Verfahren zur Herstellung von Pressstücken aus Kunstharz und Kunstharz enthaltenden Nassen, sowie Vorrichtung zur Ausübung desselbeD. Es ist bekannt, Pressstücke aus Kunst harz und Kunstharz enthaltenden Massen in der Weise herzustellen, dass das Ausgangs material diskontinuierlich in Pressformen un ter Anwendung von Hitze und D#ruek ver- presst wird,
wobei die Pressform einen einsei- figgeschlossenen Kanal aufweist und ein- oder mehrteilig ist.
Unter diskontinuierliehen Pressen soll ge meint sein, dass nach Beschieken der Form mit einer gewissen Menge Ausgangsmaterial, der Stempel für etwa drei, fünf oder mehr Minuten herabgedrückt wird, bis die Här tung eingetreten ist, wonach er gehoben wird zwecks Herausnehmens des Gegenstandes.
Die hierbei entstehenden Presslinge sind in ihrer Länce von dem Grösstmass der Press- form abhängig und dieser Dimension ist, da aus technischen Gründen Pressformen gewisse Ausmasse nie überschreiten können, eine be stimmte Grenze gesetzt, so dass es in dieser Weise unmögliel ist, beliebig lange Form- linge, wie zum Beispiel Stangen, Röhren, Leisten herzustellen.
Bei der Herstellung von kleineren Formlingen, wie zum Beispiel kleinen Platten, muss, jedes Einzelstück ent weder durch eine Auswerfvorrichtung nach Entfernung des Stempels oder durch Öffnen der mehrteiligen Pressform herausgeholt wer den, wodurch die Form jeweils geleert wird.
Diesen Übeln soll durch das erfindungs gemässe Verfahren in der Weise abgeholfen werden, dass man sieh einer Pressform mit durchgehendem Kanal, durch welchen die Pressmasse tritt, bedient, wobei man den zur Pressung notwendigen Gegendruck durch den austretenden Formling selbst ausüben lässt, und diesen Gegendruck einerseits durch mechanische Mittel und anderseits durc'h eine eine fortschreitende Härtung der Pressmasse begünstigende Beheizung ermöglicht. Die Erfindung betrifft ferner eine zur Durch führung des Verfahrens geeignete Vorrich tung.
Das Verfahren kann durch<B>f</B> ertla.ufende Beschickung kontinuierlich gestaltet werden und es können so Gegenstände von beliebiger Länge hergestellt werden.
Die Zeichnung veranschaulicht fünf als Beispiele gegebene Vorrichtungen zur Aus übung des erfindungsgemässen Verfahrens: Fig. <B>1</B> und 2 zeigen Vorrichtungen zur Herstellung nicht unterbrochener Formlinge; Fig. <B>8,</B> 4,<B>5</B> und<B>6</B> zeigen Querschnitte profilierter mit der einen oder der andern der Vorrichtungen der Fig. <B>1</B> und 2" herge stellter Formlinge; Fig. <B>7</B> zeigt eine Vorrichtung zur fort laufenden Herstellung von nicht zusammen hängenden, unter sich gleichen Formlingen; Fig. <B>8</B> und<B>9</B> zeigen wiederum eine Vorm rielitung zur Herstellung nicht unterbroche ner Formlinge;
Fig. 1-0, <B>11</B> und 12 endlich eine Vorrieli- tung zur Herstellung nicht unterbrochener Formlinge mit einer als sogenannte"Quetsch- form" ausgebildeten Pressform.
Dem Wesen nach besteht die Vorrielltuno# .der Fig. <B>1</B> aus einer Pressform <B>1</B> und einem Stempel 2 beliebiger gleicher Profilierung, wobei die Pressform einen durchgehenden Kanal aufweist, das heisst keinen Boden oder Unterstempel besitzt.
Die Pressform <B>1,</B> wie auch,die noch später beschriebenen, wird auf verschiedenste Weise beheizt, so zum Beispiel durch elektrische Heizkörper, durch gasförmige oder flüssige Heizmittel, wie Dampf, Wasser usw., oder auch durch direkte Beheizung.
Zur Erzielung des nötigen Gegendruckes wird die Vorrichtung am Austrittsende der Öffnung mit dem Formling entsprechend dimensionierten und profilierten die mecha nischen Mittel bildenden Backen 4 versehen, die den Zweck haben, den gehärteten austre tenden Formlingsabsehnitt <B>3,</B> so festzuklem men, dass er selbst als Unterstempel wirkt, so dass er nur durch einen höheren als den zur Pressung notwendigen Druck aus der Form getrieben werden kann.
<B>An</B> Stelle kann auch die Pressform, wie aus Fig. 2 ersichtlich, am untern Teil, also am Austritisende <B>5</B> konisr,h gestaltet sein, züi dem Zwessli, die oben ausgeführte klem mende Wirkung beim Austreten des Form- lingsabschnittes <B>6</B> zu erzielen.
Die beschriebenen Vorrichtungen eignen sich naturgemäss nur zur Herstellung von Körpern mit einem zur Pressrichtung senk:- recht stehenden Profil, wobei es frei liegt durch, Anwendung von geeigneten profilier ten Walzen oder Werkzeugen dem austreten den Formling nachträglich bis zu einem ge wissen Grade auch eine Längsprofilierung zu geben.
Ausserdem ist zu bemerken, dass die ge schilderten mechanischen Mittel zur Erzie lung des Gegendruckes an und für sich nicht genügend sind. Es müssen noch Pressstempel oder Pressform gegebenenfalls beide, so be heizt sein, dass: am Austrittsende des Press- formkanals die höchste, und am Beschik- kungsende (Eintrittsende) des Kanals die niedrigste Temperatur liegt. Die Masse hat also, im durchgehenden Kanal ein Tempera turgefälle. entgegengesetzt zur Pressrichtung und der Austrittsrichtung.
Dies, weil be- kanntlieli Kunstharz und Kunstharz enthal tende Massen mit zunehmender ErwIrmung erhärten, und die Klemmbacken 4 oder der konisclie, Teil<B>5</B> ihre hemmende Wirkung nur dann ausüben können, wenn diese Teile einer relativ harten Masse gegenüberstehen.
n DAs empfiehlt sieh mitunter zwei oder mehr parallel nebeneinanderliegende Press- formen <B>zu</B> verwenden, die bedient werden durch entsprechend zwei oder mehr ebenfalls parallel nebeneinander angeordnete, zweck mässig an einer Stempelplatte angebrachte Stempel, zwecks möglichst vollkommener Ausnützung der Wärme.
Das Temperatargefälle entgegengesetzt zur Pressrichtung kann entweder dadurch er reicht werden, dass das Austritisende des Pressformkanals dadurch auf eine höhere Temperatur gebracht wird als das Be- schickungosende, dass am Austrittsende Heiz- kanäle angebracht werden durch die ein heisses Medium strömt, oder noch dadurch, wenn auch das Beschiekungsende beheizt wird,
dass die dort angebrachten Heizkanäle ein heizendes Medium führen, welches eine niedrigere Temperatur besitzt, als das hei zende Medium, das am Austrittsende ver wendet wird.
Die Heizung könnte zum Beispiel auch elektrisch Ceschehen. Es würden dann am Austrittsende mehr und dichtere Wider- standsdrahtwicklungen angebracht werden und am Beschickungsende keine oder sehr wenige und weiterauseinander gewickelte.
Um eine der anhand der Fig. <B>1</B> und 2 beschriebene Vorrichtuncen in Tätiukeit zu <B>C</B> setzen, wird zu Beginn die untere Öffnung des Pressformkanals geschlossen und nach Beschick-un- mit Pressmasse dieselbe ver- presst. Hierbei bildet sich ein Formling, der an den heissesten Stellen der Pressform am härtesten und dichtesten sein wird, an den dem Stempel naheliegenden Teilen aber noch mehr oder weniger weich bleibt, also noch kein festes Gefüge hat,
so dass eine homo- "ene Verbindun- mit dem im nächsten Ar- beits--an- -ebildeten Fürmlin-sabschnitt ge n t' ZD en währleistet ist.
Nun wird der Oberstempel zurückgezo gen, die Pressform mit einer weiteren Menue Pressmasse gefüllt und nach Entfernung des untern Verschlusses abermals gepresst. Der Druck muss jetzt so.
hoch sein, dass der bei der ersten Pressung gebildete, vollkommen aus härtete Formlingsabschnitt zum Teil her ausgedrückt wird und gleichzeitig einen sol- ehen Gegendruck ausübt, dass die neu ver- presste Masse in derselben Weise verpresst wird wie bei der ersten Pressung, was durch die oben an-,eführten Klemmback-en oder Konizität der Pressform ermöglicht wird,
Bei grossen Querschnitten wird durch inen-enmässig kleine jedesmalige Besehickung und geheizten Stempel, der zweckmässig eine -rosse Oberfläche besitzt, der Formling bezw. die jedem Stempel#druck ent sprechende Massenmenge dem Endzustand nahegebracht.
Es ist somit nur eine geringe Wärmemenge pro Beschiekung notwendig, um den Endzustand zu erzielen, so dass die gleisshmässige Härtung im Innern des Form lings gewährleistet ist, was bei den erwähn ten grossen Querschnitten bei Zuführung von Wärme lediglich von den Seiten sich nur schwer herbeiführen lässt.
Durch geeignete Formgebung der Press- form lassen sieh auf diesem Wege auch ge krümmte Röhren, Leisten, Stangen, usw. her stellen.
Die Profile können sehr versellieden sein. Einice sind in den Fig. <B>3,</B> bis<B>6</B> beispiels- 2D weise dargestellt.
Die Fig. <B>7</B> zeigt nun, wie nach dem be- sel-iriebenen Verfahren sich auf demselben Wege auch einfaehere und kleinere vollkom- men fertige Pressstücke herstellen lassen, und zwar in der Weise, dass man vor den einzelnen Besehickungen der Pressform 12 mit Pressmasse eine Metallplatte<B>7</B> einlegt,
und hierauf presst. Bei dieser Vorriohtung bestehen die niechanischen Mittel statt aus Klemmbacken aus einem verstellbaren Schie ber<B>8,</B> der bei jeder Pressung in die darge stellte Lage gebracht wird und dem eben aus tretenden Formling ermöglicht, den zur Pres sung notwendigen Gegendruck auszuüben. Auch hier -wird die Pressform so beheizt, dass das Pressgut im untern Teil der Pressform wärmer ist als im obern.
Es können auah Teile aus anderem Mate rial als die Pressmass#e, zum Beispiel aus Me tall, ganz oder teilweise in dieselbe eingebet tet werden, das heisst, es 'kann zum Beispiel ein Meiallkern oder ein Metallrohr als Kern der Masse, benutzt werden.
Auch können Stüüke aus Metall oder anderem Material in gewünschten Abständen der Masse beigege ben werden; so, zum Beispiel können Stüake mit Schraubengewinde in regelmässigen<B>Ab-</B> ständen ein,:"ebraplit werden, die ein späteres Versehrauben der Formlinge gestatten. Aueli kann Verstärkungsmateria,1, wie Draht geflecht und ähnliches, dem Formling auf diese Weise einverleibt werden.
Die Beschickung der in Fig. <B>7</B> dargestell ten Vorrichtung erfolgt zweckmässig automa- tisv,h, wobei vorteilhaft der Stempel selbst den Verschluss der Zuführungsöffnung bil det, so dass beim Hochgehen des Stempels die Zuführungsöffnung geöffnet und durch den festgesetzten Kolbengang eine bestimmte Menge Material eingebracht wird.
Auch ist es zweckmässig, die Stempelführung so zu<B>ge-</B> stalten, dass das Heben und Senken des Stem pels möglichst schnell geschieht und die Druckausübung im Verhältnis zu den Heb- und Senkzeiten gross gewählt wird.
Bei der Wahl der Menge der Beschiekun ist es zweckmässig zu beachten, dass die Menge nicht zu gross gewählt wird, damit eine gute Durchliärtung erfolgt und eine g gleichmässige Konsistenz des Formlings ge- währleistet ist.
Bei der Wahl einer relativ geringen Menge ist übrigens eine Verzögerung des Vorganges nicht zu befürchten,<B>da</B> durch schnelles Aufeinanderfolgen der Stempel drucke ein Zeitausgleich geschaffen werden kann.
Bei der in Fig. <B>8</B> und<B>9</B> dargestellten Ausführungsform liegt das Austrittsende<B>13</B> des durchgehenden Kanals der Pressform 12 quer zur DTuckrichtung. Es wird damit der Vorteil erreicht, dass sieh die Gesehwindig- keit des Arbeitsvorganges durch die Möglich keit der Anwendung einer grösseren Press- oberfläche <B>10</B> des Stempels<B>11</B> wesentlich vergrössern lässt.
Mit dieser Vorrichtung können querprofi- tD lierte oder mit Metalleinlagen jeder Art ver- in seliene Gegenstände hergestellt werden.
Die Zeichnung zeigt, da3 der Stempel<B>11</B> derart ausgebildet ist, dass seine Pressfläche beim Pressen, das heisst bei Erreichung eles tiefsten Standes auf Seite, des Austrittsendes der Öffnung mit dem obern Rande des Aus trittsendes bündig ist (siehe Fig. <B>9)</B> und dem tl> tD in der Nähe des Austrittsendes liegenden Teil des gepressten Gegenstandes im wesentlichen die endgültige Form verleiht.
Die Pressfarm 12 sowohl, als auch der Stempel<B>11</B> sind beide beheizt, es kann auch bloss -der eine der bei den Teile beheizt werden. In jedem Falle muss aber die Beheizung so sein, dass das Pressgut am Austrittsende des, Kanals am heissesten ist.
Das Pressverfaliren geht bei Benutzung der in Fig. <B>8</B> und<B>9</B> dargestellten Vorrichtung in der Weise vor sich, dass zunächst die Press- form 12 bei mit einer Platte geschlossenem Austrittsende<B>13</B> des durchgehenden Kanals mit entsprechender Menge Pressmasse be schickt und hierauf mit dem für die verwen dete Pressmasse erforderlichen Druck nur so kurze Zeit gepresst wird, dass der Formling in seiner ganzen Länge noch etwas weich ist.
Der Druck wird nun rasch aufgehoben, die Form geöffnet und der Formling ein Stück 14 durch das Austrittsende der Öffnung ge- schaben, zum Beispiel indem es ein Stück fortgezogen wird oder noch zweckmässiger mittelst eines in R.ichtuno, des Austrittsendes wirkenden Hilfssiempels.
In dem entstandenen freien Teil der Form wird nun frische Pressma.sse in entsprechen der Menge eingebracht und der Pressvorg-ang wiederholt. Hierbei werden die schon vorge- pressten Teile in den kleineren, dem Aus trittsende nahegelegenen Presszone zu Ende gepresst, während die frisch eino-efüllte Mi- seliung nur wenig zusammengedrückt und durcherliitzt wird, sich aber noch mit dem Ende des zuerst gebildeten Presslings homo- ,
gen vereinigt. Durch Wiederholung dieses <B>2</B> Vorganges erhält man Stücke von beliebigen zn Län-,en.
Durch die mechanische Mittel bildenden Klemmbaeken <B>15,</B> die an dem Austrittsende <B>13</B> vorgesehen sind und die sich zwangsläufig mit der Pressform öffnen und schliessen, wird der austretende Formling 14, wie früher an gegeben, festgehalten, damit er den nötigen Gegendruck erzeugen kann.
Diese Klemmbacken<B>1.5</B> wirken zum Bei spiel nach Art einer Zange. Der ausgebildete Presslingsabschnitt wird von den Klemm backen festgehalten, so dass beim Herunter drücken des Stempels eine Pressung aus geübt wird. Kurz vor dem niedrigsten Stein- pelstancl öffnen sieh die Backen etwas, so dass der letzte Teil des Stempeldruckes das Heraussr,hieben des Presslings um das eiit- sprechende Stück bewirkt. Der Stempel geht dann hoch und es wird Masse eingeführt.
Die Backen schliessen sich wieder, wobei natur gemäss das Sich-Schliessen auch vor dein Hochgehen stattfinden kann und der uleiche Arbeits-ang, wiederholt sich.
Um eine Querprofilierung zu erreichen, braucht nur das dem Austritisende der<B>Öff-</B> nung naheliegende Ende des Pressstempels oder der Pressform oder beider profiliert zu sein, da die Pressmasse in den entlegeneren Teilen noch nicht vellko-mmen zusammen gedrückt und durcherhitzt, das heisst nicht in den Endzustand übergeführt ist. Auch das Austrittsende ist entsprechend zu profi lieren.
Das Verfahren kann auch so ausgeführt werden, dass Pressstempel, die verwendet wer den, sieh aus mehreren Teilen zusammen setzen, die gegebenenfalls aus Materialien von verschiedener Leitfähigkeit bestehen können und verschieden geheizt oder auch gekühlt sein können. Dadurch ist man in der Lage, die Drucke und die Heizwirkung zu variieren und die der Austrittsüffnung naheliegenden Zonen mit höheren Drucken und höheren Temperaturen als die entlegeneren während des Pressvorganges zu versehen.
Die Pressform der Ausführungsform ge mäss Figl. <B>10</B> ist längs ihres durchgehenden Kanals aufgeschlitzt und bildet dadurch zwei Teile<B>16</B> und<B>17,</B> wobei der Teil<B>17</B> beweg lieb an--eordnet ist. Diese Vorrichtung eig net sieh namentlich zur Herstellung von kom pliziert profilierten Stüeken mit beliebigen metallischen oder nichtmetallischen Ein lagen, wie Stahlteile, Bänder, Draht, Stifte, Scharniere, Muttern, Holz, Hartholz, Ebonit und Geweben aller Art. Auch kann man Schrauben einpressen, die nach der Pressung herausdrehbax sind, zwecks Versehung der Stücke mit Gewinden.
Die Teile<B>16</B> und<B>17</B> der Pressform kön nen beliebig profiliert sein. Der Teil<B>16</B> schliesst in der tiefsten Lage an derjenigen Seite des Teils<B>16</B> dicht ab, die das Aus trittsende<B>18</B> des durchgehenden Kanals auf weist, während die entgegengesetzte Seite<B>19</B> <I>2n</I> weiter offen sieht. Dies zeigen besonders die Schnitte der Fig. <B>11</B> und 12.
Am Eintrittsende<B>19</B> des durchgehenden Kanals sitzt ein kalt vorgepresster Formling c 20 und am Austrittsende<B>18</B> das fertig ge- presste Forinstück 21.
Das Pressverfabren -wird bei Benutzung dieser Vorrichtung etwa wie folgt durch- O#eführt: ZD Der Teil<B>16</B> wird an dem Ende, an dem ,der Teil<B>17</B> nicht vollkommen schliesst, mit-. einem halt vorgeformten Formling 20 be schickt und hierauf der Teil<B>17</B> gesenkt.
Dabei wird dafür o-esorgt, dass die Teile, <B>in e5</B> die sich an dem dieliter schliessenden Ende <B>18</B> der Pressform befinden, stärker erwärmt und gepresst werden als die entfernteren Teile. Die erste dieser Bedingungen wird zum Beispiel in der Weise erfüllt, dass in die am Austrittsende gelegenen Rohre 22 elek trische Heizkörper ein-eschoben werden, die auf höhere Temperaturen erhitzt sind als die übrigen verwendeten.
Auch könnte so vor gegangen werden, dass die am Austrittsende angebrachten Rohre beschiekt werden mit einem Heizmedium, wie Gas, Dampf oder eine Flüssigkeit, das auf eine höhere Tempe ratur erhitzt ist als das in den übrigen Roh ren benützte. Die zweite Bedingung erfüllt ohne weiteres die Gestalt des Teils<B>17.</B>
Hierauf wird der bewegbar angeordnete Teil<B>17</B> gehoben, der Formling vermittelst eines nicht gezeichneten Auswerfers ge lockert und in die engere Presszone gebracht, während der entstehende freie Teil durch einen weiteren kalt vorgepressten Formling beschickt wird.
Der Teil<B>17</B> wird abermals gesenkt, wobei der zuerst vorgepresste, Form- ling seine endgültige Form annimmt, die überschüssige Pressmasse abgequetscht wird und der neu einaeführte kalte Pressling genau so vorgepresst wird, wie der vorgehende bei ,der ersten Pressung, sieh aber noch mit dem anschliessenden fertigen Pressling innig ver einigt. Ein Stempel<B>2,3,</B> der horizontal nach dem Ende<B>18</B> zu wirkt, ist vorhanden.
Durch Wiederholung dieses Vorganges werden be- C liebig lange Stücke erzeugt. Hier wird durch Keilung in dem langgestreckten Kanal der austretende Pressling festgehalten und so er möglicht, dass er den bei der Pressung not wendigen Gegendruck übernehmen kann. Die mechanischen Mittel bestehen also aus der gestreckten Ausbildung des Kanals gegen den Austritt.
Bei der Formgebung für die Pressformen gemäss den Fig. <B>8</B> bis 12, ist es zweckmässig, derart vorzugehen, dass eine Tendenz zur Be wegung des gepressten Materials nach dem Austrittsende des durchgehenden Kanals zu resultiert. Dies kann, wie bei der Erläute rung der Ausführungsform gemäss Fig. <B>8</B> und <B>9</B> beschrieben, dadurch erreicht werden, dass der Stempel an dem dem Austrittsende ent- gegengelegenen Ende nach oben abgeschrägt ist.
Dadurch bildet sich ein Zwischenpress- ling, der durch Verschiebung nach jeder Pres sung dem Austrittsende zu die endgültige, Form erhält. Durch Einfüllen neuer Press- masse in den entstandenen leeren Raum und ,erneutes Pressen wird eine nach dem Aus trittsende gerichtete Bewegung des Presslings bewirkt. Durch Anbringung eines weiteren Stempels, bei der Ausführungsform nach Fig. <B>8</B> und<B>9,</B> der bei dieser Ausführungsform.
zweckmässig in horizontaler Richtung wirkt, wobei der Druck in der Richtung nach dem Austrittsende zu wirkt, kann der Pressling durch das Austrittsende gestossen werden. Auch kann die Bewegung des. gepressten Ma terials na-oh dem Austrittsende zu allein durch einen solchen seitlichen Stempel erfel- gen, wobei dann die Pressfläche des Haupt stempels nicht abgeschrägt ist. Dieser seit liche Stempel wird zweckmässig nicht beheizt und dient nur zum Weiterschieben des Press- lings.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. <B>10</B> ist diese Tendenz dadurch erreicht, dass das Eintrittsende des durchgehendenKanals auch dann -weiter ist als das Austrittsende, wenn der StempA ganz heruntergedrüekt ist. Bei dieser Ausführungsforin ist es im übrigen unter Umständen möglich, statt des kalt vor- gepressten Varpresslings ungeformfes Mate rial zu verwenden.
Bei günstigen Eigenschaften des zu ver- pressenden Materials bezw, bei entsprechen der Dimensionierung und Beheizung des Aus trittsendes des durüligehenden Kanals der Pressform ist es möglich, die Formgebung allein durch die Form des Austrittsendes stattfinden zu lassen. In einem solchen Falle ist es möglich, eine ähnliche Vorrichtung, wie in Fig. <B>8</B> und<B>9</B> dargestellt ist, zu be nutzen, bei der aber nur das Austriftsende zur Formgebung ausgebildet ist.
Wird eine solche Vorrichtung ohne formgebende Aus bildung des Stempels und der Pressform be nutzt, so kann die gleiche Vorrichtung zur Herstellung versGliieden profilierter Press- stücke dienen, wo-bei durch Ansetzen eines anders dimensionierten Austrittsendes die Variierung der Formgebung erfolgt.
Im allgemeinen wird jedoch vorgezogen, sowohl den Stempel, als auch die Pressform so auszubilden, dass die eigentliche Form gebung, wie oben beschrieben, in dem Teil der Vorrichtung erfolgt, der dem Austritts t' t3 ende des durchgehenden Kanals der Pressfürm naheliegt, so dass dann durch das Austritts ende eine weitere Formgebung entweder gar nicht oder nur in geringem Masse so statt findet, dass, die durch den Stempeldruoh. er zeugte, im wesentlichen endgültige Form bei Durchführung durch das Austrittsende in die endgültige Form übergeführt wird.
Es muss noch erwähnt -werden, dass bei Verwendung der Vorrichtung gemäss Fig. <B>8</B> und<B>9</B> die beschriebenen Klemmbacken<B>15</B> am Austrittsende fortgelassen und entweder durch ein entsprechend langes Austrittsende oder durch eine leielit konisehe Ausbildung des Austrittsendes ersetzt werden können. Es wird daduich ein genügendes Festhalten des Presslingsabsehnittes erzielt.
Als Ausgangsmaterial wird zweckmässig ein, festes Kunstharz im gepulverten Zustand ohne oder mit Füllmaterial, zum Beispiel Holzmehl, verwendet, wobei während des Verfahrens die Weiterkondensation statt findet. Den Pressstüeken kann jede Maserum, Farbe, Marmorierung usw. gegeben werden. Auch können Füllmaterial oder andere ge wünschte Stoffe zugegeben werden.
Die Vorzüge der oben geschilderten Vor- richtun-en bestehen darin, dass man <B>1.</B> aus Kunstharzpressmassen beliebig lange Gegenstände mit relativ kleinen Vor richtungen herstellen kann, 2.
dass man bei geeigneter Ausbildung der Vorrichtung den Pressling nicht durch Öffnen der Pressform herauszunehmen braucht, sondern dass er durch Pressuno, selbsttäti- heraus-edrückt wird, <B>3.</B> und dass bei kontinuierlichem Arbeits gang die Leistung bedeutend höher sein kann, als bei Anwendung von Pressformen mit nicht durchgehendem Kanal, was bei serienmässiger Herstellung von Vorteil ist.
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