CH159284A - Schalteinrichtung für Druckmittel-Türschliesser. - Google Patents

Schalteinrichtung für Druckmittel-Türschliesser.

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CH159284A
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Inventor
Aktiengesellschaft Rober Bosch
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Bosch Robert Ag
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Description


      Schalteinrichtung    für     Druckmittel-Türsehliesser.       Die Erfindung betrifft eine Schaltein  richtung für     Druckmittel-Türschliesser    ins  besondere für     Kraftfahrzeugtüren,    deren  Ventile von mehreren, an verschiedenen Stel  len angeordneten Schaltorganen aus zu betä  tigen sind.

   Um zu erreichen, dass unabhängig  von der     Einleitungsstelle    des Schaltvor  ganges das eine Ventil, das den     Türschliesser     in dem einen Sinn, zum Beispiel im Öff  nungssinn, betätigt, stets unwirksam wird,  wenn das die entgegengesetzte Bewegung       hervorrufende,    andere Ventil, zum Beispiel  dis Schliessventil,     betätigt    werden soll,     ist          erfindungsgemäss    ein die Ventile in fort  laufender Reihenfolge betätigendes Fort  schaltwerk vorgesehen, dessen Bewegung von  den Schaltorganen aus eingeleitet wird.  



  Ein Ausführungsbeispiel der     Erfindung     ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar  zeigt:       Fig.    1 ein Gesamtbild der     Einrichtung     angewendet an dem     Unterdruck-Türschliesser     für die Vordertür eines Omnibus,       Fig.    2 einen Querschnitt durch die Mitte  des     Fortschaltwerkes    in     einer        Mittelstellung.       Von der Saugleitung 1 der Antriebs  maschine 2 eines Omnibus führt eine Rohr  leitung 3 zu einem Behälter 4. Von dem  Behälter 4 geht eine sich gabelnde Rohr  leitung 5 zu einem Ventilgehäuse 6. das  durch eine Querwand 7 in zwei Kammern  unterteilt ist.

   Diese Kammern sind bei 8, 9  mit den Zweigen der Rohrleitung 5, bei 10,  11 mit der Aussenluft und bei 12, 13 über       Rohrleitungen    14, 15 mit dem vordern     bezw.          hintern    Ende eines Zylinders 16 verbunden.  In dem Zylinder 16 läuft ein Kolben 17, der  mit einer Stange 18 an einer     Schiebetür    19  angreift.  



  Die Öffnungen 8 und 10     bezw.    9 und 11.  des Gehäuses 6 liegen einander gegenüber  und werden durch einen einzigen Ventil  körper 20     bezw.    2'1 beherrscht in der Weise.  dass immer die Öffnung, zum Beispiel 8, ge  schlossen ist, wenn die gegenüberliegende,  zum Beispiel 10, geöffnet ist. Die Ventil  körper 20 und 21 suchen durch ihr Eigen  gewicht die Öffnungen 8 und 9 zu schliessen.  



  Zum     Anheben    der Ventilkörper sind  Spulen 2.2     und        28    vorgesehen, deren eines      Ende an Masse gelegt ist und deren anderes  Ende mit Kontaktfedern 2,4 und 25 leitend  verbunden ist. Die Feder 24 drückt gegen  eine     Kontaktwalze    26, und die Feder 25 ge  gen eine     Kontaktwalze    27; die Kontakte  beider Walzen sind um<B>90'</B> gegeneinander  versetzt.     Zwischen    die Gleitflächen der       gegeneinander    versetzten Kontakte sind  Gleitflächen 50 aus Isolierstoff eingefügt.  Die     Kontaktwalzen    sind durch eine Walze  28 mit Rasten 29 miteinander gekuppelt.

   Die  Walze 28     kann    durch eine elektromagnetisch  angetriebene     Klinke    30 im Uhrzeigersinn ge  dreht werden. Eine Feder 31 strebt die       Klinke    30 zurückzuziehen. Um das verdickte  Ende 32: der Klinke ist eine Spule 33 gelegt,  deren eines Ende mit einer     Kontaktfeder    34  für die     Kontaktwalze    26 und mit einer Kon  taktfeder 3,5 für die     Kontaktwalze    27 ver  bunden ist,. während von dem andern Ende  ein Draht 36 zu dem Kontakt 37 eines Druck  knopfschalters 38 am Armaturenbrett führt.  Die Kontaktfeder<B>39</B> dieses Schalters ist an  Masse gelegt.

   Die beiden     Kontaktfedern    34  und 35 sind ausserdem durch einen Draht 40  an den einen Pol einer Batterie 41 ange  schlossen; der andere Pol der Batterie liegt  an Masse. Ferner führt von den Kontakt  federn 34 und 35 ein Draht 42. zu der  Klemme 4'3 einer     Druckknopfschaltung    44 im  Fahrgastraum des Wagens. Die Kontakt  feder 45 dieses Schalters ist mit     Masse    ver  bunden.  



  Das untere     Ende    der     Klinke    810 des Fort  schaltwerkes hat einen Schlitz 46, in dem  ein kleiner Hebel 47 drehbar gelagert ist.  Eine schwache Feder 48 strebt das Hebelehen  gegen     einen    Anschlag 49 an der Klinke 30  zu drücken, derart, dass das Ende des     Hebel-          chens        etwas    über den Umfang der Klinke  hervorsteht>  Die Vorrichtung wirkt wie folgt:  Wenn die Türe geschlossen ist, haben die  Teile der Einrichtung die     in        Fig.    1 gezeigte  Stellung.

   Die Batterie 41 ist über die Kon  taktfeder 35, Walze 2,7,     Kontaktfeder    25 mit  der     Spüle    2,3 verbunden; der Ventilkörper       21---ist        hochgehoben        und        schliesst        in-dieser    -    Stellung die Verbindung 11 der rechten  Kammer der Ventilgehäuse 6 mit der Aussen  luft ab, während die Öffnung 9 ganz geöff  net ist. Die linke Seite des Zylinders 16 ist  also an den     Unterdruckbehälter        - '        an-esehlos-          sen.    Die Spule 22 des Ventilkörpers<B>20</B> ist  nicht erregt.

   Die Unterdruckseite dieses Ven  tils ist also geschlossen und die Aussenluft  seite geöffnet. Der Kolben 17 steht in seiner  linken Endstellung und hält die     Schiebetür     19 geschlossen.  



  Will der Fahrer die Tür öffnen, so  schliesst er den Schalter 38 am Armaturen  brett. Infolgedessen erhält die     Spule    33 des  Magnetes 32 Strom. Die Klinke 30 wird  nach unten gedrückt, wobei sie mit dem aus  dem     Klinkenschaft    hervorstehenden Hebel  47     (Fig.    2) die gerade vor ihr liegende Raste  29 erfasst und diese ebenfalls nach unten  schiebt. Bei der -Abwärtsbewegung der  Klinke und der dadurch hervorgerufenen  Drehbewegung der     Rastenwalze    28 schiebt  sich der Hebel 47 allmählich in den Schlitz  46 der Klinke zurück (siehe die in     Fig.    2 ge  zeichnete Mittelstellung), worauf die Klinke  30 mit ihrer Stirnfläche die Raste weiter  schiebt.

   Die Klinke 30 ist gegenüber den  Rasten so angeordnet, dass ein     Abwärtshub     gerade ausreicht, um die     Rastenwalze    28 um  90   zu drehen. Damit drehen sich auch die  fest mit der     Rastenwalze    verbundenen     Kon-          taktwalzen   <B>2</B>6 und 27 um<B>90'.</B> Während  dieser Drehung gleiten die Federn 35 und 25  von ihren     Kontaktstücken    auf der Walze 2,7  ab, so dass der Ventilkörper 21 stromlos und  die linke Seite des Zylinders 16 mit der  Aussenluft verbunden wird. Der Zug des Kol  bens. 17 nach links hört also auf.

   Da nun  beim Drehen der     Rastenwalze    ausserdem die  Federn 24 und 34 auf ihre zugehörigen Kon  takte auf der Walze 2.6 aufgelaufen sind, so  besteht ein Stromkreis:     Batterie    41- Federn       34/24    - Spule 22 - Masse - Batterie 41.  Dadurch wird der Ventilkörper 20 gehoben.  Die rechte Seite des Zylinders 16 wird von  der Aussenluft getrennt und mit dem Unter  druckbehälter 4     verbunden.    Auf der linken  Seite-des Kolbens herrscht also Atmosphären-           druck    und auf der rechten Seite Unterdruck,  so     da3    der Kolben 17 nach rechts gedrückt  und die Tür geöffnet wird.  



  Dieser Druckunterschied zu     beiden    Seiten  des Kolbens 17 bleibt bestehen, solange die  Tür 19 geöffnet ist, weil auch nach Loslassen  des Schalters 38 die     Spule        .22    des linken  Ventils unter Strom und die Spule 23 des  rechten Ventils stromlos bleibt. Wenn der  Fahrer den Schalter 38 wieder freigibt, so  wird lediglich die Spule     33    des     Fortschalt-          werkes    stromlos und die Klinke 30 durch die  Feder 31 hochgezogen.

   Die Stellung der  Kontaktwalzen wird dadurch nicht geändert,  weil der Hebel 47 beim     Vorbeigleiten    des       Klinkenendes    an der inzwischen nachgerück  ten, zweiten Raste sich in den Schlitz 46 zu  rückschiebt. Der Hebel 47 springt dann erst  wieder aus dem Schlitz 46, hervor,     wenn    das  Klinkenende über die nachgesuchte Raste       hochgehoben    ist.  



  Wenn der Fahrer die Tür schliessen will,  drückt er wieder auf den Schalter 38, so dass  die Spule     3-3    wieder Strom erhält und die  Klinke 30 erneut nach unten geschoben wird.  Infolgedessen dreht sich die     Rastenwalze    zu  sammen mit den Kontaktwalzen nochmals  um<B>90'.</B> Die bisher unter Strom stehende  Spule 22 wird stromlos     und    die bisher strom  lose Spule 23 erhält Strom, so dass die ver  schiedenen Teile der Steuerung wieder in die  in     Fig.    1 gezeigte .Stellung rücken und der  nunmehr auf der linken Seite unter Unter  druck stehende Kolben 17 und damit auch  die Tür 19 nach links geschoben wird.  



  Da die Kontaktfedern 35 und 34 und die       Spule        33    dauernd auch     mit,der    Klemme des  Schalters 44 verbunden sind, hätte das  Schliessen der Tür 19 ebensogut von dem  Schalter 44, zum Beispiel durch den Schaff  ner veranlasst werden     können,    ohne dass der  Schalter 38 zu betätigen gewesen wäre. Eben  so. kann die Tür 19 auch von dem Schalter 44  aus unabhängig vom Schalter 38 geöffnet  werden. Denn zum     Steuern    der Hilfskraft  einrichtung ist es nur nötig die Klinke 30 des       Fortschaltwerkes    zu bewegen, was jederzeit    von dem einen oder andern der Schalter     aus     gemacht werden kann.  



  Die Tür wird in dem Beispiel in der  Regel geöffnet und geschlossen     durch    den  Unterdruck und sie wird durch den Unter  druck auch geöffnet oder geschlossen gehal  ten. Ist aus irgend einem Grund kein Unter  druck vorhanden, so stehen beide Seiten des  Kolbens unter Atmosphärendruck und die  Tür kann ohne weiteres von Hand geöffnet  werden.  



  An Stelle eines Unterdruckes kann gege  benenfalls auch Druckluft oder ein flüssiges  Druckmittel verwendet werden. Die Erfin  dung ist auch nicht beschränkt auf Tür  schliesser mit elektrisch gesteuerten Ventilen.  Das     Fortschaltwerk    kann gegebenenfalls  auch mechanisch oder hydraulisch gesteuert  werden. Die elektrische Steuerung ist jedoch  besonders zweckmässig, weil dadurch die  ganze Einrichtung leicht einzubauen und  sehr betriebssicher ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schalteinrichtung für Druckmittel-Tür- schliesser insbesondere für Kraftfahrzeug türen, deren Ventile von mehreren an ver schiedenen Stellen angeordneten Schaltorga nen aus betätigt werden können, dadurch ge kennzeichnet, dass ein die Ventile (20, 21) in fortlaufender Reihenfolge betätigendes Fort schaltwerk (28-30) vorgesehen ist, dessen Bewegung von Schaltorganen (38, 44) aus steuerbar ist. UNTERANSPRttCHE 1. Schalteinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Fort schaltwerk elektromagnetisch angetrieben ist.
    2.. Schalteinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass das elektromagnetisch an getriebene Fortschaltwerk (28/33) mit Wechselkontakten (2.5, 35/24, 34) ver sehen ist.
CH159284D 1930-12-24 1931-11-30 Schalteinrichtung für Druckmittel-Türschliesser. CH159284A (de)

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