CH160453A - Verfahren zur Herstellung von plattenförmigen Gebilden, insbesondere für die Zwecke der Bau- und Isoliertechnik. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von plattenförmigen Gebilden, insbesondere für die Zwecke der Bau- und Isoliertechnik.

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CH160453A
CH160453A CH160453DA CH160453A CH 160453 A CH160453 A CH 160453A CH 160453D A CH160453D A CH 160453DA CH 160453 A CH160453 A CH 160453A
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CH
Switzerland
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plate
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shaped structures
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Application number
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English (en)
Inventor
Halbzellstoff-Industrie A Fuer
Original Assignee
Halbzellstoff Ind Ag F
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Publication date
Application filed by Halbzellstoff Ind Ag F filed Critical Halbzellstoff Ind Ag F
Publication of CH160453A publication Critical patent/CH160453A/de

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21JFIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
    • D21J1/00Fibreboard
    • D21J1/16Special fibreboard
    • D21J1/20Insulating board

Landscapes

  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von plattenförmigen Gebilden, insbesondere für die Zwecke  der Bau- und Isoliertechnik.    Plattenartige Gebilde, sogenannte Wand-,  Bau-, Isolier- und dergleichen -platten und  -pappen haben sich in der Bautechnik und  der Isoliertechnik als Wärme- und Schall  isolierung, aber auch als selbständige Bau  stoffe in vielen Fällen bewährt. Als Roh  stoffe wurden bisher unter anderem benutzt  Torf, Bagasse, Holzabfälle, Grasarten, Stroh  und dergleichen. Bisher ging man bei der  Zerkleinerung aller verwendeten Rohstoffe  meistens so vor, dass man die auf Spezial  maschinen grob zerkleinerten Bestandteile  der Rohstoffe in Mahl- oder     Quetschmaschi-          nen    weiter zerkleinerte und sie oft auch einer  chemischen Nachbehandlung unterzog.

   Nach  andern Verfahren werden zum Beispiel Holz  abfälle unter sehr hohen Druck gesetzt und  durch plötzliches Entspannen bewirkt, dass  die Holzteilchen gewissermassen durch Explo  sion sich weitgehend in ihre Einzelfasern zer  legen. Auch durch Kochverfahren mit und       ohne    Chemikalien in besonders dafür kon-         struierten        Kochern    hat man verschiedene  Rohstoffe, wie     Bagasse    und dergleichen auf  zuschliessen versucht,

   um sie dadurch in  einen für die Herstellung solcher     Platten     und Pappen geeigneten Zustand zu     bringen.     Der Zweck dieser     VorbehandLungsarten    der  verschiedenen Rohstoffe zur     Herstellung    von  solchen isolierenden Platten ist der, die  Pflanzenteile zum     Teil    auch von     Inkrusten.     Staub, Schmutz, Fäulnis und gärungserregen  den Stoffen und dergleichen möglichst zu be  freien, die Faserbündel hinreichend zu  lockern, die Faser geschmeidig und gleich  zeitig möglichst weitgehend keimfrei zu  machen.  



  Die bisher zur Anwendung kommenden  Vorbereitungsverfahren, die auch oft nur  einen Teilerfolg mit sich brachten, erfordern  besondere Spezialmaschinen, die einen hohen  Kraftverbrauch haben und ausserdem     viel    Be  dienung erfordern, also teuer und oft unwirt  schaftlich sind. Mitunter ist die Behandlung      der Rohstoffe auf bisherige Weise so stark,  dass die Fasern in ihrer Festigkeit empfind  lich beeinträchtigt und geschwächt werden.  



  Nach der vorliegenden Erfindung werden  nun solche     Platten    aus Pflanzenstoffen und  dergleichen dadurch hergestellt, dass     vorzer-          kleinertes    pflanzliches Material einer ther  mischen und mechanischen Lockerungs  behandlung unterworfen wird, wobei das     Mla-          terial    in seinem Zusammenhang gelockert in  Faserbündel und Einzelfasern zerlegt wird,  und dass das Gut nach Auswaschen der wert  losen Bestandteile eingedickt, in     plattenför-          mige    Gebilde gebracht und diese getrocknet  werden, so dass sie weitgehend keimfrei sind  und Formveränderungen aus sich heraus  nicht mehr unterworfen sind.

   Der Auf  schluss erfolgt also in billigen Apparaten mit  nur geringem Bedarf an Kraft und Bedie  nung. Dabei ist aber die Behandlung der  Rohstoffe dermassen schonend, dass     dieFestig-          keit    ihrer Fasern nicht benachteiligt wird,  auf der andern Seite aber auch nur das aus  dem Rohstoff entfernt wird, was für die Bil  dung solcher Platten schädlich ist, also zum  Beispiel Staub, Schmutz, gärungs- und fäul  niserregende Stoffe und dergleichen. Durch  diese schonende Behandlung der Rohstoffe,  die nicht weitergeht, als es zur Bildung sol  cher Platten und dergleichen unbedingt er  forderlich ist, ist auch die Verwendung von  an sich kurzfaserigem Rohmaterial ermög  licht, wie Stroh Okumé und dergleichen, das  sich nach den alten Vorbereitungsverfahren  hierzu nicht eignete.  



  Das zweckmässig in Hammermühlen be  sonderer Bauart vorzerkleinerte, dann sor  tierte und von Staubgereinigte Material wird  in einem Behälter einer thermischen Behand  lung mit heissem Wasser von längerer Dauer  mit oder ohne Anwendung von Drucli unter  worfen, wobei dafür Sorge getragen ist, dass  die Masse in diesem Behälter zweckmässiger  weise durch Rührarme und dergleichen in  ständiger Bewegung bleibt. Durch direkte  Zuführung von Dampf heissem Wasser oder  durch indirekte Beheizung wird die     Tempera-          tum    waihrend dieser Behandlung zweckmässig    auf annähernd gleicher Höhe gehalten. Der  Behandlungsflüssigkeit können auch den  Lockerungsprozess begünstigende Chemika  lien, wie zum Beispiel Kalk, Soda und der  gleichen zugesetzt werden.

   Die Behandlungs  temperaturen bewegen sich je nach     dem    zur  Verwendung kommenden Rohstoff     zwischen     50 und 100  C. Die Behandlungsdauer hat  sich nach der Art der zur Verwendung kom  menden Rohstoffe und nach dem angestreb  ten Aufschliessungsgrad zu richten und be  trägt 2 bis 6 Stunden.  



  Sodann wird die in ihrem     Zusammen-          hange    bereits stark gelockerte Masse     zweek-          mnässig    einer Weiterbehandlung in einem  Rühr-, Quetsch- oder Mahlwerk und derglei  chen unterzogen, wobei die noch zusammen  hängenden Faserbündel aufgelöst werden.

    Auch bei dieser Behandlung ist es zweck  mässig die Temperatur in dem Rühr-, Quetsch  oder Mahlwerk und dergleichen gegebenen  falls durch direkte oder indirekte     Zuführun-          von    Wärme auf der für das betreffende     Roh-          in        äterial        a        in        den        Vorbehandlungsbehältern     herrschenden Temperaturen zu halten. Die  Behandlungsdauer beträgt in diesen Rühr-.  Quetsch- oder     Mahl-#verken    und dergleichen       etwa.    15 bis 30 Minuten je nach dem Roh  material.  



  Dann wird der Stoff ausgewaschen und  eingedickt und kann in diesem Zustand zur  Formung der Bau-, Wand-,     Isolierpappen     und -platten und dergleichen in bekannter  Weise Verwendung finden. Gegebenenfalls       li:ann    man zu diesem Stoff auch noch Zu  sätze von     Bindemitteln,    Farben.     Besehwe-          rungsmitteln    und dergleichen machen, uni  die herzustellenden Erzeugnisse wasserfest,  schwer entflammbar, insektensicher, fäulnis  sicher, härter. poröser und dergleichen zu  machen.  



  Der Stoffbrei wird auf den bekannten  Spezialmaschinen gegebenenfalls mit oder  ohne Verdünnung mit     Wasser    in endlose       Plattenbahnen    geformt oder zu Platten und  dergleichen gepresst, geformt und darauf ge  trocknet. Durch die     Vorbehandlung    der Roh  stoffe und die Trocknung der Platten, Pap-      pen und dergleichen sind sie weitgehend  keimfrei gemacht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von platten- förmigen Gebilden, insbesondere für die Zwecke der Bau- und Isoliertechnik, dadurch gekennzeichnet, dass vorzerkleinertes pflanz liches Material einer thermischen und mecha nischen Lock erungsbehandlung unterworfen wird, wobei das Material in seinem Zusam- mnenhang gelockert in Faserbündel und Ein zelfasern zerlegt wird, und dass das Gut nach Auswaschen der wertlosen Bestandteile ein gedickt, in plattenförmige Gebilde gebracht und diese getrocknet werden, so dass sie weit gehend keimfrei sind und Formveränderun gen aus sich heraus nicht mehr unterworfen sind. LNTERAN SPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das vorzer- kleinerte Material entstaubt und sortiert wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die thermische Behandlung in heissem Wasser unter ste tiger Bewegung der Masse bei einer zwi schen 50 bis 100 C liegenden gleich mässigen Temperatur .erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die MVärmebehand- lung durch Zufuhr von Dampf und unter Druck erfolgt.
    PATENTANSPRUCH II Plattenförmiges, nach dem Verfahren des Patentanspruches I hergestelltes Gebilde, da durch gekennzeichnet, dass es aus mechanisch zusammengeformten Faserbündeln und Ein zelfasern pflanzlicher Rohstoffe besteht, die weitgehend keimfrei -und Formveränderungen aus sieh heraus nicht mehr unterworfen sind.
CH160453D 1931-06-13 1931-06-13 Verfahren zur Herstellung von plattenförmigen Gebilden, insbesondere für die Zwecke der Bau- und Isoliertechnik. CH160453A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE29500065U1 (de) * 1995-01-10 1995-06-08 Pacurar, Ananie, 96472 Rödental HLR (Hart, leicht und recyclebar) Pappplatten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE29500065U1 (de) * 1995-01-10 1995-06-08 Pacurar, Ananie, 96472 Rödental HLR (Hart, leicht und recyclebar) Pappplatten

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