CH160792A - Visier-Kompass. - Google Patents

Visier-Kompass.

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CH160792A
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Jakob Dr Leutenegger
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Jakob Dr Leutenegger
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C17/00Compasses; Devices for ascertaining true or magnetic north for navigation or surveying purposes
    • G01C17/02Magnetic compasses
    • G01C17/04Magnetic compasses with north-seeking magnetic elements, e.g. needles
    • G01C17/10Comparing observed direction with north indication

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Description


      Visier-Iiompass.       hie     vorliegende        Erfindung    bezieht sich        <  < uf    einen     Visier-Iiompass.    Derselbe zeichnet  sich     erfindunbsäemäss    dadurch aus, dass das       Kompassgehäuse    mit der Deklinationsnadel       zwischen    zwei zueinander     -eneigten    Plan  spiegeln gelabert ist.

   das Ganze derart,     dass     man im einen Spiegel bei horizontaler Blick  richtung und bei horizontalem     Iiompass-          gehäuse    das Bild der     Kreisteilung    in aufrech  ter, natürlicher Labe und zugleich auch von  dem zur     Iiompassablesuns    bestimmten Zeiger  (las Spiegelbild erblickt, welches mit Hilfe  eines     Visiereinschnittes    die Ziellinie nach  einem beliebigen     Punkte    des     Geländes    fest  legt. so dass ein genaues Visieren und     gleich-          zeitiges    Ablesen auf der Skala. ermöglicht  wird.  



  Bekanntlich sehen wir von einem Gegen  stand, der zwischen zwei parallelen Plan  spiegeln liegt, in jedem derselben eine lange  Reihe von Bildern. Dabei sind die Bilder  ungerader Ordnung verkehrt, die Bilder ge  rader Ordnung dagegen (also das     zweite.     vierte     etc.)    in     natürlicber    Labe.     Nun    kann    man durch passende     Neigung    des einen Spie  gels bewirken. dass wir im andern Spiegel  das zweite Bild des Gegenstandes in auf  rechter. natürlicher Laue erblicken.  



  Die Zeichnung stellt ein     Ausführungsbei-          spiel    des     ErfindunuIsgegenstandes    dar. Fis. 1  zeigt eine     Draufsicht    des Beispiels. Fis.  eine     Seitenansicht    desselben:     Fis.    3 ist eben  falls eine Seitenansicht mit der Spiegelstel  lung, wie sie beim Visieren erforderlich ist,  und Fis.     -t    ist eine Darstellung des Spiegel  bildes. das man beim Visieren beobachtet.  



  Auf der rechteckigen Platte     -1    ist ganz  nahe an     einer    Schmalseite das     Kompass-          7ehäuse    befestigt. Die beiden Spiegel B und  C sind umlesbar um die Scharniere D und E.  Der Spiegel C ist nur etwa halb so gross als  der andere, aber bei beiden muss die spie  gelnde Fläche sich bis zur äussern Schmal  seite erstrecken. Im     Iiompassgeliäue    F ist  auf der Deklinationsnadel der     geteilte    Kreis       befestigt.    Die Skala zeigt. rechts     lieruinlau-          fend.    die übliche     Einteilung    in     36(l     .

   Der  Nullpunkt der Teilung liegt<B>9</B> ' rechts vom      Nordpol der Nadel, weil gegenwärtig in Mit  teleuropa die westliche Deklination ungefähr  diesen Betrag aufweist. Die Skala kann auch  ohne Schwierigkeit auf andere Deklination  eingestellt werden. Die beiden Punkte 0    und<B>180</B>   fallen also bei diesem Kompass  immer mit dem geographischen Meridian zu  sammen,     denn.    der geteilte Kreis hat eine un  veränderliche Lage. weil er mit der     #.Iagnet-          nadel    fest verbunden ist.  



  Zum     Visier-gompass    gehören der Visier  einschnitt G am äussern Rande des     Spiegels          ss    und der zweimal rechtwinklig gebogene       Messing-    oder Aluminiumstreifen H. Dieser  ist am einen Ende auf die Platte A auf  geschraubt. am andern Ende trägt er eine  Spitze     k9,    die als Zeiger für die     Kompass-          ablesung    dient und nur wenig von dem Glas  deckel des     Kompassgehäuses    absteht.

   Von  diesem Zeiger aus verläuft über die     'Titte    des  Streifens H ein roter Strich     R,    der mit dem  Mittelpunkt des Teilkreises und dem Visier  einschnitt G in einer lotrechten Ebene     lieft.     Der genannte Zeiger mit dem roten Striche  liesse sich ersetzen durch einen feinen Faden,  der auch über den     --eteilten    Kreis gespannt  werden könnte.  



  Beim Visieren bringt man die Spiegel     B     und C in die Lage, wie sie durch     Fig.    3 dar  gestellt wird.     13    bildet mit der Horizontalen  ungefähr einen Winkel von     50     , C einen sol  chen von 85  . Die Spiegel lassen sich ohne  weiteres auf diese beiden Winkel einstellen.  Nun bringt. man den     Kompass    in     Augenhöhe     und zielt durch den Einschnitt G nach dem  Bilde des roten Striches     R    im     Spiegel    C.

   In  diesem sehen wir nämlich das aufrechte Bild  der Skala in natürlicher Lage und darüber  das Bild der Spitze     S    und des roten Striche       R,    das sich lotrecht nach oben bis zum Rande  des Spiegels C erstreckt     (Fig.    d). Durch den  Einschnitt G und (las Bild des roten Striches       R    wird nun eine ganz bestimmte     Visierlinie     festgelegt, die annähernd eine horizontale  Lage hat und nach irgend einem     Punkte    des  Geländes gerichtet werden kann. In     Fig.     ist auch der     Gander    Strahlen angedeutet.

    die von zwei verschiedenen     Punkten    der    Skala ausgehen und in das bei 0     befindlic@lie     Auge gelangen.  



  Soll man beispielsweise die     Süd-Nord-          richtung    bestimmen, so visiert man in der       angegebenen    Weise und dreht sich dabei so  weit, bis der rote Strich mit dem Null- oder  Nordpunkt der Skala zusammenfällt. Die     Vi-          sierlinie    zeigt alsdann nach Norden,     und    man  wird im Gelände leicht einen Punkt finden.  der in dieser Richtung liegt     (Berggipfel.     Turm, Kamin, Baum, Haus     etc.).    Ebenso  verfährt man, wenn irgend eine andere Him  melsrichtung, zum Beispiel Südwest. an  gegeben werden soll.

   In diesem Falle muss  der rote Strich auf die Buchstaben     SZI'    der  Skala, oder auf die Gradzahl     ??5    zeigen.  Umgekehrt lässt sich auch sofort von jedem  sichtbaren Geländepunkt die Himmelsrich  tung angeben. in der er liegt.  



  Der dargestellte     Visier-Kompass    eignet  sich auch gut zur     Winkelmessung    im Ge  lände. Beobachten wir von unserem Stand  punkt aus in der     Ferne    einen Berggipfel, so  kann es sich darum     handeln,    den Winkel zu  bestimmen, den die Richtung nach diesem  Gipfel mit der     Süd-Nordrichtunt,    bildet.  Wir haben weiter nichts zu machen, als nach  diesem     Bertrgipfel    zu visieren. Die Grad  zahl, die wir beim roten Strich ablesen, gibt  die Grösse des gesuchten Winkels an.

   Hier       ma#r    noch bemerkt werden, dass wir sämt  iiche Winkel vom Nordpunkt aus rechts  herum     messen,    also im Sinne der     Bewerun:y,     der Uhrzeiger, von 0   bis<B>360</B>  . Da. beim       3b.lesen    der Gradzahl unser Blick senkrecht  auf die Skala gerichtet ist, so stellen sich  keine     parallaktischen    Verschiebungen ein, die  sonst häufig die Ursache von groben Fehlern  sind.  



       Mit    Hilfe des vorhin     -einessenen        Winkels     sind wir auch imstande, auf möglichst direk  tem     We,#e        nach    dein     Ber;--e    zuwandern,     aueli     wenn derselbe     während    unseres Marsches       zeitweilig-    unsichtbar     wird.    Wir     brauchen     nur den roten Strich auf die     gemessene    Grad  zahl einzustellen, und die     Visierlinie    weist  alsdann nach dem Ziel unserer Wanderung.

        Bei den angeführten     Verwendungsarten     des dargestellten Visier-Kompasses ist keine  Einstellung von Zeigern oder das Einspielen  von     Harken    erforderlich. Der Kompass ist  daher sehr     bequem    zu handhaben, und er ent  spricht in einfacher     'ZTeise    den wichtigsten  Anforderungen. die man auf     Wanderungen     im Gelände an einen Kompass stellt.  



  Es bereitet auch keine     Schwierigkeiten.     mit diesem     Visier-Kompass    auf der Karte       Winkel    zu     messen    oder im Gelände gemessene  Winkel auf der Karte abzutragen. Die     Lösung     dieser Aufgaben ist am einfachsten, wenn  man die auf dem Tisch ausgebreitete Karte  zunächst orientiert. Zu diesem Zwecke wer  den die     beiden    Spiegel     vollständig    auf  geklappt. so dass sie mit der Platte     r4    zusam  inen ein Lineal bilden, das bei den in Be  tracht kommenden Arbeiten unentbehrlich  ist.

   Nun legt man das Instrument so auf die  Karte. dass die Kante<I>DE</I> in die     Richtung     eines Kartenmeridians kommt. Nachher  dreht man die Karte samt dem auf ihr lie  genden Kompass so weit, bis der rote Strich  mit dem Nullpunkt der Skala zusammen  fällt. Die Karte ist nun orientiert.  



  Hein Standort auf der Karte heisse X, ein  beliebiger anderer Ort auf dieser Karte sei Z,  und     e.    ist der     Winkel    zu messen, den die  Richtung von X nach Z mit dem geographi  schen Meridian bildet. Man legt die Kante  DE des Kompasses in die Richtung     XZ,    was  beim     Winkelmessen    im Gelände dem Visie  ren entspricht und liest am roten Strich die  gesuchte Gradzahl ab.     i\Tir    haben dabei wohl  zu beachten, dass unser Standort der Scheitel  des zu     messenden        'N#@Tinkels    ist.

   Der Kompass  muss folglich derart auf die Karte     g-elent          werden.        class    seine durch einen Pfeil auf der  Platte     :1    angedeutete     Visierlinie    von dem       Standort    X nach Z hinweist.  



  Hat man auf der Karte im Punkte X  einen     -egebeilen        Winkel    abzutragen. so legt  man die Kante DE an den Punkt X und  dreht den Kompass um denselben. bis der  rote Strich mit der     -e-ebenen    Gradzahl     7u-          sammenfä.llt.       Man kann aber die Winkel auf der Karte  auch messen.     ohne,dass    diese vorher orientiert  werden muss.

   Zu diesem Zwecke wurde der  obere Teil des     Kompassehäuses    drehbar ge  macht lind daran     inwendic    auf gleicher Höhe  mit dem geteilten Kreis eine Marke     1l        an-          0.ebracht.    Ist die Karte auf dem Tische     \--anz     beliebig ausgebreitet. so legt man den     Kom-          pass    wieder     zunächst    so darauf. dass die  Kante<I>DE</I> in die Richtung eines Karten  meridians fällt.

   Anstatt nun die Karte zu  drehen. dreht man den     obern    Teil des     Kom-          passgehäuses.        his    die     Marke        @ll    mit dem Null  punkt zusammenfällt. Nachher legt man wie  vorhin die Kante<I>DE</I> des Kompasses in die  Richtung     XZ.    nur liest man jetzt die Grad  zahl an der     Narke        3I    ab. Diese Art der Ab  lesung hat noch den Vorteil,     class    keine Feh  ler der     Parallaxe    gemacht werden können.  



  Ebenso verfährt man, wenn bei nicht  orientierter Karte im Punkte X ein     gegebenes          Winkel        abgetra < "en        werden    soll. Nachdem  der Kompass in die     Rlchtun"'    eines Karten  ineridians gebracht wurde.     lässt    man zunächst       ctie    Marke<B>31</B> finit dem     Nullpunkt    zusammen  fallen. Nachher legt man die Kante<I>DE</I> an  den Punkt X und     dreht    den Kompass um  denselben, bis die Marke 31 auf die gegebene  Gradzahl zeigt.  



  Das Messen und Abtragen von     M'inkeln     auf der Karte ist bei der Lösung verschie  dener     Aufo-aben        erforderlich.        zum    Beispiel:  Im Gelände erblicken wir     \'o11        unserem          Standpunkt    Z aus     verschiedene:        l)er(rgipfel,     die uns unbekannt sind.

   Wir visieren nach  jedem einzelnen. notieren die Gradzahl. tra  gen auf der Karte vom Standorte X aus die       gemessenen        ZÄ"iiilzel        ab,    wobei allemal der  Schenkel     TZ    nach     einem    der     gesuchten    Berge  zeigt.  



  Auf der     harte    bestimmen wir     rings    um       einen    Punkt X     herum    die Lage einer Anzahl  von     Ber',gipfeln.        Ortschaften    ctc. und notie  ren die     beztiglichen        CTriiclzahleil.        -N\Tenli    wir  uns nachher     ini    Gelände auf den Punkt     i.     begeben. so     werden    wir durch     einfaches    Vi-           ieren    die genannten     geographischen    Objekte  leicht auffinden können.  



  Wir     beobachten    im Gelände in verschie  dener Richtung zwei bekannte     Berggipfel,     die auf der Karte verzeichnet sind. Wir ken  nen jedoch unsern     Standort    x nicht und  möchten denselben ermitteln. Wir visieren  nach dem ersten der beiden Gipfel und zie  hen durch dessen     Kartenbild    eine Gerade,  deren Richtung     mit    der     Visierlinie    überein  stimmt. Dasselbe machen     -wir    mit dem an  dern     Bergb        pfel.    Wo sich die beiden Ge  raden schneiden. ist unser Standort.

   Bewe  gen wir uns am Ufer eines bekannten     Flusses     oder am Rande eines grösseren Waldes, so       benü7t    auch eine der     angegebenen    Operatio  nen zur Bestimmung unseres Standorte.  



  Es werden auch     Bussoleninstrumente    zur       @Ä'inkelmessun7    in der Geodäsie verwendet.  aber zur     Erzielung    hinreichender Genauig  keit ist dabei der     Gebrauch    eines Stativs un  bedingte Erfordernis. Handelt es sich da-    gegen um     räsche    .Aufnahme einer Web- oder  Geländeskizze, so kann der     beschriebene        Vi-          sier-Kompass    gute Dienste leisten.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Visier-Kompass. dadurch gekennzeichnet. dass das Kompassgehäuse mit der Deklina tionsnadel zwischen zwei zueinander genei-- ten Planspiegeln gelagert ist, das Ganze der art, dass man im einen Spiegel bei liorizoii- taler Blickrichtung und horizontalem Koin- passgebäuse das Bild der Kreisteilung iii aufrechter,
    natürlicher Lage und zugleich auch von dem zur Kompassablesung bestimm ten Zeiger das Spiegelbild erblickt, welches mit Hilfe eines Visiereinschnittes die Ziel linie nach einem beliebigen Punkte des Ge ländes festlegt, so dass ein genaues Visieren und gleichzeitiges Ablesen auf der Skala er möglicht wird.
CH160792D 1932-02-12 1932-02-12 Visier-Kompass. CH160792A (de)

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