CH158974A - Metalldampfbogenlampe für Wechselstrombetrieb. - Google Patents

Metalldampfbogenlampe für Wechselstrombetrieb.

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CH158974A
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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      1Vletalldampfbogenlampe    für     Wechselstrombetrieb.       Die Erfindung bezieht sich auf     Metall-          de.mpfbogenlampen    für     Wechselstrombetrizb     mit Stromdurchgang in beiden Richtungen.  



  Es sind elektrische Entladungsgefässe be  kanntgeworden, in denen ein Wechselstrom  bogen zwischen besonders     ausgebildeten          Oxydglühkathoden    dauernd in     Betrieb    gehal  ten werden kann. Diese Entladungsgefässe  enthalten     entweder    permanente Gase oder  Dämpfe, zum Beispiel von Quecksilber oder  ein Gemisch von Gasen und Dämpfen. Wie  die Erfahrung zeigt, sind derartige Lampen  den     .Anforderungen    des Betriebes mit niedri  gem Druck, elektrisch charakterisiert durch  niedrige     Bogenspannung,    bei unter Umstän  den recht beträchtlichem Bogenstrom gut ge  wachsen.

   Der Bogen erfüllt den ganzen  Rohrquerschnitt,     und    da der Spannungsab  fall pro cm klein ist, so werden auch  recht ausgedehnte     Oxydkathoden    gleich  mässig als Fusspunkte des Bogens ausgenutzt.    Wesentlich anders liegen die Verhält  nisse jedoch bei Hochdruckbetrieb. Unter  Hochdruckbetrieb     bezw.    unter Hochdruck  bogen sollen nicht nur solche Bogen verstan  den werden, bei welchen der     manometrisch     gemessene Druck in der Grössenordnung  einer Atmosphäre ist.

   Es konnte experimen  tell gezeigt werden,     dass    ein Bogen in Cad  mium- oder Zinkdämpfen schon bei einem  Druck von 5 bis 10 cm     Hg-Säule    die glei  chen elektrischen Eigenschaften, das gleiche  Aussehen und eine ähnliche Lichtintensität  besitzt,     wie    ein Quecksilberbogen bei zirka  einer Atmosphäre. Es ist also richtiger, un  ter Hochdruckbogen einen solchen Bogen zu  verstehen, bei welchem der Spannungsabfall  pro cm des Bogens zirka 5 V überschreitet.  



  Beim Hochdruckbetrieb schnürt sich der  Bogen auf einen Faden von einigen Quadrat  millimetern Querschnitt zusammen, und der  Spannungsabfall pro cm Bogenlänge er  reicht 5 bis 10 V     und    darüber. Wegen      dieses Umstandes hat auch der Fusspunkt des  Bogens Neigung, sich auf kleine Teile der       Glühkathode    zu     konzentrieren,    die .sich in  folgedessen stärker erhitzen; dadurch werden  Elektronen     emittiert,    was die Konzentration  noch weiter steigert.  



  Gemäss der Erfindung werden bei einer       Metalldampfbogenlampe    für Wechselstrom  betrieb     mit        Stromdurchgang    in beiden Rich  tungen zwei massive     Elektroden    aus Metall  mit hoher Schmelztemperatur verwendet, die  erst bei einem Druck zu Kathoden werden,  der höher ist als der Druck     in    der Lampe bei  Inbetriebnahme.  



  Unter Metallen mit hoher     Schmelztempe-          ratur    sollen im nachfolgenden als     "Hart-          metalle"    bezeichnete Metalle verstanden wer  den, deren Schmelzpunkt höher als 1700    liegt.  



  Ein Brenner, der nur zwei     Massivelek-          troden    der     beschriebenen    Art enthält, ist  zum dauernden Brennen bei Wechselstrom  fähig. Da aber ein Hochdruckbrenner nach  der Zündung alle Phasen vom Niederdruck  bis zum Hochdruck durchläuft, kann die  äusserst starke     Zerstäubung    nicht     verhindert     werden, die bei Niederdruck     auftritt,    und die  die an die     Massivelektroden    angrenzenden  Teile des Leuchtgefässes in Minuten vollkom  men schwärzt.

       Anderseits    ist aber eine     Mas-          sivelektrode    der beschriebenen Bauart gerade  dem Hochdruckbetrieb sehr gewachsen, denn  gerade die grosse Konzentration der Strom  dichte in Hochdruckbogen erzeugt im Bogen  fusspunkt die hohen Temperaturen, die bei  dem Hartmetall     einer    starken Elektronen  emission entsprechen.

   Diese hohen Tempe  raturen werden bei     Wechselstrombogen    durch  Elektronenbombardement in der Anoden  phase erzeugt, führen also nicht zur     Zerstäu-          bung.    Der Kathodenfall wird aber durch die  hohe     Elektrodentemperatur    entsprechend  einer starken Elektronenemission soweit her  abgedrückt, dass keine     schnellen    Ionen auf  treten, die eine starke     Zerstäubung    verur  sachen können.

   Die bei hohen Temperaturen  auftretende Verdampfung kann in entspre-         chend    geringen Grenzen gehalten werden  denn gerade bei Hochdruck ist ja. auch die       Verdampfungsgeschwindigkeit        klein.    Bei  Wolfram sind die     günstigsten    Temperatur  grenzen für die     Massivelektroden    etwa 2000  bis 2800  .  



  Die     Metalldampfbogenlampe    gemäss der  Erfindung kann beispielsweise Elektroden  besitzen, die aus einer     Glühelektrode    an sich  bekannter Bauart, beispielsweise einer Oxyd  kathode oder einer einfachen     Glühwendel,     etwa aus     Wolframdraht    und     einer    damit in  elektrisch gut leitender Verbindung stehen  den     Massivelektrode    der beschriebenen Art  gebildet werden. Diese teilen sich in ihren  Aufgaben in der Weise, dass bei Niederdruck  die Glühelektrode, bei Hochdruck dagegen  die     Massivelektrode    die Rolle der Bogen  kathode     übernimmt.     



  Dieses     Überwechseln    des Bogens kann  durch äussere     Schaltmassnahmen,    beispiels  weise durch Ausschalten der Glühelektroden  in einer     gewissen    Druckphase, also bei einer  gewissen Bogenspannung erfolgen.

   Es kann  aber auch selbsttätig auf die Weise bewirkt  werden, dass die     Glühelektroden    sieh um ein  bestimmtes Mass weiter voneinander     entfernt     befinden als die     Massivelektroden.    Das Über  wechseln wird dann erfolgen, wenn zwei Be  dingungen erfüllt sind: Erstens muss die Er  hitzung der     Massivelektrode    durch den  Anodenfall,- der sich bei höherem Druck     in     immer steigendem Mass auf dieser konzentriert  und auch an sich anwächst, ein gewisses  sass erreicht haben.

   Diese     Bedingung    hat man  durch die Bemessung des Abstandes     Glüh-          elektrode-Massivelektrode,        sowie    durch die  Grösse der     Massivelektrode    in der Hand. Um  aber ein noch schärferes Mass des     Druckes     zur willkürlichen Bestimmung des Über  springens zu besitzen, kann der Spannungs  abfall im Bogen zu Hilfe genommen werden.  Man schaltet die     Massivelektrode    so mit der  Glühelektrode zusammen, dass auch im Hoch  druckbetrieb mindestens ein Teil des Bogen  stromes diese durchfliesst. In der     Glühelek-          trode    wird daher ein Spannungsabfall ent-      stehen.

   Das Überwechseln wird dann erfol  gen, wenn der Spannungsabfall im Licht  bogensäulenstück     zwischen    äusserem     Glüh-          kathodenende    und     Massivelektrode    grösser  geworden ist als der genannte Spannungsab  fall in der Glühkathode, denn dann ergibt  sich für den Bogen zwischen den     Massivelek-          tToden    eine stabilere Brennlage. Der     Wech-          selstrombogen        springt    also bei Erreichen  eines bestimmten Druckes automatisch von  den Glühelektroden auf die     Massivelektroden     über.

   Das     Überwechseln    erfolgt bei     um     so höherem Druck, je kleiner der Abstand       Massivelektrode-äusseres        Glühkathodenende,     und um so früher, je grösser der Widerstand  der Glühelektrode ist. Durch passende Be  inessung dieser beiden Bestimmungsstücke  kann der Augenblick des Überspringens zu  dem beliebigen     Druck        verschoben    werden,  und hierdurch hat man die     Verminderung     der     Zerstäubung    der     Massivelektroden        in     weitgehendem Masse in der Hand.

   An Stelle  des Druckes, der schwer zu messen ist, kann  der Spannungsabfall in der     positiven    Säule  des Lichtbogens, das heisst die Klemmen  spannung am Brenner als Mass des Druckes  genommen werden. Bei je höherem Druck,  das. heisst bei je höherer Klemmenspannung  das Überwechseln erfolgt, desto mehr werden  die     Massivelektroden    geschont.  



  Die beigefügte     Fig.    1 zeigt ein     Ausfüh-          rungsbeiüiel    einer     Metalldampfbogenlampe     gemäss, der Erfindung. 1 ist das     Leuchtgefäss,     zweckmässig aus. Quarz oder hochschmelzen  den Gläsern. 2, 3 und 3' sind die     Glühelek-          troden,    in Form von Glühwendeln darge  stellt. 4 und 5 sind die     Massivelektro.den,    in  Form von Kugeln aus Hartmetall dargestellt,  die an den     Hartmetallstielen    6, 7 von ver  ringertem     Querschnitt    sitzen.

   Die     Glühwen-          del    2, 3 und     3'_    sind mit den Einführungen  8, 9, 10     und    11 verbunden. Um die     Glüh-          elektroden        herum    befinden sich Hülsen 12  und     1'3    aus Metall mit hoher Schmelztempe  ratur, welche flächenförmige Elektroden  darstellen, auf denen das.     verdampfbare    Me  tall sich niederschlägt     bezw.    auf die bei der  Fabrikation das     verdampfbare    Metall auf-  
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    gebracht <SEP> ist <SEP> und <SEP> die <SEP> gut <SEP> an <SEP> der <SEP> Gefässwand
<tb>  anliegen.

   <SEP> Die <SEP> in <SEP> der <SEP> linken <SEP> Hälfte <SEP> der <SEP> Figur
<tb>  dargestellte <SEP> Ausführung <SEP> entspricht <SEP> vorzugs  weise <SEP> der <SEP> Verwendung <SEP> von <SEP> schwer <SEP> verdampf  baren. <SEP> bei <SEP> Zimmertemperatur <SEP> festen <SEP> hTetal  len, <SEP> beispielsweise <SEP> Cadmium <SEP> oder <SEP> Zink, <SEP> wäh  rend <SEP> die <SEP> rechte <SEP> Hälfte <SEP> der <SEP> Figur <SEP> eine <SEP> Aus  führung <SEP> etwa <SEP> für <SEP> Quecksilber <SEP> darstellt. <SEP> Es
<tb>  kann <SEP> aber <SEP> auch <SEP> beispielsweise <SEP> Quecksilber
<tb>  in <SEP> einem <SEP> Brenner <SEP> verwendet <SEP> werden, <SEP> dessen
<tb>  beide <SEP> Hälften <SEP> gemäss <SEP> der <SEP> linken <SEP> Hälfte <SEP> der
<tb>  Abbildung <SEP> ausgeführt <SEP> sind.

   <SEP> Der <SEP> die <SEP> Glüh  elektroden <SEP> 2, <SEP> 3 <SEP> umschliessende <SEP> Teil <SEP> des <SEP> Bren  ners <SEP> ist <SEP> mit <SEP> der <SEP> Wärmeisolation <SEP> 14 <SEP> versehen.
<tb>  Diese <SEP> besteht <SEP> zweckmässig <SEP> aus <SEP> einer <SEP> Isolier  schicht <SEP> 15, <SEP> umgeben <SEP> von <SEP> einer <SEP> Metallschelle
<tb>  16. <SEP> In <SEP> der <SEP> rechten <SEP> Hälfte <SEP> der <SEP> Fig. <SEP> 1 <SEP> ist <SEP> das
<tb>  vorzugsweise <SEP> flüssige <SEP> Metall <SEP> 17 <SEP> in <SEP> einem
<tb>  ringförmigen <SEP> Wulst <SEP> 18 <SEP> zweckmässig <SEP> mit
<tb>  einer <SEP> verengten <SEP> Öffnung <SEP> nach <SEP> der <SEP> Seite <SEP> des
<tb>  Leuchtgefässes <SEP> untergebracht..

   <SEP> Der <SEP> Stiel <SEP> 6
<tb>  trägt <SEP> an <SEP> dem <SEP> Querträger <SEP> 20, <SEP> an <SEP> -welchem <SEP> die
<tb>  innern <SEP> Enden <SEP> der <SEP> Glühwendel <SEP> ? <SEP> und <SEP> 3 <SEP> be  festigt <SEP> sind, <SEP> ein <SEP> metallisches <SEP> Verbindungs  stück, <SEP> beispielsweise <SEP> einen <SEP> federnden <SEP> Draht.
<tb>  2.1, <SEP> welcher <SEP> die <SEP> leitende <SEP> Verbindung <SEP> der <SEP> -,Has  sivelektrode <SEP> mit <SEP> der <SEP> Metallhülse <SEP> 12 <SEP> herstellt.
<tb>  Die <SEP> Wirkungsweise <SEP> der <SEP> dargestellten
<tb>  Lampe <SEP> ist <SEP> wie <SEP> folgt:

  
<tb>  Die <SEP> Zündung <SEP> kann <SEP> erfolgen <SEP> durch <SEP> Selbst  zündung, <SEP> Induktionszündung <SEP> oder <SEP> anziehende
<tb>  Spiralen. <SEP> Selbstzündung <SEP> erfolgt <SEP> vorzugs  weise <SEP> dadurch, <SEP> dass <SEP> die <SEP> Metallhülse <SEP> 12 <SEP> mit
<tb>  dem <SEP> darauf <SEP> aufgedampften <SEP> Beschlag <SEP> des
<tb>  dampfbildenden <SEP> Metalles <SEP> 2@3 <SEP> zum <SEP> Träger
<tb>  einer <SEP> Glimmentladung <SEP> beim <SEP> Anlegen <SEP> der <SEP> be  triebsmässigen <SEP> oder <SEP> einer <SEP> etwas <SEP> erhöhten
<tb>  Spannung <SEP> wird. <SEP> Diese <SEP> Glimmentladung
<tb>  schlägt <SEP> bei <SEP> passender <SEP> Bemessung <SEP> der <SEP> Gasfül  lung, <SEP> beispielsweise <SEP> Edelgasfülliing. <SEP> sofort
<tb>  in <SEP> einen <SEP> Bogen <SEP> über.

   <SEP> Der <SEP> Bogenstrom <SEP> durch  fliesst <SEP> hierbei <SEP> die <SEP> Glühwendel <SEP> \? <SEP> und/oder <SEP> 3.
<tb>  wodurch <SEP> diese <SEP> ins <SEP> Glühen <SEP> geraten <SEP> und <SEP> selber
<tb>  zu <SEP> Glühkathoden <SEP> werden. <SEP> Hiermit <SEP> ist <SEP> die
<tb>  Zündung <SEP> beendigt. <SEP> In <SEP> der <SEP> gleichen <SEP> Weise
<tb>  erfolgt <SEP> die <SEP> Zündung <SEP> mittelst <SEP> Induktion, <SEP> das
<tb>  heisst <SEP> Anlegen <SEP> vorzugsweise <SEP> hochfrequenter              Spannungen    von     aussen.    Die dritte Art der  Zündung besteht zum Beispiel in folgendem:  Die     Glübelektroden    werden zunächst durch  einen Heizstrom auf hohe Temperatur ge  bracht.

   Dies kann erfolgen in an sich be  kannter Weise durch einen     Heiztransfor-          mator    oder aber gemäss der Darstellung in       Fig.    1 auf die Weise, dass die     Glühwendel    2,  3 und 3' in Serie geschaltet und durch den  Netzstrom angeheizt werden. Der beispiels  weise bei 24 eintretende Netzstrom fliesst  über den     Vorschaltwiderstand    26 oder ein  sonstiges Mittel zur Strombegrenzung über  die Einschmelzung 8, das     Glühwendel    3, das       Glühwendel    2, die Einschmelzung 9, den  Schalter 27, die Einschmelzung 10, das  Glühwendel 3', die Einschmelzung 11 zu  dem     Punkt    2,5.  



  Der Widerstand der     Glühwendel    kann so  bemessen werden, dass bei Durchfliessen des  hierbei auftretenden Stromes     zwischen    den  Enden 28 und 29     bezw.        30    und 31 der Glüh  wendel ein so hoher Spannungsabfall ent  steht, dass er zur Erzeugung einer     hafselb-          ständigen    Entladung mit     Innenbildung    zwi  schen den genannten Punkten ausreicht. Wie  Versuche zeigen,     tritt    hierbei eine so starke  Innenbildung auf, dass nach Öffnen des  Schalters 27 augenscheinlich ein Bogen zwi  schen den beiden     Glühwendeln    2, 3 und 3'  einsetzt.

   Diese Art der Zündung ist die vor  teilhafteste, denn während des     Anheizens    der  Glühelektroden liegt nirgends am Entla  dungsgefäss eine hohe Spannung, die zur Er  zeugung schneller Ionen mit grosser     Zerstäu-          bungsfähigkeit    ausreichen könnte, während  nach Anlegen der betriebsmässigen Spannung  durch Öffnen des Schalters 2.7 die Innenbil  dung schon so stark geworden ist, dass der  Bogen augenblicklich einsetzt und die Klem  menspannung zusammenbricht, so dass wäh  rend der     Zündung,    die nur     Bruchteile    einer  Sekunde dauert, schnelle Ionen nur in ver  schwindender Zahl die     Glühelektroden    tref  fen können,

   wodurch deren     Zerstäubung    auf  ein Minimum reduziert wird.  



  Nach der Zündung brennt die Lampe zu  nächst in einer Weise, die wir die zweite Be-         triebsphase    nennen wollen. Hierbei dienen  die Glühelektroden als Kathoden, während  der Druck des dampfbildenden     Metalles    in  der Röhre zunächst klein ist. Der Dampf be  sitzt demzufolge noch eine hohe Leitfähig  keit, und der Strom verteilt sich auf der  Anodenseite auf alle Teile der Elektrode,  vorzugsweise aber auf die äussersten Enden  31 und 28     bezw.    29. Bei der in der Abbil  dung links dargestellten Ausführung werden  die beiden     Durchführungen,8    und 9 mitein  ander verbunden, etwa durch     einen    Schalter  32.

   Nun erhitzt sich der Brenner immer  mehr, wodurch der Druck und infolgedessen  der Spannungsabfall im Dampf immer weiter  steigt. Der     iSpannungsabfall    im Dampf, bei  spielsweise zwischen den Punkten 5 und 31  wird bald so gross, dass der Strom den Weg  in der Anodenphase ausschliesslich über 5  nimmt, während er in der Kathodenphase  vorzugsweise vom Ende 31 ausgeht. Durch  diesen Umstand und durch den bei höherem  Druck immer steigenden Anodenabfall werden  die     Massivelektroden    4 und 5 immer heisser,       und    schliesslich so heiss,     da,ss    sie auch in der       Kathodenphase    zum Teil als Glühkathode  dienen können.

   In einem bestimmten Zeit  punkt reisst nun der Teil des Bogens. in der  Kathodenphase, der von den Enden 28, 29  und 31 ausgeht, ab, und der Bogen     springt     vollständig auf die     Massivelektroden    4 und  5 über, die von diesem Augenblick an sowohl  als     Kathoden    wie als Anoden oder, wie wir  uns kurz ausdrücken, als     Bo.genfusspunkte     dienen. Hierbei wird auf der rechten     Seite     das     Glühwendel    3' vom     Betriebsstrom    durch  flossen, während auf der linken Seite die bei  den Glühwendel 2 und 3 parallelgeschaltet  sind und je von der Hälfte des Bogenstromes  durchflossen werden.

   Infolgedessen sind die  beiden Ausführungen 8 und 9 je nur mit der  Hälfte des: Bogenstromes belastet, wodurch  eine     Verminderung    ihres Querschnittes zu  lässig wird. In dieser     dritten        Brennphase     dienen also die Glühwendel als Teil des Vor  schaltwiderstandes, die zum Anheizen der  diese enthaltenden Gefässteile verwendet wer  den. Hierdurch werden diese Teile des Bren-           ners    auf höherer Temperatur gehalten, als sie  durch die Bogenheizung allein kommen wür  den.

   Durch passende Bemessung des Wider  standes der     Glühelektroden    in Verbindung  mit der Wärmeisolation 15 kann dann er  reicht werden, dass, das Metall, das sich in  diesen Teilen aufhält, auf eine zur Er  reichung des betriebsmässigen Druckes erfor  derliche Temperatur gebracht     wird.     



  Durch den geschilderten Umstand, dass  ein Teil des     Vorschaltwiderstandes    im Be  triebszustand im Brenner selbst enthalten ist,  wird zweierlei erreicht: Erstens eine kurze  Anlaufdauer und zweitens eine thermische  Stabilisierung und Regulierung des Be  triebszustandes. Während der Anlaufphase  werden nämlich die Endräume des     Gefässes,     in welchem sich die Glühkathoden befinden,  während der zweiten Phase zunächst durch  den Bogen, der diese Räume noch durch  fliesst, und in der     dritten    Phase durch den  zunächst noch hohen Bogenstrom stark be  heizt, wodurch eine schnelle Steigerung der  Temperatur und des Druckes eintritt.

   Bei  steigendem Druck und infolgedessen steigen  der Spannung verringert sich aber der  Bogenstrom und hiermit die entwickelte  Wärmemenge im Verhältnis des Quadrates  des Bogenstromes oder noch stärker, so dass  einer     :Überhöhung    des Druckes und der  Spannung hiermit eine Grenze gesetzt wird.  



  In     Fig.    2 ist ein     Ausführungsbeispiel     einer     Hochdruckmetalldampfbogenlampe    ge  mäss. der Erfindung dargestellt. In dieser ist  33 das geradlinige zylindrische Leuchtrohr.  Mit diesem in einer Achse sind die Massiv  elektroden 34 und 35, sowie die Stiele .3     ;

  6    und  3,7 in den Füssen     3 &     und 3,9     angeordnet.    Die  Stiele '38, 3,7 tragen in einem bestimmten  Abstand von der     Massivelektrode    Querträger  40 und 41, an welchen Glühelektroden in  Form von     Glühwendeln    42, 43 und 44, 45       befestigt    sind, die mit ihren     äussern    Enden  zu den     Einschmelzungen    46, 47 und 48, 49  führen. Um die Glühelektroden herum be  finden sich metallische Hülsen 50, 51,     die    an  der     Wandung    aus Glas oder Quarz gut an-    liegen.

   Diese Räume, sowie Teile der Füsse  sind mit     Wärmeisolation    versehen, bestehend  aus einer     Wärmeisolierschicht,    beispielsweise       ausi    Asbest 52 und 53, gehalten durch Metall  schellen 54 und 55. Die Wirkungsweise dieser  Anordnung ist gleich der im     Vorhergehenden     beschriebenen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRTTCH Metalldampfbogenlampe für Wechsel strombetrieb mit Stromdurchgang in beiden Richtungen, gekennzeichnet durch zwei mas sive Elektroden aus Metall mit hoher Schmelztemperatur, die erst. bei einem Druck zu Kathoden werden. der höher ist als. der Druck in der Lampe bei Inbetriebnahme. UNTERANSPRü CHE 1.
    Metalldampfbogenlampe nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch Glühelek- troden, die bei der Zündung und bei der Niederdruckphase, das heisst während des Anlassvorganges Fusspunkte der Ent ladung bilden. 2. Metalldampfbogenlampe nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der massiven Elektroden voneinander kleiner ist als der gegenseitige Abstand der Glühelektroden.
    3. Metalldampfbogenlampe nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass verdampf- bares Metall in Verbindung mit flächen- förmigen Elektroden aus Metall mit hoher Schmelztemperatur steht. 4. Metalldampfbogenlampe nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das dampf bildende Metall als Beschlag auf an der Gefässwand anliegendem Blech enthalten ist.
    5. Metalldampfbogenlampe nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das ver- dampfbare Metall mit flächenförmigen Metallelektroden in Verbindung steht, die als an der Gefässwand anliegende Bleche ausgebildet sind. 6. Metalldampfbogenlampe nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Strom zuleitung zu den Elektroden aus Metall mit hoher Schmelztemperatur und den mit ihnen in elektrisch leitender Verbin dung stehenden dampfspendenden Elek troden durch ein bei Stromdurchgang nach Art der Glühkathode Elektronen emittierendes Glied erfolgt.
    7. Metalldampfbogenlampe nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Räume, die das verdampfbare Metall enthalten, mit einer Wärmeisolation versehen sind. B. Metalldampfbogenlampe nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 bis: 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des Vorschaltwiderstandes als Heizvorrich- tung für das verdampfbare Metall aus gebildet ist.
    9. Metalldampfbogenlampe nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Glüh- elektroden zwischen die massiven Elek troden und Stromeinführungen geschal tet sind. 10. Metalldampfbogenlampe nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die die Glühelektroden enthaltenden Raumteile mit Wärmeisolation versehen sind.
    11. Metalldampfbogenlampe nach Patentan spruch und -den Unteransprüchen 1 bis 10, gekennzeichnet durch ringförmige Wulste in der Nähe der Glühelektrode zur Aufnahme des verdampfbaren Me- talles. 12. Metalldampfbogenlampe nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 bis 11, gekennzeichnet durch eine derartige Bemessung der Glühelektroden, dass die an den Enden der Elektroden auftretende Spannung zur Aufrechterhaltung einer selbständigen Entladung mit lonenbil- dung ausreicht.
    13. Metalldampfbogenlampe nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 bis 12, gekennzeichnet durch eine Füllung mit Edelgas. 14. Metalldampfbogenlampe nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Glühelektrodenanordnung von einer me tallischen Hülse umgeben ist. 15. Metalldampfbogenlampe nach Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Massivelektroden mit ihren Haltedrähten und das Leuchtrohr in einer Achse an geordnet sind.
CH158974D 1930-08-09 1931-08-06 Metalldampfbogenlampe für Wechselstrombetrieb. CH158974A (de)

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DE158974X 1930-08-09

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CH158974D CH158974A (de) 1930-08-09 1931-08-06 Metalldampfbogenlampe für Wechselstrombetrieb.

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