CH159412A - Brennstoff für Verbrennungskraftmaschinen. - Google Patents
Brennstoff für Verbrennungskraftmaschinen.Info
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Description
Brennstoff für Verbrennungskraftmaschinen. I)ie Erfindung betrifft einen Brennstoff für V erbrennungskraftmaschinen.
Es ist bekannt, .den aus flüssigen Kohlen wasserstoffen bestehenden Brennstoffen aro- rnatische Amine beizufügen, um das "Klop fen" zu verhindern, und es ist ebenfalls schon vorgeschlagen worden, Anilin in Brennstoffe des Alkohol-Ä.ther-Typs einzuführen.
Es ist beobachtet worden, dass durch Zu gabe kleiner Mengen von Anilin oder einem entsprechenden aromatischen Amin und eines Alkyläthers oder Ketons zu flüssigen Kohlenwasserstoffen die Tendenz des Brenn stoffes zum "Klopfen" beträchtlieh vermin dert wird.
Der Anteil von Anilin oder einem aro matischen Amin. der zur Unterdrückung des "Klopfens" benötigt wird, schwankt je nach den verwendeten Kohlenwa.sserstoffen, über dies schwankt die Löslichkeit von Anilin in verschiedenen hohlenwasserstoffen beträcht lich. Anilin ist in Kohlenwasserstoffen, .die von aromatischen Kohlenwasserstoffen frei sind, überhaupt annähernd, wenn nicht voll ständig unlöslich, wie Naphtene und Paraf fine praktisch für aromatische Amine keine Lösungsmittel darstellen.
Es ist festgestellt worden, dass bei nie driger Temperatur aromatische Amine sich umsomehr aus Kohlenwasserstoffen ausschei den, in denen sie gelöst wurden waren, je geringer der darin enthaltene Anteil von aro matischen gohlenwasserstoffen ist.
Bei Brennstoffen, die verhältnismässig wenig oder gar keine aromatischen Kohlen wasserstoffe enthalten, ist es nötig, zu Agen- tien zu greifen. welche das "Klopfen" unter drücken; der notwendige Anteil solcher Agenden ist durch den Gehalt von aroma tischen Bestandteilen in den Kohlenwasser stoffen bedingt.
Die Verwendung geringer Mengen von Ather, Aceton oder ähnlichen Betonen unter stützt die Lösung von aromatischen Aminen in Kohlenwasserstoffen; aber die Vergrösse rung des Anteils von Äther. um diesen Zweck zu erreichen, wie auch des Anteils. von Ketonen ist nachteilig.
Der Gebrauch vieler verschiedener an derer Lösungsmittel zur Unterstützung der Löslichkeit von Anilin in Brennstoffen von der Gruppe der Paraffin-Kohlenwasserstoffe ist schon vorgeschlagen worden: aber viele der angeführten Lösungsmittel sind infolge ihres hohen Preises für .den Gebrauch in praktischem Ausmasse ungeeignet.
Man hat nun gefunden, dass .durch Ver- wendung verhältnismässig geringer Anteile von Äthyl- .oder Methylalkohol in vollkom men oder annähernd wasserfreiem Zustand die Lösung einer geeigneten Menge Anilin oder eines ähnlichen aromatischen Amins oder allgemein eines zyklischen Amins in Kohlenwasserstoffen, welche sonst keine oder schlechte Lösungsmittel für solche Amine darstellen, erleichtert werden kann.
Der Brennstoff gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass er grösstenteils aus flüssigen Kohlenwasserstoffen besteht und dass er, um das "Klopfen" zu verhin dern, einen geringen Anteil eines zyklischen Amins in Mischung mit praktisch wasser freiem Alkohol von nicht mehr als zwei Kohlenstoffatomen enthält.
Im allgemeinen ist Äthyl oder Methyl alkohol von mindestens<B>99,5%</B> erforderlich, .der in -Mischung mit einem aromatisehen Amin verwendet wird.
Ein erfindungsgemässer Brennstoff kann beispielsweise wie folgt erhalten werden: Einem Kohlenwasserstoffdestillat mit ge eignetem Siedepunkt wird Anilin und 99,8- prozentiger Äthylalkohol in solchen Mengen beigegeben, dass man ein Produkt mit 1,5 Volumprozenten Anilin und zwischen 1 und 2 oder 2,5 Volumprozenten Äthylalkohol er hält;
eine solche Zugabe känn -.die gleiche Verminderung des "Klopfens" wie -die Zu gabe von 25 bis 35% Benzol bewirken.
Im allgemeinen wird der Anteil an wasserfreiem Äthyl- oder Methylalkohol .das doppelte Gewicht .des Amins nicht über schreiten, und im praktischen Fall wird man ein Verhältnis von 1,2 bis 1,5 Volumteilen auf einen Volumteil aromatischen Amins als genügend finden.
Hierbei ist zu bemerken, dass das Ver hältnis von wasserfreiem Äthyl- oder Me thylalkohol zu aromatischen Aminen ver grössert werden kann: jedoch ist ein grösserer Alkoholgehalt in Brennstoffen für Verbren nungskraftmaschinen nichterwünscht.
Der Brennstoff kann neben Äthyl- oder Methylalkohol auch einen Äther oder ein Keton. enthalten, und man wird finden, dass bei Anwesenheit eines Äthers oder Ketons im Brennstoff die zur Sicherung der Lösung des Amins in einem Paraffin-Kohlenwasser- stoff-Mineralöl notwendige Menge Alkohol verkleinert werden kann.
Im weiteren wird der nötige Alkohol gehalt in gewissen Grenzen von der Konsti tution und dem Charakter der Kohlenwasser- stoffe abhängen, die den Hauptanteil @de# Brennstoffes ausmachen.
Bei der Herstellung des Brennstoffes ge mäss .der Erfindung kann es passender oder vorteilhafter sein, statt des wasserfreien, ab soluten Alkohols Brennstoffe zu verwenden, die gegenwärtig auf den Markt gebracht wer den und verhältnismässig grosse Mengen wasserfreien Alkohols in Mischung mit Kohlenwasserstoffen enthalten;
solche Brenn stoffe sind zum Beispiel in. Deutschland unter dem Namen "Monopoline" und in Frankreich als "Carburant National" bo- kannt: daneben gibt es aber noch Brenn stoffe der genannten Art in andern Ländern, die handelsmässig erhältlich sind.
Im allgemeinen wird das im Brennstoff anwesende Amin Anilin oder Toliüdin sein. Während man im allgemeinen eigentliche aromatische Amine verwenden wird, können auch Pyridin, Methylpyridin oder andere azozyklische Amine in Anwendung kommen: immerhin kann ihr Gebrauch verwerflich sein, wäre es auch nur ihres schlechten Ce- rtches wegen.
Wenn auch zur Herstellung des erfin dungsgemässen Brennstoffes hauptsächlich solche Kohlenwasserstssffe in Betracht kom# tuen, die im wesentlichen von aromatischen Bestandteilen frei sind, das heisst Kohlen wasserstoffe, die zur Hauptsache oder aus schliesslich paraffinischen oder naphthe- nischen Charakter besitzen und darum für aromatische Amine schlechte Lösungsmittel .sind, so ist die Erfindung doch als nicht be- s(:
hränkt zu betrachten auf Brennstoffe, deren Kohlenwasserstoffbestandteil zur Hauptsache oder ganz einen Stoff der beschriebenen Art darstellt, da es aus wirtschaftliehen oder an dern Überlegungen heraus wünschbar sein kann, bei der Herstellunä des erfindungs- gemä ssen Brennstoffes auch Kohlenwasser stoffe mit einem Gehalt an aromatischen Verbindunven zu verwenden.
@Vird anstatt Äthylalkohol als solcher zur Bereitung eines im wesentlichen aus Kohlenwasserstoff, Alkohol und Anilin be stehenden Brennstoffes ein Stoff wie "Car.- burant National" verwendet, so kann dem Kohlenwasserstoffdestillat Anilin und "Car burant National" oder dergleichen in solcher :Nfenge beigegeben werden, dass man ein Pro ilukt erhält, (las 1,5 Prozent Anilin und 3 bis 5, zum Beispiel 4 bis 4,5 Volumprozent "(",arburant National" enthält.
Kohlenwasserstoffdestillaten, die in ge eignetem Masse flüchtig sind, um mit vor handenen Vergasern von V erbrennungskraft- m.aschinen gebraucht zu werden und die arm an aromatischer Verbindung sind. können Anilin, Aceton und annähernd wasserfreier Ethylalkohol beigegeben werden, um eine Mischung mit beziehungsweise 1,5, 0,2 und 0,8 Volumprozenten zu erhalten; die Zu gabe von. Anilin. Aceton und annähernd wasserfreiem Ä.iyblalkohol in diesen Ver hältnissen erzielt die gleiche Wirkung in bezug auf das "Klopfen" wie die Zugabe von 30 bis 45 Prozent Benzol.
Eine Beimischung von Eisencarbonyl oder anderer, bekannterweise das "Klopfen" verhindernder 31etallverbindungen ist beim erfindungsgemässen Brennstoff nicht erfor derlich.
Wird anstatt Methyl- oder Äthylalkohol "Carburant National" mit Anilin und Ace- ton verwendet, so können die Verhältnisse dieser Ingredienzien beziehungsweise 1,5, 0,2 und 2 Volumprozente betragen.
Der erfindungsgemässe Brennstoff besitzt nicht die verwerflichen Eigenschaften von Brennstoffen, die zum Beispiel bis 50 Pro zent Alkohol enthalten, indem er nicht die Wirkung besitzt, Kolben, Kolbenringe und Zylinder trocken laufen zu machen, auch nicht, die Ventile zum Anfressen zu bringen, was sich bei Brennstoffen mit hohem Alko holgehalt und Maschinen, die mit 4000 Um drehungen pro Minute laufen, besonders stark bemerkbar macht.
Der Brennstoff gemäss der Erfindung kann im Gegenteil die Vorteile haben, die Kolben. Kolbenräume und Zündkerzen rein zu halten, dadurch die Zündung vorteilhaft zu beeinflussen, die Verrussung zu verrin gern und weiter die Amine auch bei sehr tiefen Temperaturen in vollkommenem Lö- sungszustande zu halten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Brennstoff für Verbrennungskraftmaschi- nen, dadurch gekennzeichnet, dass er grössten teils aus flüssigen Kohlenwasserstoffen be steht und dass er. um das Klopfen zu ver hindern, einen geringen Anteil eines zykli schen Amins in Mischung mit praktisch wasserfreiem Alkohol, von nicht mehr als zwei Kohlenstoffatomen, enthält. UNTERANSPRüCHE 1. Brennstoff nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er einen geringen Anteil eines aromatischen Amins enthält. Brennstoff nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er ein aromatisches Amin in Mischung mit wasserfreiem Äthylalkohol enthält. 3.Brennstoff nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er ein aromatisches Amin in Mischung mit wasserfreiem Methylalkohol enthält. 4. Brennstoff nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich- net, dass der Alkohol das doppelte Ge wicht des Amins nicht überschreitet. 5. Brennstoff nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Alkohol das 1,2- bis 1,5-fache Volumen des Amins be trägt. 6.Brennstoff nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Alkohol in einem Anteil von 1 bis 2 Volumprozen- ten des Brennstoffes anwesend ist. 7. Brennstoff nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Alkohol in einem Anteil von 2 bis 2,5 Volumprozen- ten des Brennstoffes anwesend ist. B. Brennstoff nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er zusätzlich zum Alkohol einen Äther enthält. 9. Brennstoff nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er zusätzlich zum Alkohol ein Keton enthält. 10.Brennstoff nach Patentanspruch, dadurch ' gekennzeichnet, dass er durch Mischen von Kohlenwasserstoffen, einem kleinen Anteil aromatischen Amins, und eines wasserfreien Alkohol und Kohlenwasser stoffe enthaltenden Brennstoffes her gestellt ist. 11. Brennstoff nach Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeich net, dass er 8 bis 5 Volumprozente eines wasserfreien Alkohol und Kohlenwasser- stoffe enthaltenden Brennstoffes enthält. 1.2.Brennstoff nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass er einen geringen Anteil Anilin enthält. 13. Brennstoff nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeicb- net, dass er einen geringen Anteil Tolui- din enthält.
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