CH160029A - Einrichtung zur Steuerung eines elektrischen Stromes, insbesondere zwecks Regelung elektrischer Maschinen. - Google Patents
Einrichtung zur Steuerung eines elektrischen Stromes, insbesondere zwecks Regelung elektrischer Maschinen.Info
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Description
Einrichtung zur Steuereng eines elektrischen Stromes, insbesondere zwecks Regelung elektrischer Maschinen. Es sind bereits zahlreiche. Anordnungen vorgeschlagen worden, die eine elektrische Grösse hei. einem Verbraucher, zum Beispiel einer elektrischen 1Vlaschin.e mittelst gesteuer ter Entladungsstrecken beeinflussen. Ver wendet man Elektronenröhren, so hat man zwar den Vorteil einer kontinuierlichen Steuerung; bei den üblichen Spannungsver hältnissen, insbesondere bei der Steuerung von Maschinen, würde sich jedoch ein zu grosser Spannungsabfall ergeben.
Man wird daher, wie bereits vorgeschlagen ist, vor zugsweise gittergesteuerte Dampfentladungs- gefässe verwenden, die den Vorteil eines sehr kleinen Spannungsabfalles haben. Bei den bekannten Schaltungen wird der dem Ver braucher zugeführte Strom und die Span nung hinsichtlich der Grösse geregelt. Viel fach, insbesondere beim Betrieb elektrischer Maschinen, ist nun die Aufgabe gestellt. Grösse, Richtung und Zeitdauer des einem Verbraucher zuzuführenden Stromes zu steuern.
Bisher behalf man sich in der Weise, dass die Steuerung der Energie durch Widerstände und Umschalter in den Haupt kreisen erfolgte. Gemäss der vorliegenden Erfindung kann man nun die gestellte Auf gabe auch mit gittergesteuerten Dampfent- la.dungsgefässen lösen, und zwar wird der einem Verbraucher von einer Speisewechsel spannung zugeführte Strom allein durch die Beeinflussung der Gittersteuerung minde stens zweier Gruppen gittergesteuerter Dampfentladungsstrecken bestimmt,
von denen in jedem Augenblick höchstens eine einer möglichen Richtung zugeordnete Gruppe leitend ist und die zu dieser Gruppe gehörenden gittergesteuerten Dampfentla.- dungsstreeken einzeln gesteuert werden, während sämtliche übrigen Entladungs strecken gesperrt sind.
Die Vorteile, die die vorliegende Erfin dung bietet, sollen an einem Anwendungs beispiel kurz erläutert werden. Es möge sich um einen rauhen Betrieb, zum Beispiel einen reversierbaren Walzwerksantrieb, handeln. Auf Grund der vorliegenden Erfindung ist es nun möglich, einerseits normale Gleich strommotoren zu verwenden, anderseits auf jegliche Schalter, die bei einen rauhen Be trieb und häufiger Umschaltung besonders störanfällig sind, in den Motorkreisen zu ver zichten. Von besonderer Bedeutung ist die Erfindung für selbsttätige Regelungen.
In den Fig. 1 bis 5 der Zeichnung sind verschiedene Schaltanordnungen als Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Zu nächst soll die Wirkungsweise der Erfindung anhand der Fig. 1 .erläutert werden.
Das Wechselstromnetz speist über eine Primärwicklung 1 und die beiden Sekundär wicklungen mit den Wicklungsteilen 8-11 eines Transformators. und die Gleichrichter- gruppen 2 und 3 den Verbraucher 16, bei spielsweise eine zusätzliche Wicklung einer elektrischen Maschine. Im zunächst betrach teten Zeitabschnitt möge den Gittern 12 und 13 .der Gruppe 2 eine positive Spannung ge geben sein, so.dass die Gruppe 2 im Sinne des ausgezogenen Pfeils dem Verbraucher 16 Strom liefert.
Zu gleicher Zeit möge den Gittern 14 und 15 der Gruppe 3 eine solche negative Spannung gegeben sein, dass die Gruppe 3. keinen Strom liefern kann. Wäh rend eines andern Zeitabschnittes möge die Spannung der Gitter der Gruppe 2 negativ ünd die der Gitter der Gruppe 3 positiv ge wählt werden. Dann erfolgt die Stromliefe rung im Sinne des gestrichelten Pfeils.
Die Gittersteuerung ist in. der Fig. 1 nicht näher angegeben; sie kann in an sich bekannter Weise geschehen durch einen Kommutator, einen Gittertransformator, einen Drehtransformator oder eine veränderliche Gleichspannung. Die Veränderung -der Git tersteuerung kann von Hand oder selbsttätig geschehen. Bei der geschilderten Betriebs weise ist es nicht erforderlich, dass eine Sym metrie hinsichtlich der elektrischen Grössen der beiden Gruppenkreise besteht.
So ist zum Beispiel eine Strumbegrenzung bei der Gruppe 3 dadurch vorgesehen, dass@ ein zu sätzlicher Widerstand 17 in den Stromkreis eingeschaltet ist.
In der Fig. 2 ist eine andere Ausfüh rungsform dargestellt. Die Gruppen von Entladungsgefässen sind hier in zwei Paare 21 und 24 bezw. 22 und 2'3 aufgelöst, wobei die Entladungsgefässe 21 und 24 mit den Ka thoden 25 und 28 und Anoden 29 und 32 die eine Stromrichtung und die Entladungs gefässe 22 und 23 mit den Kathoden 26 und 27 und Anoden 3-0 und 31 die andere Strom richtung in dem Verbraucher 33 hervorrufen. Bei der Anordnung nach Fig. 2 vermeidet man
eine zweite Sekundärwicklung des Transformators, so dass der Transformator nur aus den Sekundärwicklungen 19 und 20 und der Primärwicklung 18 besteht.
Auch in einer Brückenschaltung entspre chend der Fig. 3 lassen sich die einzelnen Entladungsgefässe anordnen, wenn zum Bei spiel der Brücke bei 42 und 43 vom Trans formator Spannung zugeführt wird und der Gleichstrom an den Brückenknoten 44 und 45 dem Verbraucher 33 zugeleitet wird. Während eines bestimmten Zeitintervalles soll Strom durch den Verbraucher 33 im Sinne der ausgezogenen Pfeile fliessen.
Es sind dann in der einen Halbperiode des Wechselstromes die Entladungsgefässe 75 und 76 stromdurchlässig, während alle andern stromundurchlässig sind. In der andern Halb periode sind die Entladungsgefässe 77 und 78 leitend. Erfolgt die Stromlieferung im Sinne des punktierten Pfeils, so sind die Entla dungsgefässe 79 und 80 bezw. 81 und 82 an ,der Stromleitung beteiligt. Selbstverständ lich kann man auch die acht einzelnen Ent ladungsgefässe in vier Entladungsgefässen mit einer Kathode und zwei Anoden zusam menfassen; also zum Beispiel 75 und 77, 79 und 81, 76 und 80, 78 und 82.
In der Fig. 4 ist ein Anwendungsbeispiel ;der Gittersteuerung für die Spannungsrege lung einer elektrischen Maschine durch geführt. Eine Antriebsmaschine 46 treibt einen Ein- oder Mehrphasengenerator 47 an, ,der das Netz 83 speist. Die Erregerwicklung 49 erhält Strom von .der Erregermaschine 48, die zwei Feldwicklungen 50 und 51 besitzt. Die Feldwicklung 50 des Generators 48 ist selbst oder fremd erregt.
Die zusätzliche Feldwicklung 51 wird vom Transformator 84 mit der Primärwicklung 74 und den Sekundärwicklungen 72 und 73 über die Dampfentladungsgefässe 60, 61, 62 und 63 gespeist. Die Gitterkreise erhalten neben ge eigneten negativen Gleichvorspannungen 58, 67 und 70 Wechselspannungen durch die Transformatoren 56, 57, 71 bezw. 68, 69. Wie aus. der Fig. 4 zu ersehen ist, wird jedes Entladungsgefäss, das heisst jede Entladungs strecke, einzeln gesteuert. Durch die Einzel steuerung wird es ermöglicht, dass jede Ent ladungsstrecke zu dem vorgesehenen Zeit punkt leitend wird.
Weiter ist ein span nungsabhängiger Schalter 85 mit einer Span nungsspule 52 und einem Kontaktstück 53, welches je nach der Spannung Kontakt mit 54 oder 55 macht, vorgesehen.
Der Steuervorgang möge etwa. wie folgt verlaufen Durch Entlastung steige die Spannung des Generators 47. Dieses hat zur Folge, dass der Schalter 85 den Transformator 68, 69 bei 55 abschaltet und den Transformator 56, 57, 71 bei 54 zuschaltet. -Die Gitter 59 und 64 der Entladungsgefässe 60 und 63 werden jetzt zeitweise positiv, so dass die Entladungs gefässe 60 und 63 leitend werden. Der Wick lungssinn der Spule 51 ist nun so, dass ihr Feld dem Feld der Wicklung 50 entgegen wirkt. Die weitere Folge ist, dass die Span nung des Generators 48 bezw. 47 zurückgeht. Der spannungsabhängige Schalter 85 fällt ab, schaltet den Transformator 56, 57, 71 ab und den Transformator 68, 69 zu.
An Stelle der Entladungsgefässe 60 und 63 sind nun mehr die Entladungsgefässe 61 und 62 in folge der zeitweise positiven Gitter 66 und 65 stromführend, so dass sich der Strom in der Spule 51 umkehrt und das Feld der Wick lung 50 verstärkt, das heisst die Spannung des Generators 48 bezw. 47 erfährt eine Er höhung. Die Schnelligkeit des Regelvor- güges, der wie oben beschrieben tirillartig verläuft, Hängt, abgesehen von den Induk- tivitäten, von der Trägheit des Schalters 85 ab.
Da dieser Schalter nur -kleine, praktisch leerlaufende Transformatoren zu- und ab schaltet, kann man ihn im Gegensatz zu an dern Schnellschaltern sehr klein halten und ihn zur Erhöhung der Empfindlichkeit nach Art eines polarisierten Relais ausbilden.
Eine Regelung der Gitterspannung kann auch mit Hilfe eines Drehtransformators in fester mechanischer Kupplung, gegebenen falls unter Verwendung einer Übersetzung, mit einem Drehfeldmagneten erfolgen. Eine dementsprechende Schaltanordnung zeigt Fig. 5. Ein von der Spannung des Genera- tors 42 gespeister und abhängiger Drehfeld- kn 86 ist durch die Welle 87 mit dem Drehfeldtransformator 88 gekuppelt und wird durch irgend eine nachgiebige Spann vorrichtung 89 am Umlaufen verhindert.
Auf .der Achse 87 sind im DreItfeldtransfor- mator 88 zwei Spulen 90 und 91 in einem Phasenwinkel gegeneinander verschoben so angeordnet, dass sie den Gittertransformato ren 56, 57, 71 bezw. 68, 69 Spannungen zu führen, die beispielsweise annähernd 180 gegeneinander verschoben sind. Durch den spannungsabhängigen Drehfeldmagneten wird die Achse 87 nach rechts oder links gegen die Richtkraft 89 verdreht und damit auch die Spulen 90 und 91 im Feld des. Dreh transformators 88.
Für den Fall, .dass der Drehfeldtransfor- mator 88, 90, 91 einphasig gespeist wird, ist Amplitude und Phase der in den Spulen 90 und 91 induzierten und den Gittertransfor matoren zugeführten Spannung veränderlich. Für eine zwei- oder dreiphasige Speisung ist die Amplitude konstant- und die Phase ver änderlich, so dass immer eine Einwirkung auf die Entladungsröhren durch die Gitterwech selspannungen stattfindet.
Erwähnt sei noch, .dass in den Anordnun gen nach Fig. 4 und 5 die Gitter durch die Batterien 58, 67 und 70 vorzugsweise so negativ vorgespannt werden, dass die Entla- dungs..gefäss,e ohne überlagerte Wechselspan- nung undurchlässig sind und nur durch die positive Halbwelle der Wechselspannung bezw. zusammen mit der Phasenverschiebung der Gitterspannung gegen die Anodenspan nung früher oder später leitend werden.
Selbstverständlich kann auch der Erfin- dungSgedanke bei Verbrauchern Anwendung finden, bei denen mehr als zwei Stromrich tungen möglich sind, beispielsweise bei Ver brauchern mit Stromverzweigung. Um dann die Stromrichtung in den verschiedenen Zweigen des Verbrauchers in dem einen oder andern Sinne steuern zu können, sind dann eine entsprechende Anzahl von Gruppen von Entladungsgefässen mit entsprechender Git tersteuerung notwendig.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Steuerung eines elek trischen Stromes, insbesondere zwecks Rege lung elektrischer Maschinen, mittelst gitter gesteuerter Dampfentladungsgefässe, dadurch gekennzeichnet, dass Grösse, Richtung und Zeitdauer des dem Verbraucher von einer Speisewechselspannung zugeführten Stromes allein durch die Beeinflussung der Gitter mindestens zweier Gruppen gittergesteuerter Dampfentladungsstrecken gesteuert werden;von denen in jedem Augenblick höchstens eine einer möglichen Richtung zugeordnete Gruppe leitend ist und die zu dieser Gruppe gehören den gittergesteuerten Dampfentladungs- strecken einzeln gesteuert werden, während sämtliche übrigen Entladungsstrecken ge sperrt sind. UNTERANSPRüCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass@ der Ver braucher (16 bezw. 33) mit der Speise wechselstromquelle über zwei Gruppen zu je zwei Entladungsstrecken (4, 5; 6, 7 bezw. 21, 24; 22, 23) in Verbindung steht.2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Gruppen von Entladungsstrecken (21, 24; 22, 23) aus Entladungsgefässen mit eindeutiger Stromrichtung bestehen, und ,dass je ein Entladungsgefäss der einen Gruppe und eines .der andern Gruppe einander gegensinnig parallel geschaltet sind und einen Zweig einer Brücken anordnung bilden, in deren einer Diago nale der Verbraucher (33) liegt, während an den Eckpunkten der andern Diagonale die speisende Wechselspannung liegt.3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die beiden an dern Zweige der Brücke von einer Trans formatorwicklung mit Mittelanzapfung gebildet werden. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass in jedem Brückenzweig je zwei gegensinnig paral lel geschaltete Entladungsstrecken mit eindeutiger Stromrichtung geschaltet sind (Fig. '3). 5. Einrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass in jedem Augenblick je eine Entladungsstrecke jedes Brückenzweiges gleichsinnig ge steuert ist.6. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Verbrau cher über zwei Gruppen (2 und 3) von je zwei Entladungsstrecken (4, 5 bezw. 6, 7), deren Kathoden miteinander ver bunden sind, an zwei Speisewechselspan nungen angeschlossen ist (Fig. 1). 7. Einrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Speise- wechselspannung zwei getrennten Sekun- därwicklungen (8, 9 bezw. 10, 11) des selben Transformators entnommen sind. B.Einrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass' die Entla dungsstrecken, deren Kathoden unmittel bar miteinander verbunden sind, zu einem Entladungsgefäss mit gemeinsamer Kathode, und zwei Anoden zusa.mmen- gefasst sind.9. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gitter kreise eine Steuerspannung erhalten, die aus einer negativen Vorspannung und einer wenigstens zeitweilig wirksamen Wechselspannung besteht, die derart be messen sind, dass die .negative Vorspan- nung allein die Entladungsstrecken ge sperrt hällt und das Einsetzen der Ent ladung durch die Wechselspannung ge steuert wird. 10. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Steuerung der Gitter von Hand erfolgt.11. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss die Steuerung der Gitter selbsttätig erfolgt. 12. Einrichtung nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet,.dass die Steuerung der Gitter unstetig ,durch ein von der zu regelnden Spannung gesteuertes Relais erfolgt.<B>13.</B> Einrichtung nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass die Span- nungsänderungen der zu regelnden Span nung stetig durch Verdrehen eines mit einem Drehtransformator fest gekuppel- ten Drehfeldmagnetes auf die Steuer gitter der Entladungsgefässe übertragen werden.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE160029X | 1930-05-10 |
Publications (1)
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|---|---|
| CH160029A true CH160029A (de) | 1933-02-15 |
Family
ID=5680807
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH160029D CH160029A (de) | 1930-05-10 | 1931-05-09 | Einrichtung zur Steuerung eines elektrischen Stromes, insbesondere zwecks Regelung elektrischer Maschinen. |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH160029A (de) |
-
1931
- 1931-05-09 CH CH160029D patent/CH160029A/de unknown
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