CH161037A - Verfahren zur Herstellung eines linoleumähnlichen Belages. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines linoleumähnlichen Belages.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines linoleumähnlichen Belages. Die Herstellung von Linoleum erfolgt in der Weise, dass' gemahlener Kork, der mit oxy=diertem Leinöl gemischt ist, heiss auf eine Grundlage, beispielsweise aus Jute, auf gewalzt wird. Wenn eine besonders helle Farbe des fertigen Belages erzielt werden soll, wird neben oder an Stelle des gemahlenen Korkes auch Holzmehl verwendet. Durch die Beimischung von Holzmehl wird jedoch die Elastizität der fertigen Linoleumma,sse ver mindert, während die alleinige Verwendung von Korkmehl einen höheren Herstellungs preis bedingt.
Man hat weiter auch schon wetterfeste Pappen, die in ähnlicher Weise wie Linoleum oder Linkruste auch als Belag dienen können!., unter Verwendung von Tränkungsstoffen, wie Leinöl, Teer oder dergleichen, hergestellt. Dabei -",erden dem Tränkungsstoff Faser stoffe, wie sie zur Herstellung von Pappen allgemein verwendet werden, zugesetzt. Der fertige Brei muss dann auf einer Pappen maschine weiter verarbeitet werden. Infolge der ausserordentlich starken Klebrigkeit des Breies ist es notwendig, alle Maschinenteile, die mit ihm in Berührung kommen, wie beispielsweise die Walzen, einzupudern oder zu ölen, um ein Anhaften der Masse zu ver hindern.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, einen billigen, linoleumähnlichen Belag herzustel len. Ferner soll durch das Verfahren der Nachteil beseitigt werden, dass die für den Belag bestimmte Masse auf den mit ihr in Berührung kommenden Maschinenteilen, wie Presswalzen, anhaftet.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch er reicht, dass die zuerst in einem Leinölbade und darauf in einem Leinölfarbbade, denen Trockenstoffe beigegeben sind, getränkte und vollständig durchgetrocknete faserhaltige Bahn in eine Masse von gleichförmiger Be schaffenheit überführt wird und hierauf durch Pressen in einer Walzmaschine mit einer Unterlage verbunden wird.
Die Herstellung kann im einzelnen in fol gender Weise geschehen. Eine längere faser- haltige Bahn, zum Beispiel aus Zeitungs- Papier oder Gewebestoff, wird durch einen Behälter gezogen, der mit einer Mischung von Leinöl und einer geringen Menge eines Trok- kenmittels gefüllt ist. Die mit dem Leinöl getränkte Papier- oder Gewebebahn wird dann aufgehängt, so dass das Leinöl oxy dieren kann.
Wenn ein genügender Grad von Trockenheit erreicht ist, wird die getränkte Bahn mehreremal durch ein Leinölfarbbad gezogen. In diesem Leinölfarbbad sind ausser einer genügenden Menge Trockenstoff auch Füllstoffe, wie beispielsweise Kieselgur, Blei glätte, feingemahlene Holz- oder Stroh abfälle, Cerealien, Kreide. Harze, Leder abfälle oder Lumpen, enthalten. Auch nach dieser zweiten Tränkung wird die Papier- oder Gewebebahn aufgehängt und abtrocknen gelassen.
Wenn die Trocknung der Masse so weit fortgeschritten ist, dass sich beim Reiben keine Ölhäutchen mehr bilden, wird die Bahn zusammengedrückt. Man kann sie in einzel nen Bündeln eine Quetsche oder eine lang sam gehende Mühle durchlaufen lassen, wo bei die Papier- oder Gewebegrundlage zer quetscht, beziehungsweise in unregelmässige kleine Stücke zerkleinert wird.
Auch diese kleinen Stücke werden wieder einer Trock nung unterworfen, indem man sie in dünner Lage ausbreitet. Naehdem die Masse end gültig abgetrocknet ist, wird sie nochmals vermahlen und durch Warmpressen in einer Walzmaschine mit einer geeigneten Unterlage verbunden.
Man kann aber auch die, wie oben be schrieben, vorbereitete Papier- oder Gewebe bahn, anstatt sie in einer Mühle zu zer kleinern und weiter zu vermahlen, unmittel- bar nach dem Abtrocknen der Leinölfarb- auflage durch einen Faltenbrecher mit daran anschliessendem Kanal laufen lassen.
Die Faltenbrechung erfolgt zu dem Zweck, um das- faserige Ausgangsmaterial in eine Masse von gleichförmiger Beschaffenheit zu bringen. Aus dem Kanal gelangt die Masse alsdann zusammen mit einer beliebigen Unterlage aus Papier, Gewebe oder dergleichen zwischen ein geheiztes, gegebenenfalls mit Dessin ver- sehenes Druckwalzenpaar, wo sie fertig ver arbeitet wird. So ist es möglich, einen linoleumähnlichen Belag anzufertigen, der bedeutend billiger als bisher, in kurzer Zeit herstellbar und nach dem Pressen sofort ge brauchsfähig ist.
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Durchführung dieser abgekürzten Arbeits weise schematisch dargestellt. Die nach dem -Ölfarbbad abgetrocknete Papier- oder Ge webebahn gelangt bei I zwischen die Wal zen 1, 1 einer Faltenbrechvorrichtung. Diese Walzen sind an ihrem Umfange mit spitz winkligen Zähnen versehen, die ineinander eingreifen. Werden die Walzen im Sinne der Pfeile in Umdrehung versetzt, so wird die zusammengepresste faserige Masse abwech selnd in verschiedener Richtung geknickt. Unmittelbar an die gezahnten Walzen schliesst sich ein Kanal 2 an, in den die in Falten 3 gelegte Masse 8 nach dem Durchtritt durch das Walzenpaar gelangt.
Die Masse staut sich in dem Kanal an und wird durch das immerwährende Hinzutreten neuer Massen vorgepresst. An der Ausmündung 6 des Ka nals ist ein verstellbares, heizbares Druck walzenpaar 4, 4 angeordnet, zwischen das die Masse aus dem Kanal gelangt. Gleichzeitig damit lässt man eine Unterlage 5 aus be liebigem Material, beispielsweise Jutegewebe oder Papier, zwischen die Druckwalzen 4, 4 einlaufen. Durch den Druck der geheizten Walzen 4, 4 werden die Masse und die Unterlage 5 zu dem fertigen Belag 7 mit einander verbunden.
Ein besonderer Vorteil des neuen Ver fahrens besteht darin, dass die Masse vor der Bearbeitung zwischen den Druckwalzen im Gegensatz zu den bisher üblichen Verfahren kalt ist. Bei dem Durchlaufen durch die Wal zen wird der Masse nur so viel Wärme zu geführt, als zum Verbinden der einzelnen Teile erforderlich ist. Dementsprechend ist der fertige Belag schon in sehr kurzer Zeit erkaltet und gebrauchsfähig. Da zur Ausführung des Verfahrens ge mäss der Erfindung an Stelle von Kork bil lige Papier- oder Gewebebahnen zur Her stellung des linoleumähnlichen Belages ver wendet werden können, kann der Preis des fertigen Produktes wesentlich niedriger als der von Linoleum gehalten werden.
Vergleichsversuche haben ergeben, dass der so hergestellte Belag eine noch geringere Wärmeleitfähigkeit als Linoleum besitzt und überdies gegen mechanische Beschädigungen ausserordentlich unempfindlich ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines linoleum- ähnlichen Belages vermittelst Tränken von faserhaltigen Bahnen in einem Leinölbade und darauf in einem Leinölfarbbade, welch beiden Trockenstoffe beigegeben sind, da: durch gekennzeichnet, dass die getränkte und -vollständig durchgetrocknete faserhaltige Bahn in eine Masse von gleichförmiger Be schaffenheit überführt und hierauf durch Pressen in einer Walzmaschine mit einer Unterlage verbunden wird.UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die getränkte und vollständig durchgetrocknete Bahn zer kleinert, endgültig getrocknet und dann gemahlen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die getränkte und vollständig durchgetrocknete Bahn durch eine Faltenbrechmaschine geführt wird.
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