CH161304A - Verfahren zum Anfeuchten hygroskopischer Waren, insbesondere von Tabak. - Google Patents

Verfahren zum Anfeuchten hygroskopischer Waren, insbesondere von Tabak.

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CH161304A
CH161304A CH161304DA CH161304A CH 161304 A CH161304 A CH 161304A CH 161304D A CH161304D A CH 161304DA CH 161304 A CH161304 A CH 161304A
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Lufttechnische Gesell Caerrier
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Caerrier Lufttechnische Ges M
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  Verfahren zum Anfeuchten hygroskopischer Waren, insbesondere von Tabak.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren  zum Anfeuchten hygroskopischer Waren,       insbesondere    von Tabak, bei welchem die zu  befeuchtenden Materialien in einen künst  lich erzeugten Nebel zerstäubter Flüssig  keiten gebracht werden, und zwar derart,  dass die Materialien von allen Seiten von  nahezu ruhendem Nebel umgeben sind.  



  Die Zeichnung veranschaulicht verschie  dene Ausführungsbeispiele von Einrichtun  gen, mit denen das Verfahren durchgeführt  werden kann.  



       Fig.    1 zeigt als erstes Ausführungsbei  spiel eine     Behandhingskammer    in schemati  schem Längsschnitt, aus welchem insbeson  dere die Anordnung der zu behandelnden  Waren in der Kammer ersichtlich ist;       Fig.    2 zeigt wiederum im     Längsschnitt     die Behandlungskammer, in welcher an der  Decke in beispielsweiser     Ausfübrungsform          Prallflächen    zur Vernichtung der Bewegungs  energie des Nebelstrahles angeordnet sind; in         Fig.    3 sind als weiteres Ausführungsbei  spiel die gemäss     Fig.    2 dargestellten Prall  flächen durch gegen den Nebelstrahl gerich  tete Kraftströme ersetzt;

         Fig.    4 zeigt wiederum im Längsschnitt  durch die Behandlungskammer verschiedene  Ausführungsbeispiele der Anordnung von  Kühleinrichtungen im Falle, dass zur     Zer-          stäubung    der Flüssigkeit Dampf oder der  gleichen verwendet wird.  



  Mittelst dieser Einrichtungen kann das  Verfahren etwa wie folgt ausgeführt wer  den:  Gemäss' dem Ausführungsbeispiel in     Fig.    1       wird        mittelst    eines im Behandlungsraum 1  angeordneten Zerstäubers 2 besonderer Kon  struktion Wasser so fein und gleichmässig  zerstäubt,     da.ss    sich in dem Raum ein dichter  Nebel bildet. Diesem Nebel werden die zu  Bündeln (Docken) zusammengefassten Tabak  blätter ausgesetzt, und zwar sind die Blät  ter 5 auf an Stangen 3 angebrachten, nach      aufwärts gerichteten Dornen 4 derart auf  gesteckt, dass die     Stengelenden        nach.    unten  und die Blattspitzen nach oben gerichtet sind.

    Die äussern Blätter, die zunächst am meisten  mit dem zerstäubten Wasser     in    Berührung  kommen, biegen sich nach Aufnahme von  Feuchtigkeit infolge ihrer Schwere und der  verminderten Starrheit nach unten     in    die  Stellung 5', so dass die nächstfolgenden Blät  ter der Bündel dem Nebel vollständig aus  gesetzt werden. Dies wiederholt sich so  lange, bis sich auch die innersten Blätter  der Docke frei im Nebel befinden. Dadurch  wird eine gleichmässige     Durchfeuchtung    des  gesamten Bündels erreicht.  



  Einen nicht zu unterschätzenden Ein  fluss auf eine gleichmässige Befeuchtung der  Tabakblätter hat die Aufstellung des An  feuchteraumes, den man bei diesem Ver  fahren nicht besonders herzurichten braucht,  beziehungsweise zu dem man jede beliebige       Räumlichkeit    ohne weiteres verwenden kann.  Der Behandlungsraum soll nicht unmittelbar  an die Aussenwand des Gehäuses angrenzen,  da sich sonst starke äussere Luftbewegungen  (Winde)     ungünstig    auf die Verteilung     ctes     Nebels im Raum bemerkbar machen.  



  Der Nebel darf auch nicht unter irgend  welchen Druckeinflüssen auf den Tabak ge  schleudert werden. Im Raum sich bildende  Luftwirbel haben sich in der Praxis als sehr  schädlich erwiesen. Der Tabak muss von sich  aus auf ganz natürliche Weise die Feuchtig  keit aus der Luft nehmen; man muss ihm  nur die günstigsten Verhältnisse hierfür  schaffen.  



  Entstehen bei der     Flüssigkeitszerstäubunb     Luftwirbel in der Behandlungskammer, so  kann die schädliche Auswirkung der Luft  wirbel dadurch vermieden werden, dass die  dynamische Kraft des der Düse entströmen  den Nebelstrahles durch besondere Vorrich  tungen, zum Beispiel durch in einem Ab  stand von der Düse angeordnete     Prallflächen          bezw.-körper    aufgehoben oder aber grössten  teils in statischen Druck umgewandelt wird,  so dass einerseits die im Nebel befindlichen    grösseren Wassertröpfchen zurückgehalten  werden und nicht mit den zu befeuchtenden  Materialien in Berührung kommen, und an  derseits keine wesentlichen Luftströmungen  in dem Teil des Rahmens vorhanden sind,  in dem sich der Tabak befindet.

      Eine andere, in der Praxis bewährte Vor  richtung zur Vernichtung der Strömungs  energie ist die folgende:  Der Flüssigkeitsstrahl bewegt sich un  ter Ausbreitung auf dem sogenannten Strah  lungswinkel unter dynamischem Druck in   einer gewissen Richtung, hierbei Luftwirbel  erzeugend. Es kann nun durch einen von der  entgegengesetzten Seite oder eventuell seit  lich auf- die Bewegung dieses Flüssigkeits  strahles einwirkenden andern Kraftstrom       bezw.    Luftstrom irgendwelcher Art bewirkt   erden,     dass    an einer gewissen Stelle im  Raum, durch die der Nebelstrahl den Ta  bak erreichen kann, eine     Kearisse    Ruhe in  der Luftbewegung eintritt.

   Durch 'die im  Raum befindliche, natürliche Luftbewegung  werden aber nur diejenigen Flüssigkeits  tröpfchen schwebend in der Luft gehalten,  die äusserst klein sind und beim Berühren  mit dem Tabak keinerlei sichtbare Tropfen  erzeugen können. Es ist damit erreicht,  dass eine gleichmässige Verteilung des Ne  bels in dem Raum stattfindet, dass die schäd  lichen     Auswirkungen    der Luftwirbel ver  mieden werden und dass der Zerstäuber in  dem Raum selbst zur Aufstellung kommen  kann, was wiederum eine Vereinfachung in  der Bedienung und eine ziemlich bedeutende  Raumersparnis zur Folge hat.  



       Fig.    2 zeigt ein Ausführungsbeispiel,  wie unter Umständen die Bewegungsenergie  des aus der Düse 2 austretenden Nebel  strahles 6 vernichtet     bezw.    gebrochen werden  kann.    Zu diesem Zwecke sind gemäss     Fig.    2  in der Nähe der Decke der Kammer 1 in  der Strömungsrichtung des Nebels in einem  Abstand von der den Nebel 6 erzeugenden       Zerstäubungsvorrichtung    2     Prallflächen    7      angeordnet. Der aus der     Zerstäubungsvor-          richtung    2 austretende Nebelstrahl 6 trifft  auf die     Prallflächen    i auf, wobei die Be  wegungsenergie des Nebelstrahles gebrochen  wird.

   Durch die     Anbringung    von Prall  flächen 7 werden zwar bei dem Aufprall des  Nebelstrahles leichte Wirbel 8 verursacht;  ,jedoch bewegen sich diese Wirbel entlang der  Decke der Kammer 1 und werden dort ver  nichtet, so     da.ss    im Raum selbst nahezu ruhen  der Nebel vorhanden ist.  



  Bei dem Verfahren nach vorliegender       Erfindung    ist das Vorhandensein von ruhen  dem Nebel unbedingt erforderlich, damit die  zu befeuchtenden Materialien (Waren) ohne  Beeinflussung von     unerwünschten    Luftströ  inungen nur nach Massgabe des vorhandenen  Diffusionsgefälles Feuchtigkeit aufnehmen.  



  In dem Ausführungsbeispiel gemäss     Fig.    3       sind    die     Prallflächen    durch gegen den Nebel  strahl 6 gerichtete Kraftströme 9 (Druckluft,  Dampf oder dergleichen) ersetzt. Durch die  Kraftströme wird der Nebelstrahl 6 eben  falls unter Bildung geringer Wirbel 8, wel  che wiederum nur an der Kammerdecke wirk  sam sind und dort keinerlei Schäden     anrich-          1eii,    vernichtet, so dass im Kammerraum ru  hender,     bezw.    nahezu ruhender Nebel vor  handen ist.  



  In     Fig.    4 sind verschiedene Ausführungs  beispiele veranschaulicht, welche zeigen, auf  welche Weise die bei der     Zerstäubung    von       Flfssigkeit    mittelst Dampf auftretende  Wärme abgeführt     bezw.    vernichtet werden  kann.  



  Als erste Ausführungsmöglichkeit kann  die     Zerstäubungseinrichtung    2' in der Nähe  einer Kammerwand mit gegen die Wand ge  richteten Düsenöffnungen angeordnet sein,  so dass der Nebelstrahl 6' auf die     betreffende     Kammerwand auftrifft.  



  In diesem Falle dient die Kammerwand  als     Prallfläche    und gleichzeitig auch als  Kühlfläche. Die beim Aufprallen des Nebel  strahles 6 an der Kammerwand entstehen  den leichten Wirbel 8' wirken sich unter  Umständen nur längs der Kammerwand aus,    ohne den in der Kammer 1 befindlichen  Nebel irgendwie zu beeinflussen. Durch das  Auftreffen des unter Umständen bei Ver  wendung von Dampf erwärmten Nebelstrah  les 6' auf die Kammerwand wird die dem  Nebelstrahl beigegebene Wärme durch die  Kammerwand abgeleitet, so dass eine Beein  flussung des in der Kammer befindlichen  ruhenden Nebels nicht mehr möglich ist.  



  Um eine     Kühlwirkung    in der Kammer 1  zu erzielen, ist es jedoch auch möglich, für  die Abführung der das Gut eventuell schä  digenden Wärme, beispielsweise durch An  ordnung von Öffnungen 10, welche     mit    Prall  flächen     bezw.        Umlenkflächen    11 versehen  sind, Sorge zu tragen. Die betreffenden Öff  nungen werden dabei mit Vorteil an der  Kammerdecke angebracht.  



  Die Prall-     bezw.        Umlenkflächen    11 sollen  bewirken, dass beim     Austritt    der Wärme aus  der Kammer 1 kein Luftzug in der Kammer  entsteht.  



  Als weiteres     Ausführungsbeispiel    für  die Kühlung der Behandlungskammer kann  auch, wie in     Fig.    4     veranschaulicht,    eine  Berieselungsvorrichtung     12'    angeordnet wer  den, welche für die Vernichtung der in der  Kammer 1 auftretenden Wärme sorgt.  



  Schliesslich könnte als letztes Ausfüh  rungsbeispiel für die     Abführung    der in der  Kammer 1 auftretenden Wärme eine Kühl  vorrichtung 13 bekannter Art vorgesehen  werden,     beispielsweise    durch     Anordnung     eines durch Kaltwasser oder ein     sonstiges     Kühlmittel durchströmten Rohrkühlers oder  dergleichen. Die     Kühleinrichtung    13 könnte  erforderlichenfalls auch als     Heizvorrichtung     verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Anfeuchten hygroskopi scher Waren, insbesondere von Tabak, da durch gekennzeichnet, dass die zu befeuchten den Materialien in einen künstlich erzeugten Nebel zerstäubter Flüssigkeiten gebracht wer den, und zwar derart, dass die Materialien von allen Seiten von nahezu ruhendem Nebel umgeben sind. UNTERANSPRÜ CIHE Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die zu be feuchtenden Waren dem Nebel in Bündeln ausgesetzt werden.
    Verfahren nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, zum Anfeuchten von Pflanzenblättern, insbesondere von Tabakblättern, dadurch gekennzeichnet, dass die zu Bündeln zusammengefassten Blätter im Behandlungsraum auf Dorne aufgesteckt sind, derart, dass die Stengel enden nach unten und die Blattspitzen nach oben gerichtet sind.
CH161304D 1930-11-07 1931-10-24 Verfahren zum Anfeuchten hygroskopischer Waren, insbesondere von Tabak. CH161304A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2022227871A1 (zh) * 2021-04-30 2022-11-03 青岛海尔空调电子有限公司 烟草烘干设备及烘干方法

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