CH161575A - Verfahren zum Kaschieren von flächenartigen Gebilden, insbesondere von Druckschriften, Landkarten und Plakaten. - Google Patents

Verfahren zum Kaschieren von flächenartigen Gebilden, insbesondere von Druckschriften, Landkarten und Plakaten.

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CH161575A
CH161575A CH161575DA CH161575A CH 161575 A CH161575 A CH 161575A CH 161575D A CH161575D A CH 161575DA CH 161575 A CH161575 A CH 161575A
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CH
Switzerland
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films
matt
lamination
laminating
posters
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Application number
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English (en)
Inventor
Lonza Elektrizitaetswer Gampel
Original Assignee
Lonza Ag
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Publication date
Application filed by Lonza Ag filed Critical Lonza Ag
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B32LAYERED PRODUCTS
    • B32BLAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
    • B32B33/00Layered products characterised by particular properties or particular surface features, e.g. particular surface coatings; Layered products designed for particular purposes not covered by another single class

Landscapes

  • Laminated Bodies (AREA)

Description


  Verfahren zum Kaschieren von flächenartigen Gebilden, insbesondere  von Druckschriften, Landkarten und Plakaten.    Das Kaschieren von flächenartigen Ge  bilden, beispielsweise Papier, Karton und  dergleichen, wird im allgemeinen in der  Weise ausgeführt, dass man das Gebilde mit  einer Folie, beispielsweise aus Zelluloseacetat,  bedeckt und die Vereinigung von Folie und  Gebilde durch starkes Pressen zwischen er  hitzten, hochpolierten Metallplatten bewirkt,  worauf man unter Druck erkalten lässt.

   Um  hierbei einen der Haupteffekte des     Kaschie-          rens,    nämlich den auffallenden Hochglanz  des kaschierten Gebildes zu erhalten, hielt  man es für unerlässlich, Folien mit hoch  glänzenden Oberflächen zu verwenden, so  wie sie durch Giessen zum Beispiel auf hoch  polierte Walzen, Trommeln oder dergleichen  oder auf besonders präparierte Giessunter.  lagen gewonnen werden. Man ging hierbei  von der Überlegung aus, dass der hohe Glanz  des kaschierten Gebildes in erster Linie  durch den Hochglanz der angewandten Folie  und weniger durch die polierte Metallplatte    der     Presse    bedingt sei und man glaubte, dass  eine gute Kaschierung nur bei Verwendung  solcher Hochglanzfolien möglich sei.  



  Überraschenderweise hat es sich nun ge  zeigt, dass man auch mit nicht hochglänzen  den, auf einer oder beiden Seiten matten  Zellulosederivatfolien kaschieren kann, und  zwar wird gemäss Erfindung ohne Anwen  dung von Klebemitteln lediglich durch star  kes Pressen bei diese Folien erweichender  Temperatur kaschiert. Hierbei lassen sich  weit günstigere Resultate als mit den Hoch  glanzfolien erzielen. Je nach dem zu kaschie  renden Gebilde und der bei diesem noch zu  lässigen Kaschiertemperatur ist es zweck  mässig, hierzu Folien mit einem mehr oder  weniger grossen Gehalt an     Weichmachungs-          mitteln    anzuwenden; das Verfahren kann  jedoch auch mit weichmacherfreien Folien  ausgeführt werden.  



  Ein grosser Vorteil dieses     Kasohierver-          fahrens    liegt in dem Umstand, dass bei dem-      selben Folien verwendet werden können, bei  deren Herstellung weder hochpolierte, noch  besonders präparierte Giessunterlagen erforder  lich sind. Vorteilhaft können zum Kaschieren  zum Beispiel Mattfolien verwendet werden,  die man durch Giessen oder Aufstreichen von  Zelluloseacetatlösungen auf das nackte Kupfer  band einer Giessmaschine erhält; eine solche  Folie hat die Struktur der Oberfläche des  Kupferbandes angenommen und besitzt da  her eine Unmenge feiner und feinster Ver  tiefungen und Erhöhungen, Rillen, Buckel  und dergleichen und hat demzufolge ein mehr  oder weniger mattes Aussehen.

   Die Her  stellung einer solchen Folie ist natürlich viel  einfacher und leichter auszuführen als die  jenige einer beiderseitig hochglanzpolierten  Folie; auch lässt sich jene viel leichter von  der Giessunterlage, beispielsweise vom Kupfer  band abheben. Die Präparation der Giess  unterlage bei der Herstellung von Hoch  glanzfolien ist bekanntlich eine sehr schwie  rige Sache und kann nur von Spezialarbei  tern einwandfrei durchgeführt werden. So  dann sind präparierte Giessunterlagen sehr  empfindlich und führen während des Giessens  des Filmes sehr oft zu Störungen, beispiels  weise durch Rissigwerden oder andere von  aussen kommende Beschädigungen, wodurch  jedesmal die Arbeit mit der Giessmaschine  eingestellt werden muss; oft sind diesbezüg  lich tagelage Reparaturen erforderlich.

   Matte  Folien oder Folien mit Mattglanz sind in  folgedessen billiger in der Herstellung und  im Gebrauch.  



  Ein weiterer Vorteil des Verfahrens liegt  darin, dass eine auf unpräparierter Giessunter  lage gegossene Mattfolie sich viel leichter  kaschieren lässt, indem sich die matte Folien  oberfläche mit dem zu kaschierenden Gegen  stand rascher verbindet und trotzdem eine  schöne Politur     zwischen    hochglanzpolierten  Metallplatten bekommt. Dieser Effekt beruht  darauf, dass die Mattfolie gegenüber der  Glanzfolie eine um ein Vielfaches grössere  Oberfläche besitzt und dementsprechend eine  viel geringere Oberflächenspannung und Härte  aufweist. Demzufolge tritt, verglichen mit    der Hochglanzfolie, schon bei geringerem  Druck eine Verbindung mit dem zu kaschie  renden Gegenstand ein, und zwar in dem  Moment, wo die aus der Fläche der Matt  folie herausragenden kleinen Erhöhungen,  z. B.

   Buckel und Zäpfchen, mit dem zu  kaschierenden Gegenstand in Berührung  kommen. Diese Erhöhungen dringen nun in  die Rillen und Vertiefungen des Kaschier  gegenstandes ein und verzinken und ver  zahnen sich mit dessen Oberfläche, noch be  vor die Hauptfläche der Kaschierfolie mit  dem Gegenstand unter höherem Drucke steht.  Es tritt demnach eine viel innigere und  tiefere Verbindung zwischen Mattfolie und'  Kaschiergegenstand ein, als wenn zum Ka  schieren eine Folie mit glatter Oberfläche  verwendet wird.  



  Während es beim Kaschieren mit Hoch  glanzfolien leicht vorkommt, dass die ka  schierten Gebilde stellenweise nicht mitein  ander verbunden sind, bietet die Verwendung  von Mattfolien gemäss der vorliegenden Er  findung den weiteren Vorteil, fehlerlose Ka  schierungen ohne Schwierigkeiten zu liefern,  indem hier     Differenzen    in der     Stärke    der  Folie oder des zu kaschierenden Materials  eine viel geringere Rolle spielen, da infolge  der matten Oberfläche der Kaschierfolie, die  man sich, wie erwähnt, als eine     voll-    vielen  Erhöhungen und Vertiefungen, z. B. Rillen  und Buckeln durchsetzte Fläche vorzustellen  hat, ein Ausgleich der Stärkedifferenzen -in  weiten Grenzen möglich ist.

   Man kommt  also gegenüber der glatten Folie mit weniger  Druck aus, was natürlich ein nicht zu unter  schätzender weiterer Vorteil ist.  



  Bei dem Verfahren können an Stelle der  vorstehend erwähnten Folien aus Zellulose  acetat auch ein- oder beiderseitig matte  Folien aus andern     Zellulosederivaten,    insbe  sondere     Zelluloseestern    oder     -äthern,    ver  wendet werden.  



  Das Verfahren kann zum Kaschieren von  flächenartigen Gebilden aller Art, wie Papier,  Karton, Zeichnungen, Einbänden (von Büchern,  Broschüren usw.), Photographien, gedruckten  farbigen oder nicht farbigen Bildern, Pro-      spekten für Reklame, insbesondere zum Ka  schieren von Druckschriften, Landkarten und  Plakaten Verwendung finden. Auch Folien  zum Beispiel aus Metall, wie Aluminium  oder Zinn, oder aus regenerierter Zellulose  oder Zellulosederivaten, oder zum Beispiel  Platten aus Glas, Kunstharzen oder belie  bigen andern Stoffen, beispielsweise auch  Gewebetücher oder andere Textilerzeugnisse,  können mit Hilfe von Mattfolien gemäss der  Erfindung kaschiert werden. Die Mattfolien  der erwähnten Art können im allgemeinen  überall da, wo zum Kaschieren oder Auf  kleben bisher Glanzfolien angewendet wurden,  gebraucht werden.  



  Als weiteres Beispiel sei erwähnt, dass  das Kaschieren mit Mattfolien auch bei der  Herstellung von splitterfreiem Verbundglas  angewendet werden kann, und es ist hierbei  von Vorteil, matte, beispielsweise durch  Ätzen oder durch das     Sandstrahlgebläse    matt  gemachte Glasscheiben zu verwenden, d. h.  mit den Mattfolien, bezw. durch diese mit  einander zu verbinden. Es wird hierdurch  eine besonders innige Vereinigung erreicht.  



  Durch Aufeinanderkaschieren mehrerer  matter Zellulosederivatfolien oder von solchen  Mattfolien zusammen mit Glanzfolien, die  alle aus dem gleichen Zellulosederivat, z. B.  Zelluloseacetat, oder aus verschiedenen Zel  lulosederivaten bestehen können, lassen sich  dicke Folien (Verbundfolien) und Platten       erstellen.    Selbstverständlich können hierbei  auch Folien aus andern Stoffen, beispiels  weise zur Verstärkung dienende Einlagen,  wie Textilgewebe, Geflechte, Drahtnetze und  dergleichen, oder zur Verzierung dienende,  beispielsweise gefärbte oder gemusterte Folien,  Gewebe und dergleichen, auf die Verbund  folien oder Platten aufkaschiert bezw. in die  selben eingebettet werden.  



  Es ist natürlich am rationellsten, die  Mattierung der beim vorliegenden Verfahren  zu verwendenden Folien während deren Her  stellung zu erzeugen, indem man sie zum  Beispiel auf matten Unterlagen giesst; für    gewisse Zwecke jedoch kann es vorteilhaft  sein, die Mattierung erst nachträglich vor  zunehmen und die Folie beispielsweise mit  einem besonderen Korn, mittelst eines Sand  strahlgebläses oder dergleichen, zu versehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Kaschieren von flächen artigen Gebilden, insbesondere von Druck schriften, Landkarten und Plakaten, dadurch gekennzeichnet, dass zum Kaschieren Zellu losederivatfolien, die mindestens auf einer Seite eine matte Oberfläche aufweisen, ver wendet werden und das Kaschieren ohne Anwendung von Klebemitteln lediglich durch starkes Pressen bei die Folien erweichender Temperatur ausgeführt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zum Kaschieren min destens auf einer Seite matte, weich- macherhaltige Zellulosederivatfolien ver wendet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zum Kaschieren min destens auf einer Seite matte Zellulose acetatfolien verwendet werden.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zum Kaschieren min destens auf einer Seite matte, weich macherhaltige Zelluloseacetatfolien ver- wendet werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zum Kaschieren Folien verwendet werden, die durch Giessen auf nicht hochglänzende Unterlagen erzeugt wurden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zum Kaschieren Folien verwendet werden, die durch Giessen auf ein nicht poliertes Metallband einer Giess maschine erzeugt wurden.
CH161575D 1931-07-14 1931-07-14 Verfahren zum Kaschieren von flächenartigen Gebilden, insbesondere von Druckschriften, Landkarten und Plakaten. CH161575A (de)

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