CH160794A - Wiegevorrichtung mit elektrischer Einstellung. - Google Patents

Wiegevorrichtung mit elektrischer Einstellung.

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CH160794A
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Toledo Scale Manufacturing Com
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Description


  Wiegevorrichtung mit elektrischer Einstellung.    Die Erfindung betrifft eine Wiegevor  richtung, bei der das Gewicht der Last auf  elektrischem Wege gemessen und angezeigt  wird. .  



  Es sind bereits eine Reihe von Versuchen  unternommen worden, um eine solche Vor  richtung zu schaffen. Alle Versuche schei  terten aber bisher daran, dass zum Betrieb  der Wiegevorrichtungen eine Stromquelle von  konstanter Spannung benötigt wurde. Solche  Stromquellen sind aber kompliziert in ihrem  Aufbau und in ihrer Bedienung, vor allem  aber sind sie sehr kostspielig.  



  Die Bauart der erfindungsgemässen Vor  richtung bedingt keine Stromquelle konstan  ter Spannung.  



  Gemäss der Erfindung besteht die neue  Wiegevorrichtung aus einem Lastaufnehmer,  einer mit diesem verbundenen elektromagne  tischen Vorrichtung, deren Erregerstrom  durch Änderung der die Grösse des Stromes  bestimmenden     Mittel    mittelst einer von der    elektromagnetischen Vorrichtung gesteuerten  motorischen Hilfseinrichtung veränderbar ist,  und einem von der elektromagnetischen Vor  richtung beeinflussten Anzeigegerät.  



  Mit der Erfindung ist eine Vorrichtung  geschaffen worden, die mittelst neuzeitlicher  Methoden     wirtschaftlich    hergestellt werden  kann.  



  Zwei besonders zweckmässige Ausfüh  rungsformen der erfindungsgemässen Wiege  vorrichtung sind in der Beschreibung dar  gelegt.  



  Es zeigen:       Fig.    1 eine Ansicht einer Vorrichtung  zum Wiegen kleiner Lasten, wobei einzelne  Teile geschnitten und andere Teile weggelas  sen sind,       Fig.    2 eine Ansicht einer Vorrichtung  zum Wiegen schwerer Lasten,       Fig.    3 eine Seitenansicht nach     Fig.    2,  wobei einzelne Teile weggelassen und andere  geschnitten sind,           Fig.    4 das     Leitungs-    und Schaltschema  der     gezeichneten    Vorrichtungen.  



  Wie aus     Fig.    1     hervorgeht,    besteht die       -V1Tiegevorrichtung    aus einem     kastenförmigen     Sockel 1     mit    Deckel 2, auf dem eine Säule 3  angeordnet ist. An einem Ansatz 4 der Säule  3 ist ein Arm 5     befestigt,    der vorzugsweise  aus einem     nichtmagnetisierbaren    Material  hergestellt ist und die     Solenoidspule    6 trägt.  Ein beweglicher Anker 7, auf den die mag  netische Kraft der     .Solenoidspule    6 wirkt, ist  drehbar     an,dem    Hebel 8 bei 9 befestigt.  



  Der Hebel 8 ist bei 10 an einem herun  terhängenden Arm 11, der an dem seitlichen  Arm 12 der Säule 3 befestigt ist, gelagert.  



  Das Hebelende 13 ist von dem andern  Hebelende durch ein     .dielektrisches    (isolieren  des) Zwischenstück 14 isoliert. Dieses Hebel  ende 13 dient mit den Kontaktschrauben 15  und 16, die     in    Öffnungen der Winkelstücke  17 und 18 geschraubt sind, zum Schliessen  und Öffnen von zwei     Stromkreisen.    Diese       Winkelstücke    sind an der Säule 3     befestigt     und durch das Zwischenstücke 19 gegen die  Säule isoliert.  



  Der     kastenförmige    Sockel 1 dient zur  Aufnahme von zwei Motoren 20 und 21 mit  entgegengesetztem Drehsinn; die     Rotorwel-          len    der Motoren sind unmittelbar gekuppelt.  



  Durch die Verwendung zweier     Wech.sel-          strommotoren    mit verschiedenem Drehsinn  zur Widerstandsregelung des durch die So  lenoidspule geleiteten Stromes ergibt sich  gegenüber der     Verwendung    eines umsteuer  baren Gleichstrommotors der Vorteil wesent  licher Einfachheit, weil bei einem umsteuer  baren     Gleichstrommotor    eine     umfangreiclie     Schaltanlage und zusätzliche Teile     benötigt     werden, die bei Wagen immer eine Fehler  quelle sind. Die Anordnung von     Wechsel-          stromm.otoren    trägt zur Erhöhung der Wiege  geschwindigkeit bei.  



  Auf der Verlängerung .der Welle 22 be  findet sich ein Zahnrad 23, das mit einem  Zahnrad 24, das auf der kurzen Welle 25  angeordnet ist, kämmt. Die Welle 2'5 trägt  eine Schnecke 26, die mit einem Schnecken  rad 27 in Eingriff steht. Dieses Schnecken-         rad    ist an einem drehbaren Widerstand 28  befestigt. Der     Widerstand    besteht aus einer       ZVicklung    aus Widerstandsdraht, die an dem  Umfang einer     Kreisscheihe        befestigt    ist. Ein  Schleifkontakt 29 steht mit der Widerstands  wicklung in     Berührung.     



  Die     Arbeitsweise    der in den     Fig.    1 und l  bezeichneten Vorrichtung ist     folgende:     Ein Gleichstrom fliesst von der Strom  quelle 37 dauernd durch die     Solenoidspule    6  und erzeugt hier eine genügend grosse mag  netische Kraft, um den Lastaufnehmer in  seiner unbelasteten Anfangsstellung zu hal  ten.

   Wenn nun eine Last in den Lastaufneh  mer 30 gelegt wird, genügt die magnetische  Kraft nicht mehr, um die Last auszuglei  chen, so dass der Anker 7 heruntergeht und  dabei den Hebel 8, an .dem er drehbar be  festigt ist,     mitnimmt.    Hierbei kommt das  isolierte Ende 13 des     Hebels    8     mit    der Kon  taktschraube 15     in.        Berührung,    so dass der       Stromkreis    geschlossen     wirrt,    in dem sich der  Motor 20 und die     Stromquelle    38     hinterein-          Ünder    geschaltet befinden.

   Der Motor 20  setzt sich daher     in    Bewegung, wobei     mittelst     des aus den Teilen 23, 24, 25, 26 und 27 be  stehenden     Übersetzungsgetriebes    auch der  Widerstand 2.8 gedreht     wird,    und zwar der  art, dass die     Entfernung    zwischen dem  Schleifkontakt 29 und dem     Wicklungsanfang     und dadurch der eingeschaltete Widerstand       verringert    werden.

   Hierdurch     wird    der     Strom     in dem     Solenoid    vergrössert, und zwar so  lange, bis der magnetische Zug des     Solenoids     auf den Anker etwas grösser als der in ent  gegengesetzter Richtung wirkende Zug durch  die Last     ist.    Hierauf hebt sich der     Anker;     so dass der     Kontakt        zwischen    dem Teil 13  des Hebels 8 und der Spitze der Kontakt  schraube 15 unterbrochen wird. Der Motor  20 steht     .dann    so lange     still,    bis der Kontakt  wieder -geschlossen wird.  



  Wenn die Last verringert     wird,    ist die       magnetische    Zugkraft grösser als die von der       verringerten    Last herrührende, nun auch  kleiner gewordene Gegenzugkraft. Der An  ker 7 wird dann nach aufwärts gezogen, bis      der Hebel 8 mittelst des isolierten Hebelteils  13 den Stromkreis des Motors 21 schliesst.

    Der Motor 21 dreht in     entgege@igesetzter     Richtung als der Motor 20, so dass mittelst  des     Übersetzungsgetriebes    auch der Wider  stand in anderer Richtung gedreht und damit  der Strom im     Solenoid    verkleinert     wird,    und  zwar so lange, bis die magnetische     Kraft     und der Zug der Last auf den Anker aus  geglichen sind. In diesem Zeitpunkt     wird     der Kontakt     zwischen    dem Teil 13 des He  bels 8 und der Kontaktschraube 16 unter  brochen und der Motor 21 stillgelegt. Dann  fliesst wieder nur so viel Strom durch das       Solenoid,    als erforderlich ist, um den Last  aufnehmer in seiner Anfangslage zu halten.  



  Aus der beschriebenen Arbeitsweise der  Wiegevorrichtung ist zu ersehen, dass in dem  Erregerstromkreis 37, 6, 29, 218, 40, 37 selb  ständig ein Strom solcher Grösse eingestellt  wird, dass die durch ihn erzeugte magnetische  Kraft im     Solenoid    6 dem Zuge der Last am  Lastarm 30 das Gleichgewicht hält. Span  nungsänderungen der Stromquelle 37 sind  also ohne Einfluss auf die Gleichgewichts  lage, da bei Spannungsänderungen eine Än  derung des Widerstandes 28 so lange erfolgt,  bis das Gleichgewicht wieder hergestellt ist.  Lässt zum Beispiel die     Spannung    an der  Stromquelle 37 nach, ohne dass sich die  Grösse der Last ändert, so wird der Strom  und somit der     magnetische    Zug im     Solenoid    6  geringer.

   Durch die Ungleichheit zwischen  magnetischem Zug und .dem Zug der Last  wird die Kontaktvorrichtung 13/15 betätigt  und die Stromstärke hierdurch so lange ge  ändert, bis wieder Gleichgewicht zwischen  dem magnetischen Zug und dem Zug der  Last     eintritt.     



  Die     Fig.    2 und 3 beziehen sich auf eine  Vorrichtung, die zum Wiegen schwerer La  sten dient. Bei dieser Bauart werden zum  Ausgleich der Last dieselben     Mittel    benutzt,  die dementsprechend auch dieselben Bezugs  zeichen wie in den andern Figuren tragen.  



  Die Änderung besteht darin, dass die Last  nicht in eine am Anker 7 hängende Schale    30 gelegt, sondern auf eine Plattform 31 ge  bracht wird, die in geeigneter Weise an dem  Hebelgestänge 32 befestigt ist, das sich in  dem Sockel 33 befindet und von diesem ge  tragen wird. Die durch die Last auf die  Plattform ausgeübte Kraft wird durch das  Hebelsystem 32 und eine     Verbindungsstange     34 übertragen, die am Anker 7 befestigt ist  und einen Bügel 35 zur Aufnahme des Zap  fens 36 des Hebels trägt.  



  Da bei beiden     Ausführungsbeispielen    die  Stromstärke im     Solenoidstromkreis    ein Mass  für den von :der     Solenoidspule    auf den An  ker     äusgeübten    Zug ist, ist zur Anzeige die  ses Zuges ein Strommesser 40 vorgesehen.  Die Skala -dieses Strommessers ist so gewählt,  dass     Kilogramme    und Bruchteile davon ab  gelesen werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Wiegevorrichtung mit elektrischer Ein stellung, gekennzeichnet durch einen Last aufnehmer, eine mit diesem verbundene elek tromagnetische Vorrichtung (7, 6), deren Er regerstrom durch Änderung der die Grösse des Stromes bestimmenden Mittel (28) mit- telst einer von der elektromagnetischen Vor richtung gesteuerten motorischen Hilfsein- ricbtung (20, 21) veränderbar ist, und ein von der elektromagnetischen Vorrichtung be- einflusstes Anzeigegerät.
    UNTERANSPRü CHE 1. Wiegevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Erreger wicklung (6) des Elektromagnetes der elektromagnetischen Vorrichtung (7, 6) für den Anschluss an eine Gleichstrom quelle (37) ausgebildet ist, und dass zur Änderung der Stromstärke im Erreger stromkreis ein Ohmscher Widerstand (28) vorgesehen ist. 2. Wiegevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die von dem Elektromagneten der elektromagnetischen Vorrichtung (6, 7) gesteuerte motorische Hilfseinrichtung zwei Rotoren (20, 21) mit entgegengesetztem Drehsinn aufweist.
    3. 'V#Tiegevorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotor wellen der Motoren direkt gekuppelt sind. 4. Wiegevorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Motoren solche für Anschluss an eine Wechsel stromquelle sind. 5. Wiegevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker (7) des Elektromagnetes der elektromag netischen Vorrichtung (6, 7) elektrische Kontaktvorrichtungen (13, 15, 16) zur Steuerung der motorisehen Hilfseinrich tung (20, 21) betätigt. 6.
    Wiegevorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker (7) mit einem Hebel (8) gelenkig verbun den ist, der vermittelst eines isolierenden Teils (14) einen zwischen Kontakten (15, 16) spielenden Kontaktfinger (13) trägt. 7. Wiegevorrichtung nach den Unteransprü chen 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakte (15, 16) mit den Klemmen der Motoren (20, 21) verbunden sind, der art, dass beim Schliessen je des einen der Kontakte durch den Kontaktfinger (13) je der eine der Motoren in Umlauf versetzt wird. B.
    Wiegevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Lastaufnehmer (31) und .der elektromag netischen Vorrichtung ein den von der Last herrührenden, auf die elektromagne tische Vorrichtung einwirkenden Zug ver minderndes Hebelsystem angeordnet ist. 9. Wiegevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeige gerät ein in den Erregerstromkreis der elektromagnetischen Vorrichtung eirege- schalteter Strommesser (40) ist.
CH160794D 1930-04-03 1931-03-30 Wiegevorrichtung mit elektrischer Einstellung. CH160794A (de)

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