Tellerförmiger Elektromotor. Die Erfindung bezieht sich auf einen tellerförmigen Elektromotor, der insbesondere zum Antrieb von Sprechmaschinen geeignet ist. Der Motor zeichnet sich durch sehr geringen Raumbedarf aus, und besitzt einen kleinen Stromverbrauch bei hohem Dreh moment. Er kann mit Gleich- oder Wechsel strom betrieben werden und als Hauptstrom- oder Nebenschlussmotor geschaltet sein.
Gemäss der Erfindung werdet. diese Vor teile dadurch erreicht, dass der Motor Flach spulen ohne Eisenkern besitzt. Das Feld der stromdurchflossenen Spule kreuzt sich mit dem elektromagnetischen Feld des Stators, so dass eine. Drehbewegung des Rotors zu standekommt.
Versuche haben ergeben, dass auf diese Weise ein kräftiges Drehmoment erzeugt wird, bei äusserst geringem Stromverbrauch. Zum Beispiel hat ein Motor zum Antrieb des Plattentellers einer Sprechmaschine einen Strombedarf von nur 70 Milliampere bei 110 Volt Wechselspannung. Bei 220 Volt Gleichstrom benötigt der Motor mit unver änderter Schaltung 200 Milliampere. Die Wicklungen dieses Motors können somit für verschiedene Stromarten und Spannungen dimensioniert werden, so dass es lediglich er forderlich ist, den Motor durch einen Dreh zahlregler bekannter Bauart, zum Beispiel einen Fliehkraftregler, auf eine bestimmte Tourenzahl einzustellen, die der Motor dann bei jeder Stromart und Spannung innehält.
Falls der Motor zum Antrieb des Platten tellers einer Sprechmaschine benutzt wird, benutzt man zweckmässig den Plattenteller gleichzeitig als Magnetschluss für das Stator- magnetfeld und als Träger für die Rotor spulen.
Die beiliegende Zeichnung stellt Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung dar.
Fig. 1 zeigt einen tellerförmigen Motor im Querschnitt; Fig. 2 zeigt eine abgeänderte Ausfüh rungsform im Querschnitt, bei der der Plattenteller einer Sprechmaschine als Magnetschluss und als Träger der Rotor spulen ausgebildet ist; Fig. 3 zeigt eine Aufsicht auf die Rotor spulen, von denen eine die Wicklungseinzel heiten erkennen lässt; In Fig. 4, 5 und 6 ist die Lagerung der einzelnen Rotorspulen gezeigt; Fig. 7 zeigt eine Aufsicht auf den Stator eines Motors gemäss Fig. 2. .
In Fig. 1 ist 1 das geschlossene Stator eisen, in dem die Magnetpole 2 mittelst der versenkten Schrauben 3 befestigt sind, 4 sind die Statorwicklungen. Der Rotor besteht aus einer Scheibe 5, zweckmässig aus magne tischem Material, die die Rotorspulen 6 und 7 trägt. Letztere sind Flachspulen ohne Eisenkern.
Die .Scheibe 5 ist auf einer Achse 8 be festigt, die mittelst einer Büchse 9 durch das Statoreisen 1 geführt ist. Die Achse 8 kann als Spindel eines Plattentellers dienen und ist mittelst einer Kugel 10 gelagert. Sie trägt einen Kollektor 1-1, mit dem über die Bürsten 12, die an dem Träger 13 befestigt sind, der Strom den Spulen 6. und 7 zuge führt wird. Die Rotorscheibe 5 dreht sich zwischen den Magnetspulen 2 und dem Statoreisen 1, unter Freilassung eines obern Luftspaltes 14 und .eines untern Luft spaltes 15.
Das Drehmoment wird bekannter Weise dadurch erzeugt, dass die Luftspalten von einem magnetischen Kraftlinienfeld durch setzt sind, mit dem sich das Feld der strom durchflossenen Spulen 6 und 7 kreuzt, so dass sich die Rotorspulen mit ihrer Trag scheibe 5 in eine entsprechende Feldkompo nente einzustellen versuchen.
In Fig. 2 besteht der Stator aus einem Eisenteller 17, welcher an der als Platten tellerspindel dienenden Achse 16 befestigt ist. In den Stator sind mittelst versenkter Schrauben 3, die Magnetkerne 2 eingesetzt, deren Erregerspulen mit 4 bezeichnet sind. Als Magnetschluss für das Kraftlinienfeld des Stators und gleichzeitig als Träger für die Rotorspulen 6 und 7 dient der Platten teller 18 selbst, der demgemäss aus magneti- schem Material, zum Beispiel Eisen, bestehen muss, und der in seinem Innenteil mit Ver- gussmasse ausgefüllt ist. Der Plattenteller dreht sich unter Zwischenfügung eines Kugellagers 19 auf dem Statorteil 17. An den Rändern, überlappen sich der Statorteil 17 und der Plattenteller 18, unter Frei lassung eines Luftspaltes 20.
Durch die Über lappung erreicht man, dass Fremdkörper, zum Beispiel Nadeln, nicht in das Innere des Motors gelangen können. Der als Rotor die nende Plattenteller 18 trägt einen flachen Kollektor 21, durch den über Kohlenstifte 22, die auf dem Träger 23 befestigt sind, die Stromzufuhr zu den Spulen 6 und 7 er folgt. Um zu verhindern, dass der Statorteil 17 und der Plattenteller 18 voneinander ent fernt werden können, werden beide durch eine Schraube 28 (oder ein sonstiges geeig netes Befestigungsmittel) zusammengehalten. Auf diesem wird zwcekmässig eine Kontroll plombe angebracht.
Der Kraftlinienfluss des Stators 17 schliesst sich über dem Luftspalt 1.5 und dem Plattenteller 19. Da sich auch hier das Feld der stromdurchflossenen Spulen @6 und 7 mit dem elektromagnetischen Statorkraftfluss kreuzt, erfolgt eine Drehbewegung des Plattentellers, die durch einen Fliehkraft regler in an sich bekannter Weise geregelt wird.
Fig. 3 zeigt den Plattenteller<B>18</B> einer Sprechmaschine, der an seiner Innenseite die Spulen 6 und 7 trägt und demgemäss den Rotor bildet. Diese Spulen sind als flache Scheiben gewickelt, mit einer oder mehreren Drahtlagen. Jede Spule ist zum Beispiel etwa 1 mm dick, bei zirka 120 mm Länge und 80 mm Breite. Die Spulen werden der art mit dem Kollektor verbunden, dass an jede Lamelle 27 der Anfang 24 einer Spule und das Ende 2,6 der vorhergehenden Spule angeschlossen sind.
Die Lagerung der Spulen 16 und 7 kann so vorgenommen werden, dass, wie Fig. 4 zeigt, die einzelnen Spulen -6, nebeneinander liegen, oder man kann, wie Fig. 5 zeigt, zwei über einanderliegende Spulenlagen 6, 7 vorsehen. Ferner kann man, wie in Fig. 6 dargestellt, die Spulen 6 bezw. 7 sich teilweise über lappen lassen. Zweckmässig erhält hierbei jede Spule eine Kröpfung, um ein möglichst flaches Spulenpaket zu erhalten.
Die Fig. 7 zeigt eine Aufsicht auf den Stator mit seinen Magnetpolen. Wie die Ab bildung erkennen lässt, besteht bei dem Aus führungsbeispiel der Stator aus je drei Nord polen N und je drei Südpolen 8, die in üb licher Weise geschaltet sind.