CH160883A - Gittergesteuertes Metalldampfentladungsgefäss. - Google Patents
Gittergesteuertes Metalldampfentladungsgefäss.Info
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Description
Gittergesteuertes Metalldampfentladungsgefäss. Es ist bekannt, die Anoden mit Gittern zu umgeben, um eine Verzögerung des Zünd- einsatzes und somit eine Regulierung der Stromstärke im Gleichstromkreis zu erzielen. Auch sind andere Ausführungsformen vor geschlagen worden, in denen die Anoden mit Hülsen umgeben sind, die an dem der Ka thode zugekehrten Ende offen oder mit Git tern abgeschlossen sind. Diese Gitteranord nung dient nicht der Steuerung der Ent ladung, sondern soll in der Hauptsache eine schnelle und möglichst vollkommene Wieder vereinigung der Metalldampfionen in der Sperrhalbperiode bewirken, um die Auslösung einer Rückzündung durch überflüssige Rest ladungen in unmittelbarer Nähe einer ne gativen "Anode" zu vermeiden. In gitter- gesteuerten Entladungsgefässen kann diese Aufsaugung der Restladungen von dem Steuergitter übernommen werden, so dass sich aus diesem Grunde die Anbringung von Metallteilen in der Entladungsbahn, bezie- hungsweise am Ende der Anodenhülse er übrigt. Weiterhin sind Anordnungen bekannt geworden, in denen in einer gekrümmten Anodenhülse durchlochte Querwände vor gesehen sind, die als Richtkörper für das elektrostatische Feld, auf ein geeignetes Po tential aufladbar, über die ganze Bahnlänge der Elektronen zwischen Kathode und Anode in solcher Anzahl in einer sie umschliessen den Hülse verteilt sind, dass infolge des hier durch gegebenen Verlaufes des elektrostati schen Feldes Elektronen nicht aus ihrer zur Anode gerichteten Bahn abirren können. Nun ergibt sich aber häufig im Betriebe von gittergesteuerten Metalldampfgleichrich- tern eine Störung dadurch, dass der Abstand zwischen Anode und Steuergitter, beziehungs weise der Durchgriff der Anode durch das Gitter ungleichmässig ist. Hierdurch werden einzelne Teile des Gitters und der Anode dauernd zu einer bevorzugten Ansatzstelle des Lichtbogens. Bei grossmaschigen Gittern werden die mittleren Teile oder Randteile bevorzugt, je nach der Lage der Anoden zu einander und im Gefäss und je nachdem die elektrostatischen und elektromagnetischen Felder den Lichtbogen führen. Bei eng maschigen Gittern, die sich meist im Betriebe durch Erwärmung wölben, werden ebenfalls einige Stellen der Anode häufiger den Licht- bogenansatz tragen als andere. Für das Gitter besteht bei jeder Bevorzugung die Ge fahr des Abschmelzens einiger Gitterdrähte und dadurch einer weiteren Bevorzugung der schon überlasteten Anodenteile. Zur Vermeidung derartiger Nachteile und zur vollkommeneren Beherrschung des Eint ladungsgefässes, beziehungsweise des Gleich richters mittelst der Gittersteuerung über haupt wird gemäss der Erfindung in der Ent ladungsbahn vor der Anode ausser dem Git ter, das mit einer Stromzuführung versehen ist, die zum Anlegen der Steuerspannungen für die Regulierung der Stromstärke im Gleichstromkreis des Gleichrichters dient, ein zweites Gitter vorgesehen, das von die sen Steuerspannungen verschiedenes Potential erhält. Zweckmässig ist die Einrichtung so ge troffen, dass das Gitter für die Steuerspan nungen zur Regulierung der Stromstärke im Gleichstromkreis des Gleichrichters in un mittelbarer Nähe der Anode angeordnet ist und die Anode zweckmässig umgibt, während das zweite Gitter an einem die Anode um gebenden Rohr nahe dem kathodenseitigen Ende desselben befestigt ist. Das beide Gitter und die Anode umgebende Rohr besteht vorteilhaft aus magnetischem Material und trägt am besten an seinem kathodenseitigen Ende ein zweites Gitter, das rostartig ausgebildet ist und vorzugs weise mit dem Rohr in leitender Verbindung steht. Durch die Anbringung eines die Anode umgebenden Rohres (Anodenschutzhülse) kann bekanntlich der-elektromagnetische und elektrostatische Einfluss der Nachbaranoden herabgesetzt werden und durch die Ein- fügung eines Gitters oder kleiner Leitkanäle innerhalb der Hülse können ausserdem die Potentialflächen vor dem Steuergitter und der Anode derart geformt werden, dass sich ein hinreichend gleichmässiges Feld vor ihnen ausbildet. Auf diese Weise kann er reicht werden, dass geringe Schwankungen des Durchgriffes der Anode nicht mit andern den Lichtbogen beeinflussenden Feldern zu sammen verstärkte Störwirkungen ergeben. Die Erfindung sei anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben. In der Zeichnung ist ein Teil eines Entladungsgefässes 1 mit einer Kathode 2 und einer Anode 3 dargestellt. Die Anode ist in üblicher Weise mit einem Isolator 4 vakuumdicht durch die Gefäss wand geführt. Am Isolator ist ebenfalls in bekannter Weise ein Gitterkörper 5 hängend befestigt, der bei 6 isoliert ausgeführt ist, so dass ihm von aussen die nötigen Steuer spannungen zugeführt werden können. Anode und Gitter befinden sich in einem rohrartigen Auf- oder Einsatzrohr 7 des Entladungs gefässes 1, der an dem der Kathode zuge wandten Ende mit einem zweiten Gitter oder Rost 8 aus Blechen abgeschlossen ist. Das Gitter 8 kann in elektrischer Verbindung; mit dem Einsatzrohr 7 stehen. Ausserdem wi derspricht es dem Erfindungsgedanken nicht, wenn das Einsatzrohr 7 vom Gefäss isoliert. ist oder das zweite Gitter 8 im Einsatzrohr isoliert oder mit einem isolierenden Überzug und mit einer konstanten Gleichspannung niedrigeren oder höheren Potentials als das der Gefässwand versehen wird.. Auch sind andere Möglichkeiten der angeführten Span nungsverteilung für das Schutzrohr und das abschliessende Gitter im Rahmen der Erfin dung möglich.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gittergesteuertes Metalldampfentladungs- gefäss, insbesondere Metalldampfgleichrichter mit mehreren Anoden und Metallgehäusen, dadurch- gekennzeichnet, dass in der Ent ladungsbahn vor der Anode ausser dem Git- ter, das mit einer Stromzuführung versehen ist, die zum Anlegen der Steuerspannungen für die Regulierung der Stromstärken im Gleichstromkreis des Gleichrichters dient, ein zweites Gitter vorgesehen ist, das von die sen Steuerspannungen verschiedenes Poten tial erhält. UNTERANSPRÜCHE: 1.Gittergesteuertes Metalldampfentladungs- gefä-ss nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Gitter (5) für die Steuerspannungen zur Regulierung der Stromstärke im Gleichstromkreis des Gleichrichters in unmittelbarer Nähe der Anode (3) angeordnet ist und die Anode umgibt, während das zweite Gitter (8) an einem die Anode umgebenden Rohr (7) nahe dem kathodenseitigen Ende desselben befestigt ist. ?. Gittergesteuertes Metalldampfentladungs- gefäss nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das Gitter (5) an dem Isolator (4) der Anode befestigt ist.31. Gittergesteuertes Metalldampfentladungs- gefäss nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das zweite Gitter (8) mit dem die Anode umgebenden Rohr in elektrischer Verbindung steht. 4. Gittergesteuertes Metalldampfentladungs- gefäss nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das zweite Gitter (8) von dem die Anode umgebenden Rohr (7) isoliert ist. 5.Gittergesteuertes 112etalldampfentladungs- gefäss nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das beide Gitter<B>(5,8)</B> umgebende Rohr (7) mit der metallischen Gefässwandung des Gleichrichters strom leitend verbunden ist. 6. Gittergesteuertes Metalldampfentladungs- gefäss nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das beide Gitter (5, 8) umgebende Rohr in der metallischen Ge fässwandung isoliert befestigt ist. 7.Gittergesteuertes Metalldampfentladungs- gefäss nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das beide Gitter (5, 8) und die Anode (3) umgebende Rohr (7) aus magnetischem Material besteht und an seinem kathodenseitigen Ende das zweite Gitter (8) trägt, das rostartig aus gebildet und mit dem Rohr (7) in elektri scher Verbindung steht.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE160883X | 1930-09-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH160883A true CH160883A (de) | 1933-03-31 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH160883D CH160883A (de) | 1930-09-06 | 1931-09-03 | Gittergesteuertes Metalldampfentladungsgefäss. |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH160883A (de) |
-
1931
- 1931-09-03 CH CH160883D patent/CH160883A/de unknown
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