsuchers<I>AS,</I> Bat terie, Erde. Der Drehmagnet<I>DAS</I> betätigt den Anrufsucher<I>AS</I> nun solange, bis folgen der Stromkreis für .das Relais S über die Wicklung I zustande kommt:
Erde, Batterie, Wicklung I des Relais S, Kontakt 47r, Schaltarm c des Anrufsuchers<I>AS</I> in der Stellung des Rückfrageteilnehmers (zum Beispiel 3), Schaltarm c des Leitungswählers LLV, gleichfalls in der Stellung des Rück frageteilnehmers 3, Leitung 48, Kontakt 17t, Wicklung III des Relais S, Erde. Durch Öffnen des Kontaktes 5s wird der Stromkreis des Drehmagnetes<I>DAS</I> des Anrufsuchers AS unterbrochen. Es ist also der Anruf sucher auf den Teilnehmer eingestellt, mit dem der Teilnehmer<B>NI</B> eine Rückfrage ge halten hat.
Durch -Schliessen des Kontaktes 54s wird das Relais P über: Erde, Kontakte 26t,, 28r; 54s, 33x, 32hII, Wicklung II des Relais P, Batterie, Erde, erregt. Es erfolgt an den Kontakten 35p und 36p die Umschal tung auf die Amtsleitung, während durch Schliessen des Kontaktes 31p das Relais H in zweiter Stufe erregt wird. Über den Kon takt 30hII wird dann ein Haltekreis für die Relais P und H hergestellt, wenn nach Öff nen des Stromkreises für das Relais R am Kontakt 45s das Relais R abfällt.
Der Haltekreis für die Relais P und H verläuft dann über: Erde, Kontakte 26t,<I>27r,</I> Wick lung 1I des Relais H, Wicklung I des Re lais P, Kontakte 31p, 30hII, Wicklung I des Relais H, Batterie, Erde. Ist der Teil nehmer, mit dem eine Rückfrage gehalten ist, an die Amtsleitung angeschaltet, so er folgt Auslösung des Leitungswählers -auf folgende Weise: Beim Ansprechen von Re- laus P wird, wie oben erwähnt, das Relais H in zweiter ,Stufe erregt.
Bei eingestelltem Leitungswähler wird dann über: Erde, Re laisunterbrecher BU, Kontakte 56x und 57hII, Schaltarm d des Leitungswählers in Stellung 1-l0, Drehmagnet DLW, Batterie, Erde, der Drehmagnet DLW solange betä tigt, bis der Leitungswähler die Stellung 0 erreicht hat.
Das Relais X leitet also einmal die Anschaltung an die Amtsleitung, die Herstellung von Rückfrageverbindungen und die Umschaltung auf einen 2. Teilnehmer ein, und zwar je nachdem, ob eine Verbindung zum Amt erst hergestellt werden soll, eine Verbindung mit .der Amtsleitung bereits be steht oder eine Rückfrageverbindung auf gebaut ist und entsprechend der Beeinflus sung des Relais X. <I>4.
Ankommende</I> Amtsverbindungen. Kommt ein Anruf vom Amt an, so wird das Anrufzeichen AZ, zum Beispiel ein Wek- ker, in üblicher Weise durch den vom Amt kommenden Rufstrom betätigt. Dieses An rufzeichen AZ ist zum Beispiel in dem Raum des Teilnehmers N, welcher für die Vermitt- lungsarbeit ankommender Verbindungen vor gesehen ist, angeordnet.
Durch Abheben des Hörers an -der Sprechstelle - N wird der An rufsucher<I>AS</I> veranlasst, sich in der schon beschriebenen Weise auf den Teilnehmer N einzustellen:. Nach der Einstellung des An rufsuchers<I>AS</I> wird die Taste<I>T</I> vorüber gehend gedrückt und somit in gleicher Weise, wie schon beschrieben, das Differenzrelais X erregt, Relais 'X bewirkt durch Schliessen des Kontaktes 29x Ansprechen von Relais P im Stromkreis:
Erde, Kontakte 26t,<I>27r, 29x,</I> 32hII, Wicklung II des Relais P, Batterie, Erde. -Das Relais P bewirkt die Umschaltung auf die Amtsleitung und die Sprechstelle N ist nunmehr in der Lage, die Wünsche des anrufenden Amtsteilnehmers entgegenzuneh men.
Das Gespräch zu dem gewünschten Teilnehmer wird auf folgende Art und Weise weitergeleitet:
EMI0005.0034
Nachdem <SEP> die <SEP> Sprechstelle <SEP> Ih' <SEP> den <SEP> ge wünschten <SEP> Teilnehmer <SEP> erfahren <SEP> hat, <SEP> drückt,
<tb> sie <SEP> erneut <SEP> kurz <SEP> die <SEP> Taste <SEP> T, <SEP> wodurch <SEP> in <SEP> der
<tb> schon <SEP> beschriebenen <SEP> Weise <SEP> die <SEP> Rückum schaltung <SEP> von <SEP> der <SEP> Amtsleitung <SEP> auf <SEP> den <SEP> Lei tungswähler <SEP> <I>LG4T</I> <SEP> erfolgt.
<SEP> Der <SEP> Leitungswäh ler <SEP> <I>LW</I> <SEP> wird <SEP> durch <SEP> die <SEP> Sprechstelle <SEP> <I>N</I> <SEP> auf
<tb> den <SEP> gewünschten <SEP> Teilnehmer <SEP> eingestellt.
<tb> Meldet <SEP> sich <SEP> der <SEP> angerufene <SEP> Teilnehmer <SEP> und
<tb> erhält <SEP> dieser <SEP> von <SEP> der <SEP> Sprechstelle <SEP> N <SEP> mitge teilt, <SEP> -dass <SEP> er <SEP> vom <SEP> Amt <SEP> gewünscht <SEP> -wird, <SEP> so
<tb> drückt <SEP> die <SEP> Sprechstelle <SEP> N <SEP> die <SEP> Taste <SEP> T <SEP> län gere <SEP> Zeit, <SEP> wodurch <SEP> veranlasst <SEP> wird, <SEP> dass <SEP> sich
<tb> der <SEP> Anrufsucher <SEP> AS, <SEP> über <SEP> welchen <SEP> die
<tb> die <SEP> Amtsverbindungen <SEP> entgegenuehmende
<tb> Sprechstelle <SEP> N <SEP> mit <SEP> der <SEP> anrufenden <SEP> Amts leitung <SEP> verbunden <SEP> war,
<SEP> auf <SEP> den <SEP> durch <SEP> den
<tb> Leitungswähler <SEP> LW <SEP> gekennzeichneten <SEP> Kon takt <SEP> der <SEP> gewünschten <SEP> Sprechstelle <SEP> eingestellt.
<tb> Nach <SEP> erfolgter <SEP> Einstellung <SEP> und <SEP> Ansprecben
<tb> des <SEP> Relais <SEP> S <SEP> wird <SEP> das <SEP> Relais <SEP> P <SEP> erregt, <SEP> das
<tb> durch <SEP> Öffnen <SEP> der <SEP> Kontakte <SEP> 18p <SEP> und <SEP> 34p
<tb> und <SEP> Schliessen <SEP> der <SEP> Kontakte <SEP> 35p <SEP> und <SEP> 36p <SEP> die
<tb> Umschaltung <SEP> auf <SEP> die <SEP> Amtsleistung <SEP> herbei führt.
<SEP> Die <SEP> einzelnen <SEP> Schaltvorgänge <SEP> sind
<tb> die <SEP> gleichen <SEP> wie <SEP> bei <SEP> der <SEP> Übernahme <SEP> eines
<tb> Amtsgespräches <SEP> durch <SEP> einen <SEP> Rückfra.geteil nehmer <SEP> beschrieben.
<tb> Es <SEP> verläuft <SEP> also, <SEP> wie <SEP> aus <SEP> Vorstehendem
<tb> hervorgeht, <SEP> über <SEP> den <SEP> Leitungswähler <SEP> LW
<tb> der <SEP> Einstellweg <SEP> und <SEP> der <SEP> Sprechweg <SEP> für <SEP> die
<tb> Amtsverbindung <SEP> über <SEP> den <SEP> Anrufsucher <SEP> AS.
<tb> In <SEP> der <SEP> Anlage <SEP> können <SEP> auch <SEP> Teilnehmer
<tb> verschiedener <SEP> Verkehrsberechtigung <SEP> vorge sehen <SEP> sein. <SEP> Die <SEP> Herstellung <SEP> einer <SEP> Amtsver bindung <SEP> für <SEP> hierzu <SEP> nicht <SEP> berechtigte <SEP> Teil nehmer <SEP> ist <SEP> in <SEP> jedem <SEP> Fall <SEP> verhindert.
<SEP> In <SEP> ab gehender <SEP> Richtung <SEP> ist <SEP> die <SEP> Herstellung <SEP> einer
<tb> Amtsverbindung <SEP> dadurch <SEP> verhindert, <SEP> dass <SEP> der
<tb> Teilnehmer, <SEP> zum <SEP> Beispiel <SEP> N2, <SEP> welcher <SEP> keine
<tb> Berechtigung <SEP> hat, <SEP> mit <SEP> den <SEP> Teilnehmern <SEP> des
<tb> Amtes <SEP> zu <SEP> sprechen, <SEP> eine <SEP> Erdungstaste <SEP> nicht
<tb> besitzt. <SEP> Er <SEP> kann <SEP> also <SEP> aus <SEP> diesem <SEP> Grunde <SEP> die
<tb> Umschaltung <SEP> auf <SEP> die <SEP> Amtsleitung <SEP> nicht <SEP> vor nehmen. <SEP> Diese <SEP> erfolgt <SEP> nur, <SEP> wenn <SEP> die <SEP> Wertig keit <SEP> der <SEP> Verbindung <SEP> der <SEP> Verkehrsberech tigung <SEP> des <SEP> angerufenen <SEP> Teilnehmers <SEP> ent spricht.
Bei ankommendem Verkehr ist die Her stellung einer Amtsverbindung zu einem nicht berechtigten Teilnehmer dadurch ver mieden, dass der Prüfstromkreis des Relais S über die Schaltarme c des Anrufsuchers AS und Leitungswähler LW nach Kenn zeichnung des Teilnehmers durch Einstellen des Leitungswählers LW und Einstellen des Anrufsuchers @ AS auf den gekennzeichneten Teilnehmer (durch längeres Drücken der Taste T) nicht zustandekommen kann,
da bei nicht berechtigten Teilnehmern die Verbin dung zwischen den Kontakten der c-Schalt- arme vom Anrufsucher AS und Leitungs wähler LW an den Anschlussstellen 50/51 unterbrochen ist. Eine Rückfrage während eines Amtsgespräches durch die Sprech stelle N oder einer andern für Amtsverbin dungen berechtigten Stelle zu einem für Amtsverbindungen nicht berechtigten Teil nehmer ist jedoch, wie aus Vorstehendem hervorgeht, möglich, da ja eine Verbindung mit dem nicht berechtigten Teilnehmer über den Leitungswähler LW hergestellt werden kann.
Erfolgt ein Anruf während eines beste henden Gespräches, so ist die Sprechstelle N durch Umlegen ihres Schalters MK in der Lage, das bestehende Gespräch mitzuhören und die sprechenden \Peilnehmer von dem Vorliegen eines Amtsanrufes zu informieren.
Die Anschaltung der Sprechstelle N beine Bestehen eines Gespräches durch Umlegen des Schalters Mg erfolgt unter Umgehung der Schaltarme a und b des Anrufsuchers AS.
An Stelle des Amtszeichens AZ in Gestalt eines Weckers kann auch ein Relais vorge sehen sein, das einmal eine Signaleinrichtung an der Sprechstelle N einschaltet und ferner durch Schliessen eines Kontaktes 52az die Induktionswicklung J einer Signa.leinrich- tung an die Wicklung S3 anschaltet, wodurch ein Signal über die Speisebrücke induktiv übertragen, einem sprechenden Teilnehmer übermittelt wird, der in der gleichen Weise wie vorher für den Teilnehmer N beschrie ben,
nach der Umschaltung auf die Amts- leitung ein ankommendes Amtsgespräch ent gegennimmt und auch auf andere Teilnehmer umschalten kann.
In Fig. 2 ist eine Nebenstellenvermitt- lungseinrichtung mit den wichtigsten Teilen dargestellt, bei welcher der abgehende Amts verkehr über die Wähler einer automatischen Hauszentrale hergestellt wird, während der ankommende Verkehr mittelst Klinken und Stöpsel zu den einzelnen Nebenstellen vermit telt wird. Die für das Abfragen der ankom menden Amtsgespräche erforderlichen Ein richtungen sind, da zum Verständnis der Er findung nicht notwendig, weggelassen und es sei angenommen, dass der Bedienungsplatz nicht mehr besetzt ist (zum Beispiel während der Nacht).
In diesem Falle ist der Stöpsel St bereits in die normale Klinke K2 in jener Nebenstelle N3 gesteckt worden, welche die Vermittlung der ankommenden Amtsge spräche während der Abwesenheit der Beam tin durchführen soll. Im folgenden sei die Vermittlung eines ankommenden Amtsgespräches beschrieben: Der vom Amt über die Amtsleitung<I>AL</I> kommende Rufwechselstrom erregt das An rufrelais A in gleichen Abständen. Dieses schaltet mit seinem Kontakt 60a ein Ruf relais R ein, welches durch Umlegen der Kontakte 61r und 62r den Ruf zu jener Nebenstelle weiterleitet, in deren Klinke K2 der .Stöpsel St steckt.
Bei dieser Nebenstelle N3 ist durch das Stecken des Stöpsels St das Prüfrelais P unter Strom gesetzt und dieses schaltet mit seinen Kontakten 63p und 64p die Sprechleitungen zur Nebenstelle durch. Der Teilnehmer N3 ist durch Kurz schluss der Wicklung II des Relais P am Kontakt 65p in bekannter Weise gesperrt.
In dem dargestellten Beispiel spricht das Relais P sofort bei Stecken des Stöpsels an. Es ist aber auch möglich, das Prüfrelais P erst nach Einlangen eines Amtsrufes durch zuschalten, so dass der Teilnehmer N3 erst bei Einlangen eines Rufes besetzt gemacht wird. Durch :das Umlegen der Kontakte 61r und 62r wird Rufstrom zur Nebenstelle N3 ausgesendet. Hebt der Teilnehmer dieser Stelle den Hörer in einer Pause des ankom menden Rufstromes ab, so spricht das Re lais S an, während das in Serie dazu liegende Relais X nicht erregt wird, da seine beiden gleichen Wicklungen gegeneinander geschal tet sind.
Durch den Kontakt 66s wird eine Schleife zum Amt gebildet und dadurch wird der Rufstrom im Amt abgeschaltet und die Verbindung zur Nebenstelle an den Kontak ten 68v1 und 69v1 durchgeschaltet. Die Ne benstelle N3 nimmt den Wunsch des anrufen den Teilnehmers entgegen. Falls dieser mit einer andern Nebenstelle sprechen will, so drückt die Nebenstelle kurzzeitig ihre Er dungstaste; hierdurch spricht das Differen tialrelais X über die an Spannung liegende Wicklung II an und erregt mit seinem Kon takt 70x das Relais D, welches mit dem Kon takt 71d einen eigenen Haltestromkreis und mit Kontakt 72d einen Stromkreis für das Relais U vorbereitet.
Beim Loslassen der Erdungstaste fällt das Relais X wieder ab und das Relais D hält sich über die Kon takte 73x und<I>71d</I> weiter, während das Re lais<I>U</I> über: Erde, Kontakte 73x,<I>72d,</I> Wick lung I des Relais U, Batterie, Erde anspricht.
Über den Kontakt 742e und die Drossel Dr2 wird die Schleife zum Amt festgehal ten und die Kontakte 75u und 76u schalten: den zur Nebenstelle gehörigen Teil der Amts leitung auf einen Rückfrageanschluss <I>RA</I> um. Über Kontakt 66s und Drossel Drl ist eine Schleife gebildet und dadurch veranlasst, dass der Vorwähler V W oder Anrufsucher diesen Anschluss in Verbindung mit einem Gruppen- oder Leitungswähler bringt. Die Stelle N3 wählt nun die gewünschte Nebenstelle und verständigt sie von dem Einlangen eines An rufes.
Wünscht diese das Gespräch nicht zu übernehmen, oder ist sie besetzt, so kann die Nachstelle durch nochmaliges kurzes Drücken der Erdungstaste die Rückfrage verbindung auslösen und dem anrufenden Teilnehmer Auskunft geben. Durch das zweite Drücken der Erdungs- taste spricht das Relais X neuerdings an. Kontakt 73x unterbricht den Stromkreis für das Relais D und die Wicklung I des Relais U. Relais D fällt ab, aber für das Relais L.' wird ein neuer Haltekreis über seine Wick lung II und den Kontakten 771t und 70x gebildet.
Beim Loslassen der Erdungstasi-e fällt dann auch das Relais L infolge Ab fall von Relais X ab und die Stelle Nc3 ist wieder mit dem Amtsteilnehmer verbunden.
Wünscht jedoch die über Rückfrage an gerufene Nebenstelle das Amtsgespräch zu übernehmen, so drückt die Stelle N3 längere Zeit, zirka 2 bis 3 Sekunden auf ihre Er dungstaste. Das Relais X ist daher längere Zeit erregt und dadurch wird ein Thermo- relais Th über: Erde, Kontakte<I>70x,</I> 77u, Thermorelais Th, Batterie, Erde geheizt, welches nach einer gewissen Zeit. seinen Kon takt 78th schliesst.
Dadurch wird ein Strom kreis für ein Relais N über seine Wicklung N1 parallel zur Wicklung des Thermorelais Th über den geschlossenen Thermokontakt 78th hergestellt.
Durch die Kontakte 79u und 80a wird über zwei Kondensatoren C3 und C4 eine Verbindung zwischen der Amts leitung<I>AL</I> und der Rückfrageleitung <I>RA</I> hergestellt; durch Kontakt 817a wird die Schleife zum Amt festgehalten; am Kontakt 82n schaltet sich eine Wicklung II des Re lais N in Brücke zwischen die beiden Lei tungen des Rückfrageanschlusses RLI und hält dadurch die Rückfrageverbindung fest.
Durch Kontakt 8311 wird der Prüfstrompreis der Stelle N3 über Relais P unterbrochen, welches dadurch abfällt und die Amtslei tung an den Kontakten 63p und 64p abtrennt, so dass ein Mithören des weiter geschalteten Gespräches vermieden ist.
Voraussetzung für diese Art der Fest haltung des Relais N über Wicklung II ist, dass das bei der Hausanlage verwendete Sy stem Rückauslösung besitzt, das heisst, dass durch die Gesprächsbeendigung von Seiten des angerufenen Teilnehmers Auslösung er folgt. Wenn dieser also seinen Hörer auf legt, wird der Stromkreis für die Wicklung; II des Relais N kurz unterbrochen. Es fällt ab und da der Kontakt 82n geöffnet wird, ist ein neuerliches Ansprechen von Relais N verhindert. Durch Kontakt 81n wird die Schleife zum Amte geöffnet und dadurch die Verbindung ausgelöst.
Die Art und Weise der Festhaltung des N-Relais muss natürlich dem System der Hausanlage angepasst sein. Wenn zum Bei spiel die Hausanlage mit einem Leitungs- wähler ausgerüstet ist, der für den rufenden und gerufenen Teilnehmer gemeinsame Spei sung besitzt, so kann die :Schaltung des Re lais N nach Fig. 3 erfolgen.
Die beiden Wicklungen des Relais N werden an die Sprechadern. angeschaltet, so dass diese Wick lungen parallel zu den beiden Wicklungen des Speiserelais im Leitungswähler liegen und so über die ,Schleife des angerufenen Teilnehmers erregt gehalten werden. Wenn dieser das Gespräch beendet, wird der Strom kreis für das Relais N unterbrochen und die Auslösung durchgeführt.
Die beschriebenen Beispiele setzen voraus, dass an die automatische Hausanlage nur amtssprechberechtigte Nebenstellen ange schlossen sind. Wenn dies nicht der Fall ist und auch nichtamtssprechberechtigte Privat- oder Hausstellen vorhanden sind, so muss durch geeignete Schaltungsweise die Verbin dung von Amtsgesprächen über die Rück frageleitung zu den betreffenden Hausstellen verhindert werden.
Es empfiehlt sich für diesen Fall zum Beispiel die Unterbringung der Nebenstellen und Privatstellen in ver schiedenen l0er- oder 100er-Gruppen. Wenn man nun bei der Herstellung einer Rück frag everbindung an einem Mitläufer die Zahl der abgegebenen Impulsserie festlegt, kann man nach Fig. 4 die unzulässigen Verbin dungen auf folgende Weise verhindern: Angenommen, die Nebenstellen umfassen die Nummern 0-50, die Privatstellen die Nummern von 50-100.
Durch die erste Impulsserie wird nun festgestellt, ob der über Rückfrage angerufene Teilnehmer amts- sprechberechtigt ist oder nicht. Die Neben stelle N3 drückt auf ihre Erdungstaste und bewirkt die schon für Fig. 2 beschriebene Umschaltung auf dem Rückfrageanschluss ,.RA. Hiernach wählt sie den gewünschten Teilnehmer.
Der Kontakt 84s des Brücken relais S gemäss Fig. 2 fällt während der Stromstossreihe impulsweise ab und schliesst für den Drehmagnet<I>DM</I> des Wählers den Stromkreis (Fig. 4) : Erde, Kontakte 84s, 85a4, niederohmige Wicklung I des abfallver zögertenRelais<I>H,</I>Dreharm a,DrehmagnetD11, Batterie, Erde.
Beim ersten Drehschritt wird zwar :dieser Stromkreis durch den Dreharm a unterbrochen, aber über das durchlaufende Segment und den Kontakt 86h bleibt der Stromkreis für das Relais H und den Dreh- magneten <I>DM</I> aufrecht. Nach der ersten Impulsserie ist der Kontakt 84s längere Zeit geöffnet und Relais H fällt ab.
Durch die nächste Impulsserie kann, da der Kontakt 861a geöffnet ist, der Drehmagnet<I>DM</I> nicht mehr betätigt werden. Steht nun der Drehwähler mit seinem Arm b auf einem Anschluss, der mit der Heizwicklung des Thermokontaktes verbunden ist, so kann die Umschaltung der Verbindung auf den angerufenen zweiten Teilnehmer durch längeres Drücken der Taste, wie für Fig. 2 beschrieben, bewirkt werden, im andern Falle nicht.
Wenn bei der Auslösung das Relais U abfällt, so erhält der Drehmagnet <I>DM</I> Strom über: Erde, Kontakte 87x, 88u, <I>89h.,</I> durch laufende Kontaktbank, Schaltarm a, Dreh magnet<I>DM,</I> Batterie. Der Drehmagnet<I>DM</I> betätigt nun bei jedem Anzug einen Kon takt 90dm, über welchen das Relais H über Wicklung II erregt wird.
Durch den Kon takt 891b wird der Stromkreis für den Dreh magneten D131 unterbrochen; dieser fällt ab und öffnet seinen Kontakt 90dm. Hierdurch wird der Stromkreis für das Relais H unter brochen usw. Der Wähler steuert sich also mit Hilfe des Relais H in die Nullstellung zurück.
Die Möglichkeit, ein Amtsgespräch von einer Nebenstelle zu einer andern ohne Ein greifen einer besonderen Bedienungsperson, also zum Beispiel einer Nebenstellenbeamtin, zu vermitteln, besteht natürlich auch bei ab gehendem Verkehr, wie aus nachfolgender Beschreibung zu ersehen ist.
Um die Ver- bindung mit einer abgehenden Amtsleitung herzustellen. wählt'der Teilnehmer eine be stimmte Nummer; der Leitungswähler<I>LW</I> prüft auf die c-Leitung einer freien Amts leitung auf (Fig. 2). Über Erde im Lei tungswähler LTV fliesst ein Strom über Kon takt 91n, Relais C, Kontakt 92t, Widerstand Wi, Batterie.
Im Leitungswähler LW er folgt in bekannter Weise die Durchschal- tung der Sprechleitungen und in dem der Amtsleitung zugeordneten Relais spricht wieder das Relais S an, das Relais X da gegen nicht. Durch den Kontakt 93c wird das verzögerte Relais T zur Vorbereitung der Auslösung eingeschaltet.
Die anrufende Nebenstelle wählt dann den gewünschten Amtsteilnehmer, sobald ein vollautomatisches Amt vorhanden ist. Sie hat dann dieselben Möglichkeiten wie beim ankommenden Gespräch, das heisst sie kann über den Rückfrageanschluss R-. eine zweite Nebenstelle aufrufen und durch längeres Drücken der Erdungstaste die Umschaltung der Amtsleitung zu der über den Rückfrage anschluss angerufenen zweiten Nebenstelle bewirken.
Zur Trennung der ersten Verbin dung wird durch Kontakt 91n die c-Leitung unterbrochen, der Leitungswähler ausgelöst und gleichzeitig die Amtsleitung für die Dauer des Gespräches gesperrt gehalten.
Wie aus der Beschreibung zu ersehen ist, braucht an der Nebenstelle nichts geändert zu werden, um die Umschaltung von Amts gesprächen durchführen zu können.
Das Merkmal der vorliegenden Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Anordnungen beschränkt, sondern es kann auch bei einer Nebenstellenzentrale angewendet werden, bei der ankommende Amtsanrufe von einer be sonderen Nebenstellenbeamtin entgegenge nommen werden und zu einer Nebenstelle weitergeleitet werden und letztere die Um schaltung des Amtsgespräches ohne Eingrei fen der besonderen Bedienungsperson durch führt.
Wenn die Umschaltungsmöglichkeit nur bei besetzter Vermittlungsstelle möglich sein soll, so genügt es in den meisten Fällen, nur einen kleinen Teil der Amtsleitungen mit den hierfür erforderlichen Einrichtungen auszu- rüsten.
Dadurch, dass der Thermokontakt Th ge mäss Fig. 2 und 4 nur bei Rückfragever- bindungen geheizt werden kann, ist es mög lich, wenn kein Rückfragegespräch aufge baut ist, durch längeres Drücken der Er dungstaste ein anderes Signal einzuschalten: zum Beispiel kann in diesem Falle bei der Vermittlungsstelle ein besonderes Signal ein geschaltet werden, welches diese zum Ein treten in das Amtsgespräch auffordert.