Elektrische Anlage mit mindestens einer Entladungsröhre, die eine Gasfüllung, eine Kathode und mindestens zwei Anoden enthält. Die Erfindung bezieht sich auf eine elek trische Anlage mit mindestens einer Ent ladungsröhre, die eine Gasfüllung, eine Ka thode und mindestens zwei Anoden enthält, welche periodisch eine gleich hohe Maximal spannung in verschiedenen Zeitpunkten erhal ten. Die Entladungsröhre kann eine Gleich richterröhre oder eine Leuchtröhre, zum Bei spiel eine Neonröhre sein.
Enthält eine derartige Entladungsröhre zwei oder mehr Anoden und ist keine Hilfs zündvorrichtung vorhanden, so stösst man bei der Zündung auf Schwierigkeiten, die in ähn lichen Entladungsröhren nicht auftreten, in denen nur eine Anode vorhanden ist.
Diese Schwierigkeiten scheinen dem Um stand zugeschrieben werden zu müssen, da.ss in dem Augenblick, in dem die Spannung an einer der Anoden den Höchstwert erreicht, eine oder mehrere der weiteren Anoden sehr stark negativ in bezug auf die Glühkathode sind, wodurch die Feldverteilung in der Ent- ladungsröhre ungünstig für .die Zündung wird.
Gemäss der Erfindung wird dieser Übel stand dadurch beseitigt, dass diesen Anoden einer und derselben Entladungsröhre ge trennte Einschaltvorrichtungen zugeordnet sind, derart, dass bei der Inbetriebsetzung eine der Anoden vor, den andern eingeschaltet werden kann, und dass alle Schalter während des normalen Betriebes eingeschaltet bleiben.
Es wird dadurch erreicht, dass beim Zün den einer Entladungsröhre nur eine Anode unter Spannung gebracht werden kann, wäh rend die weiteren Anoden erst nach erfolgter Zündung angeschlossen werden können.
Dies kann zum Beispiel auf sehr einfache Weise dadurch erzielt werden, dass jede Ano- denzuführungsleitung mit einem besonderen Relais zum Einschalten dieser Anode ver sehen wird, wobei die verschiedenen zu der selben Entladungsröhre gehörigen Relais eine verschiedene Verzögerung haben. Es ist in den meisten Fällen gar nicht nötig, den Re lais absichtlich eine Verzögerung zu geben, da die Relais bereits naturgemäss mit einem verschiedenen Zeitzwischenraum einschalten, der dazu ausreicht, die Zündung an einer ein zigen Anode einzuleiten, bevor die weiteren Anoden unter Spannung sind.
Die Zeichnung veranschaulicht eine bei spielsweise Ausführungsform des, Erfin dungsgegenstandes. Dieses. Beispiel bezieht sich auf .den Fall, in dem zwei Gleichrichter parallel geschaltet sind.
In .der Zeichnung sind die Gleichrichter mit 1 und 2 bezeichnet. Der Gleichrichter 1 weist zwei Anoden 3 und 4 und eine Kathode 5 und der Gleichrichter 2 zwei Anoden 6 und 7 und eine Kathode 8 auf. Die Anoden 3, 4, 6 und 7 sind über Widerstände 9, 10, 11 und 12 mit den Enden der Sekundärwicklung 13 verbunden, von der eine Mittenanzapfung zu :der Gleichstromklemme 14 führt. Die andere Gleichstromklemme 15 steht mit den Mitten anzapfungen der beiden Heizstromtransfor- matoren 16 und 17 in Verbindung.
Die Pri märwicklung 1$ des Transformators steht mit den Wechselstromklemmen 19 und 20 in Ver bindung. In die Zuführungsleitungen zu den Anoden sind Einschaltrelais 21, 22, 23 und 24 eingeschaltet. Diese Reläis sind hier der Einfachheit halber als Schalter dargestellt.
Im dargestellten Fall wird die Zündungs- störung durch den Umstand gefördert, dass zwei Gleichrichter parallel geschaltet sind. Sobald einer dieser Gleichrichter gezündet ist, liegt zwischen Anode und Kathode des zweiten.
Gleichrichters nur noch die Span nung, :die durch den Spannungsverlust im ersten Gleichrichter und in dem Teil des Gleichstromkreises bestimmt wird, zu dem :der zweite Gleichrichter parallel geschaltet ist. In diesem Teil des greises liegen ge wöhnlich der Heizstromtransformator und ein Vorschaltwiderstand. Die auf der Anode des zweiten Gleichrichters stehende Spannung wird daher herabgesetzt,
und diese störende Wirkung wird überdies noch durch die Feld verteilung in. den Gleichrichterröhren infolge des Vorhandenseins von zwei Anoden ver stärkt. Bei dem Einschalten des Wechsel stromes mit Hilfe des Schalters 25 werden alle Relais in Tätigkeit gesetzt, aber infolge der :stets vorhandenen Unterschiede bringt von ,den beiden Relais 21 und 24, die zu den Anoden 3 und 4 der Entladungsröhren ge hören, das eine die Spannung etwas früher auf die zugehörige Anode als das andere, so dass die Zündung stattfindet, bevor die zwei'e Anode Spannung führt.
Die Einschaltung der Entladungsröhre 2 erfolgt auf ähnliche Weise.
Statt verschiedener Relais wäre es auch möglich, gewöhnliche Schalter oder eine Schaltwalze zu benutzen, welche die Anoden einer und derselben Entladungsröhre nach einander einschaltet. Die Anordnung der ver schiedenen Schalter oder Relais kann auf ver schiedene Weise erfolgen. Ist nur ein einziger Gleichrichter mit zwei Anoden vorhanden und sind die Phasenwicklungen des Trans formators gesondert nach aussen geführt, so können die Relais auch in den Verbindungen .der Phasenwicklungen mit der Gleichstrom klemme 14 angebracht werden.
Die Enden der Widerstände 11 und 9 können auch unmittelbar miteinander ver bunden werden, und in die Verbindungslei tung mit dem Ende der Sekundärwicklung kann nur ein einziges Relais aufgenommen werden. Es können. auf ähnliche Weise die Enden :der Widerstände 10 und 12 unmittel bar verbunden werden und in die Verbin dungsleitung mit der Sekundärwicklung kann ein Relais aufgenommen werden. Es werden auf diese Weise in bezug auf die dargestellte Schaltanordnung zwei Relais erspart und es wird trotzdem erzielt, dass die Anoden einer und derselben Entladungsröhre nacheinander eingeschaltet werden.