CH159414A - Verfahren zur Herstellung schrumpffähiger Formlinge aus Zelluloseestern und nach demselben hergestellter Formling. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung schrumpffähiger Formlinge aus Zelluloseestern und nach demselben hergestellter Formling.

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CH159414A
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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    • C08B3/00Preparation of cellulose esters of organic acids
    • C08B3/22Post-esterification treatments, including purification
    • C08B3/26Isolation of the cellulose ester
    • C08B3/28Isolation of the cellulose ester by precipitation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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    • C08L1/00Compositions of cellulose, modified cellulose or cellulose derivatives
    • C08L1/08Cellulose derivatives
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    • C08L1/12Cellulose acetate

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Description


  Verfahren zur Herstellung schrumpffähiger     Formlinge    aus     Zellaloseestern    und nach  demselben hergestellter Formling.    Im D. R. P. Nr. 270314 ist bereits vor  geschlagen worden, schrumpffähige Gebilde,  wie Schrumpfringe, Flaschenkapseln und  dergleichen, durch Tauchen geeigneter For  men in eine primäre     Acetylzelluloselösung     und Ausfällen der erhaltenen Gebilde mit  Wasser oder wässerigen Lösungen herzu  stellen.

   Die so erhaltenen Kappen     wurden     aber, in gleicher Weise wie die übrigen aus  primärer     chloroformlöslicher        Acetylzellulose     hergestellten Gebilde, entweder sofort nach  vollständiger Austrocknung, oder nach Ver  lauf von einiger Zeit brüchig und daher un  brauchbar.

   Deshalb wurde die Verwendung  primärer     Acetylzellulose    zur Herstellung von  Flaschenkapseln vollständig verlassen und  bei allen späteren Vorschlägen ausschliesslich  die stabilere     acetonlösliche        Acetylzellulose,     und zwar nach Umfällen und     Wiederauf-          lösen    in einem organischen Lösungsmittel,       verwendet.    Dies ist aber mit erheblichen    Nachteilen verbunden. Einerseits steigen die  Materialkosten schon durch das Umfällen  und das Verwenden     eines    zweiten Lösungs  mittels stark an, anderseits ist das direkte  Herstellen von Schrumpfkapseln durch Fäl  len mit Wasser nicht mehr möglich.

   Teil  weise verseifte, sekundäre     Acetylzellulose     ergibt nämlich beim Fällen mit Wasser nur  opake, milchig weisse Gebilde von sehr  schlechten mechanischen     Eigenschaften.    Man  ist gezwungen, die Herstellung der ge  brauchsfertigen wasserfeuchten Kapseln auf  Umwegen vorzunehmen, indem man zum  Beispiel die Ausfällung zunächst mit einer       organischen    Flüssigkeit, wie Alkohol, vor  nimmt und erst dann den Alkohol     mit    Was  ser verdrängt, oder die Kapsel auf der Form  in Gegenwart von wasserlöslichen Substan  zen eintrocknen lässt, um wiederum letztere  mit Wasser zu verdrängen.

   Alle diese Ver  fahren sind umständlich und daher kost-           spielig    und liefern dazu oft     Kapseln    von ver  hältnismässig geringem Schrumpfungsver  mögen.  



  Es wurde gefunden, dass es gelingt, auf  einfache und billige Weise durch direkte  Ausfällung mit Wasser auf geeigneten For  men nicht     brüchigwerdende,    vollständig  klare     schrumpffähige    Formlinge mit grossem  Schrumpfvermögen, zum Beispiel Schrumpf  verschlüsse, aus Lösungen von stabilen     Zeliu-          losefettsäureestern    in niederen Fettsäuren  herzustellen, wenn man     an    Stelle der übli  chen primären,     chloroformlöslichen    unstabi  len     Acetylzellulose    solche hochveresterte       Zelluloseester    verwendet, die sich von einer  wenig abgebauten Zellulose ableiten und die  in niederen Fettsäuren löslich,

   in Aceton un  löslich sind. Geeignete     Zellulosefettsäare-          ester,    die in Essigsäure oder Ameisensäure  löslich, in den charakteristischen Lösungs  mitteln für sekundäre     Acetylzellulose    un  löslich sind, können zum Beispiel nach dem  in der französischen Patentschrift Nr. 705309  und in der schweizerischen Patentschrift  Nr. 146541     geoffenbarten        Prinzip    hergestellt  werden. Als Lösungsmittel werden vorteil  haft Ameisensäure oder Essigsäure oder auch  konzentrierte wässerige Lösungen dieser Säu  ren verwendet.

   Als     Fällungsmittel    können  neben Wasser auch wässerige Lösungen, ins  besondere verdünnte Lösungen derselben  Säuren, die als Lösungsmittel dienen, an  gewandt werden. Was die     Zelluloseester     selbst anbetrifft, so ist es vom wirtschaft  lichen Standpunkte aus vorteilhafter, sie in  Form ihrer primären Lösungen zu benützen.  Man kann auch Lösungen eines umgefällten       Zelluloseesters    verwenden. Den Zellulose  esterlösungen können zur Erzielung von be  sonderen Effekten alle möglichen Zusätze,       wie    Mineralstoffe, Farbstoffe, Metallpulver  und dergleichen zugegeben werden.  



  Die Arbeitsweise bei der Kapselherstel  lung kann am besten aus den nachfolgenden  Beispielen ersehen werden:       Beispiel   <I>1:</I>  Es wird nach dem Prinzip des fran  zösischen Patentes Nr. 705309 eine 15 %     ige       Lösung von     Acetylformylzellulose    in Amei  sensäure zweckmässig     wie    folgt hergestellt:  100 Teile lufttrockener     Baumwollinters     oder Zellstoff werden in 1000 Teile einer       9-,5%igen    Kalilauge eingelegt, nach einiger  Zeit (zum Beispiel nach 1 bis -24 Stunden)  herausgenommen, auf etwa 250 bis 300 Ge  wichtsteile     abgepresst,    zerfasert, mit Essig  säure neutralisiert und bei 70 bis<B>80'</B> ge  trocknet.

   Das getrocknete Material wird mit.  300 bis 800 Teilen     Essigsäureanhydrid    bei  1.25 bis 135   drei Stunden lang behandelt.  Der überschüssige     Anhydrid,    die gebildete  Essigsäure     und    das     Kaliumacetat    werden  dann .durch Absaugen im Vakuum und nach  folgendes Auswaschen mit Wasser, oder  durch Extraktion (zum Beispiel mit Eis  essig) und     Trocknen    im Vakuum entfernt.  Man erhält ein faseriges, in organischen Lö  sungsmitteln unlösliches     Zelluloseacetat    mit  etwa<B>56%</B> Essigsäuregehalt.  



  100 Teile der erhaltenen     Acetylzellulose     werden mit der doppelten Gewichtsmenge  98- bis 100%iger Ameisensäure und 60 Tei  len Chlorzink zwei Tage lang bei Zimmer  temperatur unter zeitweiligem Durchkneten  behandelt, wobei sich ein gemischter Ester  von der annähernden Zusammensetzung eines  Triesters bildet. Es wird eine -dicke Masse  erhalten, die durch Verdünnen mit weniger       konzentrierter,    zum Beispiel 85%iger Amei  sensäure auf die gewünschte Konzentration  gebracht wird. Durch einmaliges Tauchen  geeigneter     Formen    in diese Lösung und Aus  fällen mit kaltem Wasser werden klare, voll  ständig durchsichtige Kappen erhalten, die  sich leicht von den Formen ablösen lassen.

    Die fertigen ausgewaschenen Kapseln ent  halten über 90% Wasser und besitzen dem  entsprechend ein sehr grosses Schrumpf  vermögen.    <I>Beispiel 2:</I>    Der     Zelluloseesterlösung    des Beispiels 1  werden<B>60%</B>     Bariumsulfat    vom Gewicht des       Zelluloseesters    zugegeben. Man erhält weisse  undurchsichtige Kapseln mit sonst ähn-      liehen Eigenschaften wie die nach dem Bei  spiel 1     herstellbaren.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zur Herstellung schrumpf fähiger Formlinge aus Zelluloseestern, dadurch gekennzeichnet, dass Lösungen von stabilen, sich von einer wenig ab gebauten Zellulose ableitenden, in Ace- ton unlöslichen Zelluloseestern in nie deren Fettsäuren auf geeigneten Formen mit Wasser gefällt werden. Il. Schrumpffähiger Formling, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patent anspruch I.
CH159414D 1932-01-08 1932-01-08 Verfahren zur Herstellung schrumpffähiger Formlinge aus Zelluloseestern und nach demselben hergestellter Formling. CH159414A (de)

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