CH161201A - Beim Auflaufen des Anhängers auf den Zugwagen wirkende Bremsvorrichtung. - Google Patents
Beim Auflaufen des Anhängers auf den Zugwagen wirkende Bremsvorrichtung.Info
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Beim Auflaufen des Anhängers auf den Zugwagen wirkende Bremsvorrichtung. Die Erfindung bezieht sich auf eine beim Auflaufen des Anhängers auf den Zugwagen wirkende Bremsvorrichtung, bei welcher der Druck der Deichsel des Anhängers auf die Anhängerbremse übertragen wird und besteht darin, dass die Deichsel an einem einarmigen Hebel angreift, welcher mit dem auf die An hängerbremse wirkenden Gestänge lösbar ge kuppelt ist. Dabei kann um die Achse des einarmigen Hebels ein scherenartiges Zwi schenglied schwingen, in welchem ein unter Federdruck stehender und zeitweilig aus schaltbarer Kupplungsstift angeordnet ist, der beim Wiederanfahren automatisch ein geschaltet wird. Vorteilhaft ist die Achse des einarmigen Hebels mit Reibscheiben ver sehen, die als Stossdämpfer wirken.
Beim Auflaufen des Anhängers auf den Zugwagen wirkende Bremsvorrichtungen sind bereits verschiedentlich vorgeschlagen worden, auch solche, die zeitweilig abschalt bar sind. Dieselben hatten aber den Nach teil, dass bei absichtlicher oder vergesslicher Abschaltung nach erfolgter Rückwärtsfahrt keine Gewähr dafür geboten war, dass die Bremsvorrichtung beim Wiederanfahren rechtzeitig wieder wirksam wurde.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel- der Erfindung dargestellt, und zwar bedeutet: Fig. 1 eine- Seitenansicht der Vorrich tung, Fig. 2 einen Querschnitt, und Fig.3 eine Seitenansicht in veränderter Stellung.
Am Querbalken 1 des Anhängerchassis sind die Stützen 2 und 3 durch kräftige Schrauben befestigt. Diese bilden das Lager für die Achse 4, auf welche Reibscheiben 5 und 6 mit Bremsbelagringen 7 und 8 auf geschweisst bezw. kantig aufgesteckt sind. Mit der Achse 4 ist durch konischen Stift 10 der einarmige Hebel 9 fest verbunden, an dessen freiem Ende die -Deichsel des - An hängers hängt. Zu beiden Seiten des He bels 9 hängt ;las mit dem Bremsgestänge des Anhängers verbundene Scherenglied 11 frei beweglich an der Achse 4. Im Innern des Scherengliedes ist ein vertikal verschieb barer Arretierbolzen 12 und eine Schrauben feder 13 angeordnet.
Ausserdem schwingt um die Achse 4 ein Hand- oder Zughebel 14 mit angelenktem Kniehebel 15. Letzterer trägt einen Stift <B>16,</B> der mit Rolle 17 in einem Schlitz 18 des Scherengliedes 11 gleitet, und an einem Arretierbolzen 12 an greift. Ein Ansatz 191 des Hebels 9 ragt in den Bereich des kürzeren Endes des Hand hebels 14. Auf die Achse 4 ist noch eine Schraubenfeder 20 aufgesteckt, die durch Scheibe 21 und Muttern 2;2 gespannt werden kann, um die erforderliche Reibung zwischen den Haltern 2 und 3 und den Reibscheiben 5 und 6 einzustellen.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Bei der Vorwärtsfahrt übt die Anhänger deichsel einen Zug auf den Hebel 9 aus, der Arretierbolzen 12 befindet sich unter Druck der Feder 1-3 in gehobener Lage gemäss Fig. 1 und 2. Dabei werden die Zugkräftte zwi-, scheu Triebwagen und Anhänger durch ein Nebengestänge übertragen, welches der Deichsel (Verbindungsstange) eine begrenzte Bewegung nach beiden Richtungen gestattet.
Bei der Vorwärts-Abwärtsfahrt oder Bremsung auf ebener Strecke läuft der An hänger auf den Triebwagen auf. Dadurch übt die Deichsel einen Druck (Pfeil I) auf den Hebel 9 aus, der sieh mit einem Nocken 23 gegen das vorstehende Ende des Arretier bolzens 12 legt, so dass Hebel 9 und Scheren glied 11 wie ein zweiarmiger Hebel aus einem Stück wirken und auf das Gestänge der Anhängerbremse, welches am untern Ende des Scherengliedes angelenkt ist, einen Zug ausübt (Pfeil II).
Beim Übergang von der Vorwärts-Ab wärtsfahrt in die Vorwärtsfahrt auf ebener Strecke lässt der Druck der Anhängerdeichsel nach, und im gleichen Masse hört der Zug auf die Anhängerbremse auf.
In gleicher Weise würde das Gestänge bei der Rückwärtsfahrt auf ebener Strecke wirken. Da eine Bremsung des Anhängers in diesem Falle unerwünscht ist, so muss die Anhängerbremse abgeschaltet werden. Dies geschieht durch Niederdrücken des Hand hebels 14 (Pfeil III). Dabei wird durch den Kniehebel 15 der Bolzen 12 entgegen der Feder 13 niedergedrückt. Der Nocken 2 3 wird nun nicht mehr durch den Bolzen 12 arretiert, und der Hebel 9 kann sich mit der Achse 4 frei in den Lagern 2 und 3 drehen. Der Druck der Deichsel (Pfeil I) wirkt nicht mehr auf die Anhängerbremse, und der Hebel 9 erhält die in Fig. 3 gezeichnete Lage.
Er stösst bei Fortsetzung der Bewegung in Richtung des Pfeils I mit dem Ansatz 1.9 auf das freie Ende des gespannten Hand hebels 14, übt - auf dieses einen Druck (Pfeil VI) aus und entspannt damit den Handhebel 14, der sich im Sinne des Pfeils VII in die Ruhelage zurückbewegt und den Bolzen 12 in Richtung des Federdruckes t' wieder freigibt.
Bei Fortsetzung der Rückwärtsfahrt, auch mit Unterbrechungen, schwingt der He bel 9 immer noch genügend frei, ohne eine Kupplung mit dem Scherenglied 11 herbei zuführen, das heisst die Anhängerbremse bleibt unwirksam, obgleich der Handhebel 14 die Ruhelage automatisch schon wieder erreicht hat.
Beim Wiederanfahren nach- vorwärts übt die Deichsel notwendigerweise einen kräf tigen Zug (Pfeil VIII) auf den Hebel 9 aus, dadurch presst der Rückenteil des Nockens 23 (Pfeil IX) den nachgiebigen Arretier bolzen 12 nach abwärts, bis letzterer zurück schnappt, so dass die Ausgangsstellung ge mäss Fig. 1 wieder erreicht wird. Von nun an ist die Anhängerbremse wieder wirksam bei der Verlangsamung der Fahrt des Trieb wagens und bei der Bremsung .des Trieb wagens namentlich in der Vorwärts-Abwärts- fahrt. - Bei der Vorwärts-Aufwärtsfahrt übt die Deichsel nur einen Zug auf den Hebel 9 aus, eine Bremsung des Anhängers erfolgt also nicht.
Es können aber Mittel vorgesehen sein, um eine solche Bremsung automatisch zu bewirken, falls die Anhängerkupplung reisst oder unvorsichtig gelöst wird.
Bei der Rückwärts-Aufwärtsfahrt kann durch Niederdrücken des Handhebels 1.1, der übrigens auch vom Führersitz aus gesteuert werden könnte, die Anhängerbremse in glei cher Weise ausgeschaltet werden, wie bei der Rückwärtsfahrt auf ebener Strecke.
Bei der Rückwärts-Abwärtsfahrt übt der Anhänger einen Zug auf den Triebwagen aus, es findet also keine Bremsung des An hängers statt.
Die Achse 4 könnte an Stelle .der Rei- bungs-Stossdämpfer auch .durch andere Mit tel, zum Beispiel durch Olzylinderbremse, gedämpft sein, sie kann senkrecht liegen, statt wagrecht, oder das Scherenglied kann auf der wagrechten Achse stehend statt hän gend angeordnet sein, damit der Arretier bolzen 12 durch sein Eigengewicht einfällt, falls die Feder 13 brechen sollte.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Beim Auflaufen des Anhängers auf der. Zugwagen wirkende Bremsvorrichtung, bei welcher der Druck der Deichsel des An hängers auf die Anhängerbremse übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Deich sel an einem um eine Achse schwingenden einarmigen Hebel angreift, welcher mit dem auf die Anhängerbremse wirkenden Gestänge lösbar gekuppelt ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.. Bremsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass um die Achse des einarmigen Hebels ein scheren artiges Zwischenglied schwingt, in wel chem ein unter Federdruck stehender Kupplungsstift angeordnet ist.\?. Bremsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der Kupplungsstift mittelst eines am Zwischenglied aasgelenkten Knie hebels zeitweilig ausgeschaltet werden kann. Bremsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der ein armige Hebel mit einer in beidseitigen Stützen gelagerten wagrechten Achse fest verbunden ist. 4. Bremsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die wagrechte Achse (4) mit Reibscheiben zur Stossdämpfung ver sehen ist. 5.Bremsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der ein armige Hebel (9) mit einem Ansatz (19) versehen ist, welcher beim Wiederanfah- ren auf den Handhebel (14) einwirkt, um den Kupplungsstift freizugeben.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH161201T | 1932-02-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH161201A true CH161201A (de) | 1933-04-15 |
Family
ID=4414615
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH161201D CH161201A (de) | 1932-02-05 | 1932-02-05 | Beim Auflaufen des Anhängers auf den Zugwagen wirkende Bremsvorrichtung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH161201A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2008068C (de) | 1970-02-21 | 1973-07-26 | Eisenwerk Grumer, 5276 Wiehl | Vorrichtung zur Begrenzung und/ oder Unterbrechung der Betatigungs krafte an deichselkraftgeregelten An hangerbremsen |
-
1932
- 1932-02-05 CH CH161201D patent/CH161201A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2008068C (de) | 1970-02-21 | 1973-07-26 | Eisenwerk Grumer, 5276 Wiehl | Vorrichtung zur Begrenzung und/ oder Unterbrechung der Betatigungs krafte an deichselkraftgeregelten An hangerbremsen |
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