CH160380A - Verfahren zum Imprägnieren von organischen Zuschlagstoffen für künstliche Massen. - Google Patents

Verfahren zum Imprägnieren von organischen Zuschlagstoffen für künstliche Massen.

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CH160380A
CH160380A CH160380DA CH160380A CH 160380 A CH160380 A CH 160380A CH 160380D A CH160380D A CH 160380DA CH 160380 A CH160380 A CH 160380A
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  Verfahren zum Imprägnieren von organischen Zuschlagstoffen für künstliche     Xassen.       Die     Beimiscliung    von organischen Zu  schlagstoffen in Form -von Holz, Stroh,  Schilf, Kork, Torf und andern ähnlichen  Stoffen zu künstlichen Massen, bei denen die  Verbindung mit wasserhaltigen Bindestoffen  organischer oder mineralischer Natur be  wirkt wird, ist bekannt.  



  Es sind     auell    Verfahren in Vorschlag     ge-          'bracht    worden, die die Verbindungsmöglich  keit der organischen Zuschlagstoffe mit  mineralischen Bindemitteln, in Form von Ze  ment, Gips, Kalk,     Magnesit,        usw.    verbessern  sollen, und zwar durch Behandlung mit  Chemikalien in Form von     Waeserglas,        Bürax-          lösungen,    Kochsalz, Chlormagnesium,     Kalk-          mileh    und andern ähnlichen Stoffen.  



  Um das Material wasserdicht zu machen,  sind auch     Beimisehungen    von bituminösen  Stoffen, beispielsweise Asphalt und Teer, zu       künetlichen    Massen bekannt.  



  Die     Bitumenmasse    wird erhitzt und in  relativ grossen Mengen mit dem Zuschlagstoff  vermengt, wie zum Beispiel nach dem    .deutschen Patent     Nr.   <B>23056.</B> Derart vorberei  tetes Material ist aber in Verbindung mit       wasserlialtigen,    zum Beispiel 'hydraulischen  Bindemitteln mineralischer Art unbrauchbar,  weil es wasserhaltigen Mörtel abstösst.  



  Nachdem aber die zur Verwendung     1,-(>m-          menden    organischen Stoffe     faet    durchwegs  eine grosse     Was-seransaugung    aufweisen und  die vorgeschlagenen Mittel, sie wasserfest zu  machen, das Material untauglich zur Verbin  dung mit     -,vasserhaltigen    Bindemitteln ma  chen, ist es mit Anwendung oben     erwähuter     Mittel nicht möglich, ein Endprodukt herzu  stellen, welches eine entsprechende Festig  keit, Haltbarkeit und Wetterfestigkeit     er-          rei eht.     



  Die bei der Imprägnierung mit wasser  haltigen Lösungen sieh ergebenden Stoffe  verändern naturgemäss ihre Grössenverhält  nisse, und     zwa.r    2 bis<B>5</B>     7o.    Werden also der  art präparierte     Zusehlagstoffe    zu plastischen  Massen verarbeitet, so wird durch das beim  Trocknen eintretende Zusammenziehen der           Zusch.lagstoffe    das Gefüge der Massen ge  lockert und die Festigkeit und     Haltbarkeit-          ungünstig        beeinflusst.     



       Wer-den    die     Zuschlagstaffe    nach der     Im-          prä,gnierung    und vor Verarbeitung mit den  wässerigen Bindemitteln getrocknet, so wird  mit dieser Arbeitsweise keine Verbesserung  erzielt, weil keines der bekannten Verfahren  erreicht,     dass    nach dem Trocknen das Mate  rial wasserunempfindlich -wird.  



  Beim Zusammengeben mit den wasserhal  tigen Bindemitteln saugen die genannten  Stoffe Wasser an; es treten somit die oben  erwähnten Übelstände gleichermassen auf.  



  Durch Anwendung von Kochsalz selbst in  kleinen Mengen, leidet, ausserdem das Fertig  produkt, insbesondere wenn als Bindestoff       Zementmörtel    verwendet wird, weil     Koe,1-i-          salz    auf diesen Stoff zerstörend wirkt.  



  Diese Tatsache ist festgestellt     duroh    Zer  störung von mit Zement hergestellten Bau  teilen, die mit dem salzhaltigen Meerwasser  in Berührung kommen; es ist weiter fest  gestellt,     dass,    selbst     sa.lzhaltige    Luft schon ge  nügt, um     Zerstörungsersclieinungen    herbeizu  führen.  



  Durch die Feuchtigkeit, die, von salz  artigen Imprägniermitteln festgehalten wird,  sind Baustoffe, auf diese bekannte Art her  gestellt, schlechte Isolierstoffe. Ein unter  Verwendung von mit Kochsalz     impr#Lgnier-          tem        Zuselilagstoff    hergestellter Beton ist für       Wohnungszweake,    ungeeignet und ungesund  wegen seines     Feuelltigkeitsgehaltes.     



  <B>-</B> Durch das nach vorliegender Erfindung  angewendete Verfahren können die oben ge  schilderten     Nacliteile    vollkommen vermieden  werden. Das Verfahren beruht darauf,     dass,     als Imprägniermittel eine wässerige Emul  sion von bituminösen Stoffen, die eine ge  wisse     Klebefihigkeit    aufweisen, mit     Calcium-          liydrat.    vermischt, zur Anwendung gelangt.  Diese Emulsion hat durch ihren Gehalt an  klebenden Stoffen eine gute Haftmöglichkeit  mit dein organischen Material, insbesondere  auch Stroh.  



  Das Imprägniermittel kann durch Tau  chen oder Aufspritzen auf den zu imprägnie-         renden    Zuschlagstoff gebracht werden. Nach  dem     '#die    Imprägnierflüssigkeit gut in die  Poren eingedrungen ist, wird eine     pulvpri-          sierte    Mischung von Silikaten, Zement,     Trass     oder dergleichen, von denen ein Teil in  wasserlöslicher Form angewendet wird, zum  Beispiel als     Natronsilikat    in Mischung     init          Trass,    auf das Imprägniergut     aufgestaubt     oder zugemischt.

   Das pulverige trockene Ge  misch bindet die in und an den     organisehen          Zuschlagstoffen    haftende Flüssigkeit und  verbindet sieh mit der klebrigen     Bitumen-          kalkmischung    zu einer unlöslichen, wasser  festen Masse.  



  Dadurch kann bei einer späteren Zugabe  der wasserhaltigen Bindemittel, seien es  mineralische Mörtelbildner oder Leim, oder  kittartige Substanzen der verschiedensten  Art, das     Zusehlagsmaterial    nicht mehr auf  quellen,     sa        dass    beim Trocknen der Masse eine  Zerstörung des     Gefüges    nicht mehr eintreten  kann.  



  Der auf den Zuschlagstoffen erzielte  Niederschlag ergibt einerseits eine feste Ver  bindung mit denselben, anderseits auch einen  natürlichen Verbindungsstoff mit     mine-          ralisahen    Bindemitteln, so,     dass    bei Verwen  dung mineralischer Mörtelbildner nicht nur  eine mechanische, sondern auch eine     ehe-          mische    Verbindungsmöglichkeit mit dem  sonst nicht     bindefälligen    organischen Mate  rial erreicht wird.  



  Unter Verwendung von nach dem Verfah  ren imprägnierten Zuschlagstoffen ist es     mög-          lieh,    künstliche Massen herzustellen, die gute       Isalierfähigkeit,        gTosse        Wütterfestigkeit    und  Haltbarkeit haben; sie können<B>je</B> nach der Art  des, Bindemittels und der Zuschlagstoffe       .stein-,        horn-    oder holzartigen Charakter  haben.  



  Die Masse kann in bekannter Weise zu  Platten, auch     pappenälinlicher    Beschaffen  heit, zu     Fürmstücken-beliebiger    Art, Isolier  platten mit verschiedener Struktur     uiid        Iso-          lierfä,higkeit    verarbeitet oder für     Bauzweeke     in Form     von        Guss-    und     Stampfbeton    an  gewendet werden.      Das Material hat durch Zugabe von  bituminösen Stoffen an sich     insekten-    und       pilzfein#dliche    Eigenschaften..

   Durch     Bei-          inischung    von entsprechenden     Metallsalzen          eD     kann diese     Wirkuno-    noch erhöht werden, so  <B>en</B>       dass    das     31aterial    auch den tierischen und       mykologisehen    Feinden in     denTropenWider-          stand    leisten kann.  



  Die beschriebene     linprägnierung,    gibt den       ZD    t5<B>Z,</B>       Zusehlagstoffen    weiter     feuerhemniende.    Eigen  schaften-; wird dem pulverigen Gemisch noch       201'0    Asbestmehl zugesetzt, so werden diese       Ei,renschaften    erhöht.  



       l#            Ausf        iihruiigsbeisi)iel:       12%     Bitumenemulsion    und<B>8%</B>     Caleium-          hydrat    werden mit Wasser verdünnt und auf  das     organisehe    Material aufgebracht.

   Auf  das     angefeuehtete    Material wird ein     pulve-          ri--es    Gemisch von 40<B>%</B>     Natronsilikat    und  6055     Trass    oder von Material ähnlicher Art       i        auf,        gestaubt        oder        zugemiseht.        Die        Anwen-          dung    richtet sich     naeh    dem Material, das     ver-          el     wendet werden soll;

   so ist zum Beispiel bei  Verwendung von Stroh der Gehalt an     kle-          en          benden    Stoffen bei der Imprägnierung zu er  höhen wegen der glatten Oberfläche des  Strohes.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Imprägnieren von arga- nischen Zuschlagstoffen für künstliche Mas sen, die mit wasserhaltigen Bindestoffen mineralischer oder orcanischer Natur gebun den werden sollen, dadurch gekennzeichnet, dass eine wässerice Emulsion von bituminö sen, klebenden Stoffen, mit Ca-leiumllydrat. vermischt, auf die organiscben Zuselilagstoffe aufgetragen wird, wonach eine pulverisierte Mischung von Silikaten, die teilweise wasser- löslielien Charakter haben,
    auf gebracht wird. <B>C</B> UNTERANSPRüCHE: <B>1 .</B> Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass durch Zugabe von Metallsalzen zur Imprägnierung ein wirk samer Schutz gegen Fäulnis und Insek ten erzielt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, und<B>Un-</B> teranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass durch Zugabe von Asbestmehl zur Im- prägnierma,sse die Feuerbeständigkeit des Produktes erhöht wird.
CH160380D 1931-04-01 1932-03-31 Verfahren zum Imprägnieren von organischen Zuschlagstoffen für künstliche Massen. CH160380A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE961307C (de) * 1953-08-20 1957-04-04 Rudolf Lawerentz Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern aus vorgetrockneten Holzspaenen

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DE961307C (de) * 1953-08-20 1957-04-04 Rudolf Lawerentz Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern aus vorgetrockneten Holzspaenen

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