CH160885A - Schaltung für Relais in Wechselstromkreisen. - Google Patents

Schaltung für Relais in Wechselstromkreisen.

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CH160885A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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  Schaltung für Relais in     Wechselstromkreisen.       Es sind elektrische Relais bekannt, bei  denen die zu überwachenden elektrischen  Grössen auf ein mechanisch bewegtes System  eine Kraft ausüben, der eine andere mecha  nische Kraft entgegenwirkt und bis zum  Überschreiten des     Ansprechwertes    das  Gleichgewicht hält.     Derartige    Relais besit  zen aber eine nicht sehr genaue     Ansprech-          empfindliehkeit,    da die     entgegenwirkende     mechanische Kraft, die gewöhnlich in einer  Feder besteht, nie ganz genau eingestellt  werden kann und im Betrieb leicht Verände  rungen erleidet.

   Bei einem     Umstellen    des  Relais auf andere     Ansprechwerte    besteht der  Nachteil, dass ein Auswechseln der Federn  oder der Strom- oder Spannungswicklungen  erforderlich ist.  



  Diese Nachteile werden erfindungsgemäss       dadurch    vermieden, dass der zu überwachen  den elektrischen     Wechselstromgrösse    eine  gleichgerichtete Wechselspannung oder eine  Gleichspannung     entgegengeschaltet    wird,  derart, dass die Differenz beider in einem    Stromkreis wirksam ist, der eine Betäti  gungseinrichtung beeinflusst.     Dadurch    wird  erreicht, dass das Relais nur für den  Differenzwert elektrischer Grössen bemessen  zu sein braucht, und dass es vom Absolut  wert nicht beansprucht wird.

   Ausserdem  wird durch die     Summierung    der elektrischen  Grössen eine grössere Empfindlichkeit er  reicht als durch die     Summierung    von Kräf  ten, die von diesen elektrischen Grössen erst  hervorgerufen werden.  



  In den Abbildungen sind verschiedene  Anwendungsbeispiele der     Erfindung    darge  stellt. In     Fig.    1 ist ein     Ü.berstromrelais    ge  zeigt, bei dem eine Röhre als     Ansprech-          element    verwendet ist. An die Sekundär  wicklung eines durch einen Widerstand 2  belasteten     Stromwandlers    1 ist die Kathode  einer Elektronenröhre 3 angeschlossen. Über  eine     Gleichstrombatterie    4 ist an den andern  Pol des Stromwandlers 1 das Gitter der  Röhre 3 geführt.

   Der Heizkreis der Röhre 3  ist in an sich bekannter Weise geschaltet;      im Anodenkreis liegt die     Auslösespule    5  eines Schalters oder die Betätigungsspule  eines     Anzeigerelais    in Reihe mit einer  Gleichstromquelle 6.  



  Aus dem Diagramm der     Fig.    ja, das die  Röhrencharakteristik, den Anodenstrom, als       Funktion    der Gitterspannung, zeigt, ist die  Wirkung der Anordnung zu ersehen. Als  Röhrencharakteristik ist die einer Elektro  nenröhre mit unstetigem Entladungseinsatz,       beispielsweise    einer gas- oder dampfhaltigen  Entladungsröhre mit     lichtbogenartiger    Ent  ladung, gezeichnet. Der Entladungsvorgang       setzte    bei der positiven Gitterspannung     egi          relativ    zur Kathode gemessen ein.

   Die  Gleichspannung en, die als negative Gitter  vörspannung     wirkt,    ist so gewählt, dass       e"        -f    - en gleich dem     Ansprechwort    des  Relais ist, das heisst der dem Gitter aufge  drückte     Ansprechwert    muss zunächst en  überwinden und dann noch     egi,    wenn das  Relais ansprechen soll. Wenn dieser Wert  dann     überschritten    wird, wie beispielsweise  in     Fig.    ja durch eine Wechselspannung     ery,     dann nimmt der Anodenstrom     einen    Wert       i8,    an, der zur Erregung der Spule 5 aus  reicht.  



  In     Fig.    2 ist die Anwendung der Erfin  dung bei einem     Überspaunungsrelais    gezeigt.  Die Schaltung ist     ähnlich    der in     Fig.    1 dar  gestellten. An Stelle des Stromwandlers 1  ist ein     Spannungswandler    7 vorgesehen, an  dessen     Sekundärklemme    über einen Gleich  richter 8 ein     Kondensator    9 geschaltet ist.  Bei der Darstellung des Gleichrichters 8 ist  ebenso wie bei den folgenden Figuren der  Pfeil so gezeichnet, dass er die     Elektronen-          richtung    angibt.

   Parallel zu     dem    Konden  sator liegt die Kathode und das Gitter     mit     einer Spannungsquelle 4 einer Elektronen  röhre 3. Im Anodenkreis liegt     wieder    die       Betätigungsspule    eines     Anzeigerrelais    oder  eines     Auslöseschalters.    In dem Ausfüh  rungsbeispiel ist das Prinzip der Ruhestrom  schaltung angewendet.

   Die     Gittervorspan-          nung        ep    ist daher positiv gewählt und be  sitzt eine derartige Grösse, dass     ep        e"        (Fig.       2a) dem     Ansprechwert    des Relais entspricht.       egi    ist dabei ebenso     wie    bei     Fig.    la der  Wert des     Gitterpotentials,    bei dem die Ent  ladung einsetzt.

   Wenn nun die gleichgerich  tete Wechselspannung     un    einen Wert an  nimmt, der     ep        egi    überschreitet, dann sinkt  der Anodenstrom auf einen Wert, der zum  Festhalten des Ankers des Relais 5 nicht  mehr ausreicht. Als Elektronenröhre kann in  diesem Fall keine Röhre mit unstetigem Ent  ladungseinsatz verwendet werden, da bei  diesem der Anodenstrom, erst wenn seine       Richtung    umgekehrt ist, zu fliessen aufhört.  Für diese Schaltung kommt nur eine Ent  ladungsröhre normaler Bauart in Betracht.  Die Gleichrichtung der Spannung     itn    ist  aber hier erforderlich, damit der Anoden  strom wirklich unterbrochen bleibt.  



  Wenn die Einrichtung nach dem       Arbeitsstromprinzip    wirkt, dann kann sie  als     Spannungsrückgangrelais    verwendet wer  den. Sobald nämlich die Spannung     u.    den  Wert     ep    -     P.,    unterschreitet, setzt der  Anodenstrom ein und-die Spule des Relais 5  wird erregt.  



  Bei den gezeichneten Ausführungsbei  spielen 1 und 2 kann auch an Stelle der  Röhre ein polarisiertes Relais verwendet  werden, wenn in- beiden Fällen die zu über  wachende     Wechselstromgrösse,    bevor sie dem  Relais zugeführt wird, gleichgerichtet ist.  



  Besonders vorteilhaft lässt sich der Er  findungsgedanke dann     anwenden,    wenn zwei       Wechselstromgrössen    miteinander verglichen  werden sollen. In     Fig.    3 ist zum Beispiel  die     Schaltung    -eines     Stromdifferenzrelais    ge  zeigt. Mit 1 und 11 sind die Stromwandler  bezeichnet, denen die beiden Ströme ü und       i2    zugeführt werden. Die Stromwandler     sind     mit Luftspalt im Eisenkern ausgerüstet, um  einen parallelen Widerstand überflüssig zu  machen.

   Die     Sekundärwicklungen    der     Wand-          ler    1 und 11 arbeiten über Gleichrichter 8  und 118 auf die Kondensatoren 9 und 19, die  demgemäss auf Gleichspannungen aufgeladen  werden, welche den zu vergleichenden Strö  men il und i2     proportional        sind.    Die Span-           nung    am Kondensator 9 besitzt .das ent  gegengesetzte Vorzeichen wie diejenige am  Kondensator 19, so dass die Differenz beider  wirksam wird. Diese Differenz ist in den  Gitterkreis der Röhre 3, also zwischen Git  ter und Kathode, eingeführt. Im Anoden-.

    kreis liegt wieder die Spule eines Betäti  gungsrelais 5 und eine     Anodenstromquelle    6,  die gleichzeitig über einen Widerstand 20  den Heizstrom liefert. Übersteigt nun die  Differenz der Ströme il und     i2    einen be  stimmten Wert, so setzt die Entladung der  Röhre 3 ein und die Spule 5 wird erregt.  Die Widerstände 21 und 22 parallel zu den  Kondensatoren 9 und 1.9 dienen dazu, die  Ladung von den Kondensatoren abzuleiten,  so dass die     Kondensatorspannungen    den       Amplitudenwerten    der Ströme il und     i-2     schnell folgen.

   Ein derartiges Relais kann  zum Beispiel dazu dienen, die zu einem       Anlageteil    hinein- und die aus ihm heraus  fliessenden Ströme zu messen und so das Auf  treten von innern Fehlern     festzustellen.     



  Werden an Stelle der Stromwandler 1  und 11     Spannungswandler    vorgesehen, dann  kann das Relais zum Beispiel zur Über  wachung von mehreren Leitungen verwendet  werden, die von denselben     Sammelsebienen     aus gespeist werden und bei denen hinter der  Verzweigung in jeder der Leitungen eine  Schutzdrosselspule eingebaut ist. Das Dif  ferenzrelais vermag dann die Spannung hin  ter den Schutzdrosselspulen zu vergleichen.  Soll bei einer derartigen Schaltung die Aus  lösung sowohl bei positiven, als auch bei  negativen Spannungsabweichungen der einen  Leitung gegen die andere erfolgen, so sind im  allgemeinen zwei Relais gemäss den     Fig.    5  und 6 erforderlich.  



  Eine Schaltung nach     Fig.    3 kann auch  zur Überwachung der symmetrischen Be  lastung einer     Dreiphasenleitung    verwendet  werden. Dem Dreieck der Belastungsströme       proportionale    Spannungen werden zu diesem       Zwecke    mittelst bekannter Brückenschaltun  gen in die     rechtläufigen    und gegenläufigen  Komponenten zerlegt und je zwei von der  selben Phase herrührende gegenläufige wer-    den einem Differenzrelais nach     Fig.    3 zu  geführt.  



  Ein Differentialrelais, das bei Unter  schreitung eines gewissen     Impedanzwertes     anspricht, wird dadurch erhalten, dass an  Stelle des Stromwandlers 11 der     Fig.    3 ein       Spannungswandler    gesetzt wird.

   Das Poten  tial des     Kondensators    9     (U9)    ist dann dem  Strom J, das Potential des     Kondensators    19       (L1,9)    der Spannung U der abzuschaltenden  Leitung     propdrtional.    Liegt nun die Charak  teristik der Röhre so, dass die Änderung des  Anodenstromes bei der Gitterspannung Null  einsetzt, dann spricht das Relais an wenn:  
EMI0003.0026     
    c und c' sind zwei Konstanten, die von den  Übersetzungsverhältnissen der Hilfswandler  1 und 2 abhängig sind. Das Relais löst also  aus, wenn die Impedanz einen bestimmten  Festbetrag, der von den Übersetzungsverhält  nissen der Hilfswandler 1 und 2 abhängt,  unterschreitet.  



       Fig.    4 zeigt ein Relais, das durch  algebraische Differenzbildung die Energie  richtung unterscheidet. Die Sekundärspan  nungen der Wandler 1 und 11 sind hinter  einander geschaltet und laden über den  Gleichrichter 18 den Kondensator 19 auf  eine der geometrischen Summe der Sekundär  spannungen proportionale Gleichspannung  auf. Im Gitterkreis der Röhre 3 liegt ausser  dem noch die vom     Hilfswandler    1 herrüh  rende, dem Strom in der zu schützenden Lei  tung proportionale Spannung des     Konden-          sators    9. Die Wirkungsweise der Schaltung  soll anhand der     Fig.    4a und 4b erläutert  werden. Die an den Sekundärwicklungen der  Wandler 1 und 11 auftretenden Hilfsspan  nungen sind mit J und U bezeichnet.

   Bei  normalem     Energiefluss    schliessen die Vek  toren J und U einen Winkel ein, der kleiner  als<B>90'</B> ist. Die geometrische Summe     Y    die  ser Spannungen wird im Gleichrichter 18  gleichgerichtet und lädt den Kondensator  19, dessen Ladung also proportional der      Strecke     Pi,        P3    ist, auf.

   Die Spannung  des     Kondensators    9, die der     Strecke          Pi,        P2    entspricht, ist der des Kondensators  19     entgegengeschaltet.    Im Gitter liegt also  eine resultierende Spannung proportional der  Strecke     P2,        P3,    .die dasselbe     Vorzeichen.    wie  die Ladung des Kondensators 19 besitzt,  also .eine negative     Gitterspannung    darstellt.  Der Entladungsstrom der Röhre 3 ist ge  sperrt. Kehrt sich die Energierichtung um,  so schliessen die Vektoren J .und U einen  Winkel ein, der grösser als 90   ist, wie in       Fig.    4b dargestellt.

   Am Gitter der Röhre 3  liegt also die negative Spannung des     Konden-          sators    19 und in Reihe damit die positive  Spannung des Kondensators 9. Die Differenz  beider ist positiv. Die Entladung in der  Röhre setzt also ein und die     Olschalterspule     5 wird erregt.  



       In        Fig.    5 ist eine     Differentialschutzein-          richtung    dargestellt, die bei einer positiven,  sowie negativen Differenz der Ströme in den  beiden parallelen     Leitungen   <I>A</I> und<I>B</I> an  spricht. Für eine derartige Einrichtung sind  zwei Röhren 3 und 13 erforderlich. Die  Stromwandler und die angeschlossenen       Gleichrichterkreise    sind ebenso geschaltet wie  in     Fig.    3.

   Der Gleichrichter 8 ist aber so  wohl an die Kathode der Röhre 3 als  an das     Gitter    der Röhre 13 geführt,  während der Gleichrichter 18 umgekehrt  an die Kathode der Röhre 13 und an  das     Gitter    der Röhre 3 angeschlossen ist.  Die Anodenkreise beider Röhren sind von  einander getrennt an je eine Spule 5 und 15  geführt, die auf einen gemeinsamen Eisen  kern     eines    Relais oder einer     Schalterbetäti-          gungseinrichtung    einwirken. Für diese Ein  richtung sind zwei besondere Anodenstrom  quellen 6 und 1,6 vorgesehen, die an sich  auch vereinigt werden können.

   Je nachdem  ob nun der Strom in der     Leitung    A oder in  der     Leitung    B überwiegt, spricht die Röhre  3 und 13 an, die die positive     Gitterspannung     erhält. Die Einrichtung ist in     allen    Fällen  anzuwenden, wo es sich um den Vergleich  von elektrischen Grössen handelt und wo so  wohl die positive, als auch die     negative    Dif-         ferenz    der zu überwachenden Grössen das  Auslösen herbeiführen soll, also auch bei  einer     Differentialschutzeinrichtung    einer ein  zelnen Leitung, die von zwei Seiten gespeist  wird.  



  In     Fig.    6 ist     eine    Schaltung zur Lösung  derselben Aufgabe gezeigt wie die der     Fig.    5  zugrunde liegende, und zwar für den Dif  ferentialschutz einer einzigen Leitung. Bei  dieser Ausführung sind     Doppelgitterröhren     und Spezialwandler erforderlich. Die Strom  wandler 1 und 11 besitzen geteilte Sekundär  wicklungen, an welche je zwei Konden  satoren 9, 9' und 19, 19' über Gleichrichter  angeschlossen sind. Die Schaltung der  Gleichrichter ist derart getroffen, dass an den  Kondensatoren Gleichspannungen mit den in  der Abbildung     eingezeichneten    Vorzeichen  auftreten. Die Gitter der beiden Entladungs  röhren 3 und 13 sind an beide Stromwandler  1 und 11 angeschlossen.

   Am Gitter 23 der  Entladungsröhre 3 liegt die negative Span  nung des     Kondensators    9', die dem Strom     J±     proportional ist. Am zweiten Gitter 24 der  Röhre 3 liegt eine positive Spannung, die  vom Kondensator 19 herrührt und dem  Strome     Jn    proportional ist.     Überwiegt    die  Spannung des     Kondensators    19 diejenige des  Kondensators 9', so herrscht an der Röhre 3  ein resultierendes, positives Gitterpotential,  die Entladung setzt ein und die     Auslösespule     5 des Ölschalters wird erregt.

   Die Röhre 3  spricht also an, wenn der Strom     JB    grösser  ist als der Strom     Ji.    Im umgekehrten Falle  spricht die Röhre 13 an, in der die Span  nungen der Kondensatoren 9 und 19' in der  selben Weise verglichen werden.  



  Durch eine Abänderung der Schaltung  nach     Fig.    6 kann auch erreicht     -Werden,    dass  die Auslösung erfolgt, wenn an Stelle des  Fehlerstromes (Differenz von     J1    und     JB)     wie in     Fig.    6 das Verhältnis von Fehler  strom zu Belastungsstrom
EMI0004.0053  
   einen ge  wissen Festbetrag überschreitet. Derart ein  gerichtete Relais besitzen eine grössere An  sprechgenauigkeit als Relais, bei denen nur  die Differenz JA     -JB    für das Ansprechen      massgebend ist.

   Die Abhängigkeit von dem  Verhältnis Fehlerstrom zu Belastungsstrom  kann bei den bekannten Differentialschutz  einrichtungen nur mit Hilfe von besonderen  Haltespulen, die eine unerwünschte Kompli  kation der Einrichtung darstellen, erreicht  werden. Bei dem     Differentialschutzsystem     gemäss der Erfindung lässt sich dagegen die  gewünschte Abhängigkeit lediglich - durch  eine besondere Unterteilung der Wandler 1  und 11 erzielen, wie an folgender Rechnung  gezeigt werden soll.

   Das Verhältnis von  Fehlerstrom zu Belastungsstrom, bei dem  die Auslösung erfolgen soll, sei m:  
EMI0005.0002     
    Daraus folgt:  <I>JA -</I>     JB   <I>= in (JA</I>     -\-        J$)     oder JA<I>(1 - m) =</I>     JB   <I>(1</I>     +   <I>na)</I>  Die     Auslösebedingung    lautet also:

      <I>JA (1 - na) -</I>     JB   <I>(I</I>     -@-        nz)   <I>--- 0;</I>  diejenige für einen Stromunterschied des  entgegengesetzten     Vorzeichens:            JB   <I>(1 - in) - JA (1</I>     +   <I>na) = 0</I>    Die zwei letzten Gleichungen lassen un  mittelbar erkennen, dass die gewünschte Ver  hältnisabhängigkeit sich ohne weiteres er  reichen lässt.

   Es braucht zum Beispiel nur  die Sekundärwicklung der Wandler 1 und 11  derart unterteilt zu werden, dass die an den  Kondensatoren 9 und 9'     bezw.    19 und 19'  auftretenden Spannungen sich wie<I>K</I>     (1- t)     und<I>K</I>     (1+m.)    zu den entsprechenden  Primärströmen verhalten, wobei K eine vom  Übersetzungsverhältnis der Stromwandler  abhängige Konstante bedeutet.  



  Um die Auslösung bei     Strömen    in der  Nähe von Null zu vermeiden, ist es zweck  mässig, am Gitter 24 und dem entsprechen  den Gitter der Röhre 13 noch eine kleine       Gittervorspannung    vorzusehen.  



  Für     Differentialschutzeinrichtungen    von       Kabeln    besitzt das neue Relais ausser den       eingangs    erwähnten Vorteilen und abgesehen  von der sehr erwünschten geringeren Strom-         wandlerbelastung    noch den zusätzlichen  Vorteil, dass die Einrichtung durch Einbau  von Sperrkreisen leicht gegen die von der zu  schützenden Leitung induzierten Störspan  nungen der Frequenz 50 Hertz oder einer  Oberwelle geschützt werden kann.

   Dies ist  gerade bei     Längsdifferentialschutzeinrich-          tungen    von Kabeln von grosser Bedeutung,  bei denen die Prüfadern auf lange Strecken  dem Kabel parallel laufen, da in fast allen  Fällen, in denen die Schutzeinrichtung zu  arbeiten hat, extrem grosse Ströme und ent  sprechend starke Störfehler vorhanden sind.    Bei den beschriebenen Relais, mit einer  Ausnahme der Relaiseinrichtung nach     Fig.    6,  kann die Gleichrichtung der einen der zu  vergleichenden Grössen erspart werden und  statt dessen der Röhre 3 eine Wechselspan  nung zugeführt werden.

      Die Erfindung eignet sich besonders für  derartige Relaiseinrichtungen, bei denen die  Auslösung in Abhängigkeit ausser von den  zu überwachenden     Netzgrössen    auch in Ab  hängigkeit von der Zeit erfolgen soll. In       Fig.    7 ist     zum    Beispiel die Anwendung der  Erfindung auf ein     Überstromzeitrelais    ge  zeigt. Die     Schaltung    stimmt im wesentlichen  mit der der     Fig.    2 überein. Der zu über  wachende Strom ist einem Stromwandler 1  entnommen und über einen Gleichrichter 8  an die Klemme eines Kondensators 9 geführt.

    Der Kondensator 9 liegt zusammen mit einer       Gittervorspannungsbatterie    4 im Gitterkreis  einer     Elektronenröhre    3, in deren Anoden  kreis die Betätigungsspule einer Relaisein  richtung 5 liegt. In den     Gleichrichterkreis     des Stromes J ist aber ein Widerstand 215  eingeschaltet, der den zeitlichen Anstieg des  Stromes in dem Kondensator 9 beeinflusst.  Die Spannung am Kondensator 9 steigt näm  lich vom     Einschaltmoment    an nach der  Kurve
EMI0005.0037  
   an.     UJ    ist die       Spannung    am Kondensator 9, J der zu über  wachende Strom, c eine Konstante,- e die  Basis der natürlichen Logarithmen, t die  Zeit und T die Zeitkonstante des Kreises 1,      25, 8, 9.

   Der erste Teil - dieser Kurve kann  mit grosser Annäherung als geradlinig     be-          trachtet-werden    und wird in diesem Bereich  durch :die Gleichung       Ui   <I>=</I>     n        Jt     dargestellt, in der a eine weitere von den       Stromkreiskonstanten    abhängige Grösse be  deutet.

   Die Spannung an dem Gitter der  Röhre 3 steigt demnach in Abhängigkeit von  der Zeit geradlinig an und führt dann wenn  sie die Grösse en     -f-        eäi    überwiegt,     zum    An  sprechen der     Einrichtung.    Der     Spannungs-          wandler    1 darf aber nicht dauernd an die       Einrichtung    angeschlossen sein, sondern erst       beim    Überschreiten eines bestimmten Strom  wertes. Dazu ist ein besonderes stromab  hängiges     Ansprechglied    erforderlich.  



  Wird der Widerstand 25 in eine Relais  einrichtung nach     Fig.    3, also ebenfalls in  Serie zu dem Gleichrichter     @8    eingebaut und  an Stelle des Stromwandlers 11 ein     Span-          nungswandler    gesetzt, dann erhält man  eine     zeitimpedanzabhängige    Relaiseinrich  tung. Am Kondensator 9 wird eine Span  nung erzeugt, die proportional dem Strom,  am Kondensator 19 eine Spannung, die  proportional der Spannung der zu über  wachenden Leitungsstrecke ist. Am Gitter  der     Entladungsröhre    3 liegt dann die Diffe  renz der     Gleichspannungen    der Kondensa  toren     9d    und 19.

   Bei Beginn der Störung wer  den     durch    nicht eingezeichnete von den     Stö-          rungserscheinungen    abhängige     Ansprech-          reläis    die Transformatoren 1 und 11 einge  schaltet. Die Spannung am Kondensator 19  stellt sich dann augenblicklich auf einen Be  trag ein, welcher der     Spannung    der zu  schützenden Leitung - proportional ist. Die  Spannung am Kondensator 9 ist dagegen im  Einschaltmoment Null und steigt erst all  mählich proportional mit der Zeit an.

   Sie  besitzt das entgegengesetzte Vorzeichen wie  die Spannung am     Kondensator    19 und erst  wenn beide     Spannungen    sich das Gleichge  wicht halten, dann liegt am Gitter die Span  nung Null, das heisst die zum     Einsetzen    des  Entladungsvorganges erforderliche Span-         nung.    Die     Auslösebedingung    ist demnach       U        ,T   <I>=</I>     Ua.    Da aber     UJ   <I>=</I>     a.   <I>J.</I>     t,    während     Uz     proportional der     Kurzschlussspannung    ist,

    also     Uu   <I>= b . U,</I> wird     a   <I>. J .</I>     t   <I>= b . U</I> oder  
EMI0006.0046  
   das heisst die     Auslösezeit    ist der  Impedanz direkt proportional.    Statt den Stromanstieg durch elektrische       Trägheiten,    wie den Widerstand 25, zu be  einflussen, kann man in den Stromkreis der  zu überwachenden Netzgrösse auch einen von  einer unabhängigen Hilfskraft angetriebe  nen Regulierwiderstand oder Reguliertrans  formator anordnen. Eine derartige Ausfüh  rung ist in     Fig.    8 gezeigt. Die Gleichrich  tung des zu verändernden Stromes ist dabei     _     überflüssig. Es kommt also der Gleichrichter  8, sowie der Kondensator 9 in Fortfall.

   An  deren Stelle tritt parallel zur Sekundärwick  lung des Stromwandlers 1 ein     Spannungs-          teiler    21, dessen Gleitkontakt 26- durch einen  Motor 27 bewegt     wird.    Die Spannung, die  zwischen dem Gleitkontakt 26 und einem  Endpunkt des Spannungsteilers 21 abgenom  men wird, wird dann in Serie zur Spannung  des Kondensators 19 geschaltet und dem  Gitter der Entladungsröhre 3 zugeführt.  Wenn die Bewegung des Motors 27, der  durch das Ansprechen .des     Anregegliedesein-          geschaltet    wird, gleichmässig erfolgt, dann  ist die     Auslösezeit    ebenso wie bei der vorher  beschriebenen Anordnung .der Impedanz pro  portional.

   Der Vorteil des Spannungsteilers  besteht     darin,    dass durch eine     entsprechende     Abstufung seines Widerstandes die Aus  lösecharakteristik des Relais in beliebiger  Weise beeinflusst werden kann.    Ein     Impedanzrelais,    bei dem die zeit  liche Veränderung der     einen    der charak  teristischen Grössen durch Resonanzwirkung  hervorgerufen wird und bei dem ebenfalls  nur ein Gleichrichter erforderlich ist, ist in       Fig.    9 dargestellt. An den Hilfstransformator  1 ist ein Resonanzkreis, bestehend aus einer  Drosselspule 2:8, einem Kondensator 9 und  einem Widerstand 16, angeschlossen, der  auf die Frequenz des Netzstromes abge-      stimmt ist.

   Die Wirkungsweise der Anord  nung soll anhand der     Fig.    9a erläutert wer  den. Die Spannung am Kondensator 19 ver  läuft vom Moment des Kurzschlusses (t, = 0)  geradlinig und horizontal und ist der Kurz  schlussspannung     porportional.    Die Spannung  am Widerstand     2'1    verläuft nach einer     Sinus-          Kurve    mit ansteigender Amplitude, .deren       Endwert    und deren     Hüllkurven-Tangente    im  Anfangspunkt dem     Kurzschlussstrom    propor  tional ist.

   Die Auslösung des Ölschalters er  folgt, wenn am Gitter der Röhre 3 das erste  Mal die resultierende Spannung Null auf  tritt, also nach der Zeit t', die aus denselben  Gründen wie bereits erläutert dem Verhält  nis von     Kurzschlussspannung    zu     Kurschluss-          strom,    also der Impedanz proportional ist.  



  Die zeitliche Veränderung der     Netz-          ,grüssen    kann statt im Stromkreis auch im  Spannungskreise vorgenommen werden.     Fig.     10 zeigt ein Beispiel einer derartigen Schal  tung. Parallel zum Kondensator 19 ist ein  Widerstand 22 und ein Widerstand 21 ge  schaltet, die durch den Kontakthebel 29 ab  wechselnd an den Kondensator 19 geschaltet  werden können. Im     Kurzschlussfalle    nimmt  der Kondensator     1'9    augenblicklich eine der       Kurzschlussspannung    entsprechende Ladung  an, ,sodann wird     ;beispielsweise    durch. :das       Ansprechrelais    der Kontakthebel 29 in die  punktiert gezeichnete Lage umgelegt.

   Der  Strom i durch den Widerstand 21 verläuft  dann nach der Gleichung:  
EMI0007.0020     
    Die Spannung am Gitter der Röhre 3 wird  Null, wenn der Spannungsabfall     iP    am  Widerstand 21 dem Spannungsabfall U,,  am Kondensator 9 entgegengesetzt gleich  geworden ist, also  
EMI0007.0022     
         Daraus    folgt:  
EMI0007.0024     
    das ist     Auslösezeit    t als Funktion der  Impedanz
EMI0007.0026  
   Die     Auslösecharakteri-          stik    dieses Relais hat also den in     Fig.        loa     dargestellten Charakter, der bei manchen  Arten von Kraftleitungen Vorteile bietet.  



  Ein     Reaktanzrelais    ist in der     Fig.    11  dargestellt. Der Transformator 1 besitzt zwei  Sekundärwicklungen 1' und 1", deren jede  über einen Gleichrichter 8'     bezw.    8" einen  Kondensator 9'     bezw.    9" auflädt. Der Trans  formator 11 arbeitet auf einem Resonanz  kreis, bestehend aus dem Kondensator 29,  der Drosselspule<B>28</B> und dem Widerstand     2,5.     Die geometrische Summe der Wechselspan  nungen an .der Sekundärwicklung 1' des  Transformators 1 und an der Drosselspule 2,8  wird im Gleichrichter 18 gleichgerichtet, der  Kondensator 19 nimmt also eine dieser geo  metrischen Summe entsprechende Gleich  spannung an.

   Im Gitterkreis der Röhre 3  liegen demnach in     Serie    die Kondensatoren  19, 9' und 9".    Die Wirkungsweise der Schaltung soll  am     Vektordiagramm        Fig.        11a    erläutert wer  den. J und U bedeuten die dem Strom     bezw.     der Spannung der     Leitung    proportionalen  Sekundärspannungen der Transformatoren 1.  und 11.

   Der zwischen diesen Spannungen be  stehende Phasenwinkel     (p    entspricht dem  Phasenwinkel zwischen     Kurzschlussstrom     und     Kurzschlussspannung.    Die Spannung J  ist in Reihe geschaltet mit dem Spannungs  abfall     Y    längs der Drosselspule 28, der  seinerseits um<B>90'</B> gegen die Spannung U  phasenverschoben ist. Der Kondensator 19  wird über den Gleichrichter 18 auf eine der  geometrischen Summe, also dem Vektor     T'     proportionale Gleichspannung aufgeladen  (Strecke     Pi,        P3    in     Fig.    11a).

   Dieser Gleich  spannung ist diejenige des     Kondensators    9'       entgegengeschaltet,    die dem Strom J in der  zu schützenden Leitung proportional ist, so  dass als Resultierende dieser beiden     Konden-          satorspannungen    die Differenz wirksam ist  (Strecke     P2;

          P3    in     Fig.        11a).    Diese Differenz  ist wie aus der Figur ersichtlich ungefähr      <I>U</I>     cos        (cp   <I>-</I> 90  )<I>= U</I>     sin        (p          (g9    - 90  ) wird in den praktisch vor  kommenden Fällen so klein bleiben, dass  diese     Näherung    zulässig ist. Wegen des  Widerstandes 25" im     Gleichrichterkreis     steigt die Spannung am Kondensator 9" pro  portional mit der Zeit an. Wenn diese Span  nung der Differenzspannung der Konden  satoren 19 und 9' gleich geworden ist, setzt  die Entladung ein und die Spule 5 wird er  regt.  



  In     Fig.        llb    ist der zeitliche Verlauf der       Gitterspannungen    dargestellt. Der Punkt  bei dem die Entladung einsetzt, sei mit  A = 0 bezeichnet. Positive Spannungen sind  nach oben, negative nach unten aufgetragen.       Uä   <I>'</I> ist die proportional der Zeit ansteigende  positive     Spannung    am Kondensator 9",     U,r',     die ebenfalls positive Spannung am Konden  sator 19. Als Abszisse ist die Zeit aufge  tragen.

   Auf das     Gitter    der Röhre 3 wirkt  die Resultierende aus diesen drei Gleich  spannungen<I>Up,</I>     T7J    und     UJ'.    Diese     Resultie-          rende    vermindert sich, während die Span  nung     UJ    ' ansteigt; ist sie Null geworden,  so setzt die Entladung ein.  



  Eine ähnliche     Betrachtung,    wie sie bei  der Beschreibung des     Impedanz-Zeitrelais     durchgeführt wurde, ergibt, dass die Aus  lösezeit des Relais der Grösse
EMI0008.0022  
   das  heisst der     Reaktänz    proportional ist.  



  Wird die Schaltung in     Fig.        lla    dahin  abgeändert, dass in Serie     mit    der Spannung  I' des Transformators 1 die Sekundärspan  nung des     Transformators    11 selbst geschaltet  ist, so erhält man ein Relais, dessen Aus  lösezeit. von der Grösse
EMI0008.0028  
   also der       Resistanz    abhängt. Derartige Relais werden  vorzugsweise in Kabelnetzen mit geringer       Reaktanz    verwendet, während     reaktanzab-          hängige    Relais in Leitungen mit starker In  duktivität, also beispielsweise in Freileitun  gen verwendet werden.  



  In den     Fig.    12 bis 14 sind einige beson  ders zweckmässige Ausbildungen von Teilen    der beschriebenen Schaltanordnung darge  stellt.  



  Bei den Ausführungsformen, bei denen  das Verhältnis zweier Netzgrössen für das  Ansprechen massgebend ist, muss die Kenn  linie der Entladungsröhre 3 durch eine       Gittervorspannung    derart korrigiert werden,  dass das Einsetzen der Entladung genau dann  stattfindet, wenn die Differenz der im Gitter  kreis wirksamen     Kondensatorspannungen    ge  rade Null geworden ist. In     Fig.    12a bedeutet  die Kurve b die Kennlinie einer Röhre, bei  welcher die Entladung erst bei positiver  Gitterspannung einsetzt.

   Eine dieser Nenn  linie angepasste Schaltung zeigt     Fig.        1:2b.     Der Kondensator 9 ist nämlich im Gegensatz  zu früheren Figuren nicht an den     Glüh-          draht    der Röhre 3 angeschlossen, sondern an  einen passend gewählten Punkt des Wider  standes, der     zwischen    dem Pluspol und dem       positiven    Glühdrahtende liegt. Dadurch  -wird gewissermassen der Nullpunkt der  Charakteristik in den Zündpunkt der Röhre  verlegt. Eine Kennlinie nach Kurve c in       Fig.    12a     wird    durch eine Schaltung entspre  chend     Fig.        12e    korrigiert.

   Der Kondensator  9     ist    an einen passend gewählten Punkt eines  Widerstandes, der hier entsprechend der  Lage, des     Zündpunktes    auf der negativen  Seite der     Fig.    12a zwischen dem Minuspol  und dem negativen Glühdrahtende liegt, an  geschlossen.    In     Fig.    12 b und     1,2c    ist der Anodenkreis  der Röhre 13 nicht     unmittelbar    an den posi  tiven Pol der     Gleichspannungsquelle,    son  dern an einen Punkt des Widerstandes, der  zwischen dem Pluspol und dem positiven  Glühdrahtende liegt, angeschlossen.

   Durch  diese Anordnung werden Spannungsschwan  kungen der     Gleichspannungsquelle    in ihrer  Wirkung auf die Röhre 3 ausgeglichen, da  sich die Anodenspannung und die     Gittervor-          spannung    in gleichem Masse ändern. Die  Unveränderlichkeit der Röhrencharakteristik  ist gerade bei Distanzrelais von besonderer  Wichtigkeit, .da stets mehrere Relais längs  derselben zu schützenden Leitung angeord-           net    sind und die Eigenschaften der einzel  nen Relais möglichst unveränderlich sein  müssen, um im Störungsfalle das An  sprechen in richtiger Reihenfolge zu ge  währleisten.

   Die Anforderungen an die  Konstanz der     Auslösecharakteristik    sind  ausserdem deshalb besonders gross, da es  häufig vorkommt, dass der Widerstand des  abzuschaltenden Lichtbogens gross gegen  über dem Widerstand des zwischen zwei  Relaisstationen liegenden Leitungsstückes  ist. Die     Auslösezeiten    zweier im Zuge der  Leitung aufeinander folgender Relais sind  dann ohnehin sehr wenig voneinander ver  schieden. Ist die     Auslösecharakteristik    des  einen Relais jedoch fälschlich etwas ver  ändert, so kann es vorkommen, dass das der       Kurzschlussstelle    zunächst liegende Relais  nicht auslöst, wohl aber ein ferner liegendes,  also die selektive Schutzwirkung nicht ein  tritt.  



  Die     Auslösecharakteristik    der beschrie  benen Relais ist, wenigstens solange im  linearen Teil der Spannungskurve des Kon  densators 9 gearbeitet wird, geradlinig. In  manchen Fällen sind jedoch gewisse Ab  weichungen von dieser Geradlinigkeit er  wünscht, wie bereits bei     Fig.    8 und 10 er  wähnt. Diesen Forderungen kann zweck  mässig dadurch entsprochen werden, dass .die  Transformatoren 1 und 11 eine     Einschnü-          rung    im Eisenweg     (Seriensättigung)        bezw.     einen magnetischen     Nebenschluss    zur Sekun  därwicklung Parallelsättigung) erhalten.

    In den     Fig.    13a-4 ist diese Ausführung der  Transformatoren zusammen mit den sich  daraus ergebenden Formen der Auslöse  charakteristik gezeigt     (Auslösezeit    t' als  Funktion der Impedanz     ,S2).    Ähnliche Wir  kungen können auch durch spannungsab  hängige Widerstände (zum     Beispiel    Wider  stand 25) erreicht werden.  



  Die     Ansprechrelais    können zweckmässig       dazu    herangezogen werden, um das     Zeit-          '@eIais    im Ruhezustand vor Störungen durch       Kriechströme    und dergleichen zu bewahren.       Einige    derartige Einrichtungen zeigt die       Fig:    14.

   Die Kondensatoren 9 und 19 wer-    den im Ruhezustand des Zeitrelais von  Ruhekontakten 31 und 32 des     Ansprechrelais     überbrückt, das Gitter der     Entladungsröhre     3 erhält im Ruhezustand ein negatives Po  tential (Sperrpotential) gegenüber dem     Glüh-          draht    durch den Ruhekontakt 33 des An  sprechrelais. Der Anodenkreis der Röhre 3  wird im Ruhezustand durch den Arbeits  kontakt 34 des Primärrelais geöffnet.  



  Steht in der Relaisstation keine Gleich  spannung zur Verfügung, so kann die Röhre  3 auch durch ein polarisiertes Relais und  einen weiteren Gleichrichter ersetzt werden.  Die entsprechende Schaltung zeigt     Fig.        1.5     am Beispiel des     Impedanz-Zeitrelais.    Die  Spannung am Kondensator 9 und am Kon  densator 19 verläuft wie bei     Fig.    7 be  schrieben. Ist die Spannung am Kondensator  19 höher als diejenige am Kondensator 9, so  sperrt der Gleichrichter 35 den     Stromdurch-          fluss    durch das Relais 36. Ist dagegen die  Spannung am Kondensator 9 höher, so wird  Relais 361 erregt und schliesst den Strom  kreis der     Auslösespule    5.

   Zweckmässig wer  den für diesen Fall besonders empfindliche,  Relais, zum Beispiel polarisierte Relais,  nach dem     Drehspulprinzip        verwendet,    um  den Stromwandler nicht zu stark zu be  lasten     bezw.    nicht mit zu grossen Kondensa  toren 9 und 19 arbeiten zu müssen.  



  Um das     Zeitrelais,    hauptsächlich seine  Trockengleichrichter und Kondensatoren  auch     gegen    starke Temperaturschwankun  gen unempfindlich zu machen, ist die Ver  wendung von temperaturabhängigen     Korrek-          tionswiderständen    zweckmässig. Das Relais  wird dadurch insbesondere geeignet für     un-          bediente    Unterstationen oder Freiluft  stationen.  



  Zur Beseitigung des Einflusses von  Spannungsschwankungen der Anodenspan  nung können ferner auch mit Vorteil span  nungsabhängige     Vorwiderstände    im     Heiz-          kreis    der Röhre verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schaltung für Relais in Wechselstrom kreisen, dadurch gekennzeichnet, dass der zu überwachenden elektrischen Wechselstrom grösse eine gleichgerichtete Wechselspan nung oder eine Gleichspannung entgegenge- schaltet ist, derart, dass die Differenz beider in einem Stromkreis wirksam ist, der eine Betätigungseinrichtung beeinflusst. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Schaltung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Sekun därwicklung eines Messwandlers über einen Gleichrichter in Serie mit einer Gleichstromquelle solcher Höhe am Git ter und an der Kathode einer Ent ladungsröhre liegt, dass nur bei der Änderung eines bestimmten Wertes der zu überwachenden Netzgrösse eine .tInde- rung des Anodenstromes auftrifft, die die Betätigung der im Anodenkreis lie genden Auslösespule des Netzschalters oder eines Anzeigerelais zur Folge hat.
    \?. Schaltung nach Patentanspruch für Re lais, die von zwei Netzgrössen abhängig sind, dadurch gekennzeichnet, dass diese Netzgrössen, von denen mindestens eine gleichgerichtet ist, in den Gitterkreis einer Elektronenröhre eingefügt sind, derart, dass nur beim Überschreiten eines bestimmten Differenzwertes :ein Strom in dem als Auslösekreis ausgebildeten Anodenkreis entsteht oder verschwindet. 3.
    Schaltung nach Unteranspruch 2 für Schutzeinrichtungen, die von der Diffe renz zweier Ströme abhängig sind, da durch gekennzeichnet, dass .die Differenz von Spannungen, die diesen Strömen proportional sind und von denen minde stens eine gleichgerichtet ist, in den Gitterkreis einer Elektronenröhre einge fügt ist. 4.
    Schaltung nach Unteranspruch 2 für Schutzeinrichtungen, die von der Ener gierichtung abhängig sind, dadurch ge kennzeichnet, dass die Differenz aus der gleichgerichteten geometrischen Summe von Wechselspannungen, die dem Strom und der Spannung des zu überwachen- den Leitungsteils proportional sind und einer gleichgerichteten Spannung, die dem Strom des Wechselstromnetzes pro portional ist, in den Gitterkreis einer Entladungsröhre eingefügt ist, bei der die Änderung des Anodenstromes bei der Gitterspannung ungefähr gleich Null eintritt. 5.
    Schaltung nach Unteranspruch 3 für Differentialschaltungen, die beim Auf treten einer sowohl positiven, als auch negativen Differenz zweier Netzgrössen anspricht, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Entladungsröhren vorgesehen sind, in deren Gitterkreis den Netzgrössen proportionale Gleichspannungen derart gegeneinander geschaltet sind, dass beim Überwiegen der einen die eine Röhre, beim Überwiegen der andern die zweite Röhre anspricht, und dass die vonein ander unabhängigen Anodenströme bei der Röhren auf dieselbe Betätigungsvor richtung einwirken. 6.
    Schaltung nach Unteranspruch 2 für Schutzeinrichtungen, die von dem Ver hältnis zweier Netzgrössen abhängig sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Differenz beider Netzgrössen, von denen mindestens eine gleichgerichtet ist, in den Gitterkreis einer Elektronenröhre eingefügt ist, bei der die Änderung des Anodenstromes bei der Gitterspannung ungefähr gleich Null eintritt.
    7. Schaltung nach Unteranspruch 5 für Schutzeinrichtungen, die von dem Ver hältnis m sowohl der positiven, als auch der negativen Differenz zu der Summe zweier Netzströme JA und J$ abhängig sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Doppelgitterröhren vorgesehen sind, wo bei zwischen Kathode und Sperr gitter der einen Röhre die Spannung JA. (1+m), zwischen Kathode und dem andern Gitter dieser Röhre die Span nung Ja .
    (1-m) liegt, während zwi schen Kathode und Sperrgitter der zwei ten Röhre die Spannung Ja . (1+m), zwischen Kathode und denn andern Gitter dieser Röhre die Spannung J.1 . (1--m) liegt und die Anoden bei der Röhren miteinander verblinden und mit der Betätigungsspule in Reihe ge schaltet sind. B.
    Schaltung nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass Anzapfungen der beiden Stromwandler, denen die zu vergleichenden Netzströme<B>JA</B> und Is entnommen sind, untereinander und mit den Kathoden der beiden Doppelgitter röhren verbunden sind, deren Sperr gitter an die Anfänge, deren zweite Gitter an die Enden der Stromwandler wicklungen angeschlossen sind. 9. Schaltung nach Patentanspruch für zeit abhängige Schutzeinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Spannun gen, die einer der zu überwachenden Netzgrössen proportional ist, in ihrer Grösse selbsttätig veränderlich ist. 10.
    Schaltung nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass in den Strom kreis einer der zu überwachenden Netz grössen ein Widerstand oder ein Regu liertransformator eingeschaltet ist, -die von einer von den zu überwachenden Netzgrössen unabhängigen Hilfskraft beim Ansprechen der Schutzeinrichtung verändert werden. 11. Schaltung nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass eine der zu überwachenden Netzgrössen proportio nale Wechselspannung auf einen Reso nanzkreis einwirkt, derart, dass sie nur allmählich ihren Endwert erreicht. 12. Schaltung nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass in den Strom kreis, in dem die Gleichrichtung des Stromes erfolgt, der einer der zu über wachenden Netzgrössen proportional ist, elektrische Trägheiten eingeschaltet sind. 13.
    Schaltung nach Unteranspruch 9 für reaktanzabhängige Schutzeinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass in den Gitterkreis der Elektronenröhre eine der vektoriellen Summe aus Netzstrom und Netzspannung proportionale Gleichspan nung und dieser entgegengeschaltet eine dem Netzstrom proportionale Gleich spannung eingefügt ist. 14.
    Schaltung nach Unteransprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung einer linearen Auslösecharak- teristik einer von einer Widerstands funktion abhängigen Schutzeinrichtung die elektrischen Trägheiten in dem Stromkreis liegen., der von einer dem Netzstrom proportionalen Spannung er regt ist. 1.5. Schaltung nach Unteransprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass zur Er zielung einer logarithmischen Auslöse charakteristik die elektrischen Träg- heiten in dem Stromkreis liegen, der von einer der Netzspannung proportionalen Spannung erregt ist. 16.
    Schaltung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Heizspan- nung, Anodenspannung und Gittervor- spannung derselben Spannungsquelle über Spannungsteiler entnommen sind. 17. Schaltung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die zur Kopp lung der Schutzeinrichtung mit dem Netz vorgesehenen Transformatoren Eisenwegteile verschiedener magneti scher Sättigung besitzen. 18.
    Schaltung nach Patentanspruch mit An regeglied, dadurch gekennzeichnet, dass Kurzschlusskontakte parallel zu den vor gesehenen Kondensatoren und Unterbre chungskontakte an den Spannungs quellen vorgesehen sind, die erst beim Ansprechen des Anregegliedes betätigt werden. 19. Schaltung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Ent ladungsröhren Elektronenröhren mit un stetigem Entladungseinsatz verwendet sind. 20.
    Schaltung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Gitter vorspannung solcher Grösse vorgesehen ist, dass der Knick in der Anodenstrom- Charakteristik an der Stelle liegt, wo die von den Netzgrössen abhängige resultie rende Spannung des Gitterkreises Null wird. 21. Schaltung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein polarisier tes Relais vorgesehen ist, an das die Dif ferenz der gleichgerichteten Netzgrössen gelegt ist und dessen Kontakte in den Auslöse- oder Anzeigekreis geschaltet sind. 22.
    Schaltung nach Unteranspruch 21, da durch gekennzeichnet, dass als polarisier tes Relais ein Gleichstromrelais mit vor geschaltetem Gleichrichter vorgesehen ist.
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