CH161107A - Verfahren zum Blankglühen von langgestrecktem Metallgut. - Google Patents

Verfahren zum Blankglühen von langgestrecktem Metallgut.

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CH161107A
CH161107A CH161107DA CH161107A CH 161107 A CH161107 A CH 161107A CH 161107D A CH161107D A CH 161107DA CH 161107 A CH161107 A CH 161107A
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annealing
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Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  Verfahren zum     Blankglülien    von     langgestreektem        Aietallgut.       Die bisher bekannten     Blankglühverfahren,     welche ohne     Miteinsetzung    von     Metallspänen     in die Glühbehälter arbeiten, liefern oft kein  Material mit vollkommen blanker Oberfläche.  Es gelingt zwar durch Glühen unter Luft  abschluss, durch     Anwendung    von Schutzgasen  und dergleichen, eine Oxydation wirksam zu  verhindern. Die Oberfläche des Glühgutes ist  aber nach dem Glühvorgang meistens noch  durch Russ oder andere Oberflächenbeläge  verunreinigt. Hierdurch wird eine Nachreini  gung notwendig, deren Kosten den Betrieb  verteuern und die vermieden werden sollen.  



  Die Oberflächenbeläge entstehen durch die  Zersetzung von gewissen Fetten, Ölen und  dergleichen, die bei dem Walz- oder Zieh  vorgang benützt werden und die das bearbeitete  Material mit einer mehr oder weniger dünnen  Schicht überziehen; ferner haften noch feine  Metallteilchen und andere     Verunreinigungen     an der Oberfläche des zu glühenden Materials.  Zwar wird dieses oft einer mechanischen Vor-         reinigung,    wie Durchziehen durch Putztücher,  unterzogen, die einen Teil der Verunreinigun  gen entfernt; es bleiben aber immer noch  Reste übrig, deren Zersetzungsprodukte die  Oberfläche des Glühgutes mehr oder weniger  verunreinigen.  



  Die Erfindung beruht auf der neuen Er  kenntnis,     dalä    alle Verunreinigungen der an  sich blanken Oberfläche vor dem Glühen nicht  nur weitgehend, sondern restlos entfernt wer  den müssen, damit man wirklich reines     Glüh-          gut    erhält.  



  Eine vollkommene Reinigung der Ober  fläche des zu glühenden     Metalles    kann allein  durch mechanisch abstreifende oder reibende  Körper nicht erreicht werden, ohne dass die  Oberfläche angegriffen wird. Nur eine chemische  Behandlung entfernt den Fettbelag des zu  glühenden Materials in genügendem Ausmasse.  Eine praktisch vollständige     .Entfernung    der  Verunreinigungen ist als unbedingt notwendig  erkannt worden, denn schon geringe Fettreste      und daran haftende andere, z. $. metallische  Teilchen, stören das Glühergebnis, das heisst  die Erreichung der angestrebten, vollkommen  blanken Oberfläche, insbesondere an den  äussern Lagen von Drahtbündeln, Bandringen  und dergleichen.  



  Das zu glühende-Material wird zum Bei  spiel chemisch     entfettet    durch Eintauchen in  entsprechende chemisch     wirkendeMittel,    durch  Durchziehen durch chemisch wirkende, auch  elektrochemische Bäder oder durch Einwirken  lassen -von chemisch wirkenden Gasen. Ver  bleibende Reste der bereits chemisch ver  änderten Verunreinigungen können dann durch  Abspülen oder durch mechanische Verfahren  leicht restlos beseitigt werden.  



  Es ist auch möglich, einer mechanisch  wirkenden Putzeinrichtung ein chemisch wir  kendes Mittel beizufügen, das auf die Ver  unreinigungen einwirkt und sodann eine  gründliche Entfernung aller Verunreinigungen  ermöglicht. Besonders zweckmässig ist es, dass  das zu glühende Material unmittelbar nach  einem Walzvorgang, bevor es aufgerollt wird,  auf chemischem Wege entfettet wird.  



  Am wirksamsten ist eine Verbindung von  mechanischer und chemischer Reinigung. Bei  spielsweise reinigt man zunächst das zu  glühende Material rein mechanisch von dem  grössten Teil der Verunreinigungen; es können  hierbei auch schon chemisch wirkende Mittel  (z. B. gebrannter Kalk)     mitverwendet    werden.       Sodann    bringt man es in einen Behälter, der  chemisch wirkende Flüssigkeiten oder Gase  enthält oder zieht es durch solche Mittel hin  durch. Sodann können Spüleinrichtungen zum  Entfernen der Reste der Reinigungsmittel,  ferner Abstreifer oder rotierende Bürsten,  Walzen und dergleichen benützt werden und  gegebenenfalls kann dann auch noch eine  Trockenvorrichtung (Durchziehen durch trock  nende Materialien, heisse Luft, Trockenofen)  angeordnet sein.

Claims (1)

  1. PATIJNTANSPP,UCII Verfahren zum Blankglühen von langge- strecktem Metallgut, dadurch gekennzeichnet, dass das zu glühende Material vor dem Glühen von allen Verunreinigungen der an sich blanken Oberfläche befreit wird, dabei mindestens eine chemische Behandlung durchmacht, welche bewirkt, dass das Material in vollkommen ent fettetem Zustande in den Blankglühofen ge langt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das zu glühende Ma terial vor dem Glühen mechanisch; unter Zufügung von chemisch wirkenden Mitteln, von fettigen und sonstigen Verunreinigun gen gänzlich gereinigt wird. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zu glühende Ma terial vor dem Glühen aufeinanderfolgenden mechanischen und chemischen Reinigungs vorgängen unterworfen wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das zu glühende Ma terial unmittelbar nach einem Walzvorgang, bevor es aufgerollt wird, auf chemischem Wege entfettet wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das zu glühende Ma terial vor dem Glühen nacheinander eine mechanische Reinigungsvorrichtung, eine chemische Entfettungsanlage, eine Spülvor richtung zum Entfernen des verwendeten chemischen Mittels und eine weitere mechanische Reinigungsvorrichtung durch läuft.
CH161107D 1931-09-15 1932-02-25 Verfahren zum Blankglühen von langgestrecktem Metallgut. CH161107A (de)

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