CH159773A - Hochspannungsisolator. - Google Patents

Hochspannungsisolator.

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CH159773A
CH159773A CH159773DA CH159773A CH 159773 A CH159773 A CH 159773A CH 159773D A CH159773D A CH 159773DA CH 159773 A CH159773 A CH 159773A
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Aktiengesellschaft Brown B Cie
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Bbc Brown Boveri & Cie
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      Hochspannungsisolator.       Eine der häufigsten Störungen des     Be-          t        riebes    von Starkstromanlagen wird durch       das    Auftreten von Überschlägen und die  nachfolgende Zerstörung der Isolatoren ver  ursacht. Schon seit langem ging das Bestre  ben dahin, entweder den durch atmosphäri  sche Einflüsse, Schaltvorgänge, Überspan  nungen oder andere Ursachen hervorgerufenen  Lichtbogen von den Isolatoren fernzuhalten  oder ihm einen bestimmten     Überschlagsweg     vorzuschreiben.

   Zur Erzielung der erstgenann  ten Wirkung brachte man an den Enden  der Isolatoren     bezw.        Isolatorenketten    Schutz  ringe oder Schutzhörner aus Metall an,     zwi-          sehen    denen der Überschlag erfolgen konnte,  ohne die Isolatoren zu berühren.

   Um ein  Abwandern des in seinem mittleren Teil sehr  beweglichen Lichtbogens zu verhindern,  schaffte man durch Anbringen weiterer       Schutzringe    oder     -hörner    gegen die     Mitte          einor        Tsolatorenkette    eine Unterteilung des         Liehtbogens.    Diese Schutzvorrichtungen bie  ten jedoch den Vögeln eine willkommene  Sitzgelegenheit, so dass die Gefahr eines     Erd-          schlusses    in erhöhtem Masse gegeben ist. Aus  diesem Grunde und mit Rücksicht auf den  hohen Anschaffungspreis haben     derartige     Schutzvorrichtungen keine ausgedehnte Ver  breitung gefunden.  



  Ausserdem versuchte man die Isolatoren  vor der     Einwirkung    des     Flammbogens    dadurch  zu schützen, dass man um die Schirme oder  Wulste der Isolatoren Metallringe beliebi  gen Profils legte, um so zu erreichen, dass  die auftretenden Entladungen über diese  Schutzkränze abgeleitet werden. Die An  ordnung erfolgte dabei in der Weise,     dass     der Lichtbogen nicht nach innen durch den       Isolatorkörper    schlagen und auch nicht un  ter den Schutzkränzen stehen     bleiben        konnte.     Jedoch setzen diese     Metallringe    den Über-           schlagswert    des Isolators nicht unbeträcht  lich herunter.  



       Weiterhin    versuchte -man die Beschädi  gung von     Stabisolatoren    durch     Überschläge     dadurch zu     verhindern,    dass man zum Auf  bau des Isolators verschiedene     keramische     Materialien verwendete.     Ein    derartiger Iso  lator besteht aus einem Kern von hoher me  chanischer Festigkeit, der zum Schutze ge  gen die     Hitzebeanspruchungen    eines     Licht-          bogenüberscblages    mit einer Hülse aus  einem     keramischen    Stoff von hoher     Tem-          peraturwechselbeständigkeit    umgeben ist.

    Es wurde hierbei besonderes Augenmerk auf       eine    vollkommene Ummantelung des Ker  nes gelegt. Die Herstellung eines der  artigen Isolators ist jedoch sehr kost  spielig und ergibt, da die Hülse längs  dem ganzen Isolator sich erstreckt, ausser  ordentliche Schwierigkeiten bei der Be  festigung der Kappen auf dem innern  Scherben.  



  Bei dem neuen Isolator werden diese       Nachteile    dadurch vermieden, dass gemäss  der     Erfindung    Schutzteile aus     lichtbogen-          hi.tzebeständigem    Material vorgesehen sind,  zum Zwecke, die bei Überschlägen, Kurz  schlüssen und dergleichen besonders gefähr  deten Stellen des Isolators zu schützen. Durch  Lichtbogen gefährdet sind beispielsweise die  Schirme, Rippen oder Platten von Isolatoren,  und in besonderem Masse bei Vollkern  isolatoren der     Isolatorstrunk    in der Nähe  der Armaturen. Ein Schutz dieser     Teile     erhöht die Betriebssicherheit einer elek  trischen Anlage     in.    hohem Masse.

   Als be  sonders zweckmässig     wird    sich auch ein  Schutz der     Armaturen    erweisen, da eine Zer  störung dieser     Isolatorbestandteile    äusserst       unangenehme    Folgen nach sich ziehen kann.  Diese aus     hochwärrnefestem    Material beste  henden Schutzvorrichtungen können entweder  lose auf den vor der     Lichtbogenwirkung     zu schützenden Teilen sitzen oder mit ihnen  irgendwie     verbunden:    sein. Die Verbindung  kann beispielsweise durch     Aufbrennen,    An-    garnieren,     Aufschrumpfen    öder Kitten er  folgen.  



  Der Hauptvorteil der Erfindung liegt  in der Erkenntnis, dass der Schutz eines     Iso-          lierkörpers    gegen die     Lichtbogenwirkungen     sich nur auf die     bekannterweise    besonders  gefährdeten Teile zu beschränken braucht,  um eine Zerstörung des Isolierkörpers oder  der Armaturen sicher zu vermeiden. Eine  Übertragung der entstehenden hohen Licht,       bogentemperatur    durch das hitzebeständige  Material auf den Isolierkörper findet nicht  statt, wenn als Material ein schlechter  Wärmeleiter gewählt     wird.     



  In der     Zeichnung    sind einige Ausfüh  rungsbeispiele der Erfindung schematisch  dargestellt.  



       Abb.    1 zeigt einen     mit    Kappen a     ver-          sehenen    Motorisolator bekannter Bauart, an  dessen Porzellankörper b die beiden aus       einem    gegen die     Lichtbogenhitze    wider  standsfähigen Material bestehenden     Schirme     c befestigt sind. Das zur Herstellung von  Hochspannungsisolatoren verwendete Por  zellan besteht aus drei Grundstoffen       Kaolin,    Feldspat und Quarz.

   Kaolin     bedingt          eine    hohe Hitzebeständigkeit, Feldspat elek  trische und Quarz mechanische     Festigkeit.     Je     nachdem,welehe,Eigenschaft    des Porzellans  besonders herausgebildet werden soll,     wird    dem  Porzellan in höherem Masse der in Frage  kommende Grundstoff zugesetzt. Während  also das Porzellan zur Herstellung des       Strunks    und der Schirme in der Hauptsache  aus Feldspat und Quarz und nur verhältnis  mässig wenig Kaolin besteht, weisen die kera  mischen Schutzteile einen sehr hohen Kaolin  gehalt auf.

   Den gleichen Zweck können auch  gesonderte, aus hitzebeständigem Material  bestehende, nicht dargestellte Körper erfül  len, die lediglich an den erfahrungsgemäss  bei     Überschlägen    besonders     in.    Mitleiden  schaft gezogenen Teilen des Isolators b oder  dessen     Armaturen    angeordnet sind. Die Be  festigung der Schirme c kann so ausgeführt  werden, dass dieselben vor der     endgültigen              Befestigung    gegen die Mitte des Isolators  verschiebbar sind und so das Aufbringen  und Befestigen der Kappen nicht behindern.  Die lichten Durchmesser der Schirme sind  so gewählt, dass diese von oben über das  verdickte Befestigungsende des Isolators ge  schoben werden können.

   Es sind aber auch  geteilte Ringe oder Schirme verwendbar, die  nachträglich auf einen beliebigen     Isolier-          körper    aufgesetzt werden können. Ein ge  gebenenfalls entstehender Lichtbogen bildet  sich     nun    zwischen den Kappen     a    oder deren  Armaturen aus und wird für gewöhnlich die  Schirme als Fusspunkte benutzen. Durch die  Verwendung des der     Lichtbogenhitze    wider  stehenden Materials wird das bisher in sol  chen Fällen beobachtete Abspringen der  Schirme am Strunk vermieden.  



       Abb.    2 stellt einen     Stabisolator    dar, des  sen beide äussern Schirme c ganz oder teil  weise aus     lichtbogenhitzebeständigem    Na  terial bestehen. Beide Schirme c sind zu  nächst gegeneinander verschiebbar, damit die  Befestigung der Kappen a in der bisher ge  bräuchlichen Weise vorgenommen werden  kann. Die übrigen Schirme können aus dem  Material des     Isolierkörpers    b hergestellt. sein.

    Bei den Schirmen c sind zylindrische, nach  oben     bezw.    nach unten reichende Verlänge  rungen vorgesehen, welche bis dicht an die  Metallkappen     a    heranführen, damit die bei       tberschlägen    besonders gefährdeten Teile  des Isolierkörpers b in der     'Zähe    der  Kappen geschützt sind. In     Abb.    1 ist der  untere Schirm c mit einem kurzen, nach un  ten gerichteten,     nabenförmigen    Vorsprung d  versehen.  



  Die Ausführung nach     Abb.    3 zeigt einen       Kappenisolator    mit zwei plattenähnlichen  Schirmen     c;,        c.,    aus     lichtbogenhitzebeständi-          gem        Material.    Die     Befestigung    dieser Plat  ten     cl,        e_    kann auf eine der oben beschriebe  nen Arten erfolgen. Unter Umständen ist es  jedoch zweckmässiger, die Verbindung des  dicht an. der Kappe a, liegenden Schirmes er  mit dem Isolierkörper b nach Art des Ba  jonettverschlusses vorzunehmen.

   In diesem    Falle erhält der     Schirm   <B>ei,</B> wie in     Abb.    4       und        ä    dargestellt,     Aussparungen    f und der  Isolierkörper b entsprechende Vorsprünge g.  Der Schirm ei wird nun zunächst von oben  über die Vorsprünge g     hinweggeschoben,    da  mit die Kappe a möglichst ungehindert be  festigt werden kann.

   Hierauf hebt man den  Schirm     c,    bis dicht an die Kappe a und dreht  ihn so lange, bis die Vorsprünge     g    unter  den Lappen     h,    des Schirmes     c,    liegen und  diesen festhalten     können.    Die     verbleibenden     Zwischenräume     f    werden dann mit einer ge  eigneten Masse geschlossen.  



  Der Schirm c kann auch nur zum Teil  aus     lichtbogenhitzebeständigem    Material be  stehen. So zeigt     Abb.    6 einen Kappen  isolator, dessen Schirm b an seinem äussern  Umfang mit einem     lichtbogenhitzebeständi-          gen    Ring oder einem Wulst c     eingefasst    ist.  Zur Erhöhung der mechanischen Festigkeit  oder aus andern Gründen sind in das licht  bogenhitzebeständige Material Einlagen c  von beliebiger Form und Abmessung ein  gebettet, und zwar     derart,    dass sie     teilweise     oder ganz von diesem Material umgeben sind.

    Die Sitzfläche des Ringes c und die des       Isolatorschirmes    b können konisch sein,     @im     einen besonders guten Sitz zu gewährleisten.  



  Am Wesen der     Erfindung    ändert sich  nichts,     wenn    zum Beispiel beim     Stabisolator     nach     Abb.    2 der obere Schirm c durch einen       plattenähnlichen    Schirm     ei    oder     c."    ersetzt  wird, wie sie beim Isolator nach     Abb.    3 ver  wendet sind. In diesem Falle     kann    der  plattenähnliche Schirm auf einem beliebig  geformten Vorsprung des Porzellankörpers b       abgestützt    und der     äussere    und der lichte  Durchmesser des Schirmes zweckentsprechend  gewählt werden.

   Zugleich     kann    auf die obere  Kappe a. ein Schutzring aus hitzebeständigem  Material aufgeschoben sein. Ebenso     ist    es  möglich. dass     beim    Isolator nach     Abb.    ? die       plattenähnlichen    Schirme     ei    und     c2    nach oben       bezw.    nach unten mantelförmige Ansätze  (oder winkelförmigen     Querschnitt)    besitzen,  um die Kappe     a    und den nicht gezeichneten  Hängebolzen     wenigstens        teilweise    abzuschir-           men.    Schliesslich ist es auch möglich,

   den  nicht gezeichneten Hängebolzen oder Klöppel  des     Isolators    nach     Abb.    6 besonders abzu  schirmen, zum Beispiel durch einen     zwischen     ihm und dem Schirm b eingefügten     zwei-          oder    mehrteiligen Schutzteil.  



  Die Vorteile des     beschriebenen    Isolators  in herstellungstechnischer und wirtschaft  licher Beziehung sind unverkennbar. Er  gewährleistet zum Beispiel im Vergleich zu  derjenigen bekannten Ausführung mit voll  kommener Ummantelung des Kernes eine  ganz wesentliche     Ersparnis    an Baustoffen;  da lediglich die Schirme oder Teile derselben  aus dem gegen die     Lichtbogenhitze    wider  standsfähigen Material hergestellt werden  müssen. Ausserdem entstehen durch geeignete  Formgebung einfache Körper, die ohne  Schwierigkeiten gleichmässig     durchgebrannt     werden können und ein     Mindestmass    von       Brennraum    beanspruchen.

   Die Befestigung  am     Isolatorkörper        kann    in einfacher Weise  geschehen und hindert in keiner Weise die       Befestigung    der Kappen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Hochspannungsisolator, gekennzeichnet durch Schutzteile aus lichtbogenhitzebestän- digem Material, zum Zwecke, die bei Über schlägen, Kurzschlüssen und dergleichen be sonders gefährdeten Stellen des Isolators zu schützen. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Hochspannungsisolator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die durch Überschlag besonders gefährdeten Teile des Isolierkörpers (b) durch schei benförmige Schutzteile aus lichtbogen- hitzebeständigem Material geschützt sind.
    Hochspannungsisolator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass an den Armaturenteilen derartige Schutz teile angebracht sind. 3. Hochspannungsisolator nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus liehtbogen- hitzebeständigem Material bestehenden Schutzteile in der Weise ausgebildet sind, dass auch gleichzeitig die Armaturen gegen die Einwirkung des Lichtbogens geschützt sind. 4. Hochspannungsisolator nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzteile lose auf den zu schützenden Teilen angeord net sind. 5.
    Hochspannungsisolator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Schutzteile elektrisch nicht leitend ist. 6. Hochspannungsisolator nach Patenta:i- spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzteile aus lichtbogenhitzebeständi- gem Material durch Einlagen verstärkt sind.
CH159773D 1930-12-13 1931-12-07 Hochspannungsisolator. CH159773A (de)

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CH (1) CH159773A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764775C (de) * 1938-01-09 1954-05-24 Siemens Schuckertwerke A G Isolator fuer Hochspannungsanlagen, bestehend aus Teilen aus normalem, hochwertigem Porzellan und Teilen aus hochhitzebestaendigem, lichtbogenfestem Werkstoff

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764775C (de) * 1938-01-09 1954-05-24 Siemens Schuckertwerke A G Isolator fuer Hochspannungsanlagen, bestehend aus Teilen aus normalem, hochwertigem Porzellan und Teilen aus hochhitzebestaendigem, lichtbogenfestem Werkstoff

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AT133820B (de) 1933-06-26

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