CH161538A - Verfahren zum Hindurchführen von Behandlungsflüssigkeit durch auf Spinnspulen oder im Spinntopf in Kuchenform befindlicher Kunstseide. - Google Patents

Verfahren zum Hindurchführen von Behandlungsflüssigkeit durch auf Spinnspulen oder im Spinntopf in Kuchenform befindlicher Kunstseide.

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CH161538A
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liquid
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Borzykowski Benno
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Borzykowski Benno
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  verfahren zum Hindurchführen von     Behandlungsflüssigkeit    durch auf Spinnspulen  oder im Spinntopf in Kuchenform befindlicher Kunstseide.    Das     Nassbehandeln    von auf perforierten  Spulen oder in Kuchenform     ersponnenen     Kunstfäden wird nach dem jetzigen Stand  der Technik auch in der Weise durchgeführt,  dass die Wasch- oder     sonstigen    Behandlungs  flüssigkeiten     mittelst    Druck oder     Vacuum     durch die Fadenlagen von innen nach aussen  oder von aussen nach innen befördert werden,       wobei    die offenen     Spulenenden        bezw.    die  Spinntöpfe zweckentsprechend abgedichtet  werden.

   Durch diese Art der Behandlung ist       gegenüber    dem alten     R.iesel-    und Auslauge  verfahren eine erhebliche Zeitersparnis von  vielen Stunden ja sogar Tagen erzielt wor  den. Es stellte sich aber     heraus,    dass auch  bei diesem Druck-     bezw.        Saugwaschverfahren     immer noch erhebliche Mengen Waschflüssig  keit benötigt werden und     dass    die Spulen,  die sich in grösserer Anzahl in     einem    gemein  samen Waschapparat, unter Umständen selbst  in mehreren Reihen übereinander befinden,  nicht. gleichmässig ausgewaschen werden.

   Dies    tritt insbesondere bei der     Nassbehandlung     mittelst Druck von innen nach aussen oft sehr  stark auf. Werden nämlich die     Flüssigkeiten     mit erhöhtem Druck durch die Fadenlaben  geleitet, so     treten    diese     Flüssigkeiten    quasi  strahlenförmig durch die Fadenlagen und  bilden leicht Kanäle, durch welche dann der  überwiegende Anteil der Flüssigkeiten hin  durchtritt, so dass in den Kanälen die Fasern  schneller ausgewaschen     bezw.        entschwefelt     usw. werden als die     benachbarten    Faden  lagen.

       Diesem    Übelstande wurde beim     Spu-          lenwaschverfahren    dadurch begegnet, dass  man den Druck so niedrig     wie    möglich wählte  und ihn für jede Spule gesondert bemass.  Es stellte sich dabei. heraus, dass die untere  Hälfte der Spule schneller ausgewaschen  wurde, als die obere Hälfte.     _    Ein Nachteil,  den man dadurch zu beheben versuchte, dass  man die senkrecht stehende Spule während  des Waschens um 180 Grad drehte. Dieses  Drehen der Spulen während der Nassbehand-           lung    ergibt schon beim     Nassbehandeln    von  nur einer Reihe von Spulen viel     Zeitverlust     und Materialbeschädigungen.

   Werden aber  die Spulen zwecks     Nassbehandlung    in meh  reren Reihen übereinander gestapelt, so wird  das Drehen eines solchen     @Spulenstapels    um  <B>180</B> Grad in der Praxis kaum noch verwend  bar sein.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft nun  ein Verfahren zum Hindurchführen von Be  handlungsflüssigkeit durch auf Spinnspule  oder im Spinntopf in     Kuchenform    befind  licher Kunstseide, welches nicht nur das Dre  hen der Spulen um 180 Grad während des       Nassbehandlungsprozesses    und damit auch  viel Arbeit und Beschädigungen der im nas  sen Zustande befindlichen Fäden vermeidet,  sondern das auch eine     schnelle    und gleich  mässige     Nassbehandlung    der Kunstseide er  möglicht.

   Es stellte sich nämlich überra  schenderweise heraus, dass man     ein        praktisch     gleichmässiges schnelles     Nassbehandeln    der  obern und untern Hälfte der Spinnspule     bezw.     des     Spinnkuchens    auch bei mehreren Stapeln       übereinander    erzielt, wenn man die     bespon-          nenen    perforierten Spinnspulen     bezw.    die  Spinntöpfe, in welchen die zu behandelnden  Kuchen sieh befinden, in Wasser     bezw.    in  die betreffende Behandlungsflüssigkeit stellt,  und zwar derart,

   dass der obere Rand der  Spinnspule     bezw.    des Spinntopfes sich     etwa     in gleicher Höhe mit der Flüssigkeitsober  fläche befindet und die Behandlungsflüssig  keit durch eine geeignete Zuleitung in das  Innere der Spulen     bezw.    der im     Spinntopf     befindlichen Kuchen zufliessen lässt. Bei der       Nassbehandlung    von Spinnkuchen wird dabei  zweckmässig in das Innere des Spinnkuchens  vor Beginn der     Nassbehandlung    eine vorzugs  weise federnde     perforierte    Manschette einge  führt, um die innern Fadenlagen vor etwai  gen Beschädigungen zu schützen.

   Durch diese  Art der Anordnung bei der sich - wie be  schrieben - auf beiden Seiten der Faden  lagen die Behandlungsflüssigkeit befindet, ist  eine gleichmässige     Durchdringung    der Faden  lagen mit den     Behandlungsflüssigkeiten     selbst beim Behandeln von Spulen oder    Spinnkuchen, die in mehreren Stapeln über  einander angeordnet sind, gewährleistet.  



  In der anliegenden Zeichnung sind einige  beispielsweise Vorrichtungen     wie    sie für die  Ausübung des Verfahrens erforderlich sind,  schematisch dargestellt. In     Fig.    1 stellt A  die Zuleitungsrinne für die Behandlungsflüs  sigkeit dar. Die Rinne befindet sich in der  dem erforderlichen Druck entsprechenden  Höhe über dem Niveau des Flüssigkeitsbe  hälters F; der Höhenunterschied     zwischen     dem Niveau der Rinne und dem Niveau des  Flüssigkeitsbehälters F kann     geändert    wer  den. B ist die Flüssigkeitszuleitung von der  Rinne<I>A</I> zu Spule<I>D,</I> deren offene Enden  durch Stopfen E abgedichtet sind.

   Nach dem  Einbringen der zu behandelnden Spulen       bezw.    Spinnkuchen in den Behälter F und  erfolgter Abdichtung wird der Behälter F  zweckmässig mit der anzuwendenden Behand  lungsflüssigkeit soweit gefüllt, dass das Fa  sermaterial unter dem Flüssigkeitsniveau sich  befindet. Hierauf wird mit der eigentlichen       Nassbehandlung    durch     Zuleitung    der Behand  lungsflüssigkeit in das Innere der perforier  ten Spule     bezw.    des Spinnkuchens begonnen.       Dureh    den Hahn C in der Leitung B kann  die Flüssigkeitsmenge erforderlichenfalls ge  regelt     bezw.    die Zufuhr der Flüssigkeit ganz  abgestellt werden.

   Die Höhe des Flüssigkeits  spiegels in F wird durch den Überlauf G  geregelt, der beispielsweise die Form eines  Schwenkrohres besitzt, um das Niveau der  Flüssigkeit den jeweiligen Bedürfnissen ent  sprechend einstellen zu können und um am  Schluss des     Waschens    die Flüssigkeit aus F  schnell ablassen zu können, worauf noch  einige Minuten weiter gewaschen wird, um  etwa noch an den äussern Fadenlagen anhaf  tende Reste der auszuwaschenden Stoffe her  unterzuspülen.  



       Fig.    2 stellt eine ähnliche Vorrichtung  dar, wie     Fig.    1, jedoch findet hier der     Zu-          tritt    der     Behandlungsflüssigkeit    von unten  statt;

         Fig.    8 stellt eine Vorrichtung dar, die das  Auswaschen     bezw.        Nassbehandeln    von Ku-           chen    gestattet, und zwar bedeutet hier D den  auszuwaschenden Kuchen und H die zum  Schutz der innern Fadenlagen eingeführte  perforierte, federnde Manschette; in       Fig.    4 ist eine Vorrichtung dargestellt,  die das     Nassbehandeln    von Spulen, die in  mehreren Reihen übereinander angeordnet  sind, gestattet;       Fig.    5 stellt eine Vorrichtung dar, die  die     Nassbehandlung    in mehreren in Reihen  übereinander     a.n    geordneten     Spinntöpfen    ge  stattet.

   Die zum gegenseitigen Abdichten der  Töpfe benutzten Gummiringe sind durch I  dargestellt, während     K    eine Gummiplatte  bedeutet, die zum Abdichten der Durch  bohrungendes     Spinntopfbodens    des untersten  Spinntopfes dient.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zum Hindurchführen von Be handlungsflüssigkeit durch auf Spinn spulen oder im Spinntopf in Kuchenform befindlicher Kunstseide, mittelst Druck von innen nach aussen, dadurch gekenn zeichnet, dass während die Behandlungs flüssigkeit durch die Fadenlagen von innen nach aussen durchtritt, das Niveau der die Kunstseide umgebenden Flüssig keit so hoch gehalten wird, dass die Kunstseide von der Behandlungsflüssig keit überdeckt ist.
    II. Vorrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch eine offene Sammelrinne, die sich in der dem erforderlichen Druck ent sprechenden Höhe über der zu behandeln den Kunstseide befindet, wodurch die Be handlungsflüssigkeit mit konstantem Druck den einzelnen Spulen bezw. Spinn- topfaggregaten zugeführt wird.
    UNTERANSPRUCH: Vorrichtung gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Höhenunter schied zwischen dem Flüssigkeitsniveau der Sammelrinne und dem Flüssigkeitsniveau des untern Flüssigkeitsbehälters (F) geändert werden kann.
CH161538D 1931-04-02 1932-03-11 Verfahren zum Hindurchführen von Behandlungsflüssigkeit durch auf Spinnspulen oder im Spinntopf in Kuchenform befindlicher Kunstseide. CH161538A (de)

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