Innenschleifmaschine für die Bearbeitung der Rollenlaufflächen von Aussenbord- Rollenlager-Ringen. Einen wichtigen Sonderzweig in der modernen Schleiftechnik stellt die Bear beitung der Rollenlaufflächen von Aussen bord-Rollenlagerringen, das heisst von Rollen lagerringen mit Aussenbord dar. Hierbei ist die Aufgabe gestellt, die ringförmigen Werkstücke, die im Ringquerschnitt U-Form aufweisen, unter Einhaltung enger Toleran zen auf den geforderten Innendurchmesser und eine bestimmte Laufbahnbreite, gemes sen zwischen den Bordinnenflächen zu brin gen.
Naturgemäss kommt für die Herstellung solcher Lagerringe nur Reihenfertigung in Frage, und dieser Umstand ruft zusammen mit den geforderten hohen Genauigkeits graden in der Bearbeitung das Bedürfnis nach Schaffung einer Sondermaschine wach, die als Ein-Zweck-Innenschleifmaschine in Aufbau und Wirkungsweise den besonderen Verhältnissen weitestgehend Rechnung trägt.
Mit der Erfindung ist eine solche Ma schine geschaffen. Diese Maschine ist durch verschiedene Einrichtungen gekennzeichnet, die einerseits die Erzeugung der Relativ bewegung zwischen Werkstück und Werk zeug in Richtung der Werkstückdrehachse und anderseits die Erzeugung der radial zum Werkstückdurchmesser gerichteten Bei- und Abstellbewegung des Schleifwerkzeuges be zwecken, das Ganze zum Zwecke bei der Reihenfertigung gleiche Werkstückabmes sungen zwangläufig zu erzielen.
1. Erzeugung der Relativbewegung zwi schen Werkstück und Werkzeug in Richtung der Werkstückdrehachse. Zur Erzielung hoher Schleifleistungen empfiehlt sich die Verwendung einer Schleifscheibe mit einer Breite, die derjenigen der Werkstücke zwi schen den Bordinnenflächen (in Fig. 1 der Zeichnung mit a bezeichnet) nahezu gleich ist. Man kommt damit angenähert auf Ver hältnisse, wie sie beim Aussenrundschleifen von Werkstücken nach dem sogenanuten Ein- stechverfahren schon seit längerer Zeit be- kannt sind; dabei ist das Werkstück gegen über dem Schleifwerkzeug nur über eine kurze Strecke in axialer Richtung hin- und herzubewegen und die radiale Werkzeugbei stellung in Richtung der Spanabnahme kann ununterbrochen vor sich gehen.
Bei der Maschine gemäss der Erfindung bezweckt eine Einrichtung die Hin- und Her bewegung des Werkstückspindelstockes in Richtung der Werkstückdrehachse auf einer der Rollen-Laufflächenbreite abzüglich der Schleifscheibenbreite entsprechenden Strecke. Diese Einrichtung besteht aus einer in Ab hängigkeit von der Umlaufgeschwindigkeit der Werkstückspindel angetriebenen Taumel- Scheibe, deren Hubwirkung innerhalb zweier gegebener Grenzlagen stufenlos verändert, bis auf Null gebracht und bei beliebiger Ein stellung des wirksamen Scheibenhubes wäh rend der Arbeit vollkommen ausgeschaltet werden kann, wobei der Werkstückspindel stock in eine (Ruhe-) Lage gegenüber dem Schleifwerkzeug übergeführt wird,
in wel cher diese in Mittelstellung zwischen den Bordinnenflächen des Werkstückes steht. Die Veränderung der Hubwirkung der Taumel scheibe ist aus dem Grunde vorgesehen, weil die zu bearbeitende Breite (Mass a) bei den verschiedenen Gattungen der Rollenlager ringe naturgemäss wechselt, ein entsprechen der Wechsel in der Breite der Schleifschei ben aber nicht zweckmässig ist. Durch die genannte Einrichtung wird der Werkstück spindelstock in ,jeder seiner Umkehrstellungen für eine Zeit stillgesetzt, die unabhängig von der wirksamen Scheibenhubeinstellung in einem gleichbleibenden Verhältnis zur Gesamtdauer eines Bewegungsspiels steht.
Eine weitere Einrichtung dient zur Fest stellung des Werkstückspindelstockes in axialer Richtung in einer Stellung, bei der das Schleifwerkzeug in der Mittellage zwischen den Bordinnenflächen (b, c) der Werkstücke steht. Diese Einrichtung be steht aus einem mit dem in Richtung der Werkstückdrehachse verschieblichen, den Werkstückspindelstock tragenden Maschinen- Lisch verbundenen Anschlag, der mit einem am Maschinenbett ortsfest angeordneten Ge genanschlag zusammenarbeitet.
Im weiteren ist eine Einrichtung vorge sehen zur Verriegelung des Maschinentisches gegenüber dem Schleifspindelstock während der Zeit, in welcher der Werkstückspindel stock unter der Wirkung der Taumelscheibe seine hin- und hergehenden Bewegungen ausführt. Zu diesem Zwecke besteht diese Einrichtung aus einem am Maschinenbett orts fest, aber schwenkbar angeordneten, gabel förmigen Hebel, der über einen am Maschi nentisch sitzenden Doppelanschlag geklappt werden kann und nach dem Einrücken diesen Anschlag mitsamt dem Maschinentisch un verrückbar festhält.
Weiter machen es die engen Toleranzen, welche für das obgenannte Mass a vorge schrieben sind, notwendig, das Anschleifen der Bordinnenflächen (bei b und c, Fig. 1) mit grösster Sorgfalt und gegen fest einstell bare Anschläge von Hand auszuführen. Es ist daher erfindungsgemäss eine weitere Ein richtung getroffen zum Hin- und Her bewegen des Maschinentisches von Hand mit dem für sich stillstehenden Werkstückspin delstock über eine Strecke, die ein genaues (stirnseitiges) Anschleifen der einander ge genüberliegenden Bordinnenflächen (b, c) der Lagerringe gestattet.
Diese Einrichtung be sitzt einen gabelförmigen Doppelanschlag am Maschinenbett, der zum und ausser Eingriff mit einem Gegenanschlag am Maschinentisch gebracht werden kann und dessen Anschlag flächen in bezug auf ihre Entfernung von einander einstellbar sind.
2. Erzeugung der radial zum Werk stückdurchmesser gerichteten Bei- und Ab stellbewegung des Schleifwerkzeuges. Der I-förmige Ringquerschnitt der Werkstücke macht es notwendig, die Schleifscheibe, nach dem das nicht umlaufende Werkstück über sie bis in Arbeitsstellung eingefahren wor den ist, radial zum Werkstück um eine Strecke zu verschieben, die etwa der Bord höhe (d, in Fig. 1) entspricht, im allgemei nen also zwischen<B>3</B> und 8 mm misst. Wollte man diese Verschiebung unter Benützung eines Feinbeistellgetriebes, wie es bei allen bekannten Schleifmaschinen in Form eines Schrauben- oder Schneckengetriebes vorhan den ist, durchführen, so wäre dafür ein Zeit aufwand nötig,
der mit Rücksicht auf die grosse Stückzahl der Werkstückreihen eine unzulässige Höhe erreichen würde. Es ist daher erfindungsgemäss eine von Hand zu bedienende weitere Einrichtung vorgesehen, welche eine Schnellverstellung des Schleif spindelstockes über die erwähnte Strecke in beiden Richtungen gestattet, zugleich aber auch vollkommene Sicherheit gegen das Über- oder Unterschreiten dieser Strecke bietet. Diese Einrichtung besteht aus einem von Hand zu bewegenden Exzentergetriebe, wel ches einen die Schleifspindel tragenden Schlitten über einem zweiten, von der Bei stellwelle aus anzutreibenden Schlitten zwi schen. zwei einstellbaren Anschlägen zu ver schieben gestattet.
Schliesslich ist erfindungsgemäss noch eine Einrichtung vorgesehen zum ununterbro chenen Beistellen des Schleifwerkzeuges ge genüber dem Werkstück zwecks Erzielung einer gleichmässigen Spanabnahme. Diese Einrichtung weist ein (Mehrfach-) Schnek- kengetriebe auf, das über eine Rutschkupp lung auf die Beistellwelle des Schleifspindel- supportes arbeitet. Diese Einrichtung ist zweckmässig so getroffen, dass die Span abnahme ununterbrochen bis zur Erreichung des vorgeschriebenen Durchmessermasses am Werkstück erfolgt und dann selbsttätig auf hört.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt, und zwar zeigt: Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Werkstückspindelstock, Fig. 2 eine stirnseitige Ansicht desselben mit Blickrichtung auf das Taumelscheiben getriebe, Fig. 3 die Einrichtung zur Änderung des Taumelscheibenhubes in Grundrissdarstel lung, Fig. 48 bis 4d die Taumelscheibe in ver schiedenen Darstellungen nebst einer Ab wicklung der Widerlager-Rollenbahn in grö sserem Massstab, Fig. 5 einen Längsschnitt durch den Schleifspindelstock mit dem Beistellgetriebe, Fig. 6 den Schleifspindelstock teils in Vorderansicht, teils im Querschnitt. I. Der Werkstückspindelstock.
Über dem Maschinenbett 1 ist auf Gleit- führungen 2 und 3 in üblicher Weise ein Tisch 4 längsbeweglich gelagert, der bei 5 eine Schwalbenschwanzführung für den Werkstückspindelstock 6 aufweist, womit die Möglichkeit geschaffen ist, dem letzteren eine die Tischbewegung überlagernde Eigen bewegung in Richtung der Tischlängsachse zu geben.
Die Werkstückspindel 7 wird durch eine nicht dargestellte Kraftquelle mit Hilfe der Riemenscheibe 8 in Umdrehung versetzt. Sie trägt auf ihrem dem die Schleifspindel 12' tragenden Support 9 zugekehrten Ende eine Spannvorrichtung 10 für das Werkstück 11. Die Form der auf der Maschine zu bearbei tenden Werkstücke stimmt unabhängig von den Massunterschieden zwischen den einzel nen Lagerringgattungen stets mit der in Fig. 1 gezeigten überein.
Das Schleifwerk zeug 12 hat also in allen Fällen mit seiner Umfangsfläche die im Querschnitt als Strecke a erscheinende zylindrische _ Rollenlauf fläche und mit seinen beiden Stirnseiten die mit b und c bezeichneten kreisringförmigen Bordinnenflächen zu bearbeiten.
In der gezeichneten Stellung befindet sich der Werkstückspindelstock gegenüber der axial unverschieblich angeordneten Schleif scheibe in seiner Mittelstellung. In diese wird er durch Verschiebendes Maschinentisches 4 aus einer linksseitigen Endlage mit Hilfe eines durch das Handrad 13 zu bedienenden, nicht dargestellten Zahnstangengetriebes un mittelbar vor Beginn der Arbeit übergeführt. Während der Bewegung des Tisches ist der Werkstückspindelstock auf diesem in einer bestimmten Stellung verriegelt, und zwar durch eine Klinke 14, die mit Hilfe eines Handhebels 14a um einen auf dem Tisch 4 angeordneten Zapfen 15 geschwenkt und über einen am Werkstückspindelstock 6 sitzenden Zapfen 16 geklappt wird.
Die Bewegung des Tisches nach rechts beim Einfahren des Werkstückes über die Schleifscheibe wird begrenzt durch ein An schlagsystem 17-22, dessen einer<B>-</B>Teil 17 starr mit dem Maschinentisch 4 verbunden ist und dessen anderer Teil 20-22 ortsfest am Maschinenbett liegt.
Der Teil 17 wird gebildet durch einen T-förmigen Körper, der mit seinem Oberteil auf einer Gleitschiene 18 an der Vorderfläche des Maschinentisches 4 verschoben und durch Schrauben 19 an jeder gewünschten Stelle festgeklemmt werden kann. Seine nach unten gerichtete Verlängerung weist zwei nach entgegengesetzten Stellen liegende An schlagflächen 17a, 17b auf, denen als Gegen anschläge die Bolzen 20, 21a, 21b und 22a, 22b an einem gabelförmigen Körper 23 zu geordnet sind. Dieser ist auf einem Zapfen 24 schwenkbar an einem am Maschinengestell 1 befestigten Bock gelagert und kann mit Hilfe des Handhebels 25 aus der in Fig. 1 und 2 gezeigten Stellung gegen den Maschinentisch 4 zu ein- und abwärts geschwenkt werden.
Die erwähnten Anschlagbolzen sind in den seitlichen Schenkeln 23a, 23b des Körpers 2,3 angeordnet. Der Schenkel 23b ist um so viel schmäler ausgebildet, als der Schenkel 23a, dass beim Einfahren des Tisches 4 von links her die die Anschlagflächen 17a, 17b tragende Zunge des Körpers 17 frei vor ihm vorbei gehen kann, wenn der Körper 23 in die aus Fig. 2 ersichtliche Stellung geschwenkt ist.
Die Stirnflächen der Anschläge 20 und 21a liegen in einer und derselben, senk recht zur Tischbewegungsrichtung stehenden Ebene. Der dem Anschlag 21a auf dem Schenkel 23b gegenüberliegende Anschlag 21b befindet sich in einer solchen Entfernung von dem erstgenannten, dass beim Abwärts schwenken des Körpers 23 nach dem Einfahren des Maschinentisches 4 in seine durch das Auftreffen der Anschlagfläche 17a auf den Gegenanschlag 20 gegebene rechtsseitige Endstellung auch der Anschlag 21b zu prak tisch spielfreiem Aufliegen auf der An schlagfläche 17b kommt.
Der Tisch wird also durch das Zusammenwirken bder An schlagpaare 17a, 21a und 17b, 21b in einer bestimmten Stellung verriegelt, und zwar wird diese durch entsprechende Einstellung des Anschlagkörpers 17 auf der Leitschiene 18 so gewählt, dass bei gleichzeitiger Verrie gelung des Werkstückspindelstockes 6 gegen über dem Tisch 4 durch die Klinkvorrich tung 14, 16 das Werkstück vor Beginn der Arbeit in der Mittellage gegenüber der Schleifscheibe 12 steht.
Das Anschlagpaar 22a, 22b wird durch die freien Endflächen von Schrauben 27 ge bildet, welche in den Schenkeln 23a und 23b des Anschlagträgers 23 verstellt und durch Gegenmuttern 28 gesichert werden können.
Diese Anschläge werden von Hand symme trisch zu den benachbarten Anschlägen 21a, 21b eingestellt, und zwar auf eine solche Ent fernung, dass sie nach dem Einschwenken in die Lage, in der sie mit den Anschlägen 17a, 17b zusammenwirken, eine Hin- und Her bewegung des Maschinentisches 4 mit Hilfe des erwähnten Zahnstangengetriebes über eine Strecke gestatten, um welche das Werk stück 11 aus seiner Mittellage verschoben werden muss, wenn die Bordinnenflächen 1) und c bis zur Erreichung des geforderten Masses a abgeschliffen werden sollen.
Der zuletzt angedeutete Arbeitsvorgang stellt den Schlussabschnitt in der Bearbeitung der Rollenlagerringe dar und wird erst durchgeführt, nachdem die Laufbahnen in ihrer Breite zwischen den Eckeinstichen auf das geforderte Durchmessermass gebracht sind. Zur Erzielung eines einwandfreien Schliffes muss aber schon vom Beginn .der Arbeit ab eine Hin- und Herbewegung des Werk stückes gegenüber der Schleifscheibe ange wendet werden.
Dazu genügt es allerdings, nur -die eigentliche Rollenlaufbahn von der Breite a' zu überstreichen; ein Anschleifen der Bordinnenflächen b und c ist noch nicht notwendig. Der Hub des Werkstückspindel- stockes kann entsprechend klein eingestellt werden, ohne dass dabei die gleiche Sorgfalt wie bei der Schlussbearbeitung anzuwenden ist.
Zur Erzeugung der Relativbewegung zwischen Werkstück und Schleifscheibe zu Beginn der Bearbeitung wird erfindungs gemäss ein Taumelscheibengetriebe benützt, durch welches der Werkstückspindelstock 6 in der Führung 5 auf dem Maschinentisch 4 hin- und herbewegt wird, wenn die oben behandelte Verriegelungsvorrichtung, beste hend aus der Klinke 1.4 und dem Bolzen 16, ausgerückt ist.
Die Taumelscheibe 29 ist drehbar auf einem Bolzen 30 am Werkstückspindelstock körper gelagert und erhält ihren Antrieb durch ein Zahnräderpaar 31, 32 von der Werkstückspindel aus. Das Zahnradgetriebe kann auch durch einen andern Antrieb er setzt werden; wichtig ist nur, dass die Dreh zahl der Taumelscheibe in einem bestimmten Verhältnis zur Umlaufgeschwindigkeit des Werkstückes 11 steht. So ist es zum Bei spiel möglich, sie durch einen Kettentrieb un mittelbar von der Kraftquelle aus antreiben zu lassen, die auch die Spindel 7 treibt.
Die Widerlagerrolle 33, die gegen die Taumelscheibe anliegt ist freilaufend auf einer Achse 34 angeordnet, die in zwei Ar men 35 eines als Doppelhebel ausgebildeten Körpers 36 gelagert ist. Dieser sitzt schwenk bar auf einem Zapfen 37, der in zwei Lager stellen 3$ fest mit dem Maschinentisch 4 ver bunden ist.
Der kurze Arm 39 des Hebels 36 arbeitet zusammen mit einer nocken artigen, nach rückwärts gerichteten Verlän gerung 40 der Klinke 14, und zwar in der Weise, dass der Nocken 40 einerseits den Hebel 36 freigibt, sobald die Klinke 14 über den Bolzen 16 am Werkstückspindelstock körper geklappt wird, diesen also gegenüber dem Tisch 4 verriegelt, dass der Nocken 40 anderseits den kurzen Arm 39 des Hebels 36 gegen eine Anschlagfläche am Tisch 4 presst und so die Widerlagerrolle 33 in einer bestimmten Stellung gegenüber der Taumel scheibe 29 festhält, wenn die Verriegelung des Werkstückspindelstockes gegenüber dem Tisch 4 durch Hochschwenken des Hand hebels 14a aufgehoben wird.
Ist der Hebel 36 entriegelt, so liegt die Rolle 33 infolge ihres Eigengewichtes zwar auch auf der am ortsfest verriegelten Werk stückspindelstock dauernd umlaufenden Tau melscheibe 29 auf, bietet ihr aber kein festes Widerlager, sondern schwingt frei um den Zapfen 37.
Der notwendige Kraftschluss zwischen Widerlagerrolle und Taumelscheibe während des Arbeitens der letzteren wird hergestellt durch Zugfedern 41, die bei 42 am. Tisch 4, bei 43 am Werkstückspindelstockkörper an geschlossen sind und diesen dauernd nach rückwärts (auf der Zeichnung nach links) zu ziehen trachten.
Wird die Klinke. 14 in die Verriegelungsstellung über den Bolzen 16 eingeschwenkt, so hat sie den Werkstück spindelstock 6 je nach seiner augenblicklichen Auslenkung aus der Mittelstellung entweder entgegen der Zugwirkung der Federn 41 nach vorwärts zu drücken oder bei der Freigabe des Hebelarmes 39 durch den Nocken 40 seine Rückwärtsbewegung zu unterbrechen, sobald er unter,der Zugwirkung der Federn 41 seine Mittelstellung durchläuft. Der Werkstück spindelstock wird also stets beim Einrücken der Klinke 14 auf den Bolzen 16 in einer solchen Stellung verriegelt, dass das Werk stück der Schleifscheibe gegenüber in Mittel stellung steht.
Dies ist von besonderer Be deutung für Fälle, in denen der Schleif vorgang plötzlich unterbrochen werden muss. Eine Beschädigung der Werkstücke durch Unachtsamkeiten des Arbeiters ist dabei völlig ausgeschlossen.
Da das Mass a mit den verschiedenen Werkstückgattungen wechselt, wird erfin dungsgemäss auch er Hub der Taumel scheibe verstellbar gemacht, und zwar da durch, dass die radiale Einstellung der Wi- derlagerrolle 33 gegenüber der Taumelscheibe 29 geändert werden kann.
Zu diesem Zweck ist die die - Rolle 33 tragende Achse 34 an ihrem einen Ende mit einer Kappe 44 versehen, die bei 45 ein Innengewinde trägt und mit diesem auf einer im Lagerauge 46 festgeklemmten Büchse 47 aufgeschraubt ist. Durch Verdrehen der Kappe 44 über dem Büchsengewinde 45 wird die ganze Achse 34 in der einen oder andern Richtung verschoben und die Rolle 33 dabei mitgenommen, so dass sich die Stelle, in (welcher sie auf der Taumelscheibe 29 aufliegt, radial zu deren Mittelpunkt verschiebt.
Eine Be wegung der Rolle 33 nach aussen bedingt eine Vergrösserung des wirksamen. Taumel scheibenhubes; bei Einstellung der Rolle auf den Mittelpunkt der Scheibe ist die Hub wirkung derselben vollkommen ausgeschaltet.
Um eine ungleichmässige Bearbeitung der Rollenlaufflächen gegen die Bordinnen flächen zu und eine zu starke Abnützung der Schleifscheibe an den Kanten zu vermeiden, ist es wünschenswert, den Werkstückspindel stock in seinen Umkehrstellungen jeweils eine kurze Zeit anzuhalten. Dies geschieht erfindungsgemäss dadurch, dass die Taumelscheibe an ihrer höchsten und tiefsten Stelle (bezogen auf die Mittel ebene) eine Oberflächenform erhält, bei wel cher die kreisförmige Laufbahn der Wider lagerrolle unabhängig von deren radialer Ein stellung auf der Scheibe mit einer Linie glei cher Scheibenhöhe zusammenfällt.
Die wirk same Oberfläche der Taumelscheibe muss zur Erfüllung dieser Forderung aus vier Sek toren zusammengesetzt sein, von denen zwei diametral einander gegenüberliegende den ansteigenden und abfallenden Ast des rela tiven Rollenweges bestimmen, während die beiden andern, von ihnen eingeschlossenen Sektoren die ohne Höhenänderung zu durch laufenden Wegstrecken ergeben müssen. Die Taumelscheibe setzt sich daher zusammen. aus den beiden spiegelbildlich gleichen Sek toren I und II, welche je einen Ausschnitt aus einem keilförmigen Körper mit dem Drei eck ABC (Fug. 4e) als Querschnittsform bilden.
Man kann sich die Sektoren I und II auch entstanden denken als Ausschnitte aus einem geraden Kreiszylinder, der durch eine n zu seiner Achse unter dem Winkel CAB der Keilfläche geneigte Ebene abgeschnitten worden ist. Der Ausschnitt ist so gewählt, dass die niedrigste Stelle der Taumelscheibe in der Ebene des untern Punktes A des Keilquerschnittes liegt, während die Er hebung des höchsten Scheibenpunktes über die durch die Strecke<I>AB</I> zur Darstellung kommende Grundfläche des Keils durch den Endpunkt C der Strecke BC gegeben ist. Die Strecke BC stellt also den grösstmöglichen Scheibenhub dar.
Die beiden Keilsektoren I und II sind durch Zwischenschaltung von Kegelaus schnitten III und IV so miteinander verbun den, dass die Taumelscheibe eine kreisrunde Umfangsfläche erhält und die die Sektoren I und II verbindenden Flächenstücke durch zur Drehachse der Taumelscheibe konzen trisch geführte Zylinderschnitte in Kreis linien geschnitten werden, deren Entfernung von der Grundfläche des Keils<I>ABC</I> über die Länge eines jeden Schnittes konstant ist.
Dies bedingt, dass der Sektor III als Ober fläche eines Aussenkegels mit dem Taumel scheiben-Mittelpunkt M als Spitze und der Strecke A'M' als Grundkreishalbmesser, der Sektor IV dagegen als Oberfläche eines Hohlkegels mit M als Spitze und der Strecke M''C' als Grundkreishalbmesser ausgeführt: ist. In den Fig. 4a und 4b sind zur Verdeut lichung der vorstehenden Erklärungen je vier Linien gleicher Höhe (1-1 bis 4-4) eingezeichnet, Fig. 4d zeigt die Abwicklung der halben Rollenbahn bei Einstellung des Rollenlaufbahn-Halbmessers auf die Strecke <B>310.</B> Solange die Rolle sich auf der Strecke 0A" bewegt, steht der Werkstückspindel- stoek still.
Auf der Strecke A"C" wird er durch die T'aumelscheibe gegen den Schleif spindelstock zu vorgeschoben, und zwar um die Strecke B"C". Von der Erreichung des Punktes C" ab tritt wieder Stillstand in der Bewegung ein. Von Punkt 0' ab wieder holen sich die Bewegungen in der umge- kehrten Reihenfolge. _ Man erkennt, dass für jede mögliche radiale Einstellung der Widerlagerrolle 33 gegenüber der Taumelscheibe 29 das Ver hältnis der Bewegungs- zu den Stillstands zeiten des Werkstückspindelstockes für eine gegebene Ausführung der Taumelscheibe konstant ist und dass es bestimmt wird durch das Verhältnis der Zentriwinkel zweier be nachbarter Sektoren, zum Beispiel I und IV, zueinander.
Um für das Taumelscheibengetriebe auch bei Einstellung auf kleinste Hübe und auf den Hub Null ein einwandfreies Arbeiten zu gewährleisten, ohne die Widerlagerrolle 33 in einer scharfen Schneide auf der Scheibe ?9 aufliegen lassen zu müssen, ist die letztere zweckmässig erweise in ihrer Mitte mit einer kreisförmig begrenzten Aussparung 48 ver sehen. II. Der Schleifspindelstock.
Der Schleifspindelstock liegt auf einer Platte 50, die den Maschinentisch 4 über brückt, axial unverschieblich auf dem Ma hchinenbett 1 auf. Es wird gebildet von einem Unterschlitten 51 und einem dien Schleifspindelbock 9 tragenden Oberschlit ten 52, die beide gegeneinander und gegen die Platte 50 senkrecht zur Längsachse des Werkstückspindelstockes verschoben werden können.
Der Unterschlitten 51 trägt in bekannter Weise eine Zahnstange 53, in welche ein Kitzel 54 eingreift. Dieses steht über einen Schneckentrieb 55 mit der Beistellwelle 56 in Verbindung, die von einem Handrad 5 7 aus im einen oder andern Sinn gedreht wer den kann.
Erfindungsgemäss ist neben diesem. Hand antrieb für die Schleifscheiben-Feinbeistel lung ein ununterbrochen wirkender mechani- cher Antrieb vorgesehen, der beispielsweise vom Hauptantrieb der Maschine aus unmit telbar oder unter Zwischenschaltung von Stufenscheiben für die Änderung der Über setzungsverhältnisse betätigt werden kann. Er besteht aus einem Ein- oder Mehrfach- Schneckengetriebe 58, dessen Schneckenwelle 59 mit der gewählten Kraftquelle in Verbin dung steht, einer Rutschkupplung 60 und einem Kettentrieb 61, 62, der die Verbindung der vorgenannten Teile mit der Beistellwelle 56 herstellt.
Um die Bedienung der Maschine aufs äusserste zu vereinfachen, ist vorgesehen, dass das oder die Schneckengetriebe 58 dauernd, also auch während der Arbeitspausen, zum Beispiel beim Werkstückwechsel, laufen und dass bei Erreichung des Fertigmasses an einem Werkstück (in bezug auf den Rollen laufbahn-Durchmesser) die Abschaltung des Beistellwellenantriebes von der Beistellwelle selbsttätig vor sich geht.
Dieses Abschalten wird dadurch erreicht, dass in an sich bekannter Weise mit der hinter dem Handrad 57 angeordneten Mass skalenscheibe 63 ein nicht dargestellter An schlag zusammenarbeitet, dem gegenüber die Skalenscheibe so eingestellt werden kann, dass die Drehung der Beistellwelle 56 bei Erreichung des richtigen Durchmessermasses am Werkstück 11 aufgehalten wird. So bald diese Hemmung eintritt, beginnt das mit dem Kettenrad 61 in Verbindung ste hende Glied er Rutschkupplung 60 im andern Kupplungsteil zu rutschen und das oder die Schneckengetriebe 58 laufen leer um.
Ein Schaltknopf 64, der einen -durch eine Druckfeder 65 belasteten Bolzen zu bedienen gestattet, ermöglicht es, den für gewöhnlich durch den Bolzen 66 geschaffenen Kraft schluss zwischen den beiden Teilen der Rutschkupplung 60 aufzuheben, worauf der innere Kupplungsteil durch die Druck wirkung einer Feder 67 vollkommen aus gerückt wird. Dieses Ausrücken empfiehlt sich in den Fällen, wo mit einer längeren Unterbrechung der Arbeit gerechnet werden muss, ohne dass die Maschine ganz abgestellt werden soll.
Soll die Schleifscheibe nach Beendigung eines Arbeitsspiels, das heisst nach Fertig stellung eines Werkstückes, um das Mass der notwendig gewesenen Feinbeistellung -wieder zurückgeführt werden, so kann dies ohne weiteres durch Rückwärtsdrehen der Beistell welle 56 mit Hilfe des Handrades 57 ge schehen. Der innere Teil der Rutschkupp lung 60 bewegt sich dabei im entgegengesetz ten Drehsinn wie der gleichzeitig umlau fende, mit dem Schneckengetriebe 58 ver bundene äussere Kupplungsteil, ohne dass ein übermässiger Kraftaufwand für das Dre hen der Welle 56 notwendig wäre.
Das beschriebene Getriebe gestattet eine ununterbrochene Beistellung der Schleif scheibe in Richtung einer Spanabnahme am Werkstück und damit ein Arbeiten nach dem vom Aussenrundschleifen her bekannten sogenannten Einstechverfahren.
Der Oberschlitten 52 des Schleifspindel- supportes ist während des Arbeitens kraft schlüssig so mit dem Unterschlitten 51 ver bunden, dass er sich in beiden Richtungen vollkommen gleichmässig mit ihm bewegt. Seine Eigenbeweglichkeit wird nur ausge nützt unmittelbar vor Beginn und nach Be endigung der Bearbeitung eines Werkstückes, und zwar um die Schleifscheibe aus der Mit telstellung, die sie beim Ein- und Ausfahren des Werkstückes diesem gegenüber einneh men muss, in die Arbeitsstellung über- oder aus dieser in die Mittelstellung zurückzu führen.
Die Schnellverstellung des Oberschlit tens 52 wird bewirkt durch einen Exzenter trieb 68, dessen Welle 69 mit einem Hand griff 70 im Schlittenkörper gelagert ist und dessen Exzenter zwischen zwei gabelförmigen Leisten 71 im Unterschlitten 51 geführt wird. Diese Anordnung vermittelt die starre Verbindung der beiden- Schlitten miteinan der während des Arbeitens. Der Hub des Exzentertriebes entspricht angenähert der grössten zu erwartenden Verstellstrecke, die, wie oben erwähnt ist, durch die Höhe der Lagerringborde d bestimmt wird.
Der Ver stellweg des Schlittens 52 wird in beiden Richtungen genau begrenzt durch Anschläge 72a, 72b und 73a, 73b, von denen die An schlagflächen 72a, 73a am Oberschlitten, die Flächen 72b, 73b am Unterschlitten angeord net sind. Der Anschlag 72 begrenzt die Vor wärtsbewegung; der Anschlag 73 die Rück wärtsbewegung. Der letztere ist einstellbar, um dem Wechsel in den Schleifscheiben durchmessern Rechnung zu tragen; es fällt ihm nämlich die Aufgabe zu, das Anstossen der Schleifscheibe an den der Schleifstelle gegenüberliegenden (rückwärtigen) Teilen der Werkstücke beim Zurückführen des Schlittens aus der Arbeits- in die Ruhestel lung zu verhindern.
Die Anschläge 72a,<B>721)</B> sind dabei als die unveränderlich festliegen den Ausgangspunkte für die Schleifscheiben verstellung anzusehen; durch sie wird für alle auf der Maschine zur Verwendung kom menden Schleifscheiben der Weg für die Schnellverschiebung aus und in die Scheiben- Mittelstellung festgelegt. III. Die Arbeitsweise der Maschine. Beim Einspannen eines Werkstückes in die Spannvorrichtung 10 ist der Maschinen tisch 4 bei der in Fig. 1 gewählten Darstel lungsweise nach links so weit zurückgezogen, dass der Arbeiter ausserhalb des Bereiches der dauernd umlaufenden Schleifscheibe 12 han tieren kann. Der Werkstückspindelstock 6 ist durch Einklinken der Klinke 14 über dem Bolzen 16 gegenüber dem Maschinentisch verriegelt.
Die Werkstückspindel 7 und mit ihr die Taumelscheibe 29 stehen still. Der Oberschlitten 52 des Schleifspindelsupportes 9 steht in seiner rückwärtigen Stellung; die Anschläge 73a, 73b liegen aufeinander auf. Ober- und Unterschlitten 52, 51 sind ausser dem gemeinsam mit Hilfe des Handbeistell getriebes 53-57 um das Mass der zu erwar tenden Arbeits-Feinbeistellung, beispiels weise 0,15 mm, hinter die Nullstellung der Massskalenscheibe 63 gegenüber dem ihr zu geordneten Ausrückanschlag zurückgescho ben; durch eine nicht dargestellte Sperr klinke kann die Beistellwelle zunächst an einer Bewegungsübertragung auf den Unter schlitten 51 verhindert werden.
Das Schnek- kengetriebe 58, 59 läuft zwar dauernd um, die Rutschkupplung 60 schleift aber infolge des von der Beistellwelle auf das Ketten getriebe 61, 62 ausgeübten Widerstandes. Statt die Beistellwelle durch eine Sperrklinke zu verriegeln, kann man auch die Rutsch kupplung 60 mit Hilfe des Schaltknopfes 64 vollständig ausgerückt halten; wegen der ausserordentlich kleinen Beistellgeschwindig keit, welche die Getriebe 53-62 dem Schleifspindelsupport 9 erteilen, kann übri gens auch auf die Unterbrechung der Fein beistellbewegung während des Werkstück wechsels unter normalen Verhältnissen voll kommen verzichtet werden.
Nach Beendigung der Spannarbeit wird die Werkstückspindel 7 in Umlauf gesetzt. Die Taumelscheibe 29 läuft zunächst leer, da ihr Kraftschluss mit der Widerlagerrolle 33 infolge der Freigabe des Hebelarmes 39 durch den Nocken 40 noch nicht herge stellt ist.
Der Anschlagträger 23 steht in der aus Fig. 1 und 2 ersichtlichen Stellung; An schlag 20 befindet sich in der Bahn der Anschlagfläche 17a und begrenzt somit bei der nunmehr mit Hilfe des Handrades 13 erfolgenden Verschiebung des Tisches 4 nach rechts dessen Weg. Das eingespannte Werk stück 11 steht bei Beendigung der Tischver schiebung in Mittelstellung gegenüber der Schleifscheibe 12.
Darauf wird der Anschlagträger 23 so weit gegen den Maschinentisch zu ge schwenkt, dass die Anschlagflächen 21a, 21b den Doppelanschlag 17a, 17b zwischen sich aufnehmen, womit der Tisch 4 gegenüber dem Schleifspindelstock 9 verriegelt ist.
Die Klinke 14 wird vom Bolzen 16 ab gehoben; der Nocken 40 verriegelt gleich zeitig die Widerlagerrolle 33 gegenüber der Taumelscheibe 29 und die Hin- und Her bewegung des Werkstückspindelstockes über die durch die radiale Einstellung der Rolle 33 gegenüber der Scheibe 29 bestimmte Hub strecke beginnt.
Durch Umlegen des Exzenterhebels 70 wird der Oberschlitten 52 des Schleifspindel- supportes so weit radial gegen die zu schlei fende Rollenlaufbahnfläche des Werkstückes 11 vorgeschoben, dass die Anschläge 72a, 72b aufeinander auftreffen, wobei die Schleif scheibe 12 in unmittelbare Nähe dieser Flä che gelangt. Hierauf wird die Sperrung der Beistellwelle gegebenenfalls gelöst oder die Rutschkupplung 60 mit Hilfe des Knopfes 64 wieder eingerückt, falls das Beistell getriebe überhaupt ausgeschaltet war. So gleich beginnt im letzteren Fall das ununter brochene Zustellen der Schleifscheibe 12 gegen das Werkstück 11 und damit nach kurzer Zeit die Spanabnahme.
Diese setzt sich fort, bis die Massskalen scheibe 63 gegenüber dem ihr zugeordneten Anschlag ihre Endstellung und das Werk stück damit das Fertigmass hinsichtlich des Rollenlaufbahndurchmessers erreicht hat. Die Beistellwelle wird in diesem Augenblick durch den Nullanschlag der Skalenscheibe wieder stillgesetzt; die -Rutschkupplung schleift. Es folgt nun die Bearbeitung des Werk stückes in. bezug auf die Erzeugung der Rol lenlaufbahnbreite mit dem Mass a.
Der Werkstückspindelstock selbst wird durch Zurückklappen der Klinke 14 über den Bolzen 16 wieder gegenüber denn Tisch 4 ver riegelt, die Taumelscheibe 29 gleichzeitig auf Leerlauf geschaltet; das Werkstück 11 steht in Mittelstellung gegenüber der Schleif scheibe. Der Anschlagträger 23 wird vollends nach innen geschwungen, so dass die An schläge 22a, 22b den Anschlägen<B>178,</B> 17b gegenübertreten.
Die einander zugeordneten Anschlagflächen stehen um eine gewisse Strecke voneinander ab, und zwar ist das Spiel so gross bemessen, dass der Werkstück spindelstock nach beiden Seiten so weit aus einer Mittellage verschoben werden kann, als zur Erzeugung des geforderten Masses a zwischen den Bordinnenflächen der Lager ringe durch die Stirnseiten der Schleifscheibe notwendig ist.
Für die Ausführung dieser Arbeit wird der Maschinentisch 4 mit dem auf ihm verriegelten Werkstückspindelstock mit Hilfe des Handrades 13 zuerst langsam nach der einen, dann nach der andern Seite jeweils bis zum Auftreffen der einander zu geordneten Anschlagpaare aufeinander ver schoben. Mit der Erreichung der Endstel lungen ist der ganze Bearbeitungsvorgang beendet.
Das Feinbeistellgetriebe des Schleif- spindelsupportes wird, nachdem das Werk stück in die Mittelstellung gegenüber der Schleifscheibe zurückgeführt ist, in seine Anfangsstellung zurückgedreht und der Oberschlitten 52 durch Umlegen des Exzen terhebels 70 bis zum Auftreffen des Anschla ges 73a auf dem Gegenanschlag 73b schnell zurückgestellt, womit auch die axiale Mittel stellung der Schleifscheibe gegenüber dem Werkstück erreicht wird.
Die Maschine ist für ein neues Arbeits spiel vorbereitet.