CH161433A - Verband. - Google Patents
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Description
Verband. Gegenstand der Erfindung bildet ein Verband zum Bedecken von Wunden und der gleichen, bei dem unter einer auf den zu behandelnden Körperteil aufzubringenden Schutzdecke das erforderliche Verband material angeordnet ist. Derartige Verbände werden im allgemeinen verwendet, um ver letzte oder sonstwie beschädigte Körperstellen vor schädigenden Einflüssen zu schützen, je doch können nach der Erfindung hergestellte Verbände auch je nach ihrer Eignung zu an dern Zwecken, zum Beispiel zum Warm halten verwendet werden.
Bisher hat man Verbände mannigfacher Art, zum Beispiel durch Aufkleben oder in anderer Weise auf Körperteile aufgebracht. Aber in vielen Fällen zeigen die bisher be kannten Verbände den Nachteil, dass sie nach ihrem Aufbringen auf bewegliche Körper stellen, zum Beispiel auf Gelenke, sich sehr häufig durch Körperbewegungen, insbeson dere Gelenkbetätigungen, lockerten oder gar völlig ablösten. Derartige Nachteile besitzen insbesondere Verbände, die längere<I>Zeit</I> vor dem Gebrauch hergestellt wurden. Ein weiterer Nachteil der bisher zur Verwendung gekommenen Verbände ist der, dass sie in vielen Fällen nicht mit der nötigen Sauber keit angebracht werden können, da sie zackige Ränder besitzen.
Sehr häufig schadet bei den Verbänden älterer Herstellungsart auch der Umstand, dass die Barunterliegende Stelle, zum Beispiel eine Wunde, nicht in genügender Weise durch Luftaustausch ge lüftet werden kann. Mittelst der bisher ge bräuchlichen Schutzverbände können in der Regel nur ebene oder flachgewölbte Körper teile zufrieden.stellend bedeckt werden, was sich in vielen Fällen ebenfalls als ein schwer wiegender Nachteil erweist.
Der Verband zum Bedecken von Wunden und dergleichen gemäss der Erfindung, bei dem unter einer ,Schutzdecke das nötige Ver bandsmaterial angeordnet ist, hat nun die Besonderheit, dass die Schutzdecke mit Schlitzen versehen ist. Zweckmässigerweise sind diese Schlitze, die gleichzeitig zu Lüf tungszwecken dienen, parallel zueinander an- geordnet. Die Schutzdecke kann mindestens teilweise mit Klebstoff versehen sein und das Verbandmaterial überragen, wobei der über ragende Teil mit Klebstoff versehen sein kann.
Ist die Schutzdecke auch innerhalb des überragenden Teils mit Klebstoff ver sehen, dann kann das Verbandmaterial, zum Beispiel ein Polster aus Mull, ganz oder teil weise an die Schutzdecke angeklebt sein. Trägt dagegen die Schutzdecke an der Stelle, wo aas Verbandmaterial endigt, keinen Klebstoff, dann kann das Verbandmaterial in seiner Lage dadurch festgehalten werden, dass an einen Teil seines Randes eine Ab deckung angeklebt ist.
Schutzdecke und Verbandmaterial können beliebige Form besitzen, zum Beispiel recht eckige, quadratische, kreisrunde oder ovale Form. Sehr vorteilhaft ist es, wenn Schutz decke und Verbandmaterial die Form fort laufender Streifen haben, derart, dass die Schutzdecke den Verbandmaterialstreifen nur an dessen Längsseiten überragt, so dass Einzelverbände beliebiger Breite -abgetrennt werden können. Ein nach der Erfindung her gestellter Verband ist schnell gebrauchsfertig und lässt sich in sauberer Weise, ohne dass das Verbandmaterial herausschaut, anbrin gen.
Er lässt sich ferner allen Körperumris sen leicht anpassen, ja sogar unmittelbar auf stark bewegte Körperteile, insbesondere auf Gelenke aufsetzen, wobei die Gelenke bewegt werden können, ohne dass sich der Verband lockert. Durch die Anbringung der Schlitze in der rSchutzdecke wird leichter Luftaus tausch zwischen der Haut, bezw. der Wunde und der Aussenluft ermöglicht.
In der beigegebenen Zeichnung sind meh rere Ausführungen und Anwendungsmöglich keiten des Erfindungsgegenstandes beispiels weise dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen menschlichen Fuss, der mit zwei Verbänden nach der Erfindung an bewegbaren Stellen bedeckt ist; Fig. 2 stellt einen Teil eines Fingers dar, der an seinem vordern Gelenk einen Verband nach der Erfindung trägt; Fig. <B>3</B> und 4 zeigen einen Ellbogen, der mit einem erfindungsgemässen Verband ver sehen ist, wobei Fig. 3 den Arm gestreckt, Fig. 4 denselben gebeugt veranschaulicht;
Fig. 5 gibt die Ansicht eines ebenliegen- den, a-bgepassten, im wesentlichen quadrati schen Verbandes; F'ig. 6 stellt einen Schnitt durch den Verband nach Fig. 5 längs der Linie VI-VI dar; Fig. 7 ist eine Unteransicht des Verban des nach Fig. 5; Fig. 8 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Verbandpolsters (die Schutzdecke ist aus Zeichnungsgründen nicht eingezeichnet), das in einen hygienischen Behälter einge schlossen ist.
In Fig. 1 ist der Verband 10a über den Knöchel des Fusses 9 und der Verband lob über das Mittelfussgelenk beim grossen Zehen geklebt. Derartige Verbände werden oft be nötigt, um Ballen-, Knöchel- oder Ziehen-, entzündungen zu bedecken.
In Fig. 2 ermöglicht der Verband 10e die ungehinderte Biegung des Finders 11; Fig. 3 und 4 zeigen einen Verband am Knie.
Die Fig. 5, 6 und 7 stellen einen Ver band dar, der in Fig. 5 mit 10 und in den übrigen Figuren mit 10a, 10b, 10e bezeichnet ist und eine Schutzdecke 13 besitzt, die mit mehreren Schlitzen 14 versehen ist. Diese Schutzdecke kann aus irgend welchem Ver bandmaterial bestehen und auf ihrer ganzen Unterseite (Fig. 5) mit Klebstoff versehen sein. Auf der Unterseite der Schutzdecke ist ein weiches Polster 15 angebracht, bezw. an geklebt, das aus beliebigem Verbandmaterial zum Beispiel aus Filz, geschichteter Baum wolle, Watte oder Mull bestehen kann.
Oft ist es empfehlenswert, die Unterseite des Polsters 1,5 mit einer Abdeckung 16, aus. wei chem Material bestehend, anzubringen. Diese Abdeckung kann grösser als das Polster, aber nicht so gross wie die Schutzdecke 13 sein, so dass ein Flächenteil der Kleberänder 17 der Schutzdecke frei bleibt, der auf der zu behandelnden Körperteil geklebt zu wer den, bestimmt ist. Es soll hervorgehoben werden, dass, wenn die ganze Unterfläche der Schutzdecke 13 mit Klebstoff versehen ist, die Abdeckung 16 auch wegbleiben kann, je nach dem, ob das Polster 15 sich zur un mittelbaren Bedeckung von Wunden eignet oder nicht.
Anderseits hält die Abdeckung 16 das Polster 15 in der richtigen Lage fest, wenn die Unterseite der Schutzdecke nur an ihren Rändern 17 mit Klebstoff versehen ist.
Falls gewünscht, kann die Schutzdecke zur Verbilligung der Herstellung in Form eines langen fortlaufenden Streifens herge stellt sein, an dessen unterer Seite das eben falls streifenförmige Verbandmaterial ange bracht ist, wobei die Schutzdecke das Ver bandmaterial nur an den Längsseiten über ragt. Von diesem streifenförmigen Verband können alsdann Einzelverbandstücke von ge wünschter Grösse abgeschnitten werden. In diesem Fall sind natürlich nur zwei gegen überliegende Ränder des Verbandes mit Klebstoff versehen. Die beiden andern Rän der des entstandenen Viereckes können gege benenfalls durch besondere Klebstreifen auf der Haut befestigt werden.
Oft ist es erwünscht, das Verbandmaterial bis zu seiner Verwendung keimfrei aufzu bewahren. Diesem Verlangen kann in v or- liegendem Fall dadurch Rechnung getragen werden, da.ss das Polster 15 steril, zum Bei spiel in einen dichtschliessenden hygienischen Behälter wie einer Papier- oder Stoffhülle 18 zusammen mit der Schutzdecke, derart auf bewahrt wird, dass Verbandmaterial und Schutzdecke ein Ganzes darstellen.
Der Gebrauch des Erfindungsgegenstan des ist äusserst einfach. Das Polster 15, das mit irgend welchem lindernden oder heilen den Stoff bedeckt sein kann, wird auf die beschädigte Stelle gelegt und die das Polster überragende Decke 13 mittelst ihrer Kleb ränder auf die gesunde Haut rund um die beschädigte Stelle angeklebt. Das Polster 1.5 hält allen Druck von der empfindlichen oder kranken Körperstelle ab und die Schlitze 14 erlauben bei richtiger Lage des Verbandes Luftzufuhr zu der kranken Stelle. Die Schlitze 14 ermöglichen eine ungehinderte Bewegung des darunter liegenden Körper teils.
Auch lässt sich der Verband infolge Vorhandenseins der sich leicht öffnenden Schlitze von vornherein bequem den Umris sen des beschädigten Körperteils anpassen, was zum Beispiel bei Ballenentzündungen oder Furunkeln bezw. Karbunkeln ausser ordentlich erwünscht ist. Ein teilweises oder gar völliges Loslösen des Verbandes durch Körperbewegungen bezw. Unebenheiten der bedeckten Körperstelle ist so gut wie ausge schlossen.
Der neue Verband kann in jeder gewünschten Grösse und Form hergestellt werden., zum Beispiel auch in verschiedenen feststehenden Grössen und Formen, die sich zum Bedecken ganz bestimmter Körperstel len von Menschen oder andern Lebewesen eignen. So können zum Beispiel besondere Formen zum Behandeln von Knöcheln, Fuss gelenken, Fingern, Knie- und Ellbogenge lenken oder dergleichen hergestellt werden.
Der Verband nach der Erfindung hat ein sauberes gefälliges Aussehen, lässt sich leicht und bequem anbringen und ist verhältnis mässig billig in der Herstellung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verband zum Bedecken von Wunden und dergleichen, bei dem unter einer Schutz decke Verbandmaterial angeordnet ist, da durch gekennzeichnet, dass die Schutzdecke mit Schlitzen versehen ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verband nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze parallel zueinander angeordnet sind. 2. Verband nach Patentanspruch und Un teranspruch l,, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzdecke mindestens teilweise mit Klebstoff versehen ist und das Ver bandmaterial überragt. 3.Verband nach Patentanspruch und Un- Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der überragende Teil der Schutz decke mit Klebstoff versehen ist. 4. Verband nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbandmaterial an die Schatz decke angeklebt ist. 5.Verband nach Patentanspruch und E n- teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass. die Scbutzdecke an der Stelle, wo das Verbandmaterial anliegt, keinen Klebstoff trägt, dafür aber das Verband material durch eine unter ihm befind liche, an einem Teil seines Randes ange klebte Abdeckung in seiner Lage fest gehalten wird. 6. Verband nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Schutzdecke ' und Verbandmaterial im wesentlichen recht eckige Form besitzen. 7.Verband nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Schutzdecke und Verbandmaterial im wesentlichen qua dratische Form besitzen. B. Verband nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Schutzdecke und Verbandmaterial im wesentlichen kreis runde Form besitzen. 9. Verband nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Schutzdecke und Verbandmaterial im wesentlichen ovale Form besitzen. 10.Verband nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Schutzdecke und Verbandmaterial die Form fortlaufender Streifen haben, derart, dass die Schutz decke den Verbandmaterialstreifen nur an dessen Längsseiten überragt, so dass Einzelverbände beliebiger Breite von demselben abgetrennt werden können. 11. Verband nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbandmaterial zusammen mit der Schutzdecke steril ver packt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (4)
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-
1931
- 1931-12-18 CH CH161433D patent/CH161433A/de unknown
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| US8188330B2 (en) | 2002-04-26 | 2012-05-29 | Wallace J Beaudry | Dressing and an epidermal positioning mechanism and method for using same |
| CN119074386A (zh) * | 2024-11-06 | 2024-12-06 | 山东百多安医疗器械股份有限公司 | 一种智能化多模态仿生交互式创伤修复装置及其制备方法 |
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