CH159683A - Giesswerk zum Herstellen von Stereotypplatten. - Google Patents
Giesswerk zum Herstellen von Stereotypplatten.Info
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Description
Giesswerk znm Heistellen von Stereotypplatten. Um bei Stereotypplattengiessmaschinen Mais Metall in die Giessform zu bringen, wurden bisher in der Hauptsache zwei Wege beschritten: Das Metall wurde durch eine im Kessel befindliche Pumpe in die Giess form gefördert oder es wurde mit Hilfe eines Hahnes, eines Schiebers oder eines Ventils aus dem höher gelegenen Kessel in die Form eingelassen.
Die Maschinen der ersten Art haben den Vorteil, dass das Abschlussorgan nicht dauernd unter dem Druck des Kessel inhaltes liegt und daher leichter dicht ge halten werden kann; anderseits nehmen aber die Pumpen im Kessel viel Platz weg und müssen öfters gereinigt werden. Dies ist auch bei denjenigen Giesswerken der Fall, bei de nen in dem Schmelzkessel ein mit einer Press- luftleitung verbundener Behälter angeordnet ist, in dessen Boden ein Ventil eingesetzt ist und aus dem eine Leitung zur Giessform führt.
Erfindungsgemäss sind Mittel vorgesehen, um das Giessmetall durch Unterdruck in einen oberhalb des Metalleinlaufes in die Giessform befindlichen, oben geschlossenen Raum anzuheben, und es aus diesem von oben in die Giessform einströmen und in dieser unter dem Druck einer Säule flüssigen Me- talles erstarren zu lassen.
An sich ist es in der Giesstechnik nicht neu, die Giessform zu evakuieren und das Giessmetall in die Form durch Unterdruck an dem untern Giessformende einzuführen. Durch die Anordnung aber, dass das Giess metall durch Unterdruck gehoben wird, dann aber von oben in die Giessform einströmt und auf die blasenfrei gegossene erstarrende Platte mindestens noch der Überdruck des Giegmetalles einwirkt, wird eine besonders dichte Platte erzielt.
Weiterhin kann das Giesswerk in der Weise ausgebildet werden, dass das Ab- sperrorgan der Giessform nicht unter Druck liegt, solange die Giessform abgesperrt ist; es kann dadurch ein Ausfliessen des Metalles infolge von Undichtheit des Absperrorganes vermieden werden.
Die Zeichnung zeigt in den Fig. 1 bis 3 ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes, wobei Fig. 1 das Giesswerk in einem senkrech ten Schnitt darstellt; die Fig. 2 und 3 zeigen eine Stellung zweier Steuerorgane; die Fig. 4 bis 6 zeigen drei verschiedene Stellungen eines Steuerorganes bei einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Bei dem Giesswerk nach Fig. 1 führt vom Boden des Schmelzkessels 1 eine Lei tung 2 zum Hahngehäuse 3, in dem sich ein Dreiwegeküken 4 drehen kann. Das In nere des Hahngehäuses 3 kann mit Hilfe des Kükens 4 mit der Giessform 5 und mit dem oben geschlossenen Steigrohr 6 verbun den werden. Vom obern Ende des Steig rohres 6 führt eine Leitung 7, 8 nach dem Behälter 9, aus dem durch eine nicht dar gestellte Saugpumpe mittelst eines Rohres 11 dauernd Luft abgesaugt wird.
In die Lei- tung 7, 8 ist ein Dreiwegehahn 12 ein geschaltet, der in der einen Stellung die Lei tung 7 mit der Leitung 8 und dem Behäl ter 9, in der andern Stellung die Leitung 7 mit der Öffnung 13 verbindet, die in die Aussenluft oder zu einem Druckwiudkessel führt.
Der Giessvorgang spielt sich bei diesem Giesswerk folgendermassen ab: Sobald die Saugpumpe zu laufen beginnt, steigt das Metall durch die Leitung 2 und das Halmgehäuse 3 in das Steigrohr 6, das oberhalb der Einlaufstelle des Metalles in die Giessform 5 liegt. Die Höhe des Unter druckes wird selbsttätig so eingestellt, dass das Metall immer etwa bis zu einer Linie A-A steigt. Die Leitung 2, das Hahn gehäuse 3 und das Steigrohr 6 werden in an sieh bekannter Weise beheizt so dass das Metall in diesen Teilen sich nicht abkühlen und nicht erstarren kann.
Ist nun die Giessform 5 geschlossen und in die in Fig. 1 gezeichnete Giessstellung ge kommen, so wird das Küken 4 in. an sich bekannter Weise aus der Stellung nach Fig.l in die Stellung nach Fig. 2 gebracht; zweck mässig geschieht dies selbsttätig. Gleichzeitig wird der Dreiwegehahn 12 in die Stellung nach Fig. 3 gebracht.
Die Aussenluft dringt dann durch die Öffnung<B>13</B> und die Lei tung 7 in das Steigrohr 6 ein und drückt das Giessmetall durch den Schlitz 14 in die Giessform 5, wobei der Metallspiegel von der Linie A-A auf die Linie B-B sinkt. Das Metall in der Giessform erstarrt nun unter dem der Höhe h entsprechenden Druck des flüssigen Metalles. Nach dem Erstarren der gegossenen Platte werden das Küken 4 und der Dreiwegehahn 12 in die in Fig. 1 dargestellte Lage zurückgedreht. Die Giess form 5 kann jetzt geöffnet und die Stereotyp platte herausgenommen werden.
Durch das Umstellen des Dreiwegehahnes 12 ist das Steigrohr 6 wieder mit dem Unterdruck behälter 9 verbunden worden; das Metall steigt daher in dem Steigrohr 6 wieder bis zur Linie A--A; das Giesswerk ist nun für den nächsten Guss bereit. Durch ein Druckregelventil 15 wird der Unterdruck im Behälter 9 so eingestellt, dass das Giessmetall unabhängig vom Metall stand im Schmelzkessel 1 immer bis zur Linie A-A gehoben wird.
Zu diesem Zweck ist ein Schwimmer 16 vorgesehen, der auf der Metalloberfläche schwimmt und sich um einen Zapfen 17 dreht. Auf dem Zapfen 17 ist auch ein Hebel 18 mit einer Stellschraube 19 befestigt. Diese drückt auf eine Feder 20, die wiederum auf den Ventilkegel 15 drückt, der in der Regel die Leitung 8 und den Behälter 9 nach aussen abschliesst.
Bei hohem Stand des Metalles im Kessel 1, also in der in Fig. 1 mit ausgezogenen Linien dargestellten Lage des Schwimmers 16, ist der Druck der Feder 20 auf den Ventilkegel 15 gering. Es wird also nur ein geringer Unterdruck, bezogen auf die Aussen luft, erreicht werden können, da von einem bestimmten Druck ab der Ventilkegel 15 Aussenluft eintreten lässt. Bei tiefem Metall stand im Kessel 1 ist der Druck der Feder 20 stärker; der Unterdruck nähert sich einem vollkommenen Vakuum, so dass das Metall auch in diesem Falle bis zur Linie<B>A- A</B> behoben wird. Das Metall erstarrt also immer unter dem gleichen Druck h, unabhängig da von, ob wenig oder viel Metall im Schmelz kessel 1 ist.
Die Leitung 7 kann, wie bereits oben angedeutet wurde, in der in Fig. 3 gezeich neten Stellung durch die Öffnung 13 anstatt mit der Aussenluft auch mit einem Über druckerzeuger, also beispielsweise mit einem Druckwindkessel verbunden werden. Die Anordnung kann in diesem Falle so getroffen werden, dass die Saugseite einer doppeltwir- kenden Pumpe mit dem Unterdruckbehälter 9, die Druckseite mit einem Druckwindkessel verbunden wird, der mit der Öffnung 13 ver bunden ist.
Bei der Ausführungsform des Halm- gehäuses nach den Fig. 4, 5 und 6 ergibt sich die Möglichkeit, beim Giessen die Luft aus der Giessform 5 abzusaugen. Steht näm lich bei. geöffneter Giessform das Küken 4 in der Stellung nach Fig. 6 und der Drei wegehahn 12 in der Stellung nach Fig. 3, so steht das Metall in der Leitung 2 in gleicher Höhe wie das Metall im Kessel. Nach dem Schliessen der Giessform 5 wird das Küken 4 in die Lage nach Fig. 4 gedreht, während das Steigrohr 6 durch Drehen des Dreiwege bahnes 12 in die Stellung nach Fig. 1 mit dem Behälter 9 verbunden wird.
Durch den Unterdruck im Behälter 9 wird sowohl die Luft aus der dicht schliessenden Giessform 5 abgezogen, als auch das Metall aus dem Kessel 1 durch die Leitung 2 bis zu einer Stellung C-C gehoben (Fig. 4). Das Me tall füllt aber auch die Giessform, aus der infolgedessen der Rest der Luft durch das Steigrohr 6 entweicht.
Dieser Vorgang dauert etwa zwei bis drei Sekunden. Sobald das Me tall bis zur Linie C:-C gestiegen ist, wird das Küken 4 in die Stellung nach Fig. 5 und der Dreiwegehahn 12, in die Stellung nachFig. 3 gedreht. Der Aussenluftdruck kann jetzt voll auf das Metall einwirken und die Platte er starrt unter dem der Druckhöhe h entspre chenden Druck. Nach dem Drehen des Kü kens 4 in die Stellung nach Fig. 6 läuft das Metall aus dem Steigrohr 6 in den Kessel 1 zurück, und die Giessform 5 kann geöffnet werden. Beim nächsten Guss wiederholt sich der gleiche Vorgang.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Giesswerk zum Herstellen von Stereotyp- platten, gekennzeichnet durch Mittel, um das Giessmetall durch Unterdruck in einen ober halb des Metalleinlaufes in die Giessform be findlichen, oben geschlossenen Raum anzu heben und es aus diesem von oben in die Giessform einströmen und in dieser unter dem Druck einer Säule flüssigen Metalles erstar ren zu lassen. UNTERANSPRüCHE 1.Giesswerk nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die mit ihrem einen Ende in den Schmelzkessel eintauchende Leitung (2, 3, 6) an ihrem andern Ende abwechselnd mit einem Unterdruckerzeu ger und mit einem Raum, in dem wenig stens Atmosphärendruck herrscht, verbun den werden kann. 2.Giesswerk nach Unteranspruch 1, gekenn zeichnet durch ein am Giessformeinlauf angeordnetes Steuerorgan, das beim Gie ssen zunächst so viel Metall in den ober halb des Steuerorganes gelegenen Teil der Leitung treten lässt, wie dies zu einer Platte samt Aufguss erforderlich ist, und das nach Umstellen diesen Teil der Lei tung vom Kessel absperrt und mit der Giessform verbindet, während gleichzeitig der Unterdruck in diesem Teil der Leitung durch Einlassen von Luft aufgehoben wird, so dass das Metall die Giessform füllt. 3.Giesswerk nach Unteranspruch 1 gekenn zeichnet durch ein Steuerorgan, über das unter dem Einfluss des Unterdruckes die Giessform evakuiert und dann mit Giess metall gefüllt wird, das bis in den obern Teil der Leitung gehoben wird und wel ches Steuerorgan nach Umstellung den Rücklauf des Metalles in den Kessel ab sperrt und infolge der Umstellung bewirkt, dass der Unterdruck in dem obern Teil der Leitung durch Einlassen von Luft aufgehoben wird. 4.Giesswerk nach Unteranspruch 1, gekenn zeichnet durch ein einstellbares Regel ventil, durch welches der Unterdruck der art beeinflusst werden kann, dass das Me tall in der Steigleitung (2, ä, 6) unab- hängig vom Metallstand im Kessel immer auf die gleiche Höhe gehoben wird. 5. Giesswerk nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, da.ss das Regelventil (15<B>)</B> durch einen Schwimmer (16), der auf dem Metall im Kessel schwimmt, beein flusst wird, so dass bei höherem Metall stand im Schmelzkessel (1) der Druck unterschied gegenüber der Aussenluft klei ner und bei niedrigem Metallstand grösser ist.
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