CH159456A - Verfahren zur innigen Befestigung eines Körpers aus niedrigschmelzendem Metall mit einem Körper aus einem schwerer schmelzenden Metall. - Google Patents
Verfahren zur innigen Befestigung eines Körpers aus niedrigschmelzendem Metall mit einem Körper aus einem schwerer schmelzenden Metall.Info
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Description
Verfahren zur innigen Befestigung eines Körpers aus niedrigschmelzendem Metall mit einem Körper aus einem schwerer schmelzenden Metall. Verfahren zur innigen Befestigung eines Körpers aus niedrigschmelzendem Metall mit einem Körper aus einem schwerer schmelzen den Metall, zum Beispiel einer aus einer Kupferlegierung bestehenden Lagerschale mit einem sie versteifenden Eisen- oder Stahl mantel, sind bekannt. Man hat zunächst ver- ,ucht, die beiden Körper durch Lötung zu verbinden:
es ergab sich jedoch, dass eine vollkommene Lötschicht über die gesamte, zu verbindende Oberfläche nicht erzielt werden konnte, so dass man zu dem Hilfsmittel einer siebartigen Ausbildung des versteifenden Eisen- oder Stahlmantels griff. Dessen Fe stigkeit wurde hierdurch so herabgesetzt, dass zu seinem Aufbau legierte Stähle verwandt werden mussten, so- dass das Befestigungs verfahren unwirtschaftlich wurde.
Ebenso unwirtschaftlich war das Verfahren, den Rot guss oder die Bronze zu überhitzen, um hier auf das überhitzte Metall in den Stahlmantel einzugiessen. Um eine einigermassen haltbare Verbindung zu erzielen, musste etwa die vier fache -Menge des Metalles überhitzt werden, das im erstarrten Zustand die Rotguss- oder Bronzeschale bildete.
Man hat weiter Stahl lamellen ähnlich Kernstützen in das Rotguss- oder Bronzefutter eingebettet; die Verbin dung war jedoch äusserst minderwertig, weil jede Massnahme fehlte, um eine innige Ver bindung sicher zu stellen. Man hat schliess lich die fertig vorgebildete Rotguss- oder Bronzeschale mit Stahlguss umgossen;
es trat zwar die erstrebte, innige Verbindung, aber gleichzeitig auch eine Verschweissung der beiden Körper ein, welche der Trennung Schwierigkeiten machte, wenn diese nach Verbrauch der Lagerschale zur Verwertung des Altmetalles durchgeführt werden sollte.
Diese Schwierigkeiten der bekannten Ver fahren beseitigt das Verfahren gemäss der Erfindung, nach dem der Körper aus dem schwerer schmelzenden Metall, vor dem Ein guss des geschmolzenen Körpers leichterer Schmelzbarkeit so hoch aufgeheizt wird, dass die Ausdehnung einer Längeneinheit gleich dem Mass ist, um das die Längeneinheit des geschmolzenen Körpers aus dem Metall leich terer Schmelzbarkeit beim Erstarren schwin det, wobei die Verhältnisse derart gewählt werden, dass die sich nach dem Temperatur ausgleich einstellende Temperatur des schwe rer schmelzbaren Körpers unter der Tem peratur liegt,
bei der eine Unstetigkeit in der Zu- bezw. Abnahme seiner Ausdehnung in Abhängigkeit von der Temperatur auftritt.
Die Erfindung soll an einem Ausfüh- rungsbeispiel erläutert werden. Wählt man beispielsweise als den Körper schwererer Schmelzbarkeit Eisen bezw. Stahl und als den Körper leichterer Schmelzbarkeit Kup ferlegierungen, so ist zunächst bekannt, dass sich beispielsweise ein hochaufgeheizter Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,5 gleichmässig von seinem Schmelzpunkt bis zu einer Temperatur von<B>700'</B> zusammenzieht.
Bei<B>700'</B> hört die Proportionalität zwischen Abkühlung und Zusammenziehung plötzlich auf, der Stahl dehnt sich sprungartig etwas aus, worauf bei weiterer Abkühlung wieder ein mit der Abkühlung proportionales Zu sammenziehen eintritt. Diese Unstetigkeit in der Abkühlung entspricht dem sogenannten Haltepunkt, bei ;
dem bei Stahl die Umwand lung des Alpha- bezw. Betha-Eisens in Gamma-Eisen eintritt. Würde man diese Kupferlegierung in einen Stahlmantel ein giessen, der weit über<B>700'</B> erhitzt ist, so würde sich beim Haltepunkt der innige Zu sammenhang zwischen Stahlmantel und Kupferlegierung dadurch lösen, dass sich der Stahl plötzlich sprungartig ausdehnt und erst bei weiterer Abkühlung sich wieder zu sammenzieht.
Durch diese plötzliche Aus dehnung hebt er sich von der Kupferlegie rung ab, ohne dass eine Möglichkeit besteht, dass der bei der Abhebung entstandene Zwi schenraum zwischen Stahlmantel und Kup ferlegierung durch das weitere gleichartige Zusammenziehen ausgehoben wird. Der Kör per schwerer Schmelzbarkeit wird so hoch aufgeheizt, dass die Ausdehnung einer Län- geneinheit gleich dem Mass ist, um das die Längeneinheit des geschmolzenen Körpers aus dem Metall leichterer Schmelzbarkeit beim Erstarren schwindet.
Die Aufheiz- temperatur errechnet sich zum Beispiel aus der Beziehung:
EMI0002.0041
wobei a ein von der Temperatur linear ab hängiger, b ein vom Quadrat der Temperatur abhängiger Beiwert, d das Schwindmass des Metalles leichterer Schmelzbarkeit ist.
Für Bronze beträgt beispielsweise die Konstante d etwa 1/68, während für Stahl guss der Wert a = 0,000014, der Wert b - 0,00000000858 ist. Mit diesen Werten müsste eine Temperaturerhöhung eines Stahl- mantels auf etwa<B>700'</B> vorgenommen wer den, damit sich bei E.inguss von Bronze eine innige Verbindung zwischen Stahlmantel einerseits und Bronze anderseits einstellt, die auch erhöhten Temperaturen gegenüber, wie sie beispielsweise beim Heisslauf einer Lager schale auftreten., standhält.
Liegen die Ver- häHnisse zunächst derart, dass sich aus der genannten Beziehung eine Temperatur ergibt, auf die der Körper schwerer Schmelzbarkeit aufgeheizt werden müsste, die höher liegt, wie die Temperatur, bei der der Haltepunkt eintritt, oder dass infolge des Temperaturaus gleiches zwischen den beiden Körpern die Temperatur des Körpers schwererer Schmelz barkeit die genannte Haltepunkttemperatur überschreiten würde, so hat man es in der Hand, dem Körper schwerer Schmelzbarkeit Legierungsbestandteile zuzuführen,
die zu einer Verschiebung des Haltepunktes über die errechnete Temperatur führen. Nimmt man beispielsweise an, es hätte sich nicht eine Temperatur von<B>700',</B> sondern eine Tem.- pera-Lhir von 750 ergeben, so kann man den Haltepunkt dadurch nach oben verschieben. dass man den Kohlenstoffgehalt des Stahls etwas verringert.
So liegt beispielsweise der Haltepunkt bei reinem Eisen, also mit einem Kohlenstoffgehalt von 0 % bei 900 , so dass durch Vaizierung des Kohlenstoffgehaltes zwischen 0 und<B>0,5%</B> jeder beliebige Halte punkt zwischen 700 und<B>900'</B> eingestellt werden kann. Weitere Variationen können durch qualitative und quantitative Änderun- nen der Legiertingsbestandtei.le herbeigeführt werden.
Die Zeichnung zeigt. eine Einrichtung, um nach dem beschriebenen Verfahren zwei Stahlmäntel gleichzeitig mit einem Bronze vinguss versehen zu können.
Abb. 1 stellt einen Längsschnitt.
Abb. 2 einen wagrechten Querschnitt nach Linie II-II durch -die Giesseinrichtung dar. In beiden Abbildungen sind mit 1 und 2 zwei Stahlmäntel bezeichnet, die nach Er hitzung auf etwa. 700 mit einem Kern 3 zu einer Einrichtung vereinigt werden, wie sie die Abbildungen zeigen. Durch geeignete Mittel werden die Teile 1, 2, 3 während des Gussvorganges zusammengehalten.
Der Kern 3 weist in der Mitte einen Eingiisstrichter 4 auf, der an seinem untern Ende über Guss- kanäle 5 mit: dem Hohlraum zwischen Kern 3 und den Stahlmänteln 1 -und Z in Ver bindung steht. Über Eingusstrichter 4 wird unmittelbar nach Herausnahme der Stahl mäntel 1 und 2 aus der Aufheizvorrich- tung und unmittelbar nach Zusa.mmenstel- liing zur Einrichtung nach den Abbildun gen die giessfertige Bronze eingegossen.
Diese bildet das Bronzefutter 6, das beim Erstarren denselben Raum einnimmt, wie er zwischen den erkalteten Stahlmänteln und dem Kern freigelassen wird. Durch Anord nung von Haftflächen aller Art kann die Verklammerung, die unter dem Einfluss der Schwind- und Schrumpfdrücke zwischen den Stahlmänteln 1 und 2 einerseits, dem Bronze futter 6 anderseits eintritt, noch vergrössert werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur innigen Befestigung eines Körpers aus niedrigschmelzendem Metall mit einem Körper aus einem schwerer schmelzen den Metall, dadurch gekennzeichnet, .dass der Körper aus dem schwerer schmelzenden Me tall vor dem Einguss des geschmolzenen Kör pers leichterer Schmelzbarkeit so hoch. auf geheizt wird, dass die Ausdehnung einer Längeneinheit gleich dem Mass ist, um das die Längeneinheit des geschmolzenen Kör pers aus dem Metall leichterer Schmelzbar- .keit beim Erstarren schwindet, wobei die Verhältnisse derart gewählt werden, dass die sich nach dein Temperaturausgleich einstel lende Temperatur des schwerer schmelzbaren Körpers unter der Temperatur liegt, bei der eine Unstetigkeit in .der Zu- bezw. Abnahme seiner Ausdehnung in Abhängigkeit von der Temperatur auftritt. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur des Körpers schwerer Schmelzbarkeit, bei der eine Unstetigkeit in der Zu- bezw. Ab nahme seiner Ausdehnung in Abhängig keit seiner Temperatur auftritt, durch Le gierungszusätze auf einen Wert erhöht wird, bei dem sie oberhalb der Aufheiz- temperatur des Körpers schwerer Schmelz barkeit liegt, bei :der die Ausdehnung seiner Längeneinheit gleich dem Mass ist, um das die Längeneinheit des geschmol zenen Körpers aus dem Metall leichterer Schmelzbarkeit beim Erstarren schwindet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass je zwei stehende, auf geheizte Stahlmäntel mit einem Kern vereinigt werden, worauf eine Kupfer legierung durch einen im Kern angeord neten Eingusstrichter eingegossen wird, so dass die Kupferlegierung den für das La gerschalenfutter vorgesehenen Hohlraum zwischen Stahlmantel und Kern steigend ausfüllt.
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