CH161164A - Einrichtung zum selektiven Abschalten von Netzteilen. - Google Patents

Einrichtung zum selektiven Abschalten von Netzteilen.

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CH161164A
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relay
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relays
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Einrichtung zum selektiven Abschalten von Netzteilen.    Es ist bekannt, an beiden Enden eines  zu     überwachenden    Netzteils     Energierich-          tungsrelais    anzuordnen und diese so mitein  ander zu verbinden, dass nur bei ihrem gleich  zeitigen Ansprechen infolge eines zu beiden  Seiten in den Netzbeil hineingerichteten  Energieflusses beide Netzschalter ausgelöst  werden. Die Kontaktbewegung der     Energie-          riehtungsrelais    hat man dabei in der Weise  von einem Überstrom oder von einer Span  nungsverminderung abhängig gemacht, dass  man diese zum Überbrücken der Stromspulen  der     Energierichtungsrelais    benutzt hat.

   Der  artige Einrichtungen besitzen aber den Nach  teil, dass beim     Abschalten    der einen Energie  quelle ein innerhalb des zu schützenden An  lageteils entstehender Kurzschluss das Ver  schwinden der     ,Spannung    an dem einen Ende  zur Folge hat, so     dass    das     Energierichtungs-          relais    an diesem Ende seine Kontakte nicht  betätigen kann. In einem solchen Falle stellt  daher die Einrichtung keinen wirksamen  Schutz mehr dar.

      Diese Nachteile sind     bei    der erfindungs  gemässen     Einrichtung    dadurch     vermieden,     dass die im     Sinne,der    Schliessbewegung unter  dem Einfluss einer Richtkraft stehenden Kon  takte der     Energierichtungsrelais    durch ein  bei     Kurzschluss    ansprechendes Relais, das min  destens an einem Ende des Leitungsabschnit  tes als ein auf Spannungsrückgang anspre  chendes     Relais    ausgebildet ist, -mechanisch  gesperrt sind.  



  In     Abb.    1 ist ein Ausführungsbeispiel  der Erfindung dargestellt. Der zu schützende  Netzteil 1 wird von den beiden     Stationen    A  und     B    eingegrenzt. Die Überwachungsein  richtung in     beiden        Stationen    stimmen genau  miteinander überein.

   In jeder     Station    ist     ein          Energierichtungsrülais    2 angeordnet, dessen  Stromspule     ä    an einen Stromwandler 4 ange  schlossen ist, während die     Spannungsspule    5  über die Kontakte 6 eines     Spannungsrück-          gangsrelais    7 an einen     Spannungswandler    8,  der gleichzeitig zur Speisung der Spannungs  spule 9 des     Relais    7 dient, geführt ist. Das      Relais 7 kann dabei als einfaches Spannungs  abfall- oder als     Unterimpedanzrelais    ausge  bildet sein.

   Die Kontakte 10 des Energie  richtungsrelais 2 erhalten eine Richtkraft im  Sinne ihrer Schliessbewegung durch eine  Feder 22. Im normalen Betrieb ist aber der  Kontakthebel 10 durch eine Klinke 11 an  seiner Bewegung verhindert. Erst beim  Schliessen der Kontakte 6 wird ,die Klinke  11 bewegt und     damit    der Kontakthebel 10  freigegeben. Die Kontakte des     Energierich-          tungsrelais    2 sind einmal über eine Batterie  12 an Erde gelegt und     über    die     Auslösespule     13 des Netzschalters durch eine Hilfsleitung  14 mit der entsprechenden     Auslösespule    der  nächsten Station verbunden.

   Parallel zur       Auslösespule    13 und den Kontakten 10 ist  eine Anzeigevorrichtung 15 gelegt, die so  wohl bei Spannungsrückgang durch Schlie  ssen der Kontakte 10 des Relais 2 (derselben  Station A, als auch bei einer Erhöhung des       Spannungsabfalles    infolge Schliessen der  Kontakte 10 des     Energierichtungsrelais    2 der  nächsten Station B ansprechen.  



  Zunächst sei angenommen,     @dass    der Lei  tungsteil 1 sowohl     bei   <I>A,</I> als auch bei<I>B</I> an  energieliefernde Speiseleitungen angeschlos  sen sei. Wenn dann ein Kurzschluss inner  halb des Leitungsteils 1 auftritt, dann spre  chen zunächst die     Spannungsrückgangsrelais     7 an und     geben,die    Klinke 11 frei. Die Kon  takte 10 beider     Energierichtungsrelais    wer  den dann     betätigt    und ,damit der Stromkreis  über beide     Auslösespulen    13 geschlossen.

    Wenn dagegen der Kurzschluss     ausserhalb    des  zu überwachenden Netzteils 1 auftritt,     dann     kann selbst wenn die Spannungsrückgangs  relais ansprechen, nur ein     Energierichtungs-          relais    2 betätigt werden, so dass ein zur Aus  lösung genügender Strom über die Spulen 13  nicht fliessen kann,     @da    die Anzeigevorrich  tungen 15 einen so hohen Widerstand haben,  dass der bei der     Betätigung    der Kontakte 10  in     einer    Station über die     Auslösespule    13 der  selben Station     fliessende    Strom die zur Betä  tigung der Netzschalter erforderliche Höhe  nicht erreicht.

   Die Überwachungsvorrich  tung 15 wird aber in beiden Stationen zur    Anzeige gebracht. In der einen Station in  folge der     ;Spannungsverminderung    beim       Kurzschliessen,der    Kontakte 10, in der andern  infolge Erhöhung des Spannungsunterschie  des. Dasselbe tritt ein, wenn eine     Spannungs-          w        andlersicherung    durchbrennt und dadurch  die Relais 7 und 2 in der einen     Station    ihre       Kontakte    betätigen.

   Auch bei einem     Erd-          schluss    der Hilfsleitung 14 wird das auf den  Rückgang der Spannung ansprechende Glied  ,der Anzeigevorrichtung 15 zum Ansprechen  gebracht, ohne     dass    eine -Auslösung erfolgt.  Bei einem Drahtbruch der Hilfsleitung 14  ohne<B>Ei</B>     rdschluss    tritt ebenfalls keine Aus  lösung -ein.  



  Die     Einrichtung    arbeitet auch dann rich  tig,     wenn,d-er    Netzteil 1 nur von, einer Seite,  etwa von A her, gespeist wird. Bei einem  Kurzschluss innerhalb des Leitungsteils 1  sinkt .dann die Spannung bei B so weit ab,  dass Relais 7 die Sperrung der Kontakte 10  aufhebt. Wenn nun auch das Relais 2, des  sen Spannungsspule 5 nicht erregt ist, keine  Richtkraft besitzt, so werden die Kontakte  10     dennoch    durch die     Fender    11 geschlossen.

    Da .die Schutzeinrichtung in A     in    derselben  Weise wie bei     doppelseitiger        .Speisung    an  spricht, werden demnach beide     Auslösespulen     13 erregt und die Netzschalter in A sowohl,  als auch in B ausgelöst. Ist nun der Kurz  schluss ausserhalb :des     Leitungsteils    1, aber  so nahe benachbart bei B, dass dennoch die  Federkraft 11 grösser ist als das von dem       Energierichtungsrelais    2 in entgegengesetz  tem Sinne ausgeübte Drehmoment, dann wird  dieser Kurzschluss ebenso wie ein Kurzschluss  innerhalb -des Leitungsteils 1 behandelt.

   Es  ist daher möglich, auch noch einen Teil der       angeschlossenen    Anlage, zum Beispiel die  Sammelschienen, in den Schutzbereich der  Einrichtung mit einzubeziehen.  



  Ist von vornherein nur das Aussetzen  einer bestimmten Energiequelle zu     befürch-          ten,    dann kann auch das     Unterspannungs-          relais    7 in der einen Station, und zwar in der  jenigen, von der aus immer die Speisung er  folgt, durch ein     Überstromrelais    16     (Abb.    2)      ersetzt werden.

   Die Stromspule 17 des Re  lais 16 liegt dann in Serie zu der Strom  spule 3 des     Energierichtungsrelais    2, wäh  rend die Spannungsspule 5 des     Energierich-          tungsrelais    2 über die Kontakte 6 des Relais  16 allein an den Spannungswandler 8     ange-          #zchlossen    ist.

   Die Einrichtung stimmt im  übrigen mit der der     Abb.    1 vollkommen über  ein, namentlich ist in der     Station    B     d.er    Er  satz des auf Spannungsrückgang     anspre-          cheri.den    Relais 7 durch ein     Überstromrelais     nicht möglich, da sonst die     Arretierung    der  Kontakte 10 beim Verschwinden der Span  nung, die ja bei einem Kurzschluss innerhalb  des Leitungsteils 1 keinen Überstrom zur  Folge hat, nicht aufgehoben werden könnte.  Es kann also nur in einer einzigen Station  das an sich einfachere     Überstromrelais    16 an  Stelle eines Spannungsabfalls- oder Unter  impedanz-Relais angeordnet werden.

   Die  Arbeitsweise der Einrichtung stimmt im  übrigen mit der -der     Abb.    1 völlig überein.  



  In     Abb.    3 ist noch gezeigt, wie zur Er  sparung der Hilfsleitung 14 eine drahtlose  Übermittlung der Relaisstellungen erfolgen  kann. Dazu ist die Batterie 12 parallel zu  den Kontakten 10 in Reihe zu einem     Anwu.if-          relais    18 geschaltet. Das     Anwurfrelais    18  setzt einen Sender 19 in Tätigkeit, der auf  einen Empfänger in der nächsten Station ein  wirkt. Der Empfänger 20 bestätigt dann  seine. Kontakte 21, die in Serie zur Auslöse  spule 13 und den Kontakten 10 und der  Stromquelle 12 liegen.

   Damit der Empfän  ger nur dann betriebsbereit wird, wenn seine  Kontaktbewegungen eine Betätigung der       Auslösespule    13 auch herbeiführen kann, ist  es zweckmässig, ihn auch mit dem Anwurf  glied 18 zu kuppeln. Nur wenn demnach die  Kontakte 10 der eigenen Station geschlossen  sind und wenn gleichzeitig, durch den Sen  der der benachbarten Station veranlasst, der  Empfänger 21 seine Kontakte schliesst, wird  die Spule<B>1.3</B> betätigt. Da aber gleichzeitig  in der benachbarten Station dieselben Vor  gänge erfolgt sein müssen, wird auch in die  ser der     IVTetzschalter    ausgelöst. Eine der  artige     drahtlose    Schutzeinrichtung wird    namentlich für ausgedehnte Netzteile vor  teilhaft sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum selektiven Abschalten von Netzteilen mit Hilfe von Energierich- tungsrelais und von bei Kurzschluss anspre chenden Relais, die zu beiden Seiten des zu überwachenden Netzteils angeordnet und so miteinander verbunden sind, dass nur beim Ansprechen der Relais an beiden Enden die Netzschalter ausgelöst werden, dadurch ge kennzeichnet, dass die im Sinne der Schliess bewegung unter dem Einfluss einer Richt- kraft stehenden Kontakte der Energierich- tungsrelais durch ,
    das-bei Kurzschluss anspre chende Relais, das mindestens an einem Ende ,des Leitungsabschnittes als ein auf Span nungsrückgang ansprechendes Relais ausge bildet ist, mechanisch gesperrt sind. UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das bei Span nungsrückgang ansprechende Relais als Unterimpedanzrelais ausgebildet ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1 für Netzteile, die immer von beiden Seiten aus gespeist werden, da durch gekennzeichnet, dass die Kontakte beider Energierichtungsrelais durch auf Spannungsrückgang ansprechende Relais mechanisch gesperrt sind. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1 für Netzteile, die nicht immer an beiden Seiten mit energieliefern den Stationen verbunden !sind, dadurch gekennzeichnet, dass an demjenigen Ende, an dem die energieliefernde .Station zeit weise abgeschaltet wird, die Kontakte des Energierichtungsrelais durch ein auf Spannungsrückgang ansprechendes Relais, am andern Ende dagegen durch ein Über stromrelais, mechanisch gesperrt sind. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, mit einer die Kontakte der Energierichtungsrelais verbindenden Hilf s- leitung, dadurch gekennzeichnet,. dass pa rallel zu den Kontakten .des Energierich- tungsrelais und der NetzschaIter-Auslöse- spulen eine Anzeigevorrichtung geschaltet ist, die sowohl beim Verschwinden des Spannungsabfalles, als auch bei seinem Ansteigen über den normalen Wert an spricht.
    5. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, mit :drahtloser Über mittlung der Relaisstellung, gekennzeich-. net durch einen ,Sender, der die Kontakt stellung ,des Energierichtungsrelais auf die nächste Station übertragen kann und einen Empfänger, der bei erfolgter Kontakt schliessung der Energierichtungsrelais der nächsten Station anspricht und seine im Atslösekreis des Netzschalters liegenden Kontakte betätigt. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 5, gekennzeichnet durch ein bei erfolgter Kontaktschliessung der Energierichtungsrelais ansprechendes Anwurfglied, das den Sender betätigt und den Empfänger betriebsbereit macht.
CH161164D 1931-03-12 1932-03-09 Einrichtung zum selektiven Abschalten von Netzteilen. CH161164A (de)

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