Guführungsvorriehtung für Maschinen zum reihenweisen Ausstanzen von Werkstücken aus Blechtafeln und ähnlichen Materialbahnen. Die bekannten Maschinen zum reihen weisen Ausstanzen von Werkstücken aus Blechtafeln und ähnlichen Materialbahnen, zum Beispiel zum Ausstanzen und Ziehen von Dosenteilen oder dergleichen von runder, eckiger oder sonstiger Form in Reihen aus genau eingekeilten und gegebenenfalls be druckten Tafeln aus Blech, Karton, Pappe oder dergleichen von bestimmter Grösse sind Spezialziehpres.,en,
zum Beispiel sogenannte Zickzackpressen und ermöglichen die Aus führung dieser Arbeit nur nach einzelnen der im Nachfolgenden angegebenen gegen seitigen Anordnungen der Stanzbilder auf der Blechtafel.
In Fig. 1 liegen die als Beispiel ge wählten Stanzkreise a vom Durchmesser b auf der Blechtafel c in der Reihe d ohne Zwischenraum nebeneinander und die Stanz- kreise der zweiten und folgenden Reihe e liegen mit jenen der Reihe d unter gegen seitiger Berührung in Linien f. In Fig. <B>92</B> ist die Stanzreihe e gegen die .Stanzreihe d und jede weitere Reihe gegen die vorher gehende Reihe um den Radius des Stanz- kreises, nämlich um b12, versetzt.
Dadurch wird die Entfernung<I>g</I> der Reihen<I>d</I> und e, die in Fig. 1 gleich b ist, nunmehr gleich gl, welches Mass kleiner als g ist. Durch diese Anordnung ist es in vielen Fällen bei einer gegebenen Blechgrösse und einem gegebenen Stanzdurchmesser b möglich, eine oder meh rere Reihen mehr auszustanzen.
Für eine wirklich weitgehende wirtschaft liche Ausnützung der Blechtafeln, das heisst für die Ausstanzung möglichst vieler Werk stücke, je nach der Grösse der Blechtafeln und der einzelnen Werkstücke, sind noch an dere Austeilungen praktisch möglich.
Fig. 3 zeigt ein Beispiel einer solchen. Die Stanzreihe d entspricht den Reihen d in den Fig. 1 und 2. Die Reihe e ist gegen über der Reihe d nicht um b/2, sondern um ein Mass h versetzt, das kleiner als bf2 ist. Dabei wird zwar die Entfernung g_ der Rei hen d und e voneinander bei .sich berühren den .Stanzkreisen ganz wenig grösser als gl in Fig. 2, aber es ist bei gewissen Durch messern b möglich, in der versetzten Reihe e, das heisst in jeder 2., 4., 6. usw.
Reihe einen Stanzkreis a1 mehr unterzubringen als in Fig. 2. Die gegenüber gl (Fig. 2) grö ssere Dimension g= kommt aber deshalb nicht in Betracht, weil sie meistens nur den Effekt hat, dass die letzte Reihe statt nach i nach i,. gegen den Blechrand rückt, also nur ein schmälerer Abfallstreifen entsteht.
Einen weiteren Fall zeigt Fig. 4; bei der zum Beispiel die Stanzkreise a um ein Mass k in den Reihen<I>d</I> und e voneinander ab stehen. Die Stanzungen der Reihe e sind gegen jene der Reihe d um ein Mass Z ent fernt, das gleich ist b/2 --f- k,(2. Bei der dargestellten Berührung der Stanzkreise der Reihe e mit jener der Reihe d wird die Entfernung g3 der Reihen d und e vonein ander kleiner als g1 in Fig. 2.
Dies ermög licht unter gegebenen Umständen die Hinzu fügung einer oder mehrerer weiterer Reihen am untern Blechrand, wodurch die Anzahl der Reihen vermehrt werden kann. Das Mass der Entfernung k kann so gross sein, dass entweder die Unterbringung der gleichen Anzahl Stanzkreise in den Reihen d und e wie in Fig. 2 möglich ist oder aber, dass ein eventueller Verlust von etwa einem Stück in jeder Reihe oder nur in jeder 2., 4., 6. Reihe usw. in .der Gesamtstückanzahl geringer ist als der durch die Hinzufügung von ein oder mehreren Reihen erzielte Gewinn.
Unter Umständen kann die Anordnung irgend einer Entfernung k zwischen den Rei hen d, e und schliesslich auch .die Anord nung einer Entfernung sowohl in den Rei hen, als auch zwischen den Reihen für die Unterbringung einer grösseren Anzahl Stanz- kreise auf einer gegebenen Blechtafel von Vorteil sein.
Es kann ferner, wie Fig. 5 zeigt, für die Erzielung einer grösseren Anzahl Werkstücke von Vorteil sein, an eine beliebige Anzahl beliebig zueinander versetzter Reihen<I>d, e,</I> in eine beliebige Anzahl zueinander nicht ver setzter Reihen n, <I>o ...</I> anzuschliessen. Diese Anordnung bietet dann Vorteile, wenn die versetzte Reihe e eine geringere Anzahl Werkstücke als die nicht versetzten Reihen ergibt, was öfters der Fall ist.
Wie wichtig vom ökonomischen Stand punkt die Austeilung an den auszustanzen den Blechtafeln oder dergleichen ist, ergibt sich aus der Tatsache, da.ss zum Beispiel schon ein Unterschied von ',!,a mm in der Dimen sion<I>g,</I> g,, g=, g. (Entfernung der Reihen voneinander) eine grössere Anzahl Werk stücke mit besonderem Fäll ergibt. Auf diese Weise kann eine Mehranzahl von Werkstüh- ken bis zu 16 von Hundert per Blechtafel zum Beispiel bei der üblichen Grösse von 760 :530 mm erzielt werden.
Die damit ver bundene, oft sehr wesentliche Ersparung an Blechtafeln, Druckarbeit, Farbe und Stanz- arbeit lässt die Vorteile der beschriebenen Austeilung richtig ermessen.
Zum reihenweisen Ausstanzen von Werk stücken aus Blechtafeln und ähnlichen Ma terialbahnen gemäss diesen typischen Fällen ist es demnach erwünscht, dass zum Beispiel in Fig. 3 die Abmessungen<I>b,</I> g2 und<I>h,</I> in beliebiger Weise geändert werden können.
Es sind bisher Maschinen bekannt gewor den, die zum Ausstanzen von Löchern an Winkeleisen oder andern streifenartigen Bau teilen nur in einer einzigen Reihe dienen. Das Winkeleisen ist zu diesem Behufe nur in seiner Längsrichtung mittelst Schaltan schlägen schaltbar, die längs einer Teilschiene beliebig verstellbar sind. Solche Vorrichtun gen ermöglichen nur eine beliebige Ände rung der oben erwähnten Abmessung b in Fig. 3.
Es sind ferner mit zwei Teilschienen arbeitende, sogenannte Zick-Zack-Stanzen be kanntgeworden, bei welchem zum reihen weisen Ausstanzen von Werkstücken aus Blechtafeln oder dergleichen das auszustan- zende Blech in zwei zueinander senkrechten Richtungen geschaltet wird.. Bei diesen Ma schinen sind die Teilschienen mit einer un abänderlichen Teilung versehen, so dass bei Benützung bestimmter Teilschienen nur eine Ausstanzung der Blechtafeln mit einer be stimmten Austeilung längs den Reihen und deren Versetzung zu einander vorgenommen werden kann. Ist eine andere Austeilung er wünscht. dann müssen die in der Maschine eingespannten Teilschienen gegen andere, passende Teilschienen ausgewechselt werden.
Jede Maschine erhält einen Satz Teilschienen mitgeliefert und diesem muss die jeweilig ge wünschte Blechausteilung, so weit. dies mög lich ist, angepasst werden, natürlich immer unter Auswechslung der Teilschienen und Änderung ihres Antriebes, was mit grossen Schwierigkeiten verbunden ist. Da die Mit lieferung von vielen Teilschienen äusserst kostspielig ist, kann nur die durch die vor handenen Teilschienen mögliche Ausnützung der Blechtafeln erzielt werden.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Zuführungsvorrichtung für Maschinen zum reihenweisen Ausstanzen von Werkstücken aus Blechtafeln und ähnlichen Material bahnen, bei welcher die den Schaltweg von Schlitten in zwei aufeinander senkrechten Richtungen bestimmenden Teilschienen mit in der Schienenlängsrichtung beliebig ver stellbaren Schaltanschlägen versehen sind und ferner jene Teilschiene, die den Schalt weg der Materialbahn in den Stanzreihen be- 4immt, um ein beliebig einstellbares Mass in ihrer Längsrichtung in beiden Richtungen verschiebbar ist.
Durch diese Zuführungs vorrichtung ist die Herstellung beliebiger mehrreihiger Stanzungen, nämlich mit belie biger Austeilung längs den Reihen und mit beliebiger Versetzung der Reihen zueinander. ohne Auswechslung der Teilschienen und in genauester Anpassung an die jeweilig gewünschte bezw. an die für den gegebenen Fall ökonomischoste Austeilung ermöglicht.
Die Zeichnung zeigt in den Fig. 6 bis 9 ein Ausführungsbeispiel,der Zuführungsvor- richtung, und zwar in Fig. 6 in der Drauf- sieht; Fig. 7 ist ein Schnitt nach A-B der Fig. 6, Fig. 8 eine Seitenansicht der Fig. 6, und Fig. 9 eine Ansicht der Fig. 6 in der Pfeilrichtung E gesehen.
Die Fig. 10 und 11 zeigen ein Ausführungsbeispiel der Verstel lung der Schaltanschläge in Anwendung bei beiden Teilschienen. Die Fig. 12 und 13 zeigen eine Teilschiene mit einer andern Art der Verstellung der Schaltanschläge in Vor deransicht und Draufsicht; Fig. 14 zeigt eine Ansicht in der Pfeilrichtung D der Fig. 13, und Fig. 15 einen Querschnitt nach C-H der Fig. 13 in grösserem Massstab. Die Fig. 16 und 17 zeigen zugehörige Einzel heiten.
Die Zuführungsvorrichtung gemäss den Fig. 6 bis 9 besitzt eine von Trägern 1 ge tragene Tischplatte 2. Die Träger 1, die von der Maschine selbst getragen werden können, halten zu beiden Seiten mittelst der Winkel 3 je eine Führungsstange 4 für je einen Schlitten 5. Die beiden Schlitten 5 sind durch zwei Stangen 6 miteinander verbunden, die zur Führung eines Schlittens 7 dienen. Dieser Schlitten trägt auf einer Schiene 8 zwei federnde, durch Stange 9 gemeinsam zu betätigende Klemmvorrichtungen 10, 11 für das auszustanzende Blech 12.
Die vom Standpunkt des Arbeiters bei F (Fig. 6) in beiden Seitenrichtungen 13, 14 notwendige Bewegung des Schlittens 7 erfolgt zum Bei spiel selbsttätig durch Gewichte, von denen je eines an einem Seil 15 bezw. 16 hängt, das über eine an den Seitenschlitten 5 ge lagerte Rolle 17 bezw. 18 geführt ist. Dabei wird das jeweils nicht erforderliche Gewicht in der tiefsten Stellung durch Aushaken des betreffenden Seils abgeschaltet. Vor dem Schlitten 7 ist an den Schlitten 5 eine Teilschiene 19 geführt, zum Beispiel mittelst der Schlitze 20 (Fig. 9).
Diese Teil schiene ermöglicht die Schaltung des Schlit tens 7 samt der auszustanzenden Blechtafel 12 in den Pfeilrichtungen 13, 14 und be stimmt damit den Schaltweg der Blech tafel in den erwähnten Stanzreihen d, e. Zu diesem Zwecke ist die Teilschiene 19 mit Schaltanschlägen für eine von der Stanze gesteuerte Einfallklinke 21 versehen. Diese Klinke ist in einer vom Schlitten 7 getra genen Hülse 22 lotrecht geführt und steht einerseits unter der Wirkung einer sie nach unten drückenden Feder 23 und anderseits eines sie zurückziehenden Bowdenkabels 24, das zu dem Ende eines um 25 drehbaren Hebelarmes 26 führt.
Eine Rolle 27 dieses Hebels -wird von der Nocke 28 einer Ma schinenwelle 29 gesteuert. Die mit der Klinke 21 zusammenwirkenden Schaltanschläge au der Teilschiene 19 haben zum Beispiel die Gestalt von Kerben 30, deren Abstand zum Beispiel gleich b in Fig. 3, das ist der Ab stand der Mittel zweier sich berührender Nachbar-Stanzkreise in der gleichen Reihe, oder gleich<I>b</I> 1c in Fig. 4 ist.
Die Teilschiene 19 ist, um die Einstel lung der Schaltanschläge 30 auf beliebige Abstände b (Fig. 3) oder b -f- )e (Fig. 4) zu ermöglichen, in Übereinstimmung mit dem in den Fig. 12 bis 17 dargestellten Ausfüh rungsbeispiel ausgestaltet, das später be schrieben wird.
Um gemäss den Fig. 3 und 4 die Ver setzung der Reihe e zur Reihe d, zum Bei spiel um das Mass lz oder<I>1,</I> bewerkstelligen zu können, ist die Teilschiene 19 in ihrer Längsrichtung in beiden Pfeilrichtungen 13 bezw. 14 (Fig. 6) um das jeweils einstell bare Mass zweimal 31 verschiebbar angeord net. Diese Verschiebbarkeit wird zum Bai spiel durch Stellschrauben 32 begrenzt, die in an den Schlitten 5 befestigten Winkeln 33 angeordnet sind und auf das jeweilig er forderliche Mass genau einstellbar sind.
Zur Schaltung,der Blechtafel 12 von der Reihe d auf eine benachbarte Reihe e um das jeweilig erforderliche Mass, zum Beispiel <I>g,</I> g1, g:; oder g3 in den Fig. 1 bis 4, dienen zwei seitlich des Tisches 2 in den Winkeln 3 einstellbar und feststellbar angeordnete Teilschienen 34, die gleichfalls in Überein stimmung mit dem in den Fig. 12 bis<B>1.7</B> dargestellten Ausführungsbeispiel ausgestal tet sind und Kerben 30 als Schaltanschläge besitzen. Längs diesen Teilschienen sind die Schlit ten 5 verstellbar und an deren Kerben 30 feststellbar.
Mit den Kerben wirken zwei federnde Klinken 35 zusammen, die um 36 verschwenkbar, durch eine Querstange 37 ver bunden und mittelst der Handgriffe 38 ge meinsam verschwenkbar sind. Beim Ver- schwenken eines der Griffe 38 in der Pfeil richtung in Fig. 8 werden die Klinken 35 aus den Kerben der Teilschienen 34 ausge hoben und die Schlitten 5 können samt Teil schiene 19, .Schlitten 7 und Blechtafel 12 in den Fig. 6 und 8 um eine Kerbenentfer- nung nach links verschoben werden.
Diese Verschiebung kann durch Zuggewichte be wirkt werden, deren Zugorgane 39 an den Schlitten 5 angreifen und über an den hin- tern Winkeln 3 gelagerte Rollen 40 laufen. Federn 41 bewirken nach Loslassen des Handgriffes 38 das Einfallen der Klinken 35 in eine Kerbe der Teilschienen 34.
Die beschriebene Vorrichtung ist zur eigentlichen Stanze, die eine gewöhnliche Stanze oder Ziehpresse -sein kann, so an geordnet, dass das zur Arbeit bereite Unter gesenk 42 ungefähr in der Tischfläche 2 liegt und darüber das Obergesenk 43 vorgesehen ist (Fig. 6 und 7).
Die Wirkungsweise ist folgende: Unter Annahme des in Fig. 3 dargestellten Aus- teilungsfalles werden die Schaltanschläge (Kerben 30) der Teilschiene 19 auf eine Ent fernung gleich b (Fig. 3) eingestellt. Fer ner werden die Anschlagschrauben 32 für eine seitliche Verschiebung der Teilschiene 19 auf das Mass h (Fig. 3) eingestellt. Wei- ters werden die Schaltanschläge (Kerben 30) der Teilschienen 34 auf eine Entfernung gleich g., (Fig. 3) eingestellt.
Wenn die erste Reihe d in der Pfeilrichtung 13 (Fig. 6) ausgestanzt weiden soll, wird :die Blechtafel 12 so in die Klemmen 10, 11 eingespannt, dass die erste Stanzstelle, dieser Reihe mit dem Untergesenk 42 in Deckung kommt, was bei bestimmter Grösse der Blechtafel durch einen seitlichen Anschlag für diese genau bestimmt werden kann. Ferner werden in die Zugorgane 15 und 39 die Gewichte einge- hängt.
Die Einfallklinke 21 legt sich in eine Kerbe 30 der Teilschiene 19 und letztere liegt in Fig. 6 am linken Anschlag 32 (von dem vor dem Tisch stehenden Arbeiter aus gesehen) an, in welcher Stellung sie vorüber gehend festgestellt werden kann. Wird nun die Maschine in Tätigkeit gesetzt, dann wird die erste Stanzung hergestellt.
Bei hoch gehendem Obergesenk 43 wird die Einfall klinke 21 durch die Maschine von der Kerbe 30 ausgehoben, .der Schlitten 7 samt Blech tafel 1.2 durch den Gewichtszug 15 nach links geschaltet und die sofort nach Aus hebung durch die Wirkung der Feder 23 sich wieder senkende Einfallklinke 91 in folge Verschiebung des Schlittens 7 in die nächste Kerbe 30 an der Teilschiene 19 zum Einfallen gebracht, worauf die zweite Stan- zung der gleichen Reihe d hergestellt wird usf. Nach Beendigung der Sta.nzreihe d (Fig. 3)
erfolgt durch Lösen der Klinken 35 die Querschaltung des Schlittens 7 samt Blech tafel 12 nnm das Mass g. zur Herstellung der zweiten Stanzreihe e. Durch Ausschaltendes Zuges 15 und Einschalten des Zuges 16 ver schiebt sich die Teilschiene 19 um das ein gestellte Mass la nach rechts und nunmehr kann die Reihe e bei umgekehrter Bewe- gnngsrichtung des Schlittens 7 samt Blech tafel 1.2 gestanzt werden.
Die Zuführungsvorrichtung kann mit einer gewöhnlichen Stanze oder Ziehpresse bleibend oder lösbar, gegebenenfalls verstell bar in Verbindung gebracht werden. Die Zuführungsvorrichtung kann auch an einem eigenen beweglichen Ständer gelagert sein. so dass sie an eine gewöhnliche Stanze oder Ziehpresse herangerückt oder angefahren werden kann. In diesem Falle kann die Zu führungsvorrichtung leicht entfernt und so dann die Stanze oder Ziehpresse in gewöhn licher Weise benutzt werden; auch wird da bei die Vorrichtung von den Erschütterungen der Maschine nicht so stark beeinflusst. Die gesamte Maschine wird dabei auch von der Länge und Breite der Blechtafel unabhängig, wenn die Zuführungsvorrichtung entspre chend dimensioniert ist.
Anstatt die Gewichtszüge 15 und 16 zu benützen, kann der Schlitten 7 samt Blech tafel 12 von Hand aus in den Stanzreihen d, e geschaltet werden, wobei gleichfalls .das Einfallen der Klinke 21 in die nächste Kerbe 30 der Teilschiene 19 selbsttätig erfolgt.
Die Einfallklinke 21 kann durch Ver- schwenken eines Nockens mittelst eines Handgriffes 44 (Fig. 9) angehoben und in dieser Stellung festgehalten werden, um eine beliebige seitliche Verschiebung des Schlit tens 7 zu ermöglichen.
Die genaue Einstellung der Kerben 30 kann bei beiden Teilschienen 19, 34 anhand von Lehren leicht erfolgen.
In den Fig. 6 und 7 ist eine selbsttätige Abschneidevorrichtung für die beim Aus stanzen der Blechtafel gegebenenfalls stehen bleibenden Stege dargestellt. Das Untergesenk ist mit einer geraden Schneidkante 47 ver sehen, mit welcher ein mit dem beweglichen Obergesenk 43 verbundenes Messer 48 bei Ausführung des Stanzdruckes zusammen wirkt.
Eine an der Führung des Obergesen- kes 43 angeordnete und unter der Wirkung von Federn 49 stehende Druckplatte 50 drückt die Blechtafel beim Stanzen und Ab schneiden des Steges leicht nieder. Die aus gestanzten Werkstücke werden durch einen aus der Leitung 51 zugeführten starken Luftstrom in einen Sammelbehälter geblasen.
Die Fig. 12 bis 17 zeigen jenes Ausfüh rungsbeispiel der Mittel, das bei der beschrie benen Zuführungsvorrichtung zur beliebigen Verstellung bezw. Einstellung der Schal anschläge an beiden Teilschienen 19 und 34 angewendet ist, zum Beispiel für die Teil schiene 19 und bei Verwendung von Kerben 30 als Schaltanschläge.
Bei :diesem Ausführungsbeispiel hat die Teilschiene 19 in ihrem obern Teil einen sol chen Querschnitt, dass sich mit Hilfe von Beilagen 55 eine beiderseits unterschnittene Nut 56 -ergibt (siehe insbesondere Fig. 15).
Die Entfernung der Schaltanschläge. nämlich der Kerben 30, voneinander wird durch An- einanderreihung verschieden starker, das heisst langer bezw. dicker Stücke 57 be stimmt (siehe insbesondere Fig. 16 und 17), die in die Nut 56 einpassen und darin durch die Beilagen 55 mittelst der Schrauben 58, 59 festgelegt werden. Zur Bildung der Ker ben 30 werden niedrigere Stücke 60 einge setzt, die bei ein und derselben Maschine leiche Stdrk g<B>01</B> e haben.
Die Feinheit der Unter teilung der Stücke 5 7 häng von der ge wünschten Feinheit in der Abstufung der Stanzgrössen <I>b</I> bezw. der Entfernung<I>b</I> oder b + k (Fug. 2, 3 und 4) ab. Da Feinheiten von 0,1 mm erwünscht sind, wird man neben grossen Stücken auch Stücke 57 von der Stärke (Länge bezw. Dicke )gleich 0,1 mm und :deren Vielfaches vorsehen.
Alle Stücke werden in der Längsrichtung des Trägers gemeinsam zusammengedrückt, und zwar mittelst sieh ergänzender keilartiger Stücke G1, 62, von denen sich letzteres gegen ein Widerlager 63 stützt und nach Festlegen mittelst Schraube 64 einen achsialen Druck auf die aneinandergereihten Stücke 57 aus übt.
Das gemeinsame Zusammenpressen der Stücke 57, 60, 61 in der Längsrichtung des Trägers hat :den Vorteil, dass durch Anwen dung verschieden starken Pressdruckes unter Umständen eine äusserst feine Regelung der gerbenentfernung, (etwa auf 1/10o oder 1/100o mm) und damit oft .die genaueste An passung an den Vordruck der auszustanzen den Blechtafel 12 möglich ist. Das Fest legen der aneinandergereihten .Stücke 57 ist bei voller Ausfüllung auch einer nicht unter schnittenen Nut 56 in ihrer ganzen Länge mittelst der Beilage 55 möglich.
Die so zusammengesetzte Teilschiene 19 ist an längs Querführungen 4 beweglichen Schlitten 5 zum Beispiel mittelst der Schlitze 20 geführt und kann daher nach rechts und links um ein Mass 31 bis zu einem Anschlag verschoben werden, wodurch die Versetzung der Stanzreihen d und e gegen einander (zum Beispiel um 1z in Fig. 3) be stimmt wird. Dieses Mass 31 ist bei verschie denen Blechtafeln verschieden und kann sogar bei der gleichen Blechtafel verschie den sein.
Die beschriebene Art der beliebigen Ver stellung der Schaltanschläge ist nicht nur bei unbedruckten Blechtafeln oder dergleichen sehr wertvoll, sondern hat noch viel grö sseren Wert beim Ausstanzen bedruckter Blechtafeln oder dergleichen, weil sie in ein fachster Weise ein genaues Anpassen der Teilung der Teilschiene 19 oder 34 oder beider an den unvermeidlichen und sehr häufig nur örtlich fehlerhaften Druck der Blechtafel ermöglicht und so ein genaues Ausstanzen der bedruckten Stellen sichert.
Bei dem sehr häufig vorkommenden Be drucken der Blechtafeln mittelst eingefärb ter Gummiwalze wird oft durch stärkeres Zusammendrücken des Gummis die Entfer nung zwischen zwei einzelnen Bildern eine etwas andere als zwischen allen übrigen Bildern zum Beispiel einer Reihe. In einem solchen Falle kann der Fehler durch blosses Herausnehmen oder Hinzufügen eines Stük- kes 57 von entsprechender Dicke, oft nur etwa von '/1o mm Dicke, leicht korrigiert werden.
In den Fig. 12 bis 14 ist eine mit der Teilschiene 19 vereinigte Einrichtung darge stellt, bei der ein Tragglied mit einer An zahl einstellbarer Anschläge für die seitlich verschiebbare Teilschiene 19 versehen ist, so dass durch blosse Verstellung dieses Tragglie des ein anderes eingestellter Anschlag zur Wirkung kommt. Der Zweck dieser Ein richtung ist die leichte und rasche Änderung des Masses der seitlichen Verschiebung der Teilschiene 19 und damit eine Änderung der Versetzung h (Fug. 3) der Stanzreihen zu einander ohne Betriebsunterbrechung. Diese Änderung ist nicht nur bei verschiedenen Blechtafeln, sondern oft auch bei der gleichen Blechtafel wünschenswert.
Bei dem dargestellten Ausführungs beispiel besteht das Tragglied aus einem drehbaren Teil, zum Beispiel einer Scheibe 65, die als Tragglied für eine Anzahl aehsial einstellbarer Anschläge in Form von Schrau benbolzen 66 dient, von denen der jeweils in der Achse der Teilschiene 19 befindliche als Anschlag dient. Die Bolzen können in der betreffenden Lage durch Muttern 67 fest gestellt werden. Da jeder Bolzen 66 gegen die Teilschiene 19 zu auf eine andere Länge eingestellt ist, so bedarf es nur einer Drehung der Scheibe<B>65,</B> um eine Anderung des Ver schiebungsweges der Teilschiene 19 herbei zuführen.
Die Scheibe 65 ist auf einer Büchse 68 drehbar, die zweckmässig die Mutter des Gewindeteils 69 einer Stange 6 bildet, welche in der Maschine zur Führung des die Blechtafel schaltenden Schlittens 7 dient. Die Mutter ist auf dem Gewinde mit- telst Klemmschraube 70 feststellbar und die Scheibe wird in an sich bekannter Weise in ,jeder der wirksamen Drehstellungen durch einen nicht dargestellten Schnappmechanis mus selbsttätig festgehalten.
Die Fig. 10 und 11 zeigen ein anderes Ausführungsbeispiel der Mittel zur belie bigen Verstellung bezw. Einstellung der Schaltanschläge längs den Teilschienen, und zwar Fig. 10 für die Teilschiene 19, und Fig. 11 für die Teilschiene 34.
In Fig. 10 wird die Teilschiene 19 von einer Schraubenspindel von kleiner Gang höhe gebildet, längs welcher Schrauben muttern 45 beliebig verschraubbar sind, die durch Gegenmuttern 46 in der jeweiligen Lage festgestellt werden können. Muttern und Gegenmuttern haben zweckmässig eine kleine Höhe, um bei kleinen Abständen deren weitgehende Annäherung zu ermöglichen. Die zweckmässig abgeschrägten Doppelmut tern dienen der schon erwähnten gesteuerten Einfallklinke ?1 als Anschlag in beiden Bewegungsrichtungen des Schlittens 7.
Soll die Schraubenmutter 45 die in den Fig. 6 und 9 ersichtliche praktische Kerbe 30 für die Einfallklinke 21 aufweisen, dann erhält sie eine Ringnut.
In Fig. 11 wird die Teilschiene 34 vor, einer Schraubenspindel mit verstellbaren Schraubenmuttern 45, 46 gebildet, die jener in Fig. 10 gleichen, mir dass die Doppelmutter 45, 46 der erwähnten Klinke 35 als An schlag dient.