CH159537A - Schaltungsanordnung für handbediente Telegraphenvermittlungsstellen. - Google Patents

Schaltungsanordnung für handbediente Telegraphenvermittlungsstellen.

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CH159537A
CH159537A CH159537DA CH159537A CH 159537 A CH159537 A CH 159537A CH 159537D A CH159537D A CH 159537DA CH 159537 A CH159537 A CH 159537A
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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      Sehaltungsanordnung    für handbediente Telegraphenvermittlungsstellen.    Die Erfindung     betrifft    eine Schaltungsan  ordnung für handbediente Telegraphenver  mittlungsstellen. Sie ermöglicht den an eine  Telegraphenvermittlungsstelle angeschlosse  nen Teilnehmern oder einer andern ange  schlossenen Vermittlungsstelle während be  stehender, insbesondere hochwertiger Verbin  dungen (Fernverbindungen) ohne Trennung  derselben die     Cbermittlung    eines von dem  Anruf- und dein     Schlusszeicben    sich unter  scheidenden Zeichens.  



  Eine derartige Signalgabe bietet gerade  in Telegraphenanlagen besondere Schwierig  keiten, da neben der Anruf- und     Schluss-          zeichengabe        bezw.    den Ein- und Ausschalt  vorgängen, die meist durch Polaritätswechsel  oder     Stromänderung    ausgelöst werden, die  Abgabe weiterer Signale durch Anlegen eines  'bestimmten Potentials oder durch Stromän  derung nicht mehr möglich ist.  



  Diese Schwierigkeiten werden gemäss der  Erfindung dadurch beseitigt, dass in der Ver-         mittlungsstelle    Schaltmittel zur Einschaltung  eines vom Anrufzeichen und     Schlusszeichen     unterscheidbaren Zeichens vorgesehen sind,  die von einer angeschlossenen Stelle, Teil  nehmerstelle oder anderer Vermittlungsstellen,  aus durch eine Impulsgabe bestimmter Art  zur Wirkung gebracht werden. Dieses Zei  chen, das im folgenden kurz als Sonderzei  chen bezeichnet wird, kann zum Beispiel durch  mehrmaliges Betätigen von Kontakten oder  Tasten ausgelöst werden, die in der signali  sierenden Stelle normal vorgesehen sein kön  nen.

   Es bleibt dann zweckmässig unabhängig  von den Vorgängen, die sich darnach auf der  Übermittlungsleitung abspielen, bestehen, bis  die Bedienungsperson bei Entgegennahme des  Wunsches des Signalisierenden die Löschung  des Zeichens herbeiführt. Das Sonderzeichen  kann optisch oder akustisch durch eine be  sondere Anzeigevorrichtung wahrnehmbar ge  macht, oder auch gleichzeitig optisch und  akustisch in Erscheinung gebracht werden,      wobei vorzugsweise das     akustische    Signal  mehreren Verbindungsmöglichkeiten gemein  sam zugeordnet wird. Es kann an Stelle eines  gemeinsamen akustischen Signals auch ein  gemeinsames optisches durch eine Lampe oder  ein Dreh- oder     Fallklappenschauzeichen    ge  gebenes Signal vorgesehen sein.

   In einer be  sonders zweckmässigen Ausführungsform wer  den die vorhandenen normalen     Schlusszeichen-          lampen    zur Abgabe des Sonderzeichens in  einen     Flackerzustand    versetzt.  



  Die Erfindung ist anhand einer im fol  genden beispielsweise angegebenen Ausfüh  rungsform der Erfindung näher erläutert. Die  Figur veranschaulicht die Schaltung eines       Schnurpaares    einer handbedienten Telegra  phenvermittlungsstelle; sie enthält im wesent  lichen nur die zur Auslösung des Sonderzei  chens erforderlichen Schaltungsmittel. Das  Zeichen tritt durch Aufflackern der normalen       Schlusslampen    in Erscheinung, sobald einer  der über das     Schnurpaar    verbundenen Teil  nehmer der Bedienungsperson der Vermitt  lungsstelle ein Zeichen übermitteln will; was  durch mehrmaliges Betätigen seiner Austaste  erreicht wird.  



  Die in der Figur dargestellten Klinken  anschlüsse     .9.   <U>K</U> für die     Abfrageklinke    und     VIA     für die Verbindungsklinke, welche nur bis  zur normalen Relaisübertragung angedeutet  sind, können die Anschlüsse eines Ortsteil  nehmers oder einer Verbindungsleitung sein.

    C und P sind die dem     Abfragestöpsel        ASt          bezw.    dem Verbindungsstöpsel     VSt    des     Ver-          bindungsschnurpaares    zugeordneten     Kontroll-          bezw.    Prüfrelais.     Y1    und     Y2    sind die für die  normale     Schlusszeichengabe    im     Schnurpaar     angeordneten Verzögerungsrelais. Von ihnen  ist das Relais     Yi    der ankommenden Verbin  dung und     Y2    der abgehenden Verbindung zu  geordnet.

   Die Verzögerungsrelais     X1   <B>und</B>     @Y2,     die auch der ankommenden     bezw.    abgehenden  Verbindung zugeordnet sind, dienen dazu,  den Schaltvorgang zur Auslösung des Son  derzeichens zu steuern. Diese Relais werden  über ihre Wicklungen 1 erregt, sobald bei  der Abfrage das Relais C angesprochen hat.  Bei der     Durchverbindung    werden durch das    Prüfrelais P die Wicklungen I der X-Relais  zwar stromlos, die Relais halten sich jedoch.

    über ihre Wicklungen     1I    weiter, da innerhalb  ihrer Verzögerungszeit jetzt auch die Relais       Y1    und     Y2    zum Ansprechen     kommen.    Durch  die Kontakte der     Flackerrelais        Pi    und     M,     die abhängig von den Relais     X1   <B>und</B>     Y1          bezw.        X2    und     Y2    zum Ansprechen kommen,

    werden die     Schlusslampen        SLi    und     8L2    auf  den     Langsamunterbrecher   <I>LV</I> umgeschaltet,  welcher durch Stromunterbrechung oder Zwi  schenschaltung von Widerständen ein Flak  kern der Lampen verursacht.  



  Die Schaltvorgänge zur Auslösung des       Flackerzustandes    der     Schlusslampen    bei     ITber-          mittlung    des Sonderzeichens seitens eines  Teilnehmers oder einer andern Vermittlungs  stelle spielen sich im einzelnen wie nachfol  gend beschrieben ab  Bei der Verbindungsherstellung bei einem  Anruf wird zunächst zwecks Entgegennahme  der gewünschten Verbindung der Abfrage  stöpsel     ASt    in die     Abfrageklinke        AK    der  anrufenden Leitung     eingeführt.    Es kommt  dabei das in der Prüfader c liegende Relais  C im Stromkreis:

   Erde, Spannung, Relais     Ti,          Abfrageklinke        AK,        c-Ader    des     Abfragestöp-          sels        Abi,    Wicklung<I>I</I> und Wicklung     1I    des       C-Relais;    Erde zum Ansprechen.

   Durch den  Kontakt<B>ei</B> wird die Wicklung I des     C-Relais     kurzgeschlossen und dadurch der     vielfachge-          schaltete        Leitungsanschluss    der     Abfrageklin-          ken        AK    für weitere Verbindungen gesperrt.  Gleichzeitig werden durch den Kontakt     cri     die Relais     X1    und     X2    über ihre Wicklungen I  im Stromkreis: Erde, Spannung, parallel die  Wicklungen I der Relais X, und     X2,    Kon  takt     p1,    Kontakt en, Erde erregt.

   Wird der  Verbindungsstöpsel     VSt    in die Verbindungs  klinke     VIA    des gewünschten Anschlusses ein  geführt, so spricht das Prüfrelais P, wenn  die verlangte Leitung nicht bereits belegt ist,  im Stromkreis: Erde, Spannung, Relais     T2,     Klinke     VIA,        c-Ader    des Verbindungsstöpsels       V8t,    Wicklung     ZII    und Wicklung<I>I</I> von     P-          Relais,    Kontakt     ei"    Erde an.

   Durch Kurz  schliessen der Wicklung I des Prüfrelais  wird in bekannter Weise auch die über die      Klinken     VK        vielfachgeschaltete    abgehende       Anschlussleitung    gesperrt. Durch den Kon  takt     pl    werden zugleich die Wicklungen Z  der Relais     Xi    und X 2 stromlos.

   Die Relais  halten sich jedoch über ihre Wicklungen 11       durch    die Kontakte     y11        bezw.        y,.I    weiter, da  innerhalb ihrer Verzögerungszeit die Relais       I    i und     Y=    zum Ansprechen kommen, und  zwar das Relais     Yi    im Stromkreis:

       -.,    Re  lais     Y,    umgelegter     Kontakt        pin,        a-Ader    - des       Abfragestöpsels        .1.St    und der     Abfrageklinke          AK,    Kontakt ei,     +,    und das Relais     Y2    über  den entsprechenden Stromkreis, der über die  a -Ader des Verbindungsstöpsels     VSt    und der  Verbindungsklinke VK verläuft. Die Teil  nehmer können miteinander verkehren.  



  Während einer vorübergehenden Verkehrs  pause soll nun das     vorgesehene    Sonderzeichen  von dem an die     Abfrageklinke    angeschlosse  nen Teilnehmer 1 durch zweimaliges Betäti  gen seiner     Austaste    ausgelöst werden, um  der Beamtin beispielsweise eine weitere Ver  bindung anzumelden, die sofort nach Auf  lösung der bestehenden hergestellt werden soll.  Durch das erstmalige Betätigen der Austaste       kommt    das     Yi-Relais    zum Abfallen, da sich  der Wechselkontakt ei während des Aus  schaltimpulses von     (+)    an (-) umlegt und  das Relais dadurch kurzgeschlossen wird.

    Durch den abfallenden Kontakt     y,        I    wird auch  das Relais X stromlos und legt seine Kon  takte in die Ruhestellung. Beim Freigeben  der Austaste spricht das Relais     Yi    wieder an,  während das     Xi    - Relais     aberregt    bleibt, da  sein Kontakt     xl        i,    über den sich das Relais  gehalten hatte, nun geöffnet ist.

   Es erscheint  dadurch zunächst in normaler Weise im  Stromkreis: Erde, Spannung, geschlossener  Kontakt     y,        1i,    Kontakt x,     II,    Kontakt     ei",    Erde  die     Schlusslampe        SLI,    die dem Teilnehmer 1  zugeordnet ist. Gleichzeitig wird bei erneutem  Ansprechen des     Yi-Relais    auch das     Flacker-          relais        Fi    im Stromkreis: Erde, Spannung,  Kontakt     y1111,    Kontakt x,     1I1,    Kontakt     pII,     Erde erregt.

   Das     Plackerrelais    hält sich un  abhängig vom     Xi-    und     Y1-Relais    über seinen  eigenen Kontakt f     i        iii    weiter. Fällt das Re  lais     Yi    bei der zweiten Betätigung der Aus-    taste des Teilnehmers zum zweiten Mal ab,  so kommt jetzt das Relais     Xi    wieder zum  Anziehen, in einem Stromkreis, der durch den  Kontakt f i     i    vorbereitet jetzt geschlossen wird  (Erde, Spannung, Wicklung     1I    des Relais     Xi,     Kontakt     fi    1, Kontakt     ,y,        i,    Erde).

   Das Relais       Xi    hält sich nun in jeder Lage des Kontak  tes     tyi        I    entweder über seinen eigenen Kon  takt     x"    oder über den Kontakt f     i        I    und  wird erst wieder     aberregt,    wenn auch das       Flackerrelais        I'i    zum Abfallen kommt.  



  Durch Umlegen des Wechselkontaktes       xiii    wird, nachdem das Relais X, zum zweiten  Male angesprochen hat, die     Schlusslampe    an  den     Langsamunterbrecher        LV    angeschaltet.       Strömkreis:    Erde, Spannung,     Langsamunter-          brecher    L     b',    Kontakt f     l        1i,    Kontakt x,     I1,          Schlusslanipe    81,1, Kontakt cm, Erde.

   Der  dadurch erreichte     Flackerzustand    der Lampe  bleibt unabhängig von weiteren Leitungs  beeinflussungen erhalten, bis beim Umlegen  der     Mitlesetaste   <I>ML</I> zur Entgegennahme des  Wunsches des signalisierenden Teilnehmers  der Stromkreis für das     Flackerrelais        ,F',    un  terbrochen und das Relais abgefallen ist.  Nach normaler     Schlusszeichengabe    wird das  Relais     Fi    beim Auftrennen der Verbindung  durch den Kontakt     pn,    abgeschaltet.  



  Wird die Auslösung des Sonderzeichens  von dem an die Verbindungsklinke ange  schlossenen Teilnehmer aus vorgenommen, so  spielen sich die Schaltvorgänge in der glei  chen beschriebenen Weise ab, indem jetzt  nur an Stelle der mit dem Index 1 .die mit  dem Index 2 bezeichneten Relais und die       Schlusslampe        5\L2    in Wirksamkeit treten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schaltungsanordnung für handbediente Telegraphenvermittlungsstellen, dadurch ge kennzeichnet, dass in der Vermittlungsstelle Schaltmittel zur Einschaltung eines vom An rufzeichen und Schlusszeichen unterscheidbaren Sonderzeichens vorgesehen sind, die von einer angeschlossenen Steile, Teilnehmerstelle oder andern Vermittlungsstelle, aus durch eine Im pulsgabe bestimmter Art zur Wirkung ge- bracht werden, und zwar während bestehen den Verbindungen und ohne Trennung der selben.
    UNTERANSPRüCHE: 1. SchaltungsanordnungnachPatentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschal tung des Sonderzeichens unter Verwendung der für ein normales Überwachungszeichen vorgesehenen Schaltmittel erfolgt. 2. SchaltungsanordnungnachPatentansprucb, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschal tung des Sonderzeichens durch Wiederho lung der Schlusszeichengabe erfolgt. 3. SchaltungsanordnungnachPatentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Sonder zeichen nach seiner durch eine Impulsgabe bestimmter Art erfolgten Einschaltung so lange eingeschaltet bleibt, bis es durch die Bedienungsperson gelöscht wird. 4.
    Schaltungsanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass das Sonderzeichen in einer veränderten Betätigung der für das Schluss- zeichen vorgesehenen Anzeigevorrichtun gen besteht. 5. SchaltungsanordnungnachPatentansprucb, dadurch gekennzeichnet, dass bei Einschal tung des Sonderzeichens ein akustisches Signal oder ein Dreh- oder Fallklappen- schauzeichen zur Wirkung kommt.
    B. SchaltungsanordnungnachPatentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass von den die Schlusszeichen steuernden Überwachungs- schaltmitteln weitere Schaltmittel abhän gig sind, die bei normaler Schlusszeichen- gabe in einen das Sonderzeichen vorberei tenden Zustand gebracht werden und erst bei Wiederholung der Schlusszeichengabe die Einschaltung des Sonderzeichens an Stelle des Schlusszeichens bewirken.
    7. SchaltungsanordnungnachPatentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass den beiden Verkehrsrichtungen Hilfsrelais (X1, X2) zu geordnet sind, die über eine Wicklung in Abhängigkeit vom Abfragevorgang erregt werden und sich über eine zweite Wick lung nach Herstellung der Verbindung weiter halten. B. Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Strom kreise der zweiten Wicklungen der Hilfs relais (gi, <I>X2)</I> über Kontakte der die Schlusszeichen steuernden Überwachungs relais (Yi, Y2) verlaufen. 9.
    Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die dersel ben Verkehrsrichtung zugeordneten Über- wachungs- und Hilfsrelais (Xi, Yi bezw. X2, Y2) derart voneinander abhängig sind, dass beim ersten Abfallen des Überwa chungsrelais auch das zugehörige Hilfs relais abfällt.
    10. SchaltungsanordnungnachPatentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schluss- lampe eines Schnurpaares Relais (Z'1, F2) zugeordnet sind, die zum Anzug kommen, wenn über die entsprechende Teilnehmer schleife mindestens zweimal den Telegra- phierimpulsen gegenüber übernormal lange Stromimpulse oder Stromunterbrechungen gegeben werden.
    11. SchaltungsanordnungnachPatentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Kontakte von Flackerrelais so vorgesehen sind, dass nach Ansprechen eines dieser Relais beim zweiten Abfallen des der gleichen Ver kehrsrichtung entsprechenden Verzöge rungsrelais (Y) das zugehörige Hilfsrelais (X) wieder erregt wird und unabhängig vom Verzögerungsrelais erregt bleibt.
    12. SchaltungsanordnungnachPatentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schluf5- lampen über Kontakte eines entsprechen den Hilfsrelais und Flackerrelais mit einer Stromänderungsvorrichtung zwecks Errei chung eines Flackersignals zusammen ge schaltet werden. 13. SchaltungsanordnungrrachPatentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Flacker- signal beim Abfragen des signalisierenden Teilnehmers durch Auftrennen des Strom kreises des Flackerrelais abgeschaltet wird.
CH159537D 1930-12-24 1931-12-04 Schaltungsanordnung für handbediente Telegraphenvermittlungsstellen. CH159537A (de)

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