CH161055A - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Isolierkörpern, insbesondere Korkplatten, aus körnigem Isoliermaterial. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Isolierkörpern, insbesondere Korkplatten, aus körnigem Isoliermaterial.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Isolierkörpern, insbesondere Korkplatten, aus körnigem Isoliermaterial. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Isolierkörpern, insbesondere Korkplatten, aus körnigem Isoliermaterial, .sowie eine Einrichtung zur Durchführuno dieses Verfahrens, wodurch vor allem der Herstellungsprozess wesentlich beschleunigt werden soll.
Bei den bisherigen Herstellungsverfahren ist das Trocknen und Härten von aus kör nigem Isoliermaterial hergestellten Isolier- körpern vielfach dadurch erfolgt, dass sie in einen Luftstrom gebracht wurden und so die Luft in die Körper hinein diffundiert wurde. Man hat auch die in der Isoliermasse oft vorhandene Flüssigkeit dadurch ausgetrieben, dass sie in heisse, bewegte Luft oder Abgase hineingebracht wurde. Die starke Bewegung der Gase soll dabei den Austrocknungs- bezw. Erhärtungsvorgang beschleunigen.
Die eingangs erwähnten Fortschritte wer den nach dem erfindungsgemässen Verfahren dadurch erreicht, dass durch das Isoliermate rial ein zur Verfestigung desselben dienendes Mittel, zum Beispiel Luft, Gas oder Flüssig keit, hindurchgeführt wird. Eine Einrich tung zur rationellen Durchführung des Ver fahrens kann aus mindestens zwei laufenden Bändern bestehen, zwischen welchen das Iso liermaterial geformt und gepresst wird, wäh rend welchem Vorgange das zur Verfesti gung dienende, gasförmige bezw. flüssige Mittel durch die Isoliermasse hindurch geleitet wird. Die Bewegung der Isolier bänder kann fortlaufend oder auch absatz weise erfolgen.
Das verfestigende Agens kann entweder hindurchgesaugt oder hindurchgedrückt wer den. Dabei kann durch geeignete Massnah men die Abbindung bezw. Verfestigung der Isoliermasse während ihres Durchganges durch die als Pressvorrichtung dienenden laufenden Bänder so beschleunigt werden, dass die Isoliermasse die laufenden Bänder in formfestem Zustande verlässt. Die also be schleunigte Verfestigungsweise hat den Vor zug, dass die Isolierkörper eine grössere Druckfestigkeit erreichen, als solche, die nur langsam abgekühlt bezw. getrocknet werden.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung sei folgendes gesagt: Die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens ist nicht an die besonders vorteilhafte Einrichtung mit den laufenden Bändern gebunden. Es kann die körnige, gegebenenfalls auch faserige Isoliermasse zum Beispiel auch in Behälter eingebracht werden, deren Wandungen so be schaffen sind, dass sie gas- oder flüssigkeits durchlässig sind. Unter Saug- oder Druck wirkung wird das Verfestigungsmittel, zum Beispiel Gas, Luft oder Flüssigkeit, durch die mit Isoliermasse gefüllten Behälter hin durchgeführt.
Vorteilhaft ist die Durchfüh rung des Verfahrens mittelst folgender Ein richtung. Es wird zum Beispiel ein heisses Gemisch von Korkteilchen und flüssigem Pech durch eine aus zwei umlaufenden Bän dern bestehende Presseinrichtung geführt, mit der Massgabe, dass durch Kühlen für rasche Verfestigung gesorgt wird. Die Kühlwir- kung kann zum Beispiel dadurch erzielt werden, dass man Luft, gegebenenfalls vor gekühlte Luft, oder andere Gase durch die wandernde Masse saugt, presst oder bläst, zu welchem Zwecke durchlässige Bänder, zum Beispiel fein gelochte .Stahlbänder,
verwen det werden müssen. Versuche haben zum Beispiel gezeigt, dass man Mischungen von Korkschrot mit heissem Pech durch Hin durchblasen oder Hindurchsaugen von Luft bereits in .etwa einer halben Minute zum Er kalten bringen kann, so dass man in der Lage ist, mit einer relativ kleinen Pressvor- richtungeine verhältnismässig grosse Produk tion zu erzielen.
Die Höhe des anzuwenden den Über- oder Unterdruckes der hindurch- zuführenden Luft ist vor allem abhängig von der Dicke der herzustellenden Isolier platte; sowie von der Dichte der jeweiligen Zusammensetzung des zu behandelnden Ge misches.
An Stelle von gas- oder dampfförmigen Mitteln zum Kühlzwecke kann man auch flüssige Mittel verwenden, zum Beispiel der- art, dass zwischen in. einem Isolierstoff gemisch enthaltenen Bindemitteln einerseits und Kühlmitteln anderseits chemische Reak tionen stattfinden, welche die .rasche Ver festigung herbeizuführen oder zu begün stigen vermögen.
So kann man zum Beispiel bei Verwen dung von Wasserglas und dergleichen als Bindemittel Gase durch die unter Pressdruclz wandernde Masse saugen, welche .das Wasser glas zu raschem Erhärten bringen.
Man kann die Verfestigung von körniger Korkmasse (Korkschrot) beim Hindurch saugen von Gasen oder Flüssigkeiten wesent lich beschleunigen, wenn der Korkmasse noch schnell abbindende bezw. schnell er härtende Bindemittel beigemengt, oder wenn den gewöhnlichen Bindemitteln noch Hilfs stoffe, die ein rasches Abbinden und Ver festigen bewirken, zugesetzt werden.
In die sen Fällen kann man noch den Verfesti- gungsprozess durch Wärme- oder Kühl wirkung oder chemische Einwirkung eines gasförmigen bezw. flüssigen Verfestigungs- mittels beschleunigen. So kann man zum Beispiel bei der Behandlung von Kalk als Bindemittel enthaltender Korkschrotmasse derart vorgehen, dass man einen vorzugs weise warmen Strom von Kohlensäure oder von mit Kohlensäure angereicherter Luft hindurchleitet.
Man kann das Verfahren auch zur Her stellung von bindemittelfreien Korksteinen. Korkplatten und dergleichen verwenden, zum Beispiel derart, dass die aus Kork schrot bestehende Masse durch Einwirkung höherer Temperaturen während des Durch ganges durch die Pressvorrichtung zusammen gebacken wird, was zum Beispiel so ge schehen kann, dass man heisse Luft durch das wandernde Gut presst oder saugt, wobei der Prozess gegebenenfalls noch durch andere Heizmassnahmen, zum Beispiel Aussenhei zung, unterstützt werden kann.
Hierbei kann man an den Erhitzungsvorgang ge gebenenfalls noch einen Kühlvorgang an schliessen, zum Beispiel derart, dass das wan dernde Pressgut vor Verlassen der Vorrich- tun, durch Durchleiten kalter Luft gekühlt wird.
Zur Durchführung des Verfahrens kann man sich zum Beispiel umlaufender, durch Presswalzen oder dergleichen betätigter Stahlbänder bedienen, die zweckmässig auf gewünschten Abstand voneinander einstell bar sind. Die der Pressvorrichtung zu- geführte Masse kann durch Einlegen von Zwischenleisten oder .dergleichen in einzelne Platten, Steine oder dergleichen unterteilt werden oder als umlaufendes Band durch die Pressvorrichtung geführt und beim Verlassen derselben in einzelne Platten oder beliebige Teile zerschnitten werden.
Durch geeignete Seitenstücke kann das Herausfallen der Masse aus den laufenden Bändern verhütet und für Bildung glatter Seitenflächen ge sorgt werden. Man kann zum Beispiel neben einem obern und untern laufenden Band auch noch laufende Seitenbänder anordnen.
Beispiel: 6 kg flüssiges Pech mit einer Temperatur von zirka 200 C, wird mit 6 kg Korkschrot innig vermischt. Die erhaltene Masse, wel che eine Temperatur von etwa 100 bis 150 besitzt, wird durch eine aus laufenden, durchlochten Stahlbändern bestehende Vor richtung geführt und gleichzeitig durch einen Luftstrom gewöhnlicher Temperatur, welcher durch ein Gebläse erzeugt wird, ge kühlt. Es resultiert eine Platte von etwa 1 u) cm Länge, 50 cm Breite und 10 cm Dicke.
Claims (1)
- PATENTANSPRVCHE I. Verfahren zur Herstellung von Isolier- körpern, insbesondere Korkplatten, aus körnigem Isoliermaterial, dadurch ge- kennzeichnet, dass durch .das Isoliermate rial ein zur Verfestigung dienendes Mit tel hindurchgeführt wird. II. Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadur3h gekennzeichnet, dass das Isoliermaterial zwischen mindestens zwei laufenden Bändern geformt und gepresst wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dem Isolier material vor der Behandlung ein Binde mittel zugegeben wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Hindurchführung des zur Verfestigung dienenden Mittels durch das Isoliermaterial erfolgt, während letz teres unter Pressdruck in fortlaufendem Arbeitsgange geformt wird: 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass nacheinander verschie den temperierte Verfestigungsmittel zur Anwendung gelangen. .4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass sich einem Erhitzungs- vorgangein Kühlvorgang anschliesst. 5.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, .dass die Hindurchführung des zur Verfestigung dienenden Mittels durch das Isoliermaterial erfolgt, während letz teres unter Pressdruck in absatzweiser Bewegung geformt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH161055T | 1931-11-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH161055A true CH161055A (de) | 1933-04-15 |
Family
ID=4414502
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH161055D CH161055A (de) | 1931-11-26 | 1931-11-26 | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Isolierkörpern, insbesondere Korkplatten, aus körnigem Isoliermaterial. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH161055A (de) |
-
1931
- 1931-11-26 CH CH161055D patent/CH161055A/de unknown
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