CH159452A - Gegenstand, der hohen Temperaturen ausgesetzt ist. - Google Patents
Gegenstand, der hohen Temperaturen ausgesetzt ist.Info
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Description
Gegenstand, der hohen Temperaturen ausgesetzt ist. Die Erfindung bezieht sich auf einen Gegenstand aus Chrom-Aluminiumstahl be sonderer Zusammensetzung und der hohen Temperaturen ausgesetzt ist, also zunder- best.ändig sein soll.
Unter zunderfestem Stahl versteht man im üblichen Sinne einen Stahl, dessen Ober fläche zwar nicht, wie beim säurefesten Stahl, völlig blank bleibt, dessen Verzunde- rung aber gering ist und mit der Dauer des Angriffes infolge Bildung einer besonderen Oberflächenhaut rasch noch weiter verrin gert wird, so da.ss der Angriff nach einiger Zeit praldisch zum Stillstand kommt.
Diese an die Zunderbeständigkeit zu rich tende Forderung erfüllt der auf reinen Eisen chromlegierungen mit bis etwa 30% Chrom entstehende Zunder, der im wesentlichen aus Fe.0, unter steigendem Ersatz des Eisens durch Chrom besteht, nur unvollkommen. Hierbei ändern auch geringe AI-Zusätze zu nächst nichts, da. die Form des schwarzen, sammetartigen, glänzenden Fe304 auch dann erhalten bleibt, wenn ein Teil der Eisenatome durch Chrom oder Aluminium ersetzt werden kann.
Wendet man jedoch höhere Zusätze von Al an, so tritt neben dem schwarzen ein weiss licher Zunder auf, der hauptsächlich aus Aluminiumoxyd besteht und mit Fe304 keine Nischkristalle bildet. Wie Versuche gezeigt haben, schützt dieser weissliche Zunder den Stahl ganz erheblich vor weiterem Angriff. Die Wirksamkeit des weissen Zunders er kennt man besonders gut bei Einhaltung eines Konzentrationsbereiches, in dem neben weissem auch schwarzer Zunder auftritt. Bei diesem Stahl werden die mit schwarzem Zun der bedeckten Stellen verhältnismässig stark angegriffen, so dass diese Stähle noch nicht als hochzunderbeständig anzusprechen sind.
Ein sicherer Schutz wird erst erzielt, wenn man soviel Aluminium zusetzt, dass einheit lich ein weisser Zunder entsteht. Gemäss vor liegender Erfindung sollen beim Gegenstand, der hohen Temperaturen ausgesetzt ist und mindestens teilweise aus einer Stahllegie rung besteht, welche Chrom und Aluminium enthält, diese beiden Elemente in solcher Menge vorhanden sein, dass sich unter der Einwirkung von sauerstoffhaltigen Gasen ein weisses Oxyd bildet, das, auch bei den hohen Temperaturen bestehen bleibt.
Die beigefügte Zeichnung zeigt beispiels weise für einen nur Chrom und Aluminium enthaltenden Stahl, welche Aluminium mengen in Abhängigkeit von dem Chrom gehalt zur Erzielung von Zunderbeständig- keit bis zu 900 und 1200 erforderlich sind. Die Abszisse gibt den Chromgehalt der bis zu 900 bezw. 1200 zunderbeständigen Le gierungen in % an und die Ordinate den dazugehörigen Aluminiumgehalt in %. Wie aus dem Diagramm entnommen werden kann, wird bei Überschreitung eines gewissen Aluminiumgehaltes, der etwa bei 8 % liegt, eine sehr erhebliche Erhöhung der Zunder beständigkeit erzielt, und zwar bei verhält nismässig niedrigen Chromgehalten.
Nach den angestellten Versuchen besteht eine Beziehung zwischen dem - Aluminium gehalt, der mindestens zur Erzielung einer wirksamen Zunderbeständigkeit angewendet werden muss, und dem Chromgehalt, der in Verbindung mit diesem Aluminiumgehalt angewendet wird. Während bei einem Alu miniumgehalt von 5 % die Anwesenheit des Chroms in einer Menge von 6 % notwendig ist, genügt bei einem Aluminiumgehalt von 6,5% ein Chromgehalt von 4%, bei einem Aluminiumgehalt von 8 % ein Chromgehalt von 3<B>%,</B> bei einem Aluminiumgehalt von 9 ein Chromgehalt von 2 % und bei einem Alu miniumgehalt von 11 % ein Chromgehalt von 1%.
Bei höheren Aluminium- und Chrom gehalten hört die Zunderbeständigkeit erst auf, wenn die Legierung bei der Glühtempe- ratur zu schmelzen beginnt, also. bei reinen Eisen-Aluminium-Legierungen mit etwa 40 % Aluminium bei etwa 1100', Aus wirtschaftlichen Gründen wird man jedoch mit dem Aluminiumgehalt nicht über 18 % hinausgehen. Daher ist ein Gehalt von <B>18%</B> Aluminium als die praktisch einzuhal tende obere Grenze des Aluminiumgehaltes anzusehen.
Um den Stahl schmiedbar zu machen, ist es vorteilhaft, den Kohlenstoff unter 0,1 zu halten. Legierungen, deren Kohlenstoff gehalt sich in dieser Höhe hält, lassen sich ohne grössere Schwierigkeiten bearbeiten.
Bei der Herstellung der Legierungen ist es zweckmässig, das Auftreten eines zu hohen Schlackengehaltes zu vermeiden. Ist der Schlackengehalt verhältnismässig hoch, so bildet sich an gewissen Stellen schwarzer Zunder, in dessen Umgebung der Stahl riss artig angegriffen wird. Es hat sich gezeigt, dass diese Erscheinung nicht auftritt, wenn der Stahl im Hochfrequenzofen erschmolzen wird. Diese Herstellungsweise ist daher für die Erzeugung von zunderfesten Legierungen von erheblicher Bedeutung.
Der Aluminiumgehalt kann bis etwa zur Hälfte der oben bei den Chrom-Aluminium- Stählen angegebenen Werte erniedrigt sein, wenn das. Aluminium durch ein anderes, ähnlich wirkendes Metall, wie zum Beispiel Silizium, Beryllium, Titan oder Vanadin; zum Teil ersetzt ist. Ebenso kann der Chrom gehalt bis etwa zur Hälfte durch Wolfram, Nickel, Molybdän, Mangan oder Kobalt er setzt sein. Durch diese Abänderung werden zwar die Grenzen des Gebietes der Zunder festigkeit verschoben. Es kommt aber auch bei Verwendung der genannten Metalle im wesentlichen darauf an, im Gebiet des weissen Zunders zu bleiben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gegenstand, der hohen Temperaturen ausgesetzt ist und mindestens teilweise aus einer Stahllegierung besteht, welche Chrom und Aluminium in solchen Mengen enthält, dass, sich unter der Einwirkung von sauer stoffhaltigen Gasen ein weisses Oxyd bildet, das auch bei den hohen Temperaturen be stehen bleibt, U NTERANSPR üCHE 1. Gegenstand nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Stahllegie rung 6 bis 1 % Chrom und 5 bis 11 Aluminium enthält. Gegenstand nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Stahllegie rung weniger als 0,1 % Kohlenstoff ent hält. 3.Gegenstand nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., dass die Legierung 6 % Chrom und mindestens 5 % Alumi nium enthält. -l. Gegenstand nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Stahllegie rung 4 % Chrom und mindestens 6,5 Aluminium enthält. 5. Gegenstand nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Stahllegie rung 3 % Chrom und mindestens 8 Aluminium enthält. 6. Gegenstand nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Stahllegie rung 2/o Chrom und mindestens 9 Aluminium enthält. i. Gegenstand nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Stahl legierung 1 % Chrom und mindestens 11 % Aluminium enthält.B. Gegenstand nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass er aus einer im Hochfrequenzofen hergestellten Stahl legierung besteht. 9. Gegenstand nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Stahl legierung Chrom, Aluminium und min destens ein in ähnlicher Weise wie Alu minium wirkendes Metall enthält. 10. Gegenstand nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass die Stahllegie rung Chrom, Aluminium und Silizium enthält. 11. Gegenstand nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Stahl legierung Metalle der Chromgruppe und Aluminium enthält. 12. Gegenstand nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Stahllegie rung Chrom und Metalle der Eisen gruppe, sowie Aluminium enthält. 13.Gegenstand nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Stahl- legiei ung 6 bis. 1 % Chrom, sowie Alu minium und mindestens ein ähnlich wir kendes Metall in einer Gesamtmenge von 5 bis 11 % und unter<B>0,1%</B> Kohlenstoff enthält. 14. Gegenstand nach Unteranspruch 13, da durch gekennzeichnet, dass die Stahl legierung 6 bis 1 % Chrom, sowie Alu minium und Silizium in einer Gesamt menge von 5 bis 11 % enthält.15. Gegenstand nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Stahl legierung ausser Eisen weitere Metalle der Chrom- und Eisengruppe in einer Gesamtmenge von 6 bis 1 %, sowie Alu minium und mindestens ein ähnlich wir kendes Metall in einer Gesamtmenge von 5 bis 11 % und unter 0,1 % Kohlenstoff enthält.
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|---|---|---|---|---|
| EP0443179A1 (de) * | 1989-12-25 | 1991-08-28 | Kawasaki Steel Corporation | Oxidationsbeständiges Chrom und Aluminium enthaltender Stahl |
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1931
- 1931-11-05 CH CH159452D patent/CH159452A/de unknown
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