CH160758A - Verfahren zur Darstellung eines Küpenfarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Küpenfarbstoffes.

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CH160758A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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      Verfahren    zur Darstellung eines     Küpenfarbstoffes.       In der deutschen Patentschrift Nr.<B>297,61</B>  wird die Kondensation von reinem 3.     8-Di-          benzoylpyren    zu     Pyranthron    mittelst Alu  miniumchlorid beschrieben. Angaben über  die erhaltenen Ausbeuten fehlen in :dieser  Patentschrift. In der das gleiche Thema aus  führlich behandelnden Arbeit von R. Scholl,  A. 394, 164, wird die hierbei erhaltene Aus  beute mit 25 % der Theorie angegeben.

   Be  rücksichtigt man, dass bei der Herstellung  des 3. 8 -     Dibenzoylpyrens    aus     Pyren    und       Benzoylehlorid    durch die notwendige Tren  nung von     Di-    und     Tri-benzoylderivat    durch  wiederholte fraktionierte Kristallisation die  Ausbeuten ebenfalls nur etwa 2'5 % der  Theorie betragen (etwa 3     gr    aus 6     gr        Pyren),     so ergibt sich, dass .die von Scholl erhaltenen  Ausbeuten an     Pyranthronen,    bezogen auf an  gewandtes     Pyren,    unter 10 % lagen.  



  Es wurde gefunden, dass man zu       Küpenfarbstoffen    der     Pyranthronreihe    ge  langt, wenn man aromatische Säurechloride  oder     Säureanhydride    mit wenigstens einer    freien     o-Stellung    bei Gegenwart von Alu  miniumchlorid und einem dehydrierend wir  kenden Mittel auf     Pyren    einwirken lässt. Die  Ausbeute an Farbstoffen nach diesem Ver  fahren beträgt durchschnittlich 50 bis 60  .der Theorie. Ausbeuten in dieser Höhe waren  nach den bisher bekannten Arbeiten nicht zu  erwarten.  



  Bei der Durchführung des vorliegenden  Verfahrens erweist es sich als zweckmässig,  zur     Aluminiumchloridschmelze    schmelzer  leichternde Zusätze zu geben, wie Alkali  halogenide oder überschüssiges     .Säurechlorid     oder     Säureanhydrid.    Als dehydrierend wir  kende     Mittel    können gasförmiger Sauerstoff,  Luft oder feste Oxydationsmittel, wie       Schwermetalloxyde    und gewisse Nichtmetall  oxyde verwendet werden.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist ein  Verfahren zur     Darstellung    eines     Küpenfarb-          stoffes,    welches dadurch gekennzeichnet ist,  dass man     Pyren    mit einem     benzoylierend    wir  kenden Mittel,     wie        Benzoylchlorid    oder           Benzoesäureanhydrid,    mittelst Aluminium  chlorid in Gegenwart eines dehydrierend wir  kenden     Mittels    kondensiert.  



  <I>Beispiele:</I>  1. Eine     Lösung    von 20 Gewichtsteilen       Pyren    in 28,2 Gewichtsteilen     Benzoylchlorid     lässt man unter Rühren bei etwa 110 bis  120' in eine Schmelze von 270 Gewichts  teilen Aluminiumchlorid und 5.8 Gewichts  teilen     Natriumchloricl    einlaufen. Man heizt  die Schmelze rasch auf etwa 160   und     leitet     bei dieser Temperatur unter gutem Rühren  Sauerstoff ein. Die Farbe der Schmelze ver  ändert sich von gelbrot über     violett    nach  blau.

   Nach einer Stunde zersetzt man mit  Wasser und reinigt das     orangebraune    Roh  produkt durch     Umküpen    oder durch     Behan        tl-          lung    mit     Hypochlorit.    Die Ausbeute an ge  reinigtem Farbstoff beträgt etwa 20 Ge  wichtsteile =<B>50%</B> der Theorie. Aus     Nitro-          benzol    kristallisiert der Farbstoff in     rot-          ,gelben    Nadeln; die Lösungsfarbe in Schwe  felsäure ist blau.

   Aus     violettblauer        Küpe    lie  fert er orange Färbungen auf Baumwolle  und verhält sich in jeder Hinsicht wie     Pyr-          anthron.     



  2. 80 Gewichtsteile     Pyren    werden mit  168 Gewichtsteilen     Benzoylchlorid    bei     Z@ras-          serbadtemperatur    gelöst. Die Lösung lässt  man bei etwa 130 bis<B>150'</B> unter Rühren in  eine Schmelze von 1350 Gewichtsteilen Alu  miniumchlorid und 250 Gewichtsteilen Na  triumchlorid einlaufen. Man hält unter gutem  Rühren bei etwa 150 bis 170   und leitet  Sauerstoff ein, bis die Farbe der Schmelze  blau ist. Man zersetzt mit Wasser und     ar-          ueitet    wie in Beispiel 1 auf. Es wurden 80  Gewichtsteile gereinigten Farbstoffes erhal  ten, der mit dem aus Beispiel 1 identisch ist.  



  3. 20 Gewichtsteile     Pyren    werden bei     1211     bis<B>130'</B> unter Rühren in eine Lösung von  30 Gewichtsteilen     Benzoesäureanhydrid    in  400     Gewichtsteilen        Natriumaluminiumchlo-          rid        (NaCl-A12ClQ)    eingetragen. Die rot  violette Schmelze wird unter Zufuhr von  Luft rasch gerührt, bis sie eine rein blaue  Färbe - angenommen hat. Sodann     wird    -die    Schmelze mit Wasser zersetzt und der     aus-          'eschiedene    Rohfarbstoff durch     Umküpen     gereinigt; er ist identisch mit dem nach  Beispiel 1 erhaltenen.  



  4. In eine wie im Beispiel 1 hergestellte  Schmelze von     Pyren,        Benzoylchlorid,        Aln-          ininiumchlorid    und Kochsalz werden bei 161  bis 180   unter Rühren allmählich etwa 20  Gewichtsteile lockeres Eisenoxyd eingetra  gen. Der Sauerstoff des Eisenoxydes wirkt  dehydrierend, so dass die Schmelze rasch die  blaue Lösungsfarbe des     Pyranthrons    zeigt.  Die Aufarbeitung geschieht wiederum wie  in Beispiel 1 angegeben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Küpen- farbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man Pyren mit einem benzoylierend wirken den Mittel mittelst Aluminiumchlorid in Gegenwart eines dehydrierend wirkenden Mittels kondensiert. Der so erhaltene Farbstoff kristallisiert aus Nitrobenzol in rotgelben Nadeln; seine Lösungsfarbe in Schwefelsäure ist blau. Aus violettblauer Küpe liefert er orange Fär bungen auf Baumwolle und verhält sich in ,jeder Hinsicht wie Pyranthron. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch,- dadurch gekennzeichnet, dass man die Konden sation in Gegenwart von Natriumchlorid durchführt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch - gekennzeichnet, dass man als dehydrierend wirkendes Mittel Sauerstoff verwendet, den man in die auf<B>160'</B> erhitzte Schmelze der Reaktionskomponenten einleitet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als dehydrierend wirkendes Mittel lockeres Eisenoxyd ver wendet, das man in die auf 160 bis 180 erhitzte Schmelze der Reaktionskompo nenten einträgt. -
CH160758D 1931-04-17 1932-04-11 Verfahren zur Darstellung eines Küpenfarbstoffes. CH160758A (de)

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