CH160463A - Verfahren zur Herstellung photographischer Farbstoffbilder und Kinofilme. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung photographischer Farbstoffbilder und Kinofilme.

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CH160463A
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  Verfahren zur Herstellung photographischer     Farbstoffbilder    und     Kinofilme.       Die Überführung von Silberbildern in       Farbstoffbilder    geschieht meistens auf Um  wegen, indem der     Silberniederschlag    in ehe  mische Verbindungen überführt wird, die  zum Festhalten von Farbstoffen geeignet.

    sind, dies sind die Beizen, oder die Schiebt       selbst.    wird für den Farbstoff verschieden  aufnahmefähig gemacht durch     Gerbung.     Diese Verfahren sind aber umständlich und  zeitraubend, da sie eine sorgfältige Wäs  serung und langsames Anfärben mit verdünn  ten Farbbädern erfordern, bei den     Gerbungs-          bildern    meistens ein vorheriges Trocknen der  Bilder notwendig ist.  



  Es wurde bereits in der Patentliteratur  beschrieben,     Farbstoffbilder    durch Wegätzen  des     überflüssigen    Farbstoffes an den silber  freien Stellen herzustellen. Jedoch fand die  Anwendung dieser     Atzbäder    auf vorbehan  delte Silberbilder statt, indem der Silber  niederschlag vorher in eine als Beize     wir-          kende    Silberverbindung oder in ein     Gerbbild          *erführt    wurde, ferner auch in eine Ver-         bindung,    welche mittelst gekoppelter Reak  tionen ein     farbstoffzerstörendes    Mittel ergab.  



  Vorliegende Erfindung vermeidet die  Nachteile sämtlicher Methoden. Sie ist da  durch gekennzeichnet, dass mit Farbstoff  diffus angefärbte photographische Bilder,  welche aus einem Metallniederschlag be  stehen, in ein     Mittel    gebracht werden, wel  ches auf den Farbstoff örtlich einwirkt, der  art, dass ein     Farbstoffbild    übrig bleibt. Da  durch wird es ermöglicht, direkt von diffus  angefärbten metallischen Silberniederschlag  bildern wahlweise zu positiven oder negativen       Farbstoffbildern    zu gelangen. Man hat in  der Auswahl der Farbstoffe einen grossen  Spielraum, da man Farbstoffe der verschie  denen     Klassen    benutzen kann.

   Man ist in die  Lage gesetzt, in bisher unerreicht kurzer Zeit  ein Silberbild in ein     Farbstoffbild    zu über  führen.  



  Es wurde die überraschende Tatsache  gefunden, dass wenn diffus     vorgefä-rbte    Sil  berbilder in Farbstoff zerstörenden     Mitteln         gebadet werden, die Farbstoffe an Stellen  des Silberbildes     proportional    der vorhandenen  Silbermenge erhalten bleiben und gleichzeitig  das metallische Silberbild ausgebleicht wird.

    Anderseits ist es möglich, durch geringfügige  Änderungen in der Zusammensetzung der  wirksamen Bäder denselben Farbstoff in  einem     ähnlichen        Silberbild    (das heisst gleiche  Emulsion, ähnliche Kopien, Belichtung, Ent  wicklung,     Anfärbung    usw.) so zu entfär  ben, dass im Gegensatz zum vorher genannten  Beispiel derselbe Farbstoff an Stellen     de,4     Silberniederschlages     ausgebleicht        resp.    zer  stört wird.  



  Bei selektiv     farbstoffzerstörend    wirken  den Lösungen, welche oxydierende Substan  zen enthalten und ein     positives    Bild erzeugen,  wurde gefunden, dass diese Wirkung sehr  leicht umschlägt, indem man ein     Negativ    er  hält durch geeignete     Zusammensetzung    der  Bäder,     durch    Zusätze von Substanzen, wel  che mit     metallischem    Silberniederschlag in  Reaktion treten und unbeständige, aber da  durch stärker wirkende niedrigere Oxyda  tionsstufen derselben     Oxysäuren    bilden, oder  auch durch     Zusetzung    von Katalysatoren,  wie es aus     unten    angeführten Beispielen her  vorgeht.

   Anderseits ist es möglich, andere  Gruppen von     farbstoffzerstörenden    Mitteln  zu     verwenden,    welche nicht zu den     oxy-          dierend@en    Stoffen gehören und nur in An  wesenheit des metallischen Silberbildes     farh-          stoffzerstörend    wirken, wie zum Beispiel       Thiocarbamid    oder dessen Derivate, zum Bei  spiel     Allylthiocarbamid,        Diphenylthiocarb-          amid    usw oder     wirkungsgleiche    Schwefelver  bindungen.

   Bei diesen Bädern tritt gleich  zeitig mit der Zerstörung des Farbstoffes an  silberhaltigen Stellen eine Lösung des metal  lischen     Bildes    ein.  



  Selbstverständlich kann man unter Um  ständen das metallische     Silberniederschhug-          bild    durch einen wirkungsgleichen Metall  niederschlag eines andern     Metalles    ersetzen,  zum Beispiel Quecksilber.  



  Brauchbar sind zu diesem Zwecke ein  grosser Teil der     substantiven    und sauren     Azo-          farbstoffe,        basischen    Farbstoffe, Küpenfarb-         stoffe,        Alizarinfarbstoffe    usw.

   Als Beispiele  seien genannt:     Helitrop        BB,        Chloraminlicht-          rot        7BL,        Diaminechtrosa    G.,     BBF        (Casella),          Diaminreinblau    FF,     Naphtaminliehtblau        -fB,          Methylenblau        etc.    Es werden in der Schicht  durchgehend gefärbte Silberbilder in einem  der     unten    angeführten     Farbstoffzerstöruug,s-          bäder    behandelt.  



  Als Beispiele von     Farbstoffzerstörungs-          bädern    seien genannt:  <I>Gruppe I.</I> Die Bäder dieser Gruppe er  geben positive     Farbstoffbilder.     



  1. 2     gr        Calciumhypochlorit,    2     gr    Eis  essig, 100     gr    Wasser. Zum Gebrauch wird  mit gleicher Menge Wasser verdünnt.  



  2. 4     gr        Kaliumbromat,    10     gr    Natrium  chlorat, 5     gr    Salzsäure     20%,    100     gr    Wasser.  Zum Gebrauch wird mit gleicher Menge Was  ser verdünnt.  



  3. 5     gr        Kaliumbromat,    2     gr    Schwefel  säure, 0,2     gr    Kupfersulfat, 100     gr    Wasser.  Zum Gebrauch wird mit gleicher     2renge     Wasser verdünnt.  



  <I>Gruppe 11.</I> Die Bilder dieser Gruppe er  geben Umkehrbilder.  



  1. 10     gr        Thiocarbamid,    5     gr    Zitronen  säure, 100     gr    Wasser. Zum- Gebrauch wird  mit gleicher Menge Wasser verdünnt.  



  2. 5     gr        Natriumehlorat,    5     gr        Sa-lzsäure     20%, 75     gr    Wasser.  



  3. 5     gr        Kaliumbromat,    2     gr    Schwefel  säure, 0,2     gr    Kupfersulfat, 0,1     gr        Vanadium-          chlorid,    1 cm'     Jodkalilösung    10 % , 100     gr     Wasser. Zum Gebrauch wird mit gleicher  Menge Wasser verdünnt.  



  Nach der Erreichung des     gewünschten     Farbtones wird in     Natriumthiosulfat    kurz       fixiert.    Bei Beispiel 11, 1. ist das Fixieren  überflüssig. Selbstverständlich wird nach  Beendigung der     Tonung    in Wasser kurz ge  spült. Die Anwendung der Bäder kann auch  gleich nach dem Entwickeln erfolgen.  



  Die Geschwindigkeit der     Farbstoffzer-          störung    hängt bei     vielen    Farbstoffen von der  Menge der     gegenwärtigen    freien Säuren ab.  Das Silberbad wird gleichzeitig mit der Zer  störung des Farbstoffes in Silbersalze (Halo-           genide,        Rhodanide        ete.)    umgewandelt, welche  nachträglich, wie oben beschrieben, in einem  verdünnten Fixierbade herausgelöst werden  oder gleichzeitig als Nitrit, Nitrat, Chlorat oder  Sulfat in Lösung gehen. Der Silbernieder  schlag kann aber auch in der Schicht ver  bleiben     (Rhoda.nid,        Jodid        ete.).     



  Besonders vorteilhaft, lässt sich diese Me  thode der einfachen Überführung des Silber  bildes in ein     Farbstoffbild    in der     Farben-          pliotographie    und Kinematographie nutzbar  machen. Es werden verschieden gefärbte und  gegen verschiedene     Spektralbezirke    selektiv  empfindliche Teilschichten übereinander ge  gossen, oder verschieden gefärbte und sen  sibilisierte durch     Neuemulgieren    miteinander  vermischte Emulsionen, (wie es     Schinzel    in  der     Chem.    Zeitung 1908, S. 665     beschrieben     hat) gleichzeitig belichtet und entwickelt.

    Die aus innig zusammenhängenden Teil  bildern bestehenden Bilder werden in einem  der in vorstehenden Beispielen genannten  Bäder gleichzeitig in das entsprechende  positive oder negative     Mehrfarbenbild    über  führt. Geeignete Farbstoffe sind zum Bei  spiel     Diaminreinblau    FF,     Beizengelb        GC.@,          Diaminechtrosa        BBF.     



  Diese Methode bietet ausserdem eine ein  fache, billige und schnelle Möglichkeit zum  Umkehren von Negativen und Kinofilmen.  Ausserdem erlaubt dieses Umkehrverfahren,  die Kinofilme vor der Umkehrung als Nega  tive zu benutzen.  



  Bei den     substantiven    und sauren     Farb-          toffen    ist es meistens nicht nötig, diese in  der Gelatine zu fixieren, jedoch ist es zweck  mässig, wenn mehrere verschieden gefärbte       Schichten        übereinanderliegen,    diese in be  kannter Weise durch     Beizenbildung    oder Nie  derschlagbildung zu fixieren. Die Schärfe  der so getonten Kinofilme wird auch dadurch  verbessert.

   Zu manchen Zwecken ist es wün  schenswert, verschieden schnell ausbleichende  Farbstoffe zu verwenden, zum Beispiel wenn  die Schichten im Falle der     Mehrfarbenphoto-          graphie    übereinander gegossen sind und in  der Oberfläche das Zerstörungsbad wirk  samer ist als in der Tiefe der Teilschichten,    wird man natürlich einen langsamer ausblei  chenden Farbstoff benutzen.

   Zur Herstellung  von Doppeltönungen lassen sich ausserdem  sehr     effektvolle    Farben erreichen, wenn man  verschieden schnell ausbleichende Farbstoffe  verwendet, zum Beispiel     Methylenblau    und       Diaminechtrosa        G..    Der erstgenannte Farb  stoff bleicht unverhältnismässig schnell aus,  so dass nur     in    den tiefen Schatten eine blaue       Färbung    übrigbleibt.

   Dies bezieht sich auf  das Umkehrbad Gruppe     II,    Beispiel 1.     Ahn-          liche    Effekte sind auch zu erzielen, wenn die       Reaktionsprodukte    des Farbstoffes gefärbt  sind, welche sich an der entfärbten Stelle     ds     Bildes unter der Einwirkung des     farbstoff-          zerstörenden    Mittels bilden, zum Beispiel       Diaminreinblau    FF, Bad Gruppe I, Bei  spiel 2. Die Wirksamkeit dieser Bäder kann  erhöht werden durch Zusatz von     katalytisch     wirkenden Salzen, zum Beispiel V, U, Mo,  Fe,     ete.     



  Sehr gut lässt sich diese Methode zur  Handkolorierung oder     Schablonenfärbung     von Kinofilmen, Reklamediapositiven, Photo  graphien     etc.    anwenden. So kann man zum  Beispiel bei einem     Landschaftsbild    den Him  mel intensiv blau, die Erde intensiv grün  färben. Die Farben werden dann in den  silberfreien Stellen     zwangläufig        entfärbt,     wenn man ein Bad der Gruppe I benutzt,  oder in ein Umkehrbild umgewandelt, wenn  man ein Bad der Gruppe     II    anwendet. Man  kann die Konzentration gleich im Anfang       bestimmen    und ist beim Auftragen der Far  ben nicht an die Einhaltung von Konturen  gebunden.  



  Eine weitere Ausführungsform besteht  darin, dass man die Farben nebeneinander  oder mit teilweiser Überdeckung rasterartig  im Gemisch mit     Sensibilisatoren    und leicht       auswaschbaxen    Filterfarbstoffen, zum Bei  spiel Filtergelb, aufdruckt, aufspritzt oder  aufstreut. Dieses Auftragen der Farben  kann vor oder nach dem     Belichten    erfolgen.  Nach dem Entwickeln und Fixieren behan  delt man die     Bilder    in einem der     obengenann-          ten        farbstoffzerstörenden    Bäder und gelangt      somit in einem . Bade wahlweise zu einem  positiven oder negativen     Mehrfarbenbild.     



  Selbstverständlich ist das Verfahren auch  zur leichten     Antonung    der Bilder geeignet,  und in diesem Falle bleibt das Silberbild be  stehen, das     heisst    der Farbstoff wird eher       zerstört    als das Silberbild. Ausserdem kann  bei der     Tonung    oder Umkehrung ein verblei  bender Rest -des metallischen Silberbildes in  einem     bekannten        Abschwächer    entfernt wer  den; dieses kann zum Beispiel notwendig wer  den bei     Mehrfarbenphotographien,    wo die  Farbstoffe leicht etwas eher ausbleichen als  die Silberbilder.  



  Erfindungsgemäss lässt sich das Verfah  ren noch auf einen zweiseitig begossenen  Film anwenden, bei welchem beispielsweise  auf der einen Seite die lichtempfindliche  Schicht einen     roten.    Farbstoff und auf der  andern Seite einen blau -grünen Farbstoff  enthält. Selbstverständlich muss der Farb  stoff nicht gleich in der Emulsion vorhanden  sein, er kann erst nachträglich durch An  färben in die Schicht eingebracht werden.  Die Überführung der Silberbilder in die       Farbstoffbilder    geschieht nach den oben an  gegebenen Beispielen.

   Die     Schichten        können     entsprechende     Sensibilisierungsfarbstoffe    mit       enthalten,    zum Beispiel in der roten Schicht  einen     Rot-Sensibilisator,    in der grünen  Schicht einen     Grün-Sensibilisator.    Es wer  den zum Beispiel zur Einfärbung benutzt       bezw.    in-die Emulsion einverleibt saure oder       substantive    Farbstoffe,     insbesondere        Azofarb-          stoffe,    zum Beispiel     Diaminreinblau    FF und       Chloraminorange    G.

   Kopiert wird mit ge  wöhnlichem weissem Licht von beiden Seiten  des Filmes; die Eigenfarbe der     Schichten     verhindert das     Durchdringen    des weissen Ko  pierlichtes von der einen Seite zur andern  Seite.  



  Es wurde nun gefunden, dass ausser der  oben erwähnten noch eine grosse Reihe von  Verbindungen bildumkehrend wirken, das  heisst den Farbstoff in einem diffus gefärbten  Silberbilde an den Stellen des Silbernieder  schlages zerstören, indem zuerst Silbersalze    entstehen, welche örtlich auf den Farbstoff  zerstörend wirken oder das metallische  Silberbild unter Entstehung einer Komplex  verbindung in Lösung geht, welche     farbstoff-          zerstörend    wirkt.

   Es wurde gefunden, dass  fast alle Schwefelverbindungen     geeignet     sind, anorganische und organische, des wei  teren stickstoffhaltige organische Verbindun  gen der     Harnstoffgruppe    oder ähnliche Ver  bindungen oder     Isomere    des     Thiocarbamids,          Cy        anide,        Thiocyanide        usw.,    z. B.

   Natrium  sulfid,     Calciumpolysulfid,        Cysteinsalze,        Thio-          diglykolsäure,        Thiosemicarbazid.        Rhodanide,          Semicarbazid,        Guanidin,        Aminoguanidine,     usw. Es zeigte sich, dass diese Substanzen  in neutraler, alkalischer oder saurer .Lösung       wirksam    sind. Die Wirkungszeit     dieser-Verbin-          dungen    ist aber ausserordentlich verschieden,  und verläuft zum Teil sehr langsam, so dass  diese für praktische Zwecke nicht alle gleich  gut geeignet sind.

   Man kann aber auch die  Wirkung ausserordentlich beschleunigen,  wenn man zu diesen Substanzen reduzierende  Stoffe mit oder ohne Säure hinzufügt, wel  che für sich allein den Farbstoff nicht zer  stören oder nur sehr langsam wirksam sind,  oder indem man auch mehrere wenig wirk  same Mittel mischt. Solche     rezudierende    Mit  tel sind     i        Phenole,        Aminophenole    und deren       Substitutionspradukte,    Aldehyde, Zucker,       Titantrichlorid,        usw.    und     eventuell        auch     Säuren.

   Der Zusatz dieser Mittel wirkt auch  auf die oben erwähnten     nichtoxydierend    wir  kenden Mittel     beschleunigend.     



  <I>Beispiel:</I>       Natriumsulfid    5 % Lösung, welche allein  ein mit     Diaminreinblau    FF     angefärbtes    Bild  nicht umkehrt,     wird    unter Zusatz von     Mono-          methylpara-amidophenolsulfat    wirksam.  



  Geeignete Zusammensetzungen sind bei  spielsweise:  5 % Lösung von     Thiodiglykolsäure    und  5 %     Traubenzuckerlösung,    oder  5 % Lösung von     Thiosemicarbazid    und  1 % Schwefelsäure, oder  <I>5 ,wo</I> Lösung von     Semicarbazid    und 1  Schwefelsäure. Von den oben     erwähnten    Lö-      sungen werden jeweils gleiche Teile gemischt.  In diesen Bädern werden mit     Diaminechtrosa     G diffus gefärbte Silberbilder behandelt. Es  resultiert ein umgekehrtes     Farbstoffbild.     Man kann zu obigen Bädern auch     Härtungs-          mittel,    zum Beispiel Alaun, hinzufügen.  



  Als Farbstoffe, die der Emulsion ein  verleibt werden, oder die zur.     Anfärbung     dienen, ist es nicht     unbedingt        notwendig,    die  sogenannten lebhaften Farben zu verwenden.  Zur Ausführung des Verfahrens     gemäss    der  Erfindung ist es vielmehr auch möglich,  teils hellere oder schwärzliche Farben zu  benutzen, wenn zum Beispiel besondere Wir  kungen erzielt werden sollen. Beispielsweise  wird zur Herstellung des     Blau-Grün-Bildes     eine schwärzliche     Blau-Grün-Farbe    benutzt,  ebenfalls kann das Rotbild -etwas schwächer  angefärbt sein.

   In diesem Falle wird die  Wirkung des eigentlichen Bildes     kräfti.ger,     das heisst die Farben     treten    etwas in den  Hintergrund und wirken weniger leuchtend.  



  Da bei der Aufnahme auf gewöhnlichem  Filmmaterial zunächst Negative erhalten  werden, können die zur     Kopierung    gege  benenfalls erforderlichen Diapositive auch  nach dem obigen Verfahren durch     Anfärbung     mit einem dunklen oder schwarzen Farbstoff  und nachfolgender Umkehrung hergestellt  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren, zur Herstellung photographi scher Farbstoffbilder und Kinofilme, da durch gekennzeichnet, dass mit Farbstoff diffus angefärbte photographische Bilder, welche aus einem Metallniederschlag beste hen, in ein Mittel gebracht werden, welches auf den Farbstoff örtlich einwirkt, derart, dass ein Farbstoffbild übrig bleibt. UNTERANSPRtrCHE: l.. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Silber bilder verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Mittel verwendet, welche den Farbstoff an den Stellen des Metallniederschlages zer stören. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Mittel verwendet, die den Farbstoff an den metallniederschlagsfreien Stellen zerstö ren. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ent- färbung mit oxydierenden Mitteln vor genommen wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ent- färbung mit Lösungen des Thiocarb- amides vorgenommen wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die EntfIr- bung mit Lösungen der Isomeren des Thiocarbamides vorgenommen wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ent- färbung mit Lösungen von Substitu- tionsprodukten des Thiocarbamides vor genommen wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruch; da durch gekennzeichnet, dass man die Ent- färbung in Gegenwart von Säuren vor nimmt. 9. Verfahren nach Patentanspruch; da durch gekennzeichnet, dass das Silber bild gleichzeitig mit der Zerstörung des Farbstoffes ausgebleicht wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Silberbild gleichzeitig mit der Zerstörung des Farb stoffes gelöst wird. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Her stellung von Mehrfarbenbildern über einanderliegende verschieden gefärbte Teilschichten gleichzeitig mit dem den Farbstoff zerstörenden Mittel behandelt werden. 12. Verfahren nach Patentanspruch, da, durch gekennzeichnet, dass ein Gemisch verschieden schnell ausbleichender Farb stoffe verwendet wird. 13. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Farbstoffe zur Anwendung kommen, deren Reaktions produkte gefärbt sind. 14. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Zusätze von katalytisch wirkenden Salzen verwendet werden. 15.
    Verfahren nach Unteranspruch 14, da durch gekennzeichnet, dass man als kata lytisch wirkendes Salz, ein Vanadinsalz verwendet. 16. Verfahren nach Unteranspruch 14, da durch gekennzeichnet, dass man als kata lytisch wirkendes Salz ein Molybdän- salz verwendet. 17. Verfahren nach Unteranspruch 14, da durch gekennzeichnet, da.ss man als kata lytisch wirkendes Salz ein Uransalz ver wendet. 18. Verfahren nach Unteranspruch 14, da durch gekennzeichnet, dass man als kata lytisch wirkendes Salz ein Eisensalz ver wendet. 19. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass einzelne Bild stellen mit verschiedenen Farben einge färbt werden.
    20. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mehrere über einanderliegende verschieden farben empfindliche photographische Schichten behandelt werden. 21. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Auftragen von Farben auf die lichtempfindliche Schicht im Gemisch mit Sensibilisatoren und Filterfarbstoffen rasterartig erfolgt. 22. Verfahren nach Patentanspruch, da- .durch gekennzeichnet, dass man zwei seitig begossene Filmstreifen verwendet. 23.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 22, dadurch gekennzeich net, dass mit Farbstoff diffus angefärbte Bilder verwendet werden, die substantive Farbstoffe in beiden Schichtseiten des Filmes enthalten. 24. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 22, dadurch gekennzeich net, dass mit Farbstoff diffus angefärbte Bilder verwendet werden, die saure Farbstoffe in beiden Schichtseiten des Filmes enthalten. 25.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass auf den me tallischen Silberniederschlag des Bildes Lösungen von anorganischen Verbindun gen zur Einwirkung gebracht werden, welche mit dem ,Silberbild unmittelbar reagieren und eine auf den Farbstoff in demselben Bade zerstörend wirkende Verbindung ergeben. 26. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass auf den me tallischen Silberniederschlag des Bildes Lösungen von organischen Verbindungen zur Einwirkung gebracht werden, wel che mit dem Silberbild unmittelbar rea gieren und eine auf den Farbstoff in demselben Bade zerstörend wirkende Ver bindung ergeben. 27.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass auf den me tallischen Silberniederschlag des Bildes Lösungen von anorganischen Verbindun gen zur Einwirkung gebracht werden, welche durch Komplexbildung gleich zeitig das Silberbild auflösen und eine auf den Farbstoff in demselben Bade zerstörend wirkende Verbindung ergeben. 28. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass auf den me tallischen Silberniederschlag des Bildes Lösungen von organischen Verbindungen zur Einwirkung gebracht werden, welche durch Komplexbildung gleichzeitig das Silberbild auflösen und eine auf den Farbstoff in demselben Bade zerstörend wirkende Verbindung ergeben. 29.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 25, dadurch gekennzeieh- net, dass .anorganische Schwefelverbin dungen angewendet werden. 30. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 2,6, dadurch gekennzeie'n- net, dass organische Schwefelverbindun gen angewendet werden. 31. Verfahren nach Patentanspruch und Lrnteranspruch 26, dadurch gekennzeieh- net, dass stickstoffhaltige organische Ver bindungen verwendet werden. 32.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 26, dadurch gekennzeich net, dass Schwefelverbindungen angewen det werden, die den Schwefel unmittelbar an das Kohlenstoffatom gebunden ent halten. 33. Verfahren nach Unteranspruch 32, da durch gekennzeichnet, dass man Schwe felverbindungen verwendet, die ausser- dem noch mit Stickstoffgruppen substi tuiert sind. 34. Verfahren nach Unteranspruch 32, da durch gekennzeichnet, dass man Schjve- felverbindungen verwendet, die ausser dem noch mit Sauerstoffgruppen substi tuiert sind. 35.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 24, dadurch gekennzeich net, dass als Beschleuniger reduzierende Mittel zugegeben werden.
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