CH158879A - Zeitmesseinrichtung. - Google Patents

Zeitmesseinrichtung.

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CH158879A
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    • G04C3/02—Electromechanical clocks or watches independent of other time-pieces and in which the movement is maintained by electric means wherein movement is regulated by a pendulum
    • G04C3/027—Electromechanical clocks or watches independent of other time-pieces and in which the movement is maintained by electric means wherein movement is regulated by a pendulum using electromagnetic coupling between electric power source and pendulum
    • G04C3/0273—Electromechanical clocks or watches independent of other time-pieces and in which the movement is maintained by electric means wherein movement is regulated by a pendulum using electromagnetic coupling between electric power source and pendulum the pendulum controlling contacts, thereby electromagnetically driving the gear-train or several gear-trains
    • G—PHYSICS
    • G04—HOROLOGY
    • G04B—MECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B17/00—Mechanisms for stabilising frequency
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Description


      Zeitmesseinriehtung.       Bei den Einrichtungen für Zeitmessung  mit Pendel,     beispielsweise    Pendeluhren, wer  den Pendel     verwendet,    welche an einem Pen  delstab unten ein schweres     Gewicht    besitzen,       während    das Pendel oben an einer dünnen       Blattfeder    oder auf einer scharfen Schneide  so aufgehängt ist, dass es schwingen kann.  Die Schwingungszeit des Pendels hängt ab  von dem Abstand des Aufhängepunktes von  dem     Schwerpunkt    des Pendels. Man nennt  diesen     Abstand    Pendellänge. Wenn sich die  Pendellänge ändert, so ändert sich auch die  Schwingungszeit des Pendels und damit auch  der Gang der Uhr.

   So entsteht zum Beispiel  durch ein     ,Strecken.    der dünnen bei den       Schwingungen    dauernd hin und her ge  bogenen Aufhängefeder des Pendels ein  Gangfehler der Uhr.  



  Die     Erfindung    bezweckt, diese Fehler zu  vermindern, und betrifft     eine        Zeitmessein-          richtung    mit     einem    Pendel, bei dem der Ab  stand vom Aufhängepunkt zum Schwerpunkt  des Pendels gleich ist dem     Trägheitsradius       des Pendelkörpers um seinen Schwerpunkt.  Der     Trägheitsradius    des Pendelkörpers wird  berechnet nach der Formel:  
EMI0001.0018     
    Hierbei bezeichnet 9 den Tätigkeitsradius des  Pendels, m die Masse des ganzen Pendel  körpers, O das     Trägheitsmornent    des Pen  dels um eine Achse, die parallel zur Schwin  gungsachse durch den Schwerpunkt des Pen  delkörpers gelegt ist.  



  Die Schwingungszeit eines solchen Pen  dels ändert sich, wenn sich der Abstand des  Aufhängepunktes von dem Pendelschwer  punkt, das heisst die Pendellänge, ändert, im       Verhältnis    zur Änderung der Pendellänge nur  wenig. Durch eine Störung der Pendellänge.  zum Beispiel infolge einer Streckung der oben  erwähnten Aufhängefeder des Pendels, ent  steht also ein verschwindend kleiner Fehler  des Uhrganges.      Die     Erfindung    ist auf der beiliegenden  Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispie  len veranschaulicht.  



  Die     Fig.    1 bis 4 zeigen in schematischer  Darstellung vier verschiedene Ausführungs  beispiele des Pendels für die vorliegende       Zeitmesseinrichtung.     



  In     Fig.    1 ist der Pendelstab mit einem  zweiten Gewicht oberhalb des Aufhänge  punktes versehen; in     Fig.        22    ist der Pendel  stab als Zylinder ausgebildet; in     Fig.    3 ist  das zweite     Gewicht    unterhalb des Aufhänge  punktes, und in     Fig.    4 im     Aufhängepunkt          angeordnet;          Fig.    5 ist ein senkrechter Querschnitt  durch eine konstruktive Ausführung der       Zeitmesseinrichtung        mit    einem Pendel gemäss       Fig.    1;

         Fig.    6 ist eine     Seitenansicht    auf die La  gerung nebst     Antrieb    des Pendels nach       Fig.    5;       Fig.    7 veranschaulicht in einem Schema  die     elektrische    Schaltung für die Ausfüh  rung von     Fig.    5 und     @6    nebst der angeschlos  senen elektrischen Uhr;       Fig.    8     ist    eine Seitenansicht auf eine an  dere konstruktive Ausbildung     finit    einem  Pendel gemäss     Fig.    3;

         Fig.    9 zeigt     in    Stirnansicht zu     Fig.    8  eine Einzelheit.  



  Bei der in     Fig.    1 schematisch veranschau  lichten Ausführungsform des Pendels ist auf  den Pendelstab<I>p</I> ein zweites Gewicht     w'     oberhalb des Aufhängepunktes A an solcher  Stelle angebracht, dass der     Trägheitsradius     des Pendelkörpers um seinen Schwerpunkt       .l7    gleich dem Abstand des Schwerpunktes       .S    vom     Aufhängepunkt    A ist. Die Schwin  gungszeit dieses     Uhrpendels    ist gleich  
EMI0002.0038     
    oder da     P    = o ist:  
EMI0002.0040     
    wobei     g    die     Erdschwere    ist.

   Die Schwin  gungszeit als Funktion von<I>a</I> hat für<I>a = o</I>         ein        Minimum.    In der 'Nähe dieses     Minimums     bedingt eine Änderung der Pendellänge nur  eine verhältnismässig kleine Änderung der  Schwingungszeit.  



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    2  ist der Pendelstab     p    als     Zylinder    ohne beson  dere Gewichte ausgeführt, und dieser Zy  linder ist im Abstand 9 von seinem  Schwerpunkte     S    in A aufgehängt.

   Dabei  berechnet sich o aus den Massen des zylin  drischen Stabes der     Fig.    2:  
EMI0002.0051     
         Wenn    es schwierig sein sollte, den Pendel  stab bei einer Uhr über die Pendelaufhän  gung hinaus durchzuführen, wie dies bei den  Pendeln nach     Fig.    1 und 2 erforderlich ist,  so ist es auch möglich, das obere Pendel  gewicht     2o'    grösser als das untere Gewicht     2v     zu wählen und gemäss der Ausführungsform  nach     Fig.    3 das obere Pendelgewicht     2c'    un  terhalb des Aufhängepunktes A anzubrin  gen.

   Man kann dann also die normale Feder  aufhängung des Pendels, wie sie jetzt im       Uhrenbau    gebraucht wird. auch bei dem  neuen Pendel verwenden.  



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    4 ist  das zweite Gewicht w' in dem Aufhänge  punkt<I>A</I> an der Pendelstange<I>p</I> angebracht.  Auch hier ist das zweite Gewicht     w'    so be  messen und angeordnet, dass der Abstand des  Schwerpunktes S von dem Aufhängepunkt  A gleich ist dem     Trä,gheitsra,dius    o des Pen  delkörpers um den Schwerpunkt     S.    In die  sem Sonderfall wird das Gewicht     w'    gleich  dem Gewicht     2o,    wenn man das Gewicht der  Pendelstange gegenüber den     Pendelgev,ich-          ten    vernachlässigen kann.  



       Fig.    5 und 6 stellen eine     Zeitmesseinricb-          tung    mit dem Pendel nach der     Fig.    1 in       Verbindung    mit einer     elektrisch    angetrie  benen Uhr dar.  



  Die Pendelstange p, die vorteilhaft aus       Invarstahl    hergestellt ist, trägt an ihren bei  den Enden die Gewichte<I>w</I> und<I>w',</I> welche  mit der Pendelstange am besten in einem  Stück hergestellt werden. Das untere Ge-      wicht w ist grösser als das obere Gewicht     zv'.     Dadurch kommt der Schwerpunkt     S    unter  halb der Mitte der Pendelstange p zu liegen.  Trägt man von     S    den nach der eingangs be  schriebenen Weise berechneten     Trägheits-          radius        o    nach oben ab, so erhält man den  Aufhängepunkt A, der unterhalb des     obern     Gewichtes w' liegt.

   Das Gewicht w' ist  beiderseits mit je einer Schneide     a1    und     a'     versehen, deren Unterkanten den Abstand O  vom     ,Schwerpunkt        .S    besitzen, also im Auf  hängepunkte     A.    liegen. Die beiden Schneiden       a',        a'    liegen auf zwei Lagern (Steinen)     ca3     und     a'    auf, die in der Tragplatte b des Pen  dels eingelassen sind.

   Die     Tragplatte    b ist       zwischen    den Lagern     a',        a4    mit einer Durch  brechung     b1    versehen, durch welche der Pen  delstab p     hindurchtreten    kann, so dass das  Pendel um die Schneiden     a1,        a2    schwingen  kann.  



  Der Antrieb erfolgt im vorliegenden An  wendungsbeispiel elektromagnetisch. Ein  permanenter     Hufeisenmagnet    c ist in geeig  neter Weise zum Beispiel mittelst Schraube       c'    in einem     ,Schlitz        c'    des Ansatzes     c',        oben     an dem Gewicht     2v'    befestigt.

   Beim Schwin  gen des Pendels schlägt der Magnet c in der  Gleichgewichtslage des Pendels über einen  oder mehrere stromdurchflossene Drähte, bei  spielsweise über die     mittleren    Windungen     dl     einer     8-förmig    gewickelten Spule d, die an  einem auf der Tragplatte b befestigten Stän  der     b2    in geeigneter Weise befestigt ist. Das  untere     Gewicht    w des Pendels besitzt eine  Spitze t, welche, wenn das Pendel bei der  Schwingung durch die     Gleichgewichtslage     geht, eine dünne Feder<B>f</B>     l-    durchbiegt, bis sie  an dem abgebogenen Ende dieser Feder vor  beigegangen ist.

   Bei der Rückschwingung  des Pendels wird dann die dünne Feder f     i     durch die Spitze t in der entgegengesetzten  Richtung abgebogen. Die Feder     f1    ist als  Kontakt, welcher gemäss dem Schaltschema  der     Fig.    7 durch die Leitung f 4 mit dem  einen Ende der Spule d verbunden ist, aus  gebildet, und , beiderseits der Blattfeder f     i     sind die festen Kontakte     f2    und     f3    angeord  net, die durch die Leitungen f     J    und f     e    mit    einer geeigneten Stromquelle, beispielsweise  dem Akkumulator     f',    verbunden sind.

   Mit       u    ist eine elektrische Uhr mit polarisiertem  Magnet bezeichnet, die eine beliebige und be  kannte Ausbildung besitzen kann und in  folgedessen nicht näher beschrieben und dar  gestellt zu werden braucht. Wie ebenfalls  bekannt ist, wird bei jedem Polwechsel durch  den Magnetanker der Uhr ein Zahnrad wei  tergeschaltet und so der damit verbundene  Zeiger der Uhr weitergedreht. Ein Pol der  Ankerwicklung dieser Uhr ist mit dem an  dern Ende der Spule<I>d</I> durch Leitung<I>f $</I> ver  bunden und der andere Pol der Ankerwick  lung der Uhr durch Leitung f ' mit dem  Akkumulator     f'.     



  Schwingt das Pendel p hin und her, so  wird durch die beschriebene     Abbiegung    des  federnden Kontaktes     f1    einmal der Strom  über den Kontakt f 3 und das andere Mal  über den Kontakt     f'    geschlossen und ent  sprechend die Richtung des durch die Spule  d geleiteten Stromes umgekehrt. Je nach der  Stromrichtung in der Spule d erfährt daher  das     Pendel,    wenn sein Magnet c in der  Gleichgewichtslage des Pendels über die mitt  lere Windung     dl    der Spule d schlägt, durch  den Magnet c einen Antrieb entweder nach  rechts oder nach links. Auf diese Weise wird  dem Pendel bei     jedesmaligem    Durchgang  durch die Gleichgewichtslage ein neuer An  triebsimpuls erteilt.

   Der Zweck dieser Kon  struktion besteht darin, dass der Antrieb des  Pendels nur beim Überschlagen der mittleren  Windung d' durch den Magneten     c    erfolgen  kann. Auch wenn die Kontaktfeder f     i    den  Strom etwas früher oder später schliessen  sollte (zum Beispiel durch Abnutzen der  Kontakte), kann trotzdem der Antrieb des  Pendels nur in der     Mittellage    erfolgen.  



  Das Pendel wird für genaue Messungen  am     besten    in ein gasdicht geschlossenes Ge  häuse eingesetzt, das im vorliegenden Fall  aus dem Unterteil     l'    und der Haube     l2    be  steht. Das Gehäuse ist mit Wasserstoff oder  Helium mit geeignetem Druck gefüllt. Da  durch wird jede Oxydation des Pendels ver-      mieden und eine sehr geringe     Pendelreibung     durch das geringe spezifische Gewicht dieser  Gase erzielt. Gleichzeitig gewähren diese  Gase eine gute Wärmeleitung, so dass Fehler  durch Temperaturschichtung, die bei voll  kommenem Vakuum in dem Gehäuse sehr  gross werden können, nicht zu     befürchten     sein.  



  Beim     Anwendungsbeispiel    nach     Fig.    8 ist  ein Pendel nach     Fig.    3 benutzt. Das obere       Gewicht    w' ist in diesem Falle grösser als das       untere        Gewicht        av,    dadurch fällt der Schwer  punkt S oberhalb der     Mitte    der Pendelstange  p. Trägt man jetzt den     Trägheitsradius     von dem     Schwerpunkt        S    nach oben ab, so  ergibt sich der Aufhängepunkt     El,    wie in       Fig.    8, oberhalb des obern Gewichtes w'.  



  Das Pendel kann infolgedessen in der an  sich     bekannten:    Weise     mittelst    einer Blatt  feder v an einer Konsole v' aufgehängt wer  den,     wie    dies bisher bei Uhrpendeln meistens  üblich ist.  



  Der Antrieb des Pendels erfolgt in vor  liegendem Falle in der allgemein     bekannten     Weise mechanisch durch ein normales Uhr  werk     mit    Ankerhemmung. Die Welle e des  Ankers liegt in der gleichen horizontalen       Linie    mit der Schwingachse A der Blattfeder  v.

   Die Ankerwelle e ist bei     e'    nach     unten     kurbelartig gekröpft und umfasst mit dem  freien gegabelten Ende e' den Pendelstab,  so dass die Ankerwelle von dem schwingen  den Pendel hin- und     hergedreht        wird.       Ankerhemmungen und Zeigerwerk der  Uhr können in irgend einer normalen be  kannten Weise ausgeführt sein,     wie    dies in       Fig.    9 schematisch dargestellt ist.

   In dieser  bezeichnet     e3    den Anker, der auf der Anker  welle e     befestigt    ist.     e4    und     e'        bezeichnen     die Klauen des Ankers, die infolge der     Hin-          und        Herschwingung,    welche der Welle e  durch das Pendel p erteilt wird., wechselweise  in die     Zahnlücken    des Hemmrades     e8    eingrei  fen. Die Ausbildung und Wirkungsweise  dieser Ankerhemmung ist so allgemein be-         kannt    und üblich, dass eine besondere Be  schreibung nicht erforderlich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zeitmesseinrichtung mit Pendel, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand des Auf hängepunktes des Pendels vom Schwerpunkt des Pendels gleich ist dem Trägheitsradius des Pendelkörpers bezogen auf eine Achse, die parallel zur .Schwingungsachse durch den Schwerpunkt des Pendelkörpers gelegt ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Pendel ausser einem, am untern Ende angeord neten; Gewicht noch mit einem zweiten Gewicht oberhalb des Pendelschwerpunk tes versehen ist. 2.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das zweite Ge wicht oberhalb des Aufhängepunktes an geordnet ist. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 1., da durch gekennzeichnet, dass das zweite Ge wicht unterhalb des Aufhängepunktes an geordnet ist. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das zweite Ge wicht im Aufhängepunkt angeordnet ist. 5. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Pendel körper ohne besondere Gewichte als Zylin der ausgebildet ist, der im Abstand seines Trägheitsradius vom Schwerpunkt aufge hängt ist. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Pendel einen permanenten Magneten zum Antrei ben des Pendels trägt, der in der Gleich gewichtslage ,des Pendels an einem strom- durchflossenen Draht vorbeischlägt, dessen Stromfluss so geschaltet ist, dass stets ein Antrieb auf das Pendel erfolgt. 7. Einrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass der Magnet an mehreren stromdurchflossenen Drähten vorbeischlägt. B.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Pendel in einem gasdichten, mit Wasserstoff gefüll ten Gehäuse eingeschlossen ist. 9. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet. dass das Pendel in einem gasdichten, mit Helium gefüllten Gehäuse eingeschlossen ist.
CH158879D 1930-10-15 1931-10-10 Zeitmesseinrichtung. CH158879A (de)

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FR724303A (fr) 1932-04-25

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