CH160610A - Verfahren um gegen Witterungseinflüsse etc. empfindliche Waren mit einer schützenden Hülle zu versehen. - Google Patents
Verfahren um gegen Witterungseinflüsse etc. empfindliche Waren mit einer schützenden Hülle zu versehen.Info
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Description
Verfahren um gegen Witterungseinflüsse ete. empfindlieche Waren mit einer schützenden Hülle zu versehen. Es ist bekannt, empfindliche Waren, zum Beispiel Lebensmittel, deren Aroma, Aus sehen und sonstige Beschaffenheit durch Luft und Feuchtigkeit schädlich beeinflusst wird, zum Schutz mit einer Umhüllung zu versehen und diese dann durch Eintauchen mit einer dünnen Schicht aus geschmolzenem Wachs oder wachsartigen Stoffen zu über ziehen .
Diese Überzüge weisen den Nachteil auf, Jass die Wachsschicht infolge der ungleich mässigen Abkühlung Haarrisse enthält, durch die Luft und Feuchtigkeit zu den verpackten Gegenständen zutreten kann, so dass diese dem Verderben leicht ausgesetzt sind. Ausser dem wird das geschmolzene Wachs beim Ab kühlen rauh, körnig, matt und undurchsich tig, da. eine Kristallisation des Wachses oder dergleichen stattfindet.
Wenn man den Überzug aus geschmolze nem Wachs oder wachsartigen Stoffen zum Beispiel bei Schokolade anwendet, die in eine Metallfolie oder dergleichen eingehüllt ist, so ist der Wärmeübergang zwischen dem Tauch bade und der Schokolade so gross, dass die Kakaobutter schmilzt und dadurch die Schokolade grau färbt.
Diese Nachteile können dadurch vermie den werden, dass die in bekannter Weise umhüllten und kurze Zeit in ein Bad ge schmolzenen Paraffines oder Wachses oder eines andern pflanzlichen, mineralischen oder tierischen Fettes, getauchten Waren nach dem Herausheben aus diesem Bade sofort in einem zweiten, beispielsweise aus eisgekühltem Wasser bestehenden Bade abgeschreckt wer den.
Die Höhe der Temperatur beider Bäder, sowie ihre Dauer ist bei dem Verfahren ab hängig von der Art des verwendeten ge schmolzenen Stoffes, sowie von dessen beson derer Beschaffenheit.
Man verfährt beispielsweise wie folgt: Die Waren können beispielsweise in eine dünne Metallfolie und dann noch in ein dün nes gekrepptes Seidenpapier, wobei beide eventuell zusammengeklebt sein können, zum Beispiel in kaschiertes Stanniol oder in ein faches oder gekrepptes Papier, eingeschlagen sein. Dann wird die Packung, deren Ver schlussränder verklebt worden sind, kurze Zeit, etwa 1 bis 2 Sekunden lang, in ein auf 75 bis 80' C erhitztes Paraffinbad getaucht, für das ein hochraffiniertes geruchfreies Pa raffin mit einem Schmelzpunkt von 50 bis 52' C verwendet ist. Daraufhin wird die in flüssiges Paraffin getauchte Ware sofort in einem auf 3 C gekühlten Wasserbade für kurze Zeit (3 bis 4 Sekunden) abgeschreckt. In einem Kühlschrank erfolgt danach bei einer Temperatur von 5 bis 6 C und bei be wegter Luft langsam die vollständige Ab kühlung.
Man erhält so auf der eingeschlagenen Ware eine Paraffinschicht mit einer vollkom men glatten, porenfreien und schwer zu be schädigenden Oberfläche, die den Durchtritt von Luft oder Feuchtigkeit nach keiner Seite hin gestattet. Es ist damit für die Ware eine Verpackung geschaffen, die ein langes La gern oder einen Versand auch unter ungün stigen Witterungsverhältnissen auf unbe grenzte Dauer gestattet, ohne dass der ver packte Körper seine Eigenart verliert. Auf diese Weise können Schokolade, Kakao pulver, Tee oder andere Genussmittel, Tabak, Wurst, Käse, frisches oder getrocknetes Ge müse, Gewürze oder Parfüms aufbewahrt und namentlich auch über See verschickt werden, ohne dass sie ihr feines Aroma oder ihren Geruch verlieren.
Ebenso ist eine sol che Verpackung sehr vorteilhaft für Marzi- pane, Pralinen, insbesondere Likörpralinen (da hierbei ein Auslaufen der Flüssigkeit verhindert wird), sodann für Wiener Ge bäck, Keks oder dergleichen, da sie in dieser Verpackung ihre Knusprigkeit und Rösch- heit bewahren.
Um die Waren ganz besonders gegen Hitze, zum Beispiel in Lagerräumen, gegen Sonnen strahlen und Tropenklima zu schützen,. emp- fiehlt es sich, die Hülle aus einer Mischung von Wachs, Paraffin oder Harz mit Kar naubawachs, Japanwachs oder dergleichen herzustellen, oder ihr besondere Chemikalien, wie zum Beispiel pulverisierte gebrannte Magnesia. oder feinen Asbeststaub einzuver leiben, wodurch die Wärmeleitfähigkeit der Wachs- oder dergleichen Schicht weiter her abgesetzt wird.
Ein weiterer Vorteil der neuen Ver packung liegt darin, dass man durch Zusätze von. Farbstoffen eine Hülle herstellen kann, die sich zur Ausschmückung oder zur Imi- tierung bestimmter, im Handel befindlicher e c 'hier Verpaakungsbehälter C hervorragend eignet.
Man kann beispielsweise die Hülle erst nach ihrer Erstarrung bemalen und dann eventuell nochmals mit einer durchsichtigen zweiten Schicht eines wachsartigen Stoffes oder Lackes überziehen, wodurch ein Ver wischen, Abreiben oder Abkratzen der Malerei verhindert wird. Auf diese Weise kann man der Verpackung, die aus einfachem Blech, Pappe oder Papier bestehen kann, das Aussehen von Holz, Marmor, Porzellan, Bronze oder .dergleichen verleihen.
Ebenso wie man auf diese Weise die Waren selbst luft- und wasserdicht ver packen kann, kann man auch ganze Kartons nach dem beschriebenen Verfahren umhüllen. Zu diesem Zweck werden die Verschlussstel- len des Kartons mit Papier, Leinwand oder Stoffstreifen verklebt und dabei zweck mässigerweise ein starker Papierstreifen, ein Band oder eine Kordel mit eingelegt, die spä ter zum Aufreissen der Packung dienen soll. Dann wird der ganze Karton in der beschrie benen Weise behandelt.
Durch das neue Verfahren können Blech schachteln, die den Export sehr verteuern, für die Verpackung vollständig vermieden werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: Verfahren, um gegen Witterungseinflüsse etc. empfindliche Waren mit einer schützen den Hülle zu versehen, bei dem eine die zu schützende Ware enthaltende Packung kurze Zeit in ein Bad aus einem geschmolzenen, zur Bildung der Hülle bestimmten Stoffe ge taucht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Packung nach dem Herausheben aus dem Bade sofort in einem zweiten Bade abge schreckt wird. UN TERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ,die Packung nach dem Herausheben aus dem Tauchbade in einem aus eisgekühltem Wasser bestehenden Bade abgeschreckt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH160610D CH160610A (de) | 1932-03-17 | 1932-03-17 | Verfahren um gegen Witterungseinflüsse etc. empfindliche Waren mit einer schützenden Hülle zu versehen. |
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