CH160034A - Einrichtung zum Löschen des Lichtbogens in Metalldampfventilen durch von Funkenstrecken parallel zum Lichtbogen geschaltete Kondensatoren. - Google Patents

Einrichtung zum Löschen des Lichtbogens in Metalldampfventilen durch von Funkenstrecken parallel zum Lichtbogen geschaltete Kondensatoren.

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CH160034A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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Description


  Einrichtung zum Löschen des Lichtbogens in     Netalldampfventilen    durch von       Fankenstreeken    parallel zum Lichtbogen geschaltete Kondensatoren.    Für das Löschen des Lichtbogens. in  Metalldampfventilen sind     Einrichtungen    be  kannt, bei welchen zum raschen Einschalten  von Kondensatoren, mit oder ohne     Vorspan-          nung,    parallel zum Lichtbogen Funken  strecken dienen. Die Zündung der Funken  strecken erfolgt dabei durch einen     Zündtrans-          formator,    dessen sekundäre     Zündwi:eklung     im     Entladekreis    des Kondensators liegt, und  zwar in Reihe mit der Funkenstrecke.

   Für  die     Wirksamkeit    einer solchen     Einrichtung     ist es wichtig, dass der     L4ntladestrom    des     Kon-          densators    einen möglichst grossen Scheitel  wert erreicht. Aus diesem Grunde muss der       Entladekreis    des     Kondensators    möglichst  geringen     Widerstand    und verschwindend  kleine     Induktivität    besitzen.

   Da sich nun bei  den beschriebenen Einrichtungen die     Zünd-          wicklung    des     Zündtransformators    für die  Funkenstrecke im     Entladekreis    des     Konden-          sators    befindet, muss dieselbe durch eine be  sondere Vorrichtung im Moment des     Zündens       der Funkenstrecke überbrückt werden. Diese  Überbrückung der     Zündwicklung    kann durch  eine dritte Elektrode erzielt werden, welche  in den Bereich des Funkens der Funken  strecke angebracht ist.

   Der durch die     Zünd-          wicklung    gezündete Lichtbogen     wird    dann  durch     elektromagnetische        Blasung    mit dieser  dritten Elektrode in     Berührung    gebracht. Die  Erfahrung hat nun aber gezeigt,     dass,    zum  Verschieben eines Lichtbogens durch elektro  magnetische     Blasung    bedeutend mehr Zeit be  ansprucht wird als zum Zünden einer Fun  kenstrecke. Dieser Nachteil wird sich beson  ders stark bemerkbar machen, wenn ein Me  talldampfventil mit. Kondensator als Über  stromschutz für     Hochspannungsgleichstrom-          anlagen    verwendet wird.

   Da. infolge der  hohen Spannung die Elektroden der Funken  strecke weit voneinander entfernt werden  müssen, wird für das Verschieben des Licht  bogens an die dritte     Elelztrode    eine     grössere     Zeit benötigt. Jeder     Zeitverlust    bedeutet      aber ein weiteres Anwachsen des Kurz  schlussstromes. Die Vergrösserung der Blas  geschwindigkeit durch Verstärken des Blas  feldes kann     nicht    zu weit     getrieben    werden,  da sonst die Gefahr besteht, dass der Licht  bogen erlöscht, bevor er die     dritte    Elektrode  erreicht hat.  



  Die Erfindung betrifft nun eine Einrich  tung zum Löschen des Lichtbogens in Metall  dampfventilen durch von Funkenstrecken  parallel zum Lichtbogen geschaltete Konden  satoren, wobei     in    den     Entladekreis    der Kon  densatoren     mindestens    zwei Funkenstrecken  in Reihe geschaltet sind, und die eine der  Funkenstrecken durch eine ausserhalb des       Entladestromkreises    liegende     Zündwicklung     eines     Zündtransformators    zum Zünden ge  bracht wird,

   bei der     erfindungsgemä3    die  metallische     Verbindung    zwischen mindestens  zwei Funkenstrecken über die     Zündwicklung     des     Zündtransformators    mit dem     positiven     oder .dem     negativen    Leiter des zu schützen  den Gleichstromnetzes     verbunden    ist.  



  Die     Einrichtung    gemäss, der Erfindung  hat den bekannten     Einrichtungen    gegenüber,  wobei zur Löschung des Lichtbogens in     Me-          talldampfventilen    die Zündwicklung des       Zündtransformators    im     Momentdes        Zündens     überbrückt wird, den Vorteil, dass, die Über  brückung dieser     Zündwicklung    und die Ent  ladung des     Kondensators    fast gleichzeitig er  folgen, mindestens aber in einer solchen zeit  lichen Aufeinanderfolge, dass der Löschvor  gang rascher vor sich geht als bei den be  kannten Einrichtungen.

   Bei der Einrichtung  gemäss der Erfindung wird also für die völ  lige Schliessung .des     Entladestromkreises    für  den Kondensator weniger Zeit beansprucht,  der     Kurzschlussstrom    wird daher kleinere       Maximalwerte    erreichen und     früher    gelöscht       werden,    als bei .den     bekannten    Einrichtungen.  



  In :der     Zeichnung    sind in     Abb.    1 und 2       Ausführungsbeispiele    der Erfindung dar  gestellt. In     Abb.    1 sind die beiden Gleich  stromleitungen einer     Hochspannungs-Gleich-          stromanlage    mit 1 und 2 bezeichnet. 3     ist    das  als     Überstromschutz    dienende Ventil, zu wel-         chem    der     Kondensator    5 über die Funken  strecken 6 und 12 parallel     beschaltet        wird.     Der     Zündtransformator    4 besitzt drei Wick  lungen.

   Die Primärwicklung 4a ist vom  Hauptstrom durchflossen,     4u    ist die Zusatz  erregerwicklung, durch welche der Transfor  mator zusätzlich im Gegensinne zur Wick  lung 4a magnetisiert wird, um ein Anspre  chen .der Funkenstrecken bei Belastungs  stössen innerhalb des     Normalstrombereiches     zu verhindern. Die     Zündwicklung    für die  Funkenstrecke ist mit 4c bezeichnet. Das  Leiterstück     zwischen    den beiden Funken  strecken 12 und     6i    und damit je eine Elek  trode derselben ist über den Widerstand 13  und die Zündwicklung 4c mit dem Minus  leiter des Netzes verbunden.

   Bei Normal  betrieb herrscht an den Hörnern der Funken  strecke 12 die volle Betriebsspannung des       Gleichstromnetzes,    an der     Funkenstrecke    6  dagegen ist keine Spannung vorhanden, weil  ihre andere Elektrode ebenfalls über den  Widerstand 16 mit der negativen Leitung in       Verbindung    steht. Beim Auftreten eines       Überstromes.        wird    durch die in :der Wicklung  4c     induzierte    Spannung das Potential des  Leiterstückes zwischen den Funkenstrecken 12  und 6 unter das Potential der Minusleitung  des Netzes abgesenkt, wodurch :der Über  schlag an der Funkenstrecke 12 eingeleitet  wird.

   Durch den hierbei     entstehenden    Licht  bogen an der Funkenstrecke 12 wird die eine  Elektrode :der Funkenstrecke 6 mit dem  Plusleiter des Netzes verbunden, so dass nun  mehr auch die Funkenstrecke 6 anspricht und  der Kondensator 5 parallel zum Ventil 3 ge  legt ist. Um den Lichtbogen an der Funken  strecke 12 auszulöschen, welcher nach erfolg  ter Entladung des Kondensators 5 durch den  Reststrom von der     Plusleitung    über Funken  strecke 12, Widerstand 13, Wicklung 4c nach  der Minusleitung eventuell erhalten bleiben  kann, wird die     Funkenstreeke    12 mit Hör  nern und einer     Blasspule    11 versehen.

   Um  auch bei hohen     Spannungen    das Löschen der  Hörner zu     sichern,    wird     in    deren Bereich eine  Hilfselektrode 14 angebracht, welche über  einen     Kondensator    15 mit dem einen Horn      in Verbindung steht. Sobald der aufsteigende  Lichtbogen die Elektrode 14 berührt, wird er  zum Teil durch den     Kondensator    15 kurz  geschlossen, wodurch dieser Teil des Licht  bogens erlischt. Zwischen der Elektrode 14  und dem andern Horn bleibt der     Liehtbogen     nur so lange bestehen, bis der     Kondensator    15  aufgeladen ist.

   Die     Blasspule    11 dient zu  gleich auch als Drosselspule und verhindert,  dass im     Kurzschlussfall    ein zu grosser Aus  gleichstrom in der Wicklung 4b fliessen kann,  wodurch die zum Zünden der Funkenstrecke  nötige     Spannung    vernichtet     würde.     



  Die. Zündwicklung     4e-    kann anstatt mit  der Minusleitung auch mit der Plusleitung       des    Netzes verbunden werden     (Abb.    2). In  diesem Falle herrscht bei Normalbetrieb an  der Funkenstrecke 1? die Potentialdifferenz  Null, an der Funkenstrecke 6 aber die volle  Betriebsspannung. Beim Ansprechen des       Überstromschutzes    wird infolgedessen die  Funkenstrecke 6 vor 12 gezündet.  



  In der     Abb.    2 ist ein Beispiel dargestellt,  in welchem die Zündwicklung 4e zugleich  auch als Erregerwicklung für die zusätzliche       Ma.gnetisierung    des     Zündtransformators    ver  wendet wird. In diesem Beispiel ist ferner die  Zündwicklung 40 mit der     Plusleitung    des  Netzes verbunden, dementsprechend spricht       die        Funkenstrecke    6 zuerst an und ist darum    mit     Hörnern    und     Blasspule    versehen.     Im     übrigen ist die Arbeitsweise dieser Anord  nung dieselbe wie in     Abb.    1.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Löschen des Licht bogens in Metalldampfventilen durch von Funkenstrecken parallel zum Lichtbogen ge schaltete Kondensatoren, wobei in den Ent- ladekreis,der Kondensatoren mindestens zwei Funkenstrecken in Reihe geschaltet sind und die eine der Funkenstrecken durch eine ausserhalb des Entladestromkreises liegende Zündwicklung eines Zündtransformators zum Zünden gebracht wird, dadurch gekennzeich net, dass die metallische Verbindung zwischen mindestens zwei Funkenstrecken über ;
    die Zündwicklung des Zündtrausformators mit dem positiven oder dem negativen Leiter des zu schützenden Gleichstromnetzes verbunden ist. UNTERANSPRUCH: Einrichtung nach Patentansrpuch, da durch gekennzeichnet, dass der Lichtbogen der durch die Zündwicklung gezündeten Fun kenstrecke durch einen Kondensator teilweise überbrückt wird.
CH160034D 1931-01-29 1932-01-23 Einrichtung zum Löschen des Lichtbogens in Metalldampfventilen durch von Funkenstrecken parallel zum Lichtbogen geschaltete Kondensatoren. CH160034A (de)

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CH160034D CH160034A (de) 1931-01-29 1932-01-23 Einrichtung zum Löschen des Lichtbogens in Metalldampfventilen durch von Funkenstrecken parallel zum Lichtbogen geschaltete Kondensatoren.

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