Anlage zur Übertragung von Fernmeldungen mittelst elektrischer Wellen. Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Übertragung von Fernmeldungen mittelst elektrischer Wellen, die sich sowohl für drahtlose Telephonie,, als auch Telegraphie eignet.
Die Erfindung bezweckt vor allem eine Erhöhung der Selektivität über das bisher übliche Mass hinaus unter Berücksichtigung der Anforderungen in bezug auf eine voll kommene Wiedergabe der Zeichen, Sprache und Musik.
Die Selektivität eines Empfangsappara tes wird gewöhnlich durch eine Kurve ver anschaulicht, in welcher die positiven und negativen Frequenzabweichungen von der Resonanzfrequenz des Empfängers als Abs zissen aufgetragen sind, während die Ordi naten der Empfangsstärke entsprechen, die sich ergibt, wenn die Frequenz der unmodu- lierten aufgewandten Energie auf die durch die Abszissen gegebenen Werte abgeändert wird.
Die Amplitude nimmt mit wachsendem
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Frequenzunterschied <SEP> ab, <SEP> bis <SEP> der <SEP> Empfang
<tb> nicht <SEP> mehr <SEP> wirksam <SEP> oder <SEP> brauchbar <SEP> ist.
<tb> Man <SEP> war <SEP> bisher <SEP> der <SEP> Ansicht, <SEP> dass, <SEP> wenn
<tb> eine <SEP> Trägerwelle <SEP> durch <SEP> eine <SEP> andere <SEP> Welle
<tb> moduliert <SEP> ist, <SEP> der <SEP> Empfänger <SEP> derart <SEP> besebuif fen <SEP> sein <SEP> muss, <SEP> dass <SEP> er <SEP> gleieherweise <SEP> auf <SEP> diu
<tb> Trägerwelle <SEP> und <SEP> die <SEP> der <SEP> Summe <SEP> und <SEP> rlei, <SEP> Dif ferenz <SEP> der <SEP> Trägerfrequenz <SEP> und <SEP> der <SEP> Modula tionsfrequenz <SEP> - <SEP> welch <SEP> letztere <SEP> als <SEP> Sciten bandfrequenz <SEP> bezeichnet <SEP> wird <SEP> - <SEP> entspre chenden <SEP> Frequenzen <SEP> anspricht.
<SEP> Durch <SEP> den
<tb> Bereich <SEP> der <SEP> Modulationsfrequenzeii <SEP> wird
<tb> daher <SEP> die <SEP> Ausdehnung <SEP> der <SEP> zu <SEP> einer <SEP> 1"7ber tragung <SEP> gehörigen <SEP> Seitenbänder <SEP> bestimmt.
<tb> Die <SEP> Erfahrung <SEP> hat <SEP> gezeigt, <SEP> dnss <SEP> 1)e <SEP> i
<tb> Rundfunkübertragung <SEP> die <SEP> Seitenbanclbre <SEP> il(,
<tb> mindestens <SEP> 4000 <SEP> bis <SEP> 5000 <SEP> Hertz <SEP> für <SEP> eine <SEP> er trägliche <SEP> oder <SEP> befriedigende <SEP> Wiedergabe <SEP> sein
<tb> muss, <SEP> und <SEP> bei <SEP> drahtloser <SEP> Telegraphie <SEP> müssen
<tb> die <SEP> Seitenbänder <SEP> die <SEP> Punktfrequenz <SEP> und <SEP> sol che <SEP> Harmonische <SEP> derselben, <SEP> welche <SEP> zur <SEP> Er zielung <SEP> der <SEP> gewünschten <SEP> Zeichenschärfe <SEP> er forderlich <SEP> sind, <SEP> einschliessen.
Aus diesem Grunde mussten bisher Sende stationen, welche einander gegenseitig stö ren konnten, mit Trägerfrequenzen arbeiten, die mindestens genügend auseinanderlagen, um sich dem Bereich der Seitenbänder jeder Übertragung (zum Beispiel ergibt ein Ab stand von 9000 Hertz für den Rundfunk zwei Bandbereiche von je 4500 Hertz) anzu passen, und die Empfänger wurden so kon struiert, dass sie im wesentlichen einen gleich förmigen Empfang über die ganzen Seiten bänder einer 'Übertragung ergaben. Bei die sen Empfangsapparaten war nun eine Inter ferenz unvermeidlich, sobald der Abstand zwischen den Trägerwellen zweier Sender ge ringer war als die Summe ihrer beiden Sei tenbandbreiten.
Demgegenüber wird im Zu sammenhang mit vorliegender Erfindung auf Grund angestellter Versuche behauptet, dass ein interferenzfreier Empfang auch dann möglich ist, wenn sich die zu übertragenden Seitenbänder mit einem Seitenband eines Störsenders teilweise überdecken, vorausge setzt, dass zur Übertragung eine Anlage ge mäss Erfindung benutzt wird.
Diese erfin dungsgemässe Anlage kennzeichnet sich da durch, da.ss der Resonator eine so hohe Selektivität besitzt, dass seine Resonanzkurve schon innerhalb des für einen guten Emp fang notwendig zu übertragenden Seiten bandes stark abfällt und dass die Vorrich tung zur ungleichen Übertragung der Modu- lationsfrequenzen die hohen Modulations- frequenzen derart bevorzugt, dass sie zusam men mit dem Resonator eine getreue Über tragung der Fernmeldung ergibt.
Es werden nun mehrere Ausführungs beispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung beschrieben, welche diese Beispiele in den Fig. 1 bis 13 schematisch darstellt.
In Fig. I besitzt der Empfänger zwischen Eingangsklemmen 12 und 13, die zum Bei spiel für Antenne und Erde bestimmt sind; einen abgestimmten Stromkreis 10 in Serie mit einer piezo-elektrischen Vorrichtung 11. Der piezo-elektrische Kristall stellt eine hohe Impedanz für ankommende Wellen dar, die nicht der Resonanzfrequenz des Kristallee entsprechen, wodurch der Empfänger eine hohe Selektivität erhält.
Ein Kristalldetek tor 14 ist mit der primären '@Tiel;llln#-- 1,5 eines Ausgangstransformators über (leii ab gestimmten Stromkreis 10 in Serie gesehalte@ und die sekundäre Wicklung 16 des Trans formators ist mit Klemmen 17 für ein Tele phon verbunden. Zufolge der hohen Selek tivität des Empfängers entsteht eine un gleichmässige Aufnahme der Signalfrequen zen, indem die niedrigeren Signalfrequenzen stärker aufgenommen werden als die höheren Signalfrequenzen.
Diese Verzerrung wird in dem Transformator 15, 16 korrigiert, wel cher eine Leistungscharakteristik besitzt, die mit der Frequenz wächst, wodurch eine kor rekte Wiedergabe der Signale entsteht.
Fig. 2 zeigt eine Modifikation des in Fig. 1 gezeigten Stromkreises, worin die piezo- elektrische Vorrichtung 11, statt in Serie mit dem abgestimmten Stromkreis zwischen der Antennen- und der Erdungsklemme 12 bezw. 13 geschaltet zu sein, mit dem Kri stalldetektor 14 und der primären Wicklung 15 des Abgabetransformators über den abge stimmten Stromkreis 10 in Serie geschaltet ist.
Bei dieser Anordnung ist der Transfor mator 15, 16 ebenfalls so konstruiert, da.ss er eine Leistungscharakteristik hat, die mit der Frequenz steigt, um die Verzerrung zu korrigieren, die durch die hohe Selektivität des Empfängers infolge der piezo-elektrischen Vorrichtung entsteht.
Wenn eine piezo-elektrische Vorrichtung zur Erzeugung einer hochgradigen Selektivi tät verwendet wird, ist es notwendig, Mittel zum Unschädlichmachen von Wirkungen vorzusehen, die infolge der Eigenkapazität der piezo-elektrischen Vorrichtung entstehen. Diese Eigenkapazität kann so gross sein, dass sie eine beträchtliche Umleitung der Hoch frequenzströme verursacht.
In Fig. 3 ist eine Modifikation eines Empfängers nach Fig. 2 dargestellt, bei welchem die dem Kristalldetektor 14 zufolge der durch die Anbringung der piezo-elektrischen Vorrich- tung entstehenden Kapazität zugeführte Energie durch Energie von entgegengesetz ter Phase, welche von einem variablen Kon densator 111 kommt, ausgeglichen wird.
Die piezo-elekti-ische Vorrichtung 11, der Kri stalldetektor 14 und die primäre Wicklung eines Ausgangstransformators<B>156</B> sind zwi schen dem einen Ende der Induktionsspule des abgestimmten Stromkreises 10 und einer Anzapfung derselben in Serie geschaltet und der variable Kondensator 111 ist zwischen dem andern Ende der Induktionsspule und dem Eingangsende des Kristalldetektors 14 angeschlossen.
Bei diesem Beispiel ist der Transformator 156 als Alternative zu dem Transformator 15, 16 der Fig. 1 und 3 so beschaffen, dass er eine normale Leistungs- Charakteristik aufweist und durch einen Kondensator 157 so abgestimmt ist, dass er eine Resonanzfrequenz von ungefähr 5000 Perioden per Sekunde hat, wodurch eine resultierende Leistungscharakteristik erreicht wird, welche mit steigender Frequenz steigt. um eine korrekte Wiedergabe der Signale an den Abgangsklemmen 17 zu erhalten.
An Stelle der im Zusammenhang mi+ den ein zelnen Beispielen beschriebenen Vorrichtun gen zur selektiven Übertragung-der Nieder frequenzen können, beliebige bekannte Vor richtungen angewandt werden, welche auf die höheren Tonfrequenzen besser ansprechen als auf die niedrigeren.
Statt einer piezo-elektrischen Vorrichtung könnte ein rückgekoppeltes elektrisches Ven til verwendet werden, um eine hohe Selek tivität zu erzielen. Es könnte auch ein rück gekoppeltes Ventil statt eines Detektors vor gesehen sein.
In Fig. 4 ist ein Empfänger dargestellt, welcher ein rückgekoppeltes, elektrisches Ventil als Detektor besitzt. Eüi abgestimm ter Stromkreis 32 in Verbindung mit einem Gitterkondensator und einem Gitterwider stand 33 ist der Eingangsseite des Ventils 34 zugeordnet und der Abgangsstromkreis des Ventils enthält eine Reaktionsspule 35, wel che mit der Induktionsspule des abgestimm-
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ten <SEP> Stromkreises <SEP> 32 <SEP> magnetisch <SEP> gekoppelt
<tb> ist.
<SEP> Durch <SEP> Anwendung <SEP> dieser <SEP> Rückkopplung
<tb> wird <SEP> der <SEP> Empfänger <SEP> hochgradig <SEP> selektiv <SEP> und
<tb> die <SEP> entstehende <SEP> Verzerrung <SEP> wird <SEP> durch <SEP> die
<tb> piezo-elektrische <SEP> Vorrichtung <SEP> 36, <SEP> welche
<tb> mit <SEP> dem <SEP> abgestimmten <SEP> Stromkreis <SEP> 82 <SEP> parallel
<tb> geschaltet <SEP> ist. <SEP> ausgeglichen. <SEP> Die <SEP> piezo-elek trische <SEP> Vorrichtung <SEP> hat <SEP> die <SEP> Wirkung, <SEP> den
<tb> niedrigeren <SEP> Tonfrequenzen <SEP> eine <SEP> kleinere <SEP> Im pedanz <SEP> entgegenzustellen <SEP> als <SEP> dies <SEP> für <SEP> die
<tb> höheren <SEP> Tonfrequenzen <SEP> der <SEP> Fall <SEP> ist. <SEP> und <SEP> :
o
<tb> bewirkt <SEP> sie <SEP> eine <SEP> Korrektur <SEP> der <SEP> Verzernin <SEP> g.
<tb> Es <SEP> können <SEP> auch <SEP> weitere <SEP> Korrekturmittel <SEP> oben
<tb> beschriebener <SEP> Art <SEP> verwendet <SEP> werden, <SEP> wenn
<tb> dies <SEP> erforderlich <SEP> ist.
<tb> Statt <SEP> Ventile <SEP> mit <SEP> Rückkopplung <SEP> zur <SEP> Er zeugung <SEP> hoher <SEP> Selektivität <SEP> zu <SEP> verwenden,
<tb> kann <SEP> eine <SEP> Aufeinanderfolge <SEP> von <SEP> ahgest1,mm ten <SEP> Stromkreisen <SEP> oder <SEP> abgestimmten <SEP> Hoch frequenzverstärkerstufen <SEP> benützt <SEP> werden.
<tb> In <SEP> Fig.
<SEP> 5 <SEP> ist <SEP> ein <SEP> Empfänger <SEP> gezeigt, <SEP> wel cher <SEP> eine <SEP> Mehrzahl <SEP> von <SEP> abgestimmten <SEP> Strom kreisen <SEP> 18 <SEP> in <SEP> Kaskadenschaltung <SEP> zur <SEP> Erzeu gung <SEP> hochgradiger <SEP> Selektivität <SEP> aufweist. <SEP> Div,
<tb> Signale <SEP> werden <SEP> durch <SEP> eine <SEP> Eingangsspule <SEP> 1 <SEP> 9
<tb> auf <SEP> den <SEP> ersten <SEP> abgestimmten <SEP> Kreis <SEP> 18 <SEP> über tragen <SEP> und <SEP> der <SEP> abgestimmte <SEP> Stromkreis <SEP> 7 <SEP> 8
<tb> ist <SEP> mit. <SEP> dem <SEP> Eingangsende <SEP> des <SEP> elektrischen
<tb> Ventils <SEP> 20 <SEP> verbunden. <SEP> welches <SEP> infolge <SEP> der
<tb> Batterie <SEP> 21 <SEP> als <SEP> Anodengleichrichter <SEP> wirkt.
<tb> Der <SEP> Hochspannungsanschluss <SEP> des <SEP> Ventils
<tb> kommt.
<SEP> von <SEP> einer <SEP> Batterie <SEP> 24 <SEP> über <SEP> einen <SEP> ZV <SEP> i derstand <SEP> 25 <SEP> und <SEP> der <SEP> Abgangsstromkre <SEP> is <SEP> de.
<tb> Ventils <SEP> enthält <SEP> eine <SEP> Entzerrun@,,svorrichtulig,
<tb> die <SEP> aus <SEP> einer <SEP> einstellbaren <SEP> \Kapazität <SEP> 2?
<tb> besteht, <SEP> welche <SEP> mit <SEP> der <SEP> primären <SEP> Wicklung
<tb> Jes <SEP> Transformators <SEP> 2.3 <SEP> in <SEP> Serie <SEP> geschaltet <SEP> ist.
<tb> Die <SEP> sekundäre <SEP> Wicklung <SEP> dieses <SEP> Transforma tors <SEP> ist <SEP> in <SEP> Serie <SEP> mit <SEP> der <SEP> C'orspannbatterie <SEP> ?6
<tb> mit <SEP> der <SEP> Eingangsseite <SEP> eines <SEP> Verstärkungs ventils <SEP> <B>277</B> <SEP> verbunden, <SEP> dessen <SEP> Anodenstrom kreis <SEP> Abgangsklemmen <SEP> 28 <SEP> besitzt.
<SEP> In <SEP> dem
<tb> Empfänger <SEP> wird <SEP> die <SEP> durch <SEP> die <SEP> hochgradig,.
<tb> selektive <SEP> Anordnung <SEP> von <SEP> abgestimmten
<tb> Stromkreisen <SEP> entstehende <SEP> Verzerrung, <SEP> wie
<tb> erforderlich, <SEP> durch <SEP> Einstellung <SEP> der <SEP> variablen
<tb> Kapazitätsvorrichtung <SEP> \?\? <SEP> korrigiert. <SEP> deren Impedanz mit der Frequenz des Signals vari iert.
Die in der Fig. 6 dargestellte Ausfüh rungsform enthält eine Bandfiltervorrich- tung, welche eine Mehrzahl von in Serie ge schalteten, abgestimmten Stromkreisen 29 und eine Mehrzahl von parallel geschalteten, abgestimmten Stromkreisen 30 zur Erzielung einer hochgradigen Selektivität infolge Durchlassens eines nur sehr schmalen Fre quenzbandes hat. Diese Filtervorrichtung wird von einer Eingangsspule 31 gespeist und die Leistung der Vorrichtung wird dem Eingangsende eines elektrischen Ventils 20 zugeführt, welches im Verein mit einer V oc- spannbatterie 21. als Detektor wirkt.
Der übrige Teil dieses Empfängers ist. ähnlich dem entsprechenden Teil des in Fig. 5 an gedeuteten Empfängers und enthält eine ein stellbare Kapazität 22 zur Korrektur der durch die hohe Selektivität der Filtervorrich tung entstehenden Verzerrung.
In dem in Fig. 7 angewendeten Emp fänger sind zwei Ilochfrequenzverstärkungs- stufen mit elektrischen Ventilen 40 und 41, vorhanden, sowie abgestimmte Stromkreise42, 43 und 44.
Der abgestimmte Stromkreis 44 ist mit demEingangsende des, elektrischen Ventils 45 verbunden, welches als Detektor wirkt und die Leistung dieses Ventils wird durch eine Verzei-rungskorrekturvorrichtung dem Eingangsende des Hörfrequenzverstärkungs- ventils 46 mit Abgangsklemmen 47 zuge führt. Die Verzerrungskorrekturvorrichtung enthält eine angezapfte Drosselspule 48 mit Einstellschalter 49, über welchen die Anode des Detektorventils hochgespannten Strom erhält, der an den Hochspannungsklemmen 50 zugeführt wird.
Die Anode des Detek- torventils ist ebenfalls mit einer Reihe von Kondensatoren 51 verbunden, welcher ein Einstellschalter 52 zugeordnet ist, der mit der Eingangselektrode des Ventils 46 ver bunden ist.
Im Betrieb wird die Überschussverstär- kung von niedrigen Signalfrequenzen, die durch die hochgradige Selektivität der Hoch frequenz-Verstärkerstufen entsteht, durch Einschalten von Teilen der Drosselspule .48 und von Kondensatoren 51 in den Strom kreis korrigiert.
Uin einen Empfänger mit einer piezo- elektrischen oder dergleichen Vorrichtung auf Frequenzen eines grossen Frequenzbereiches abstimmen zu können, können Mittel vorge sehen sein, um die Frequenz der ankommen den Welle auf eine bestimmte Frequenz mit- telst eines lokalen Oszillators von variabler Frequenz zu transponieren und die piezo- elektrische Vorrichtung für diese konstante Frequenz zu verwenden.
Fig. 8 zeigt einen Superheterodyn-Emp- fänger, der einen Detektor 100 enthält, wel cher mit einer Rahmenantenne 101 und einem lokalen Oszillator 102 verbunden ist. Die Detektorröhre 100 ist mit einem zwischen geschalteten. Zwischenfrequenzverstärker 103 gekuppelt. Die Leistung dieses Verstärkers wird durch eine Spule 104 einer andern Spule 105 zugeführt, die veränderbar mit ihr gekoppelt und mit einem zweiten Detek- torventil verbunden ist.
Die Spule 105, wel che mittelst eines variablen Kondensators 107 abgestimmt wird, hat eine zentrale An zapfung, die mit der Kaibade des Ventils 106 verbunden ist. Das eine Ende dieser Spule 105 ist in Serie mit der piezo-elek- trischen Vorrichtung 108 mit der Eingangs elektrode des Ventils 106 verbunden und das andere Ende ist in Serie mit einem kleinen variablen Kondensator 109 ebenfalls mit der Eingangselektrode des Ventils 106 verbun den.
Die piezo-elektrische Vorrichtung 108, deren Resonanzfrequenz derjenigen des Zwi- schenfrequenzverstärkers entspricht, erzeugt eine hochgTadige Selektivität für den Emp fänger, und jegliche Interferenzwirkung in folge von Eigenkapazität der piezo-elel;- trischen Vorrichtung wird mittelst des variablen Kondensators 109 ausgeglichen.
Ein abgestimmter Stromkreis 110 bildet eine Ableitung für die Empfangselektrode des Ventils 106 und an die Klemmen 111 ist ein geeignetes Vorspannpotential angeschlos sen. Das Detektorventil 106 ist mit einem letzten Verstärker 112 durch eine Verzer- rungskorrekturVorrichtung, die aus einer Kapazitätskopplung besteht, gekoppelt, wo bei der Kondensator 113, der vorzugsweise einstellbar ist, so gross ist, dass er das er forderliche, ungleiche Ansprechen auf die verschiedenen Signalfrequenzen hervorbringt.
Um Streuungserscheinungen zu verhin dern, werden vorzugsweise Schirme für die piezo-elektrische Vorrichtung und zugeord nete Teile derselben vorgesehen. In Fig. 9 ist eine derartige, geeignete Anordnung im Grundriss dargestellt. In dieser Figur ist der piezo-elektrische Kristall bei 114 aufgestellt und der kleine variable Kondensator 109 ist neben ihm angeordnet. Zwischen den Ab leitungskondensatoren<B>115</B> und 116 und dem piezo-elektrischen Kristall 114 ist das Ventil 106 angebracht.
Die Spule und der Kon densator des abgestimmten Stromkreises 110 sind mit 117 und 118 bezeichnet und der Verzerrungskorrektur-Kondensator 113 ist auswechselbar angeordnet. Dieser Zusam menbau ist in einen Metallkasten 113 einge schlossen, welcher geerdet ist, und auf der Aussenseite des Kastens sind die zur Ver bindung mit andern Teilen des Empfä ngerä notwendigen Klemmen vorgesehen.
Fig. 10 ist eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zurVornahme der Korrek tur am Sender. Die Vorrichtung enthält ein Mikrophon 60, welches mit einem Modulator 61 für die Amplituden oder die Frequenz Modulation der von einem Oszillator 62 er zeugten Trägerwelle verbunden ist. Die Schwingung des Oszillators wird durch. eine elektromagnetische Kupplung 63 einem ab gestimmten Stromkreis 64 zugeführt.
Dieser abgestimmte Stromkreis ist mit einem 1Ioch- frequenzverstärker 65 verbunden, welcher Abgangsklemmen 66 aufweist, die zum Bei spiel mit einer Antenne verbunden sein kön nen. Mit dem abgestimmten Stromkreis 64 ist eine Vorrichtung 67, die einen piezo-elek- trischen Kristall aufweist, parallel geschal tet und die die Eigenschaft hat den niedri geren Signalfrequenzen eine kleinere Impe danz entgegenzustellen als -den höheren Sig-
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nalfrequenzen. <SEP> Diese <SEP> Vorrichtung <SEP> verzerrt
<tb> somit <SEP> die <SEP> Zufuhr <SEP> zum <SEP> Verstärker <SEP> durch <SEP> Be vorzugung <SEP> der <SEP> höheren <SEP> Signalfrequenzen.
<SEP> In
<tb> Verbindung <SEP> mit <SEP> diesem <SEP> Sender <SEP> wird <SEP> ein
<tb> Empfänger <SEP> mit <SEP> hoher <SEP> Selektivität <SEP> benutzt,
<tb> so <SEP> dass <SEP> die <SEP> höheren <SEP> Signalfrequenzen <SEP> nicht
<tb> so <SEP> gut <SEP> aufgenommen <SEP> werden <SEP> wie <SEP> die <SEP> niedri geren <SEP> Frequenzen. <SEP> wodurch <SEP> eine <SEP> gleichmässige
<tb> bezw. <SEP> unverzerrte <SEP> Wiedergabe <SEP> erzielt <SEP> wird.
<tb> Um <SEP> vorhandene <SEP> Empfänger <SEP> leicht <SEP> für
<tb> hochgradige <SEP> Selektivität <SEP> einrichten <SEP> zu <SEP> kön nen, <SEP> wie <SEP> dies <SEP> zum <SEP> Beispiel <SEP> bei <SEP> in <SEP> beziin <SEP> auf
<tb> die <SEP> Frequenz <SEP> nahe <SEP> aneinanderliegenden
<tb> Sendestationen <SEP> notwendig <SEP> wäre, <SEP> kann <SEP> eine
<tb> in <SEP> Fig.
<SEP> 11 <SEP> dargestellte <SEP> Einheitsvorrichtung
<tb> gebraucht <SEP> werden. <SEP> Bei <SEP> dieser <SEP> Vorrichtung <SEP> sind
<tb> zwei <SEP> elektrische <SEP> Ventile <SEP> 70 <SEP> und <SEP> <B>11</B> <SEP> durch <SEP> eine
<tb> elektromagnetische <SEP> Kupplung <SEP> miteinander
<tb> verbunden. <SEP> Das <SEP> Ventil <SEP> 70 <SEP> hat <SEP> einen <SEP> abge stimmten <SEP> Zufuhrstromkreis <SEP> 73 <SEP> und <SEP> eine
<tb> piezo-elektrische <SEP> Vorrichtung <SEP> 74, <SEP> welche <SEP> mit
<tb> dem <SEP> einen <SEP> Pol <SEP> des <SEP> abgestimmten <SEP> ',-,tromkreies
<tb> und <SEP> der <SEP> Steuerelektrode <SEP> des <SEP> Ventils <SEP> in <SEP> '-,ei@ic,
<tb> geschaltet <SEP> ist, <SEP> um <SEP> allen <SEP> andern <SEP> als <SEP> den <SEP> auf zunehmenden <SEP> Signalfrequenzen <SEP> eine <SEP> hc;
hc@
<tb> Impedanz <SEP> darzubieten <SEP> und <SEP> auf <SEP> diese <SEP> W#>ise
<tb> eine <SEP> hohe <SEP> Selektivität <SEP> zu <SEP> erzielen. <SEP> Die <SEP> Ka thode <SEP> des <SEP> Ventils <SEP> 70 <SEP> ist <SEP> mit <SEP> einer <SEP> anzap fungsstelle <SEP> der <SEP> Induktionsspule <SEP> des <SEP> abge stimmten <SEP> Stromkreises <SEP> 73 <SEP> verbunden <SEP> und
<tb> zwischen <SEP> dem <SEP> andern <SEP> Pol <SEP> des <SEP> abgestimmten
<tb> Stromkreises <SEP> und <SEP> der <SEP> Zufuhr <SEP> des <SEP> Ventils <SEP> ist
<tb> ein <SEP> variabler <SEP> Kondensator <SEP> 7 <SEP> 8 <SEP> eingeschaltet, <SEP> uni
<tb> die <SEP> unerwünschten <SEP> Kapazitätswirkungen <SEP> der
<tb> piezo-elektrischen <SEP> Einrichtung <SEP> auszubalan cieren, <SEP> wie <SEP> dies <SEP> bei <SEP> Fig.
<SEP> 3 <SEP> beschrieben <SEP> wurde.
<tb> Die <SEP> infolge <SEP> der <SEP> hohen <SEP> Selektivität <SEP> entste hende <SEP> Verzerrung <SEP> wird <SEP> durch <SEP> eine <SEP> piezo elektrische <SEP> Vorrichtung <SEP> 79, <SEP> welche <SEP> mit <SEP> dem
<tb> abgestimmten <SEP> Stromkreis <SEP> 7 <SEP> 5 <SEP> parallel <SEP> geschal tet <SEP> ist, <SEP> korrigiert.
<SEP> Die <SEP> so <SEP> angeordnete <SEP> piezo elektrische <SEP> Vorrichtung <SEP> 79 <SEP> hat <SEP> in <SEP> bezug <SEP> auf
<tb> die <SEP> Signalfrequenzen <SEP> den <SEP> gegenteiligen
<tb> Effekt <SEP> als <SEP> die <SEP> piezo-elektrische <SEP> Vorrichtung
<tb> 74 <SEP> und <SEP> stellt <SEP> eine <SEP> Ableitung <SEP> für <SEP> einen <SEP> Teil
<tb> der <SEP> niedrigeren <SEP> Modulationsfrequenzen <SEP> dar.
<tb> so <SEP> dass <SEP> die <SEP> Leistung <SEP> des <SEP> Ventils <SEP> 71 <SEP> urver zerrt <SEP> ist.
Diese Vorrichtung kann vor einem Emp fänger mit normaler Charakteristik aufge stellt werden, das heisst die Zufuhrkleminen 76 können mit einer Antenne und einer Er dung verbunden sein und die Ausgangsklem men 77 können mit den Eingangsklemmen des Normalempfängers verbunden sein. Auf diese Weise wird eine äusserst hochgradige Selektivität,der Empfangsstation als Ganzes erzielt, bei welcher die Verzerrung infolge der hohen Selektivität selbsttätig korrigiert wird.
Es ist zweckmässig, dass die piezo-elek- trischen Vorrichtungen 74 und 79 in bezug auf die Trägerfrequenz identisch sind, da es sonst erforderlich wäre, die Leistung des Ventils 70 gleichzurichten und diese Leistung zum Modulieren einer Hilfsschwingung zu verwenden, welche .die gleiche Frequenz wie die Vorrichtung 79 hat und dann diese modu lierte Energie dein abgestimmten Stromkreis 75 zuzuführen.
Bei Anwendung einer piezo-elektrischen Vorrichtung als Mittel zur Erzeugung einer hochgradigen Selektivität ist es sehr er wünscht, die piezo-elektrische Vorrichtung und die ihr zugeordneten, elektrischen Strom kreise wirksam abzuschirmen, um die Wir kung der Streuungsenergie auf ein Minimiun zu reduzieren.
In Fig. 11 ist mit 80 ein metalliseher Schirm bezeichnet, welcher getrennte Ab teilungen für die abgestimmten Stromkreise 73, für die piezo-elektrische Vorrichtung und den Ausgleichskondensator 78 und für das Ventil und dessen Ausgangsstromkreis be sitzt. Ausserdem kann bei dieser Einrichtung sowohl, als auch bei den übrigen dargestell ten Einrichtungen auf bekannte Weise abge schirmt werden.
In Fig. 12 ist ein Trägerwellenoszillator 85 mit Ausgangsklemmen 89 gezeigt, der durch die Leistung eines Überhörfrequenz- Oszillators 86 moduliert wird, wobei die Überhörwelle zuerst von Signalen durch ein Mikrophon 87 und einen Modulator 88 modu liert wird. In Fig. 13 ist ein Empfänger für diese Übertragung angegeben.
Er enthält eine hochgradig selektive Vorrichtung mit Mit teln zur Korrektur der Verzerrung, wie früher beschrieben und bei 90 dargestellt ist, mit Eingangsklemmen 91 und einer Gle@eh- richtungsvorrichtung. Die Leistung der Vor- richtung 90 wird einer andern Resonanzvor richtung 92 zugeführt, welche auf die vor genannte Überhörfrequenz abgestimmt ist und eine weitere Gleichrichtungsvorrichtung enthält, um eine Reproduktion der Signale an den Ausgangsklemmen 93 zu erzielen.
Bei der Einrichtung nach Fig. 12 können mehrere Überhörfrequenzen der bei 85 erzeugten Grundwelle überlagert werden, welche Überhörfrequenzen von separaten Vorrichtungen 94 bezw. 95 erzeugt werden und die von Signalen durch Mikrophone 96 und 97 und Modulatoren 98 bezw. 99 modu liert sind. Die verschiedenen modulierten Überhörfrequenzen sind auf den Träger superponiert und werden von diesem auf die Ausgangsklemmen 89 übertragen.
Im Emp fänger der Resona.nzeinriehtung 9?, welcher auf die geeignete Überhörfrequenz abge stimmt ist, werden nach Demodulation die Signale hörbar. Auf diese Weise kann eine grosse Anzahl von Signalen auf einer Träger welle nach verschiedenen Empfangsstationen übertragen -,verden. In ähnlicher Weise könnte auch nur eine einzige Empfangs station mit einer Mehrzahl von verschieden abgestimmten Vorrichtungen 92 für gleich zeitigen Empfang einer Mehrzahl von Sig nalen, zum Beispiel für den kommerziellen Dienst, vorgesehen sein.
Bei nach der .erfindungsgemässen Anord nung gebauten Empfängern mit sehr gerin ger Dämpfung, wie zum Beispiel bei einem Piezo-Kristall, ist die Amplitude des Zei chenempfanges umgekehrt proportional der Frequenz der Zeichenmodulation. Die Selek tivität ist hierbei so hoch, dass der Korrek- tionsfaktor proportional zu den Modulations- frequenzen des Signals von der niedersten Modulationsfrequenz ab zunimmt.
Wenn eine Mehrzahl von Trägerwellen vorgesehen werden muss, können die Überhör frequenzen derselben in bezug auf die ver wendeten Trägerfrequenzen so gewählt wer den, dass die resultierenden Frequenzen (Trä gerfrequenz plus oder minus Überhörfre- quenz) das gleiche Frequenzband einnehmen. Ein nach der erfindungsgemässen Anord nung gebauter Empfangsapparat kann für Übertragungen benutzt werden, welche mit Amplitudenmodulation oder mit Frequenz- modulation arbeiten, wenn der Empfangs apparat auf den Bereich der verwendeten Fre quenzen eingestellt werden kann.
Die erfindungsgemässe Signalisierungs- anlage ist für drahtlose oder Linienüber tragung benutzbar und kann für Telephon-, Telegraphen-, Bildübertragungs- und Tele- visionsanlagen Anwendung finden.