CH161061A - Verfahren zur Herstellung von Doppelschleifen an Glückwunschkarten und dergleichen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Doppelschleifen an Glückwunschkarten und dergleichen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Doppelschleifen an Glückwunschkarten und dergleichen. Die vorliegende Erfindung betrifft die Her stellung einer Doppelschleife an Knotenknüpf- maschinen bekannter Art, bei denen die En den der Heftstiche zu festen Knoten geknüpft werden.
Diese Schleifenbildung wird oft bei Schmuckkarten (Glückwunschkarten etc.) ver langt, bei denen der einfache, bisher übliche Knoten aus Schönheitsgründen abgelehnt wird.
In der Zeichnung ist die Herstellung der artiger Doppelschleifen vermittelst einer nor malen Heftmaschine mit selbsttätiger Knoten bildung als Ausführungsbeispiel beschrieben, und zwar stellt Fig. 1 Anfangsstellung der Teile dar, wo bei der Stichfaden bereits in die Buchlage hineingezogen ist; Fig. 2 zeigt eine Stellung, in der der Greifer das Ende des Fadens erfasst hat, um es rechts zur inzwischen in bekannter Weise gebildeten Fadenverschlingung zu bringen; Fig. 3 zeigt eine Stellung, in der der Greifer das Ende des Fadens nach rechts zu den schleifenbildenden Teilen gebracht hat;
Fig. 4 zeigt den Schleifenauszieher und seinen Antrieb, Fig. 5 und 6 einzelne Momente während der Schleifenbildung; Fig. 7 stellt die fertige Doppelschleife dar; Fig. 8 zeigt einen Moment kurz vor der Fertigstellung der einfachen (aufziehbaren) Schleife, und Fig. 9 die fertige einfache (aufziehbare) Schleife, wenn nur die Herstellung einer sol chen gewünscht wird.
Der Faden 1 ist auf einer drehbar am Maschinengestell gelagerten Spule aufgewik- kelt und wird vom Fadenholer 2 in bekannter Weise ausgezogen. Die Nadeln 3, 4 und 5 bewegen sich entsprechend der auf sie wir kenden Kurven, die hier nicht gezeichnet sind, auf und ab. Der Greifer 6 holt den Faden 1 von der Nadel 5 und bringt ihn nach rechts zur Verknüpfungsstelle.
Das Hauptwerkzeug für den beabsichtigten Zweck ist der Schleifenauszieher 11 (Fig. 4, Seitenansicht zu Fig. 3 in der Richtung des Pfeils gesehen). Er hat vorn zum sicheren Erfassen des Fadens ein Häkchen 12 und ist bei 16 (Fix. 4) beweglich am Hebel 10 ge lagert und wird von der Feder 13 mit seinem Anschlag 14 gegen den Anschlag 15 gezogen. Der Hebel 10 dreht sich auf dem festsitzen den Bolzen 17 und erhält seinen Antrieb von dem Exzenter 18 durch die Kulisse 19. Die Feder 20 sorgt für dauernden Eingriff der auf der Kulisse 19 befestigten Rolle 21 mit dem Exzenter 18.
Die Arbeitsweise der neuen Einrichtung gestaltet sich wie folgt: Der Faden 1 wird vom Fadenholer 2 aus gezogen und so in die Bahn der Nadeln 3, 4, 5 gelegt, dass diese, nachdem sie von unten durch das Heftgut 8 gestossen sind, den Fa den erfassen und mit nach unten ziehen kön nen (Fix. 1). Der von der Nadel 3 nach unten gezogene Faden wird von dem Wickler 9 er fasst und in bekannter Weise verschlungen. Durch diese Verschlingung fährt dann der Greifer 6 - gegebenenfalls auch noch durch die von der Nadel 4 gebildeten Schlingen, um das von der Nadel 5 nach unten gezogene Fadenende zu erfassen und nach rechts aus zuziehen (Fix. 3). Die Länge des Fadens wird durch den regulierbaren Hub des Fadenholers 2 eingestellt.
Während der Greifer nach rechts geht, schiebt sich der Schleifenauszieher 11 (Fix. 4) unter ihm so weit vor, bis sein Häk chen 12 vor den Faden 1 zu stehen kommt. Dabei befindet sich das Häkchen 12 zwischen den Schlingen<I>x</I> und<I>y</I> und wird von der-Fe- der 13 immer gegen den Greifer 6 gedrückt, so dass keine der eben erwähnten Schlingen zwischen Greifer und Häkchen durchschlüpfen kann. Beim Weitergang rutscht schliesslich das Häkchen 12 vom Greiferschaft ab, erfasst den Faden 1 (Fix. 5) und zieht ihn nun beim ein setzenden Rückwärtsgang des Hebels 11 nach hinten aus (Fix. 6).
Die Fäden werden darauf angezogen und der Greifer 6 geht, nachdem er in seiner weitesten Rechtslage angekom men ist, wieder ein Stück nach links, um die Schleife festzuziehen (Fix. 6) und schliesslich ihr Herausschlüpfen aus dem Greifermaul zu bewirken.
Während dieses letzten Vorganges bewegt sich der Schleifenauszieher 11 wieder ein Stück nach vorn und gibt so die Schleife frei, so dass sie beim Wegziehen des Arbeitsstückes nicht mehr mit dem Häkchen in Berührung kommt.
Will man mit derselben Einrichtung statt der dargestellten Doppelschleife (Fix. 7) nur einfache, aufziehbare Schleifen herstellen, so ist nur nötig, den Faden vom Fadenholer 2 etwas kürzer ausziehen zu lassen, so dass das Ende aus den Schlingen des Knotens vom Schleifenauszieher 11 herausgezogen wird (Fix. 8). Die einfache Schlinge wird dann genau wie die doppelte beim letzten Gang des Greifers 6 nach links festgezogen und sieht dann wie in Fig. 9 dargestellt aus. Sie kann am Schleifenende aufgezogen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Doppel schleifen an Glückwunschkarten und derglei chen unter Verwendung einer Heftmaschine mit selbsttätiger Knotenbildung, dadurch ge kennzeichnet, dass der durch die Fadenschlinge hindurchgezogene Endfaden von einem Schlei- fenauszieher (11) erfasst, zwischen den sich später zum Knoten bildenden Fadenverschlin gungen hindurch zu einer Schleife ausgezogen und durch die sich zusammenziehenden Fä den in dieser Stellung festgehalten wird.PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass ein hin- und herbeweglicher, federnd am Greifer anliegender Haken den vom Greifer nachgezogenen Faden erfasst, auszieht und so lange festhält, bis die Fäden zum Knoten zusammengezogen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE161061X | 1931-03-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH161061A true CH161061A (de) | 1933-04-15 |
Family
ID=5681643
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH161061D CH161061A (de) | 1931-03-27 | 1932-03-15 | Verfahren zur Herstellung von Doppelschleifen an Glückwunschkarten und dergleichen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH161061A (de) |
-
1932
- 1932-03-15 CH CH161061D patent/CH161061A/de unknown
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