CH161037A - Verfahren zur Herstellung eines linoleumähnlichen Belages. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines linoleumähnlichen Belages.

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CH161037A
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linseed oil
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Baum Hermann
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Baum Hermann
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N7/00Flexible sheet materials not otherwise provided for, e.g. textile threads, filaments, yarns or tow, glued on macromolecular material
    • D06N7/0005Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface
    • D06N7/006Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface characterised by the textile substrate as base web

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines     linoleumähnlichen    Belages.    Die Herstellung von Linoleum erfolgt  in der Weise,     dass'    gemahlener Kork, der mit       oxy=diertem    Leinöl gemischt ist, heiss auf eine  Grundlage, beispielsweise aus Jute, auf  gewalzt wird. Wenn eine besonders helle  Farbe des fertigen Belages erzielt werden soll,  wird neben oder an Stelle des gemahlenen  Korkes auch Holzmehl verwendet. Durch die  Beimischung von Holzmehl wird jedoch die  Elastizität der fertigen     Linoleumma,sse    ver  mindert, während die alleinige Verwendung  von Korkmehl einen höheren Herstellungs  preis bedingt.  



  Man hat weiter auch schon wetterfeste  Pappen, die in ähnlicher Weise wie Linoleum  oder     Linkruste    auch als Belag dienen können!.,  unter Verwendung von     Tränkungsstoffen,    wie  Leinöl, Teer oder dergleichen, hergestellt.       Dabei    -",erden dem     Tränkungsstoff    Faser  stoffe, wie sie zur Herstellung von Pappen  allgemein verwendet werden, zugesetzt. Der  fertige Brei muss dann auf einer Pappen  maschine weiter verarbeitet werden. Infolge  der ausserordentlich starken Klebrigkeit des    Breies ist es notwendig, alle Maschinenteile,  die mit ihm in Berührung kommen, wie  beispielsweise die Walzen, einzupudern oder  zu ölen, um ein Anhaften der Masse zu ver  hindern.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt, einen  billigen,     linoleumähnlichen    Belag herzustel  len. Ferner soll durch das Verfahren der  Nachteil beseitigt werden, dass die für den  Belag     bestimmte    Masse auf den mit ihr in  Berührung kommenden Maschinenteilen, wie       Presswalzen,    anhaftet.  



       Erfindungsgemäss    wird dies dadurch er  reicht, dass die zuerst in einem     Leinölbade     und darauf in einem     Leinölfarbbade,    denen  Trockenstoffe beigegeben sind, getränkte und  vollständig durchgetrocknete faserhaltige  Bahn in eine Masse von gleichförmiger Be  schaffenheit überführt wird und hierauf  durch Pressen in     einer        Walzmaschine    mit  einer Unterlage verbunden wird.  



  Die Herstellung kann im     einzelnen    in fol  gender Weise geschehen. Eine längere     faser-          haltige    Bahn, zum Beispiel aus Zeitungs-      Papier oder Gewebestoff, wird durch einen  Behälter gezogen, der mit einer     Mischung    von  Leinöl und einer     geringen    Menge eines     Trok-          kenmittels    gefüllt ist. Die mit dem Leinöl  getränkte Papier- oder     Gewebebahn    wird       dann    aufgehängt, so dass das Leinöl oxy  dieren kann.

   Wenn ein genügender Grad von  Trockenheit erreicht ist, wird die getränkte  Bahn     mehreremal    durch ein     Leinölfarbbad     gezogen. In diesem     Leinölfarbbad    sind ausser  einer genügenden Menge Trockenstoff auch  Füllstoffe, wie beispielsweise     Kieselgur,    Blei  glätte, feingemahlene Holz- oder Stroh  abfälle,     Cerealien,    Kreide. Harze, Leder  abfälle oder Lumpen, enthalten. Auch nach  dieser zweiten     Tränkung        wird    die     Papier-          oder    Gewebebahn aufgehängt und     abtrocknen     gelassen.  



  Wenn die     Trocknung    der Masse so weit       fortgeschritten    ist, dass sich beim Reiben  keine Ölhäutchen mehr bilden, wird die Bahn  zusammengedrückt. Man     kann    sie in einzel  nen Bündeln eine Quetsche oder eine lang  sam gehende Mühle durchlaufen lassen, wo  bei die Papier- oder     Gewebegrundlage    zer  quetscht, beziehungsweise in unregelmässige  kleine Stücke zerkleinert wird.

   Auch diese       kleinen    Stücke     werden    wieder einer Trock  nung unterworfen, indem man sie in dünner  Lage ausbreitet.     Naehdem    die Masse end  gültig abgetrocknet ist, wird sie nochmals       vermahlen    und durch Warmpressen in einer  Walzmaschine mit einer geeigneten Unterlage  verbunden.  



  Man kann aber auch die, wie oben be  schrieben, vorbereitete Papier- oder Gewebe  bahn,     anstatt    sie in einer Mühle zu zer  kleinern und weiter zu vermahlen,     unmittel-          bar    nach dem     Abtrocknen    der     Leinölfarb-          auflage    durch einen Faltenbrecher mit daran  anschliessendem     Kanal    laufen lassen.

   Die  Faltenbrechung erfolgt zu dem Zweck, um  das- faserige Ausgangsmaterial in eine Masse  von     gleichförmiger    Beschaffenheit zu     bringen.     Aus dem Kanal gelangt die Masse alsdann  zusammen mit einer beliebigen Unterlage aus  Papier, Gewebe oder dergleichen     zwischen       ein geheiztes, gegebenenfalls mit Dessin     ver-          sehenes        Druckwalzenpaar,    wo sie fertig ver  arbeitet wird. So ist es möglich,     einen          linoleumähnlichen    Belag anzufertigen, der  bedeutend billiger als bisher, in kurzer Zeit       herstellbar    und nach dem Pressen sofort ge  brauchsfähig ist.  



  In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur  Durchführung dieser abgekürzten Arbeits  weise schematisch dargestellt. Die nach dem       -Ölfarbbad    abgetrocknete Papier- oder Ge  webebahn gelangt bei I zwischen die Wal  zen 1, 1 einer     Faltenbrechvorrichtung.    Diese  Walzen sind an ihrem Umfange mit spitz  winkligen     Zähnen    versehen, die ineinander  eingreifen. Werden die Walzen im Sinne der  Pfeile in Umdrehung versetzt, so wird die       zusammengepresste    faserige Masse abwech  selnd in verschiedener Richtung geknickt.  Unmittelbar an die gezahnten Walzen schliesst  sich ein Kanal 2 an, in den die in Falten 3  gelegte Masse 8 nach dem Durchtritt durch  das Walzenpaar gelangt.

   Die Masse staut  sich in dem Kanal an und wird durch das       immerwährende    Hinzutreten neuer Massen       vorgepresst.    An der     Ausmündung    6 des Ka  nals ist ein verstellbares, heizbares Druck  walzenpaar 4, 4 angeordnet, zwischen das die  Masse aus dem Kanal gelangt. Gleichzeitig  damit lässt man eine     Unterlage    5 aus be  liebigem Material, beispielsweise Jutegewebe  oder Papier, zwischen die Druckwalzen 4, 4  einlaufen. Durch den Druck der geheizten  Walzen 4, 4 werden die Masse und die  Unterlage 5 zu dem fertigen Belag 7 mit  einander verbunden.  



  Ein     besonderer    Vorteil des neuen Ver  fahrens besteht darin, dass die Masse vor der  Bearbeitung zwischen den Druckwalzen im  Gegensatz zu den bisher üblichen Verfahren  kalt ist. Bei dem Durchlaufen durch die Wal  zen wird der Masse nur so viel Wärme zu  geführt, als zum Verbinden der einzelnen  Teile erforderlich ist.     Dementsprechend    ist  der fertige Belag schon in sehr kurzer Zeit  erkaltet und gebrauchsfähig.      Da zur Ausführung des Verfahrens ge  mäss der Erfindung an Stelle von Kork bil  lige Papier- oder     Gewebebahnen    zur Her  stellung des     linoleumähnlichen    Belages ver  wendet werden können, kann der Preis des  fertigen Produktes wesentlich niedriger als  der von Linoleum gehalten werden.  



  Vergleichsversuche haben ergeben, dass der  so hergestellte Belag eine noch geringere  Wärmeleitfähigkeit als Linoleum besitzt und  überdies gegen mechanische Beschädigungen  ausserordentlich unempfindlich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines linoleum- ähnlichen Belages vermittelst Tränken von faserhaltigen Bahnen in einem Leinölbade und darauf in einem Leinölfarbbade, welch beiden Trockenstoffe beigegeben sind, da: durch gekennzeichnet, dass die getränkte und -vollständig durchgetrocknete faserhaltige Bahn in eine Masse von gleichförmiger Be schaffenheit überführt und hierauf durch Pressen in einer Walzmaschine mit einer Unterlage verbunden wird.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die getränkte und vollständig durchgetrocknete Bahn zer kleinert, endgültig getrocknet und dann gemahlen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die getränkte und vollständig durchgetrocknete Bahn durch eine Faltenbrechmaschine geführt wird.
CH161037D 1932-07-25 1932-07-25 Verfahren zur Herstellung eines linoleumähnlichen Belages. CH161037A (de)

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