Vorrichtung zum fortlaufenden Aufzeichnen der Drehzahl oder Leistung einer Maschine. Es ist bekannt, die Drehzahl von um laufenden Arbeitsmaschinen in der Weise zu messen, dass auf einem mit gleichmässiger Geschwindigkeit bewegten Registrierstreifen quer zu dessen Bewegung der Zahl der in einer bestimmten Zeit erfolgenden Umläufe entsprechende Marken aufgezeichnet werden, wobei die Zahl der auf die Zeiteinheit ent fallenden Marken ein Mass für die Drehzahl oder auch für- die Leistung der zu über wachenden Arbeitsmaschine ist,
wenn die Leistung in geradem Verhältnis zur Um laufszahl steht.
Es ist bei andern Vorrichtungen bekannt, die Leistung dadurch zu messen, dass auf einem mit gleichmässiger Geschwindigkeit bewegten Registrierstreifen die von einer Arbeitsmaschine gelieferten Stückmengen auf einer ansteigenden Treppenlinie gemessen werden, und nach Erreichen einer bestimm ten Anzahl gelieferter Arbeitsstücke die Schreibvorrichtung wieder in ihre Anfangs lage zurückgeführt und eine neue Treppen linie aufgezeichnet wird.
Mit der Vorrichtung gemäss der Erfin dung soll die Drehzahl oder Leistung einer Maschine dadurch gemessen werden, dass ein Registrierorgan unter Kontrolle der Maschine in eine bestimmte Anfangslage periodisch zurückgestellt und aus dieser Lage wieder in Gang gesetzt wird,
wobei dasselbe von einer mit gleichbleibender Geschwindigkeit umlaufenden Welle aus durch Vermittlung einer in Abhängigkeit von der zu registrie renden Grösse geformten Leitkurve angetrie ben wird. In einer besonders zweckmässigen Ausführungsform der Vorrichtung gemäss der Erfindung ist die Leitkurve als gleich seitige Hyperbel ausgebildet und auf einem mit gleichbleibender Geschwindigkeit um laufenden, quer zur Bewegungsrichtung des Registrierstreifens stehenden Zylinder ange bracht, derart, dass eine der Asymptoten der Hyperbel mit der Zylinderachse parallel wird.
Es lässt sich leicht mathematisch be weisen, dass bei Verwendung einer derartigen hyperbelförmigen Leitkurve jede auf dem Registrierstreifen aufgezeichnete Linie in einem Punkt umkehrt, dessen Abstand von einer gewissen gegenüberliegenden Grund linie auf dem Registrierstreifen proportional zur Umdrehungsgeschwindigkeit beziehungs weise Leistung der Maschine ist, zum Bei spiel proportional zu der von einer Arbeits maschine in der Zeiteinheit gelieferten Ar beitsmenge.
Durch Wahl einer genügend niedrigen Geschwindigkeit für den Registrier- streifen kommen die aufgezeichneten Linien so nahe zusammen, dass ein Teil des Strei fens ein gestricheltes Aussehen erhält und eine verhältnismässig ausgeprägte Grenzlinie gegen die weissen Partien aufweist, welche Grenzlinie offenbar mit der Kurve, die die Beziehung zwischen der Zeit und der Umlaufgeschwindigkeit beziehungsweise Lei stung der zu überwachenden Maschine dar stellt, übereinstimmt.
Wenn Leitkurven von anderer Form für die Registrierung für die Umlaufgeschwin digkeit oder dergleichen benutzt werden, wird natürlich die Teilung der Skala nicht gleichmässig, sondern muss empirisch be stimmt werden.
Auf der Zeichnung ist schematisch ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes dargestellt.
Auf einem mit gleichmässiger Geschwin digkeit in Richtung des Pfeils 261 beweg ten Regzstrierstreifen 26 schreibt ein an einer Stange 17 befestigter Stift 171, der in Führungen 172 gleitet, eine Kurve auf.
Zum Steuern der Stange 17 dient eine hyperbelförmige Leitkurve 16, die auf einem Zylinder 15 aufgewickelt ist. Durch die Leitkurve 16 wird die Stange 17 mit Hilfe von Rollen 18 geführt. Am obern Ende geht die Leitkurve 16 in ein wageechtes, als Rast dienendes Stück 16' über. Der Zylinder 15 ist schwenkbar in einem Pfannenlager 27 gelagert und trägt auf seiner Achse 14 ein Zahnrad 13, das nur durch Reibung mit der Welle 14 verbunden ist, so dass es die Welle 14 und damit den Zylinder 15 zwar antrei ben; aber sich auch bei ruhendem Zylinder 15 auf der Welle 14 drehen kann.
Das Rad 13 wird durch eine Schnecke 12 angetrieben, die auf einer mit gleichbleiben der Geschwindigkeit angetriebenen Welle 9 angeordnet ist. Eine Feder 141 hält die Achse 14 des Zylinders 15 und damit das Rad 13 in Eingriff mit der Schnecke 12. Um die Achse 14 ist eine Feder 19 gewickelt, die bestrebt ist, die Welle 14 entgegengesetzt zur Richtung des Antriebes durch die Schnecke 12 zu drehen. Auf der Welle 14 ist zwischen Führungen 201, 202 ein Stein 20 angeordnet, in dem sich die Welle 14 frei drehen kann.
Der Stein 20 bildet den Anker eines Magnetes M3, der beim Ein schalten in einen Stromkreis den Stein 20 anzieht und dabei die Welle 14 mit dem Antriebsrad 13 ausser Eingriff mit der Schnecke 19 in die gestrichelt gezeichnete Lage bringt.
Der Zylinder 15 trägt an seinem intern Ende einen Anschlag 2$1, der sich gegen eine Sperrklinke 38 legt und dadurch den Zylinder 15 in bestimmter Lage sperrt. Die Klinke 28 ist als Anker eines Elektro magnetes M5 ausgebildet, so dass beim Ein schalten des Magnetes M, in einen Strom kreis die Klinke 28 angezogen und der Zy linder 15 zur Drehung freigegeben wird.
Die den Schreibstift 171 tragende Stange 17 ist an einem biegsamen Antriebsorgan 173, zum Beispiel einer Schnur, aufgehängt. Die Schnur ist über eine Rolle 25 zu einer Aufwickeltrommel 22 geführt, die von der mit gleichbleibender Geschwindigkeit an getriebenen Welle 9 gedreht wird, wenn die beiden Kupplungsköpfe 21, 23 zum Eingriff gebracht werden. Zum Bewegen der Kupp lungsköpfe dient ein Hebel 24, der als An ker eines Magnetes TI,4 ausgebildet ist. Zum Zurückführen des Hebels 24 bei Stromlosig- keit des Magnetes 1I, dient eine Feder 241.
Auf der mit gleichbleibender CTeschwin- digkeit getriebenen Welle 9 ist eine Scheibe 10 aus Isolierstoff gleitbar befestigt, so da.ss die Scheibe 10 festgehalten werden kann, aber bei Freigabe mit derselben Geschwindig- keif wie die Welle 9 von dieser angetrieben wird. Zum Festhalten der Scheibe 10 dient ein Anschlag 73, mittelst dessen die Scheibe durch einen Gegenanschlag 7 festgehalten wird. Auf der Scheibe 10 sind ein segment- förmiges Kontaktstück 11 und ein Kontakt stück 111 mit kleinerem Zentriwinkel ange ordnet.
Die Kontaktstücke 11 und 111 liegen auf verschiedenen Seiten der Scheibe. Das Kontaktstück 11 liegt im Strom kreis zweier Schleifkontakte 112 und 113, so dass, solange die beiden federnden Schleif kontakte 1.12, 113 das Segmentkontaktstück 11 berühren, ein Stromkreis geschlossen ist.
Der die Scheibe 10 sperrende Anschlag 7 ist um eine Achse 71 schwenkbar und steht unter der Wirkung zweier Elektromagnete M, und M2. Zum Zurückführen des An schlages 7 bei Stromlosigkeit des ihn fest haltenden Magnetes M2 dient eine Feder 72.
An die Achse 71 des Anschlages 7 ist eine Stromleitung angeschlossen, so dass der Anschlag 7, wenn er beim Herausschwenken aus seiner Sperrlage sich gegen ein Kontakt stück 8 legt, einen elektrischen Stromkreis schliesst.
Zum Herausschwenken des als Elektro- magnetanker ausgebildeten und gleichzeitig als Kontakthebel dienenden Anschlages 7 aus der Sperrstellung dient ein Elektromag net Ml, der in einem Stromkreis A liegt, der durch seine Batterie $ oder eine an dere Stromquelle gespeist wird. Der Strom kreis A wird durch Kontaktstücke 5, 6 pe riodisch geschlossen, die von der Welle 1 der zu überwachenden Arbeitsmaschine be wegt werden.
Zum Bewegen der Kontakt stücke 5, 6 in die Berührungsstellung dient ein Pendel 4, das durch einen Anschlag 3 einer auf der Welle 1 sitzenden Scheibe 2 bei jeder Umdrehung der Welle 1 einmal aus der Gleichgewichtslage angehoben wird und dabei eine Schwingung vollführt, da es ge dämpft aufgehängt ist. Dadurch entsteht bei jeder Umdrehung der Welle 1 im Stromkreis A ein Stromstoss.
Beim Herausbewegen aus der Sperrlage legt sich der vom Magneten Ml angezogene Anschlag 7 gegen die Kontaktschraube 8 und schliesst dadurch einen zweiten Strom kreis auf dem Wege 8, Batterie C, Schleif kontakt 112, Segmentkontakt 11, Schleif kontakt 113, Elektromagnet 37i, Elektro magnet :113, Elektromagnet 312, Achse 71.
Auf diese Weise werden beim Heraus schwenken des Anschlages 7 aus der die Scheibe 10 sperrenden Lage gleichzeitig die hintereinander geschalteten Elektromagnete M2, i113, 111i mit Strom versorgt, von denen der Elektromagnet M@ den Anschlag 7 in der ausgeschwenkten Lage festhält, damit. er nicht beim Öffnen der Kontaktstücke<B>5.6</B> sofort in die Sperrstellung zurückkehrt.
Beim Schliessen der Kontaktstücke<B>5,6</B> wird daher zunächst der Magnet M, erregt und un mittelbar darauf der Stromkreis der Elektro magnete 1l22, M3, M,, geschlossen, so dass gleichzeitig der Umlauf der die Kontakt segmente 11, 111 tragenden Scheibe 10 be ginnt und das Antriebsrad 13 der Achse 1-1 des Zylinders 15 ausser Eingriff mit. der Antriebsschnecke 12 gebracht, sowie die Kupplungsköpfe 21, 23 in ihre Eingriffs stellung bewegt werden.
Die Elektromagnete i112, 113. 31i bleiben so lange erregt, wie die Schleifkontakte 112. 113 auf dem Segmentkontalitstück 11 schleifen.
Beim Anziehen des Steines 20 durch den Elektromagneten 113 dreht die Feder 19. da das Antriebsrad 13 und die Schnecke 1=i nicht mehr in Eingriff stehen, den Zylinder 15 in der Richtung des Pfeils 151 herein. bis der Anschlag 281 unter der für dies: Drehrichtung des Zylinders unwirksamen Sperrklinke 28 vorbeipassiert ist. und gegen einen nicht gezeichneten festen Anschlag schlägt.
Gleichzeitig mit dem Zurückdrehen<B>des</B> Zylinders 15 durch die Feder 19 wird die Aufwickeltrommel 22 von der Welle 9 aus ge- dreht und die Stange 17 mit dem Schreib stift 171 in die Anfangsstellung zurück geführt. Diese Bewegung hält so lange an, wie die Schleifkontakte 112., 113 noch auf dem Segmentkontaktstück 11 schleifen. Der Zentriwinkel des Segmentkontaktstückes 11 ist so gewählt, dass, wenn das Zurückdrehen des Zylinders 15 und das Zurückführen des Schreibstiftes 171 in die Anfangsstellung vollendet ist, der Stromkreis unterbrochen wird.
Sobald das Segmentkontaktstück 11 die Schleifkontakte 112, 118 verlässt und die Magnete M2, M3, M4 stromlos werden, zieht die Feder 72 den Anschlag 7 in die Sperr stellung zurück. Ebenso ziehen die Federn 1.11 und 241 die Welle 14 des Zylinders 15 und den Hebel 24 zurück, so dass das An triebsrad 13 der Welle 14 mit der Schnecke 12 zum Eingriff kommt und die Kupp lungsköpfe 21, 2-3 ausser Eingriff gebracht werden.
Bei Herstellung der Antriebsverbindung zwischen Antriebsrad 13 und Schnecke 12 der Welle 14 wird der Zylinder 15 so lange in Richtung des Pfeils 152 gedreht, bis der Anschlag 281 die Sperrklinke 28 erreicht. Gleichzeitig senkt sich die Stange 17, bis die Rolle 18 den wagrechten Teil 161 der Leit- kurve 16 berührt. In dieser Stellung ist die Vorrichtung zur Ausführung des Messvor- ganges bereit.
Die Scheibe 10 wird nach Feststellen des Zylinders 15 und des Schreibstiftes 171 in der Ausgangsstellung weiter gedreht, bis der auf der andern Seite der Scheibe liegende Segmentkontakt 111 den Schleifkontakt 114 berührt und dadurch auf dem Wege 114, Elektromagnet IVIr, Batterie C, Welle 9, Kon takt 111 einen Stromkreis schliesst. Dadurch wird der Magnet M5 erregt und die Sperr klinke 28 von dem Anschlag 281 fortgezogen.
In diesem Augenblick beginnt der Zylinder 15 sich im Sinne des Pfeils 152 zu drehen und die Rolle 18 der Stange 17 senkt sich auf der Leitkurve 16, da die Kupplungs köpfe 21, 23 ausser Eingriff stehen und die Trommel 22 sich frei drehen kann. Bei sei ner Abwärtsbewegung schreibt der Schreib stift 171 auf dem Registrierstreifen 26 einen Strich.
Die Drehung des Zylinders 15 und das Senken des Schreibstiftes 171 dauern so lange, bis das Pendel 4 die Kontaktstücke 5, 6! berührt, wodurch der Anschlag 7 den Kontakt 8 berührt und die Magnete 1112, 11T;, M$ unter Strom bringt, so dass der Zylinder 15 sofort in die Anfangslage zurückgeführt und ebenso der Schreibstift<B>171</B> in die An fangslage gehoben wird. Damit ist ein Ar beitsspiel vollendet.
Soll wahlweise eine von mehreren Ma schinen überwacht werden, dann kann ein Umschalter 30 vorgesehen -werden, der die Vorrichtung auf die einzelnen zu überwachen den Maschinen schaltet, von denen jede mit einem Pendel 4 und Kontakten 5, 6 versehen ist.