CH159164A - Verfahren zur Imprägnierung von Leder. - Google Patents
Verfahren zur Imprägnierung von Leder.Info
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C14C—CHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
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Description
Verfahren zur Imprägnierung von Leder. Es ist ein Verfahren zum Imprägnieren und Füllen von Leder bekannt, dessen kenn zeichnendes Merkmal darin besteht, dass zur Imprägnierung Naphthalin oder ein gleich wertiger Stoff der Naphthalingruppe allein oder in Verbindung mit einem oder mehreren darin gelösten Imprägnierungs- oder Füll mitteln benutzt wird.
Weiterhin ist es auch bekannt, bei diesem Verfahren Schwefel in Naphthalin zu lösen und hiermit das Leder zu behandeln.
Die Erfindung betrifft nun ein wesent lich verbessertes Imprägnierungsverfahren, welches darin besteht, dass zum Imprägnie ren des Leders ein Imprägnierbad Verwen dung findet, das aus Schwefel und minde stens einem organischen flüssigen Stoff be steht. Es kann hierbei eine Lösung oder eine Suspension Verwendung finden. Als orga nische flüssige Stoffe können solche Stoffe in Frage kommen, die für sich zum Impräg nieren bezw. Füllen von Leder ungeeignet sind, die aber fähig sind, bei Temperaturen unterhalb ihres Siedepunktes, vorzugsweise in der Nähe von<B>100'</B> und darüber, grössere Mengen Schwefel zu lösen, oder mit ge schmolzenem Schwefel homogene Mischungen zu bilden.
Als Stoffe dieser Art sind bei spielsweise geeignet: Kohlenwasserstoffe, wie beispielsweise Xylol, eine Reihe halogenier- ter Kohlenwasserstoffe der aliphatischen und aromatischen Reihe, wie beispielsweise Ace- tylentetrachlorid, Monochlorbenzol, Dichlor- benzole, ferner hydrierte Kohlenwasserstoffe oder Mischungen derartiger Stoffe unterein ander.
Um eine vollständige und dauerhafte Im prägnierung des Leders zu erreichen, ist es zweckmässig, das Leder so weit vorzutrock nen, dass es praktisch wasserfrei ist. Es ge nügt nicht ein trocken erscheinendes (luft trockenes) Leder. Es ist bekannt, dass bei spielsweise eine Temperatur von 100 auf das lufttrockene Leder zerstörend einwirkt. ,Eingehende Versuche haben demgegenüber ergeben, dass nach einer möglichst weitgehen den Vertrocknung, welche das Leder fast wasserfrei macht, das Leder ohne Schaden vorübergehend auf die genannte Temperatur erhitzt werden kann.
Beispielsweise verfährt man derart, dass man bis auf geringe Reste, gegebenenfalls unter Mithilfe des Vakuums, von Wasser be freites Leder in die auf etwa 100 oder dar über erhitzte Schwefellösung bezw. -mischurig für hinreichend lange Zeit eintaucht (je nach Dicke und Porosität zwischen etwa einer Mi nute und 1/4 Stunde), bis sich das Leder in gewünschtem Umfang mit der Flüssigkeit vollgesaugt hat. Danach entfernt man das Leder aus dem Imprägnierbad und lässt ab kühlen.
Durch eine Nachbehandlung mit warmer Luft kann hierauf ein mit dem Schwefel eingedrungenes, in der Kälte nahe zu schwefelfreies flüchtiges Lösungsmittel wieder entfernt werden, so dass der Schwefel allein als Füllstoff im Leder verbleibt.
Je nach der Lederart und dem angestreb ten Grad der Schwefelimprägnierung kann man die Mischungsverhältnisse von Schwefel und organischer Flüssigkeit in weiten Gren zen abändern; beispielsweise kann man bei etwa 90 mit einem Bad, enthaltend 70 Teile Chlorbenzol und 30 Teile Schwefel, oder bei 115 mit einem Bad, enthaltend 10 bis 20 Teile Chlorbenzol und 90 bis 80 Teile Schwe fel, arbeiten.
Ausführungsbeispiele: 1. Imprägnierung von Sohlleder. a Das wie üblich gegerbte und ausgesto ssene, durch Trocknung unter Atmosphären druck oder unter vermindertem Druck prak tisch wasserfrei gemachte Leder wird in die auf etwa<B>100'</B> C erhitzte Imprägniermasse, die aus einer Mischung von 100 kg Schwefel und 30 kg Tetrahydronaphtalin besteht, ge taucht. Je nach der gewünschten Durch dringung des Leders verbleibt dieses 1 bis 5 Minuten in dem Imprägnierbad. Hierauf wird das Leder mit warmem Wasser ge waschen und in der Wärme getrocknet.
Nach erfolgter Trocknung ist auch .das mit dem Schwefel im Leder enthaltene Lösungs- bezw. Suspensionsmittel aus dem Leder verdunstet. Die weitere Fertigstellung geschieht in der an sich für Unterleder bekannten Zurich- tungsweise.
2. Imprägnierung von Oberleder.
Eine in der üblichen Weise zu Oberleder gegerbte Haut, die durch Trocknen unter Atmosphärendruck oder unter vermindertem Druck praktisch wasserfrei gemacht ist, wird in eine auf etwa<B>100'</B> C erhitzte Imprägnier masse getaucht, die aus einer Mischung von 100 kg Schwefel und 40 kg Chlorbenzol be steht. Man lässt das Leder einige Minuten im Imprägnierungsbad. Nach dem Herausneh men wird es mit warmem Wasser gewaschen und in der Wärme getrocknet.
3. Imprägnierung von Sattlerleder. -_ Eine in üblicher Weise gegerbte Haut wird in eine Imprägniermasse getaucht, die aus einer Mischung von 100 kg Schwefel und 30 kg Tetrahydronaphthalin besteht. Man lässt das Leder bei einer Temperatur von etwa 100 einige Minuten in diesem Impräg nierbad. Nach dem Herausnehmen wird es mit warmem Wasser gewaschen und in der Wärme getrocknet.
Wird ein besonders festes und hartes Leder gewünscht, so setzt man von dem orga nischen flüssigen Stoff weniger zu und er höht die Temperatur. Während des Ein- tauchens des Leders ist es zweckmässig, das Imprägnierbad umzurühren, um eine gleich mässige Suspension des Schwefels aufrecht-' zuerhalten.
Das in dieser Weise behandelte Leder weist gegenüber dem nach den bekannten Verfahren hergestellten Leder eine Reihe technischer Vorteile auf. Es besitzt eine höhere Elastizität, ist vollkommen geruchfrei und absolut lagerbeständig, das heisst es un terliegt sowohl in bezug auf Gewicht, Festig keit und Aussehen, sowie auch in seinen son stigen physikalischen und chemischen Eigen schaften keinerlei Veränderungen.
Beim Imprägnieren von Leder mit Naph thalin bezw. mit Naphthalin und Schwefel treten wesentliche technische Nachteile auf. Infolge des nach der Imprägnierung erfol genden Erstarrens des Naphthalins im Leder wirken die Naphthalinkristalle sprengend und dadurch nachteilig auf die Lederfaser. Das Leder besitzt keine Elastizität. Im Laufe der Zeit verdunstet ein Teil des Naphthalins aus dem Leder und es ergibt sich daher eine wesentliche Gewichtsveränderung beim La gern des Leders. Das Naphthalin dringt ständig an die Oberfläche des Leders und das Leder erhält einen grauen Belag. Es ist auch nicht möglich, den unangenehmen Naphtha lingeruch aus dem Leder zu entfernen.
Diese Übelstände treten auch bei gleichzeitiger Mitverwendung von Schwefel und sogar noch in verstärktem Masse auf, da mit der Subli- mation des Naphthalins auch Schwefel an die Oberfläche des Leders dringt.
Diese Nachteile können durch das vor liegende Verfahren vermieden werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Imprägnieren von Leder. gekennzeichnet durch die Anwendung eines Imprägnierbades, bestehend aus Schwefel und mindestens einem organischen flüssigen Stoff.
Applications Claiming Priority (1)
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1931
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