CH160708A - Verfahren zur Vermeidung der Bildung von Blasen oder Streifen in geschmolzenem Glas bei seiner Berührung mit metallischen Wänden. - Google Patents

Verfahren zur Vermeidung der Bildung von Blasen oder Streifen in geschmolzenem Glas bei seiner Berührung mit metallischen Wänden.

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CH160708A
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  Verfahren zur Vermeidung der Bildung von Blasen oder Streifen in geschmolzenem  Glas bei seiner Berührung mit     metallischen    Wänden.    Wenn geschmolzenes Glas mit einer me  tallischen, zum Beispiel     gusseisernen    Wand  in Berührung kommt, indem es zum Beispiel  durch eine metallische Düse ausfliesst, und  diese entweder durch die Einwirkung des  Glases selbst oder     sonstwie    eine hohe Tem  peratur annimmt, so bilden sich im Glas Verun  reinigungen in Form von Blasen oder Streifen,  welche die Ebenheit und Glätte der Glas  oberfläche, welche das Metall berührte, stören  und die Güte des Produktes vermindern.  



  Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren, durch welches der genannte Übelstand  vermieden wird. Dasselbe besteht darin, dass  die Metallwand auf der vom Glas abge  kehrten Fläche einem Unterdruck ausgesetzt  wird. Das Verfahren wird zweckmässig in  der Weise ausgeführt, dass man die Metall  wand als Doppelmantel ausbildet und in  dessen Hohlraum, zum Beispiel durch eine  an denselben angeschlossene Saugpumpe,  eine ständige Luftleere unterhält.    Die Erfindung eignet sich zur Anwen  dung bei Glasschmelzöfen, bei Maschinen  zum Ziehen von Glasröhren oder zur Her  stellung von Fensterglas, bei automatischen  Glasverteilern usw.  



  In der Zeichnung ist die Anwendung des  Verfahrens beispielsweise an Ausflüssen von  geschmolzenes Glas enthaltenden Behältern  (Schmelzofen) gezeigt, und zwar in     Fig.    1  bei einem Ausfluss, bei welchem das Glas  mit einer äussern Metallwand und in     Fig.    2  bei einem Ausfluss, bei welchem das Glas  mit einer äussern und einer innern Wand in  Berührung kommt.  



  Die metallische     Ausflussdüse,    welche sich  im Boden<I>a</I> eines Glasschmelzofens<I>b</I> befin  det, ist von einem doppelten Mantel     cl,        c2     gebildet. Der Hohlraum d zwischen den bei  den Mantelwänden ist luftdicht abgeschlossen  und steht durch eine Leitung e mit einer  Saugpumpe in Verbindung, die fortwährend  in Tätigkeit gehalten wird. Die Wand     cl,    die      mit dem geschmolzenen Glas in Berührung  steht, ist also von einem luftleeren Hohlraum  umgeben. Von innen oder aussen in den  Hohlraum tretende Luft oder sonstige Gase  werden sofort durch die Pumpe abgesaugt.

    Es hat sich gezeigt, dass dadurch die Bildung  von Blasen oder durch diese verursachten  Streifen im Glas beziehungsweise auf der  Glasoberfläche vollständig oder nahezu voll  ständig vermieden wird.  



  Das Verfahren ist sowohl anwendbar, wo  das Glas über eine Metallwand fliesst oder  in einem Metallbehälter oder dergleichen steht,  wie auch, wo eine Metallwand sich innerhalb  einer Masse geschmolzenen Glases befindet.  



  Der letztere Fall ist zum Beispiel durch       Fig.    2     veranschaulicht,    die einen Teil einer  Maschine zum Ziehen     von-    Glasröhren zeigt.  Bei diesen Maschinen wird zur Bildung des       Külbels        b1    eine Stange oder ein Rohr     f'    mit  einem Kegel     g    am untern Ende verwendet.  Die Stange besitzt einen     achsialen    Kanal     lt,     in welchen Druckluft eingeführt wird, die in  Richtung des Pfeiles k aus dem Kanal aus  tritt.

   Erfindungsgemäss wird das Rohr f von  einem Doppelmantel<B><I><U>f l,</U> f l,</I></B> das heisst von    zwei konzentrischen Rohren gebildet, die an  ihrem obern und untern Ende derart abge  schlossen sind, dass sie einen den     Blaskanal    h  umgebenden luftdichten Ringraum     dl    bilden.  Dieser Raum ist wiederum durch eine Lei  tung e mit einer ständig arbeitenden Saug  pumpe verbunden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren, um in geschmolzenem Glas bei seiner Berührung mit metallischen Wänden die Bildung von Blasen oder Streifen zu ver. meiden, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallwand auf der nicht mit dem Glas in Berührung stehenden Fläche einem Unter druck ausgesetzt wird. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallwand als Doppelmantel ausgebildet wird und in dessen Hohlraum eine ständige Luftleere unter halten wird.
CH160708D 1931-01-26 1932-01-21 Verfahren zur Vermeidung der Bildung von Blasen oder Streifen in geschmolzenem Glas bei seiner Berührung mit metallischen Wänden. CH160708A (de)

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