CH161621A - Verfahren zur Herstellung von Pressstücken aus Kunstharz und Kunstharz enthaltenden Massen, sowie Vorrichtung zur Ausübung desselben. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pressstücken aus Kunstharz und Kunstharz enthaltenden Massen, sowie Vorrichtung zur Ausübung desselben.

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CH161621A
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Pressstücken    aus Kunstharz und Kunstharz enthaltenden  Nassen, sowie Vorrichtung zur Ausübung     desselbeD.       Es ist bekannt,     Pressstücke    aus Kunst  harz und Kunstharz enthaltenden Massen in  der Weise herzustellen,     dass    das Ausgangs  material diskontinuierlich in     Pressformen    un  ter Anwendung von Hitze und     D#ruek        ver-          presst    wird,

   wobei die     Pressform    einen     einsei-          figgeschlossenen    Kanal aufweist und     ein-          oder    mehrteilig ist.  



  Unter     diskontinuierliehen    Pressen soll ge  meint sein,     dass    nach     Beschieken    der Form  mit einer gewissen Menge Ausgangsmaterial,  der Stempel für etwa drei, fünf oder mehr  Minuten herabgedrückt wird, bis die Här  tung eingetreten ist, wonach er gehoben wird  zwecks     Herausnehmens    des Gegenstandes.  



  Die hierbei entstehenden     Presslinge    sind  in ihrer     Länce    von dem     Grösstmass    der     Press-          form    abhängig und dieser Dimension ist, da  aus technischen Gründen     Pressformen    gewisse  Ausmasse nie überschreiten können, eine be  stimmte Grenze gesetzt, so     dass    es in dieser  Weise     unmögliel    ist, beliebig lange Form-         linge,    wie zum Beispiel Stangen, Röhren,  Leisten herzustellen.

   Bei der Herstellung     von     kleineren Formlingen, wie zum Beispiel  kleinen Platten,     muss,    jedes     Einzelstück    ent  weder durch eine     Auswerfvorrichtung    nach  Entfernung des Stempels oder durch Öffnen  der mehrteiligen     Pressform    herausgeholt wer  den, wodurch die Form jeweils geleert wird.  



  Diesen Übeln soll durch das erfindungs  gemässe Verfahren in der Weise abgeholfen  werden,     dass    man sieh einer     Pressform    mit  durchgehendem Kanal, durch welchen die       Pressmasse    tritt, bedient, wobei man den zur  Pressung notwendigen Gegendruck durch den  austretenden Formling selbst ausüben     lässt,     und diesen Gegendruck einerseits durch  mechanische Mittel und anderseits     durc'h    eine  eine fortschreitende Härtung der     Pressmasse     begünstigende     Beheizung    ermöglicht. Die  Erfindung betrifft ferner eine zur Durch  führung des Verfahrens geeignete Vorrich  tung.

        Das Verfahren kann durch<B>f</B>     ertla.ufende     Beschickung kontinuierlich gestaltet werden  und es können so Gegenstände     von    beliebiger  Länge hergestellt werden.  



  Die Zeichnung veranschaulicht fünf als  Beispiele gegebene Vorrichtungen zur Aus  übung des erfindungsgemässen Verfahrens:       Fig.   <B>1</B> und 2 zeigen Vorrichtungen zur  Herstellung nicht unterbrochener Formlinge;       Fig.   <B>8,</B> 4,<B>5</B> und<B>6</B> zeigen Querschnitte  profilierter mit der einen oder der andern  der Vorrichtungen der     Fig.   <B>1</B> und 2" herge  stellter Formlinge;       Fig.   <B>7</B> zeigt eine Vorrichtung zur fort  laufenden Herstellung von nicht zusammen  hängenden, unter sich gleichen Formlingen;       Fig.   <B>8</B> und<B>9</B> zeigen wiederum eine     Vorm          rielitung    zur Herstellung nicht unterbroche  ner Formlinge;

         Fig.        1-0,   <B>11</B> und 12 endlich eine     Vorrieli-          tung    zur Herstellung nicht unterbrochener  Formlinge mit einer als     sogenannte"Quetsch-          form"    ausgebildeten     Pressform.     



  Dem Wesen nach besteht     die        Vorrielltuno#     .der     Fig.   <B>1</B> aus einer     Pressform   <B>1</B> und einem  Stempel 2 beliebiger gleicher Profilierung,  wobei die     Pressform    einen durchgehenden  Kanal aufweist, das heisst keinen Boden oder       Unterstempel    besitzt.  



  Die     Pressform   <B>1,</B> wie     auch,die    noch später  beschriebenen, wird auf verschiedenste Weise  beheizt, so zum Beispiel durch elektrische  Heizkörper, durch gasförmige oder flüssige  Heizmittel, wie Dampf, Wasser     usw.,    oder  auch durch direkte     Beheizung.     



  Zur Erzielung des nötigen Gegendruckes  wird die Vorrichtung am Austrittsende der  Öffnung mit dem Formling entsprechend  dimensionierten und profilierten die mecha  nischen Mittel bildenden Backen 4 versehen,  die den Zweck haben, den gehärteten austre  tenden     Formlingsabsehnitt   <B>3,</B> so festzuklem  men,     dass    er selbst als Unterstempel wirkt,  so     dass    er nur durch einen höheren als den  zur Pressung notwendigen Druck aus der  Form getrieben werden kann.  



  <B>An</B> Stelle kann auch die     Pressform,    wie  aus     Fig.    2 ersichtlich, am untern Teil, also    am     Austritisende   <B>5</B>     konisr,h    gestaltet sein,     züi     dem     Zwessli,    die oben ausgeführte klem  mende Wirkung beim Austreten des     Form-          lingsabschnittes   <B>6</B> zu erzielen.  



  Die beschriebenen Vorrichtungen eignen  sich naturgemäss nur zur Herstellung von  Körpern mit einem zur     Pressrichtung        senk:-          recht    stehenden Profil, wobei es frei liegt  durch, Anwendung von geeigneten profilier  ten Walzen oder Werkzeugen dem austreten  den     Formling    nachträglich bis zu einem ge  wissen Grade auch eine Längsprofilierung zu  geben.  



  Ausserdem ist zu bemerken,     dass    die ge  schilderten mechanischen Mittel zur Erzie  lung des     Gegendruckes    an und für sich nicht  genügend sind. Es müssen noch     Pressstempel     oder     Pressform    gegebenenfalls beide, so be  heizt sein,     dass:    am Austrittsende des     Press-          formkanals    die höchste, und am     Beschik-          kungsende    (Eintrittsende) des Kanals die  niedrigste Temperatur liegt. Die Masse hat  also, im durchgehenden Kanal ein Tempera  turgefälle. entgegengesetzt zur     Pressrichtung     und der Austrittsrichtung.

   Dies, weil     be-          kanntlieli    Kunstharz und Kunstharz enthal  tende Massen mit zunehmender     ErwIrmung     erhärten, und die Klemmbacken 4 oder der       konisclie,    Teil<B>5</B> ihre hemmende Wirkung nur  dann ausüben können, wenn diese Teile einer  relativ harten Masse gegenüberstehen.  



  n       DAs    empfiehlt sieh mitunter zwei oder  mehr parallel     nebeneinanderliegende        Press-          formen   <B>zu</B> verwenden, die bedient werden  durch entsprechend zwei oder mehr ebenfalls  parallel nebeneinander angeordnete, zweck  mässig an einer Stempelplatte angebrachte  Stempel, zwecks möglichst vollkommener  Ausnützung der Wärme.  



  Das     Temperatargefälle    entgegengesetzt  zur     Pressrichtung    kann entweder dadurch er  reicht werden,     dass    das     Austritisende    des       Pressformkanals    dadurch auf eine höhere  Temperatur gebracht wird als das     Be-          schickungosende,        dass    am Austrittsende     Heiz-          kanäle    angebracht werden durch die ein  heisses Medium strömt, oder noch dadurch,      wenn auch das     Beschiekungsende    beheizt  wird,

       dass    die dort angebrachten     Heizkanäle     ein heizendes Medium führen, welches eine  niedrigere Temperatur besitzt, als das hei  zende Medium, das am Austrittsende ver  wendet wird.  



  Die Heizung könnte zum Beispiel auch  elektrisch     Ceschehen.    Es würden dann am  Austrittsende mehr und dichtere     Wider-          standsdrahtwicklungen    angebracht werden  und am Beschickungsende keine oder sehr  wenige und     weiterauseinander    gewickelte.  



  Um eine der anhand der     Fig.   <B>1</B> und 2  beschriebene     Vorrichtuncen    in     Tätiukeit    zu  <B>C</B>  setzen, wird zu Beginn die untere Öffnung  des     Pressformkanals    geschlossen und nach       Beschick-un-    mit     Pressmasse    dieselbe     ver-          presst.    Hierbei bildet sich ein Formling, der  an den heissesten Stellen der     Pressform    am  härtesten und dichtesten sein wird, an den  dem Stempel     naheliegenden    Teilen aber noch  mehr oder weniger weich bleibt, also noch  kein festes Gefüge hat,

   so     dass    eine     homo-          "ene        Verbindun-    mit dem im nächsten     Ar-          beits--an-        -ebildeten        Fürmlin-sabschnitt    ge  n     t'        ZD    en       währleistet    ist.  



  Nun wird der Oberstempel zurückgezo  gen, die     Pressform    mit einer weiteren     Menue          Pressmasse    gefüllt und nach Entfernung des  untern Verschlusses abermals     gepresst.    Der  Druck     muss    jetzt so.

   hoch sein,     dass    der bei der  ersten Pressung gebildete, vollkommen aus  härtete     Formlingsabschnitt    zum Teil her  ausgedrückt wird und gleichzeitig einen     sol-          ehen    Gegendruck ausübt,     dass    die neu     ver-          presste    Masse in derselben Weise     verpresst     wird wie bei der ersten Pressung, was durch  die oben     an-,eführten        Klemmback-en    oder       Konizität    der     Pressform    ermöglicht wird,

    Bei grossen Querschnitten wird durch       inen-enmässig    kleine     jedesmalige        Besehickung     und geheizten Stempel, der zweckmässig eine       -rosse    Oberfläche besitzt, der  Formling     bezw.    die jedem     Stempel#druck    ent  sprechende Massenmenge dem Endzustand  nahegebracht.

   Es ist somit nur eine geringe  Wärmemenge pro     Beschiekung    notwendig,  um den     Endzustand    zu erzielen, so     dass    die         gleisshmässige    Härtung im Innern des Form  lings gewährleistet ist, was bei den erwähn  ten grossen Querschnitten bei Zuführung von  Wärme lediglich von den Seiten sich nur  schwer herbeiführen     lässt.     



  Durch geeignete Formgebung der     Press-          form    lassen sieh auf diesem Wege auch ge  krümmte Röhren, Leisten,     Stangen,        usw.    her  stellen.  



  Die Profile können sehr     versellieden    sein.       Einice    sind in den     Fig.   <B>3,</B> bis<B>6</B>     beispiels-          2D     weise dargestellt.  



  Die     Fig.   <B>7</B> zeigt nun, wie nach dem     be-          sel-iriebenen    Verfahren sich auf demselben  Wege auch     einfaehere    und kleinere     vollkom-          men    fertige     Pressstücke    herstellen lassen,  und zwar in der Weise,     dass    man vor den  einzelnen     Besehickungen    der     Pressform    12  mit     Pressmasse    eine Metallplatte<B>7</B> einlegt,

    und hierauf     presst.    Bei dieser     Vorriohtung     bestehen die     niechanischen    Mittel statt aus  Klemmbacken aus einem verstellbaren Schie  ber<B>8,</B> der bei jeder Pressung in die darge  stellte Lage gebracht wird und dem eben aus  tretenden Formling ermöglicht, den zur Pres  sung notwendigen Gegendruck auszuüben.  Auch hier -wird die     Pressform    so beheizt,     dass     das     Pressgut    im untern Teil der     Pressform     wärmer ist als im obern.  



  Es können     auah    Teile aus anderem Mate  rial als die     Pressmass#e,    zum Beispiel aus Me  tall, ganz oder teilweise in dieselbe eingebet  tet werden, das heisst, es 'kann zum Beispiel  ein     Meiallkern    oder ein Metallrohr als Kern  der Masse, benutzt werden.

   Auch können       Stüüke    aus Metall oder anderem Material in  gewünschten Abständen der Masse beigege  ben werden; so, zum Beispiel können     Stüake     mit Schraubengewinde in regelmässigen<B>Ab-</B>  ständen     ein,:"ebraplit    werden, die ein späteres       Versehrauben    der     Formlinge    gestatten.     Aueli     kann     Verstärkungsmateria,1,    wie Draht  geflecht und ähnliches, dem Formling auf  diese Weise einverleibt werden.  



  Die Beschickung der in     Fig.   <B>7</B> dargestell  ten Vorrichtung erfolgt zweckmässig     automa-          tisv,h,    wobei vorteilhaft der Stempel selbst      den     Verschluss    der Zuführungsöffnung bil  det, so     dass    beim Hochgehen des Stempels die  Zuführungsöffnung geöffnet und durch den  festgesetzten Kolbengang eine bestimmte  Menge Material eingebracht wird.

   Auch ist  es zweckmässig, die Stempelführung so zu<B>ge-</B>  stalten,     dass    das Heben und Senken des Stem  pels möglichst schnell geschieht und die  Druckausübung im Verhältnis zu den     Heb-          und        Senkzeiten    gross gewählt wird.  



  Bei der Wahl der Menge der     Beschiekun     ist es zweckmässig zu beachten,     dass    die  Menge nicht zu gross gewählt wird, damit  eine gute     Durchliärtung    erfolgt und eine       g        gleichmässige        Konsistenz        des        Formlings        ge-          währleistet    ist.  



  Bei der Wahl einer relativ geringen  Menge ist übrigens eine Verzögerung des       Vorganges    nicht zu befürchten,<B>da</B> durch  schnelles     Aufeinanderfolgen    der Stempel  drucke ein Zeitausgleich geschaffen werden  kann.  



  Bei der in     Fig.   <B>8</B> und<B>9</B> dargestellten  Ausführungsform liegt das Austrittsende<B>13</B>  des durchgehenden Kanals der     Pressform    12  quer zur     DTuckrichtung.    Es wird damit der  Vorteil erreicht,     dass    sieh die     Gesehwindig-          keit    des Arbeitsvorganges durch die Möglich  keit der Anwendung einer grösseren     Press-          oberfläche   <B>10</B> des Stempels<B>11</B> wesentlich  vergrössern     lässt.     



  Mit dieser Vorrichtung können     querprofi-          tD          lierte    oder mit Metalleinlagen jeder Art     ver-          in          seliene    Gegenstände hergestellt werden.  



  Die Zeichnung zeigt,     da3    der Stempel<B>11</B>  derart ausgebildet ist,     dass    seine     Pressfläche     beim Pressen, das heisst bei Erreichung     eles     tiefsten Standes auf Seite, des Austrittsendes  der Öffnung mit dem obern Rande des Aus  trittsendes bündig ist (siehe     Fig.   <B>9)</B> und dem       tl>        tD     in der Nähe des Austrittsendes liegenden Teil  des     gepressten    Gegenstandes im wesentlichen  die endgültige Form verleiht.

   Die     Pressfarm     12 sowohl, als auch der Stempel<B>11</B> sind beide  beheizt, es kann auch bloss     -der    eine der bei  den Teile beheizt werden. In jedem Falle       muss    aber die     Beheizung    so sein,     dass    das         Pressgut    am Austrittsende des, Kanals am  heissesten ist.  



  Das     Pressverfaliren    geht bei Benutzung  der in     Fig.   <B>8</B> und<B>9</B> dargestellten Vorrichtung  in der Weise vor sich,     dass    zunächst die     Press-          form    12 bei mit einer Platte geschlossenem  Austrittsende<B>13</B> des durchgehenden Kanals  mit entsprechender Menge     Pressmasse    be  schickt und hierauf mit dem für die verwen  dete     Pressmasse    erforderlichen Druck nur so  kurze Zeit     gepresst    wird,     dass    der Formling  in seiner ganzen Länge noch etwas weich ist.

    Der Druck wird nun rasch aufgehoben, die  Form geöffnet und der Formling ein Stück  14 durch das Austrittsende der Öffnung     ge-          schaben,    zum Beispiel indem es ein Stück  fortgezogen wird oder noch zweckmässiger  mittelst eines in     R.ichtuno,    des Austrittsendes  wirkenden     Hilfssiempels.     



  In dem entstandenen freien Teil der Form  wird nun frische     Pressma.sse    in entsprechen  der Menge eingebracht und der     Pressvorg-ang     wiederholt. Hierbei werden die schon     vorge-          pressten    Teile in den kleineren, dem Aus  trittsende nahegelegenen     Presszone    zu Ende       gepresst,    während die frisch     eino-efüllte        Mi-          seliung    nur wenig zusammengedrückt und       durcherliitzt    wird, sich aber noch mit dem  Ende des zuerst gebildeten     Presslings        homo-          ,

  gen    vereinigt. Durch Wiederholung dieses  <B>2</B>  Vorganges erhält man Stücke von beliebigen       zn          Län-,en.     



  Durch die mechanische Mittel bildenden       Klemmbaeken   <B>15,</B> die an dem Austrittsende  <B>13</B> vorgesehen sind und die sich zwangsläufig  mit der     Pressform    öffnen und schliessen, wird  der austretende Formling 14, wie früher an  gegeben, festgehalten, damit er den nötigen  Gegendruck erzeugen kann.  



  Diese Klemmbacken<B>1.5</B> wirken zum Bei  spiel nach Art einer Zange. Der ausgebildete       Presslingsabschnitt    wird von den Klemm  backen festgehalten, so     dass    beim Herunter  drücken des Stempels eine Pressung aus  geübt wird. Kurz vor dem niedrigsten     Stein-          pelstancl    öffnen sieh die Backen etwas, so       dass    der letzte Teil des Stempeldruckes das       Heraussr,hieben    des     Presslings    um das eiit-      sprechende Stück bewirkt. Der Stempel geht  dann hoch und es wird Masse eingeführt.

   Die  Backen schliessen sich wieder, wobei natur  gemäss das     Sich-Schliessen    auch vor dein  Hochgehen stattfinden kann und der     uleiche          Arbeits-ang,    wiederholt sich.  



  Um eine Querprofilierung zu erreichen,  braucht nur das dem     Austritisende    der<B>Öff-</B>  nung     naheliegende    Ende des     Pressstempels     oder der     Pressform    oder beider profiliert zu  sein, da die     Pressmasse    in den entlegeneren  Teilen noch nicht     vellko-mmen    zusammen  gedrückt und     durcherhitzt,    das heisst nicht  in den Endzustand übergeführt ist. Auch  das Austrittsende ist entsprechend zu profi  lieren.  



  Das Verfahren kann auch so ausgeführt  werden,     dass        Pressstempel,    die verwendet wer  den, sieh aus mehreren Teilen zusammen  setzen, die gegebenenfalls aus Materialien von  verschiedener     Leitfähigkeit    bestehen können  und verschieden geheizt oder auch gekühlt  sein können. Dadurch ist man in der Lage,  die Drucke und die Heizwirkung zu variieren  und die der     Austrittsüffnung        naheliegenden     Zonen mit höheren Drucken und höheren  Temperaturen als die entlegeneren während  des     Pressvorganges    zu versehen.  



  Die     Pressform    der Ausführungsform ge  mäss     Figl.   <B>10</B> ist längs ihres durchgehenden  Kanals aufgeschlitzt und bildet dadurch zwei  Teile<B>16</B> und<B>17,</B> wobei der Teil<B>17</B> beweg  lieb     an--eordnet    ist. Diese Vorrichtung eig  net sieh namentlich zur Herstellung von kom  pliziert profilierten     Stüeken    mit beliebigen  metallischen oder nichtmetallischen Ein  lagen, wie Stahlteile, Bänder, Draht, Stifte,  Scharniere, Muttern, Holz, Hartholz,     Ebonit     und Geweben aller Art. Auch kann man  Schrauben einpressen, die nach der Pressung       herausdrehbax    sind, zwecks     Versehung    der  Stücke mit Gewinden.  



  Die Teile<B>16</B> und<B>17</B> der     Pressform    kön  nen beliebig profiliert sein. Der Teil<B>16</B>  schliesst in der tiefsten Lage an derjenigen  Seite des Teils<B>16</B> dicht ab, die das Aus  trittsende<B>18</B> des durchgehenden Kanals auf  weist, während die entgegengesetzte Seite<B>19</B>  <I>2n</I>    weiter offen sieht. Dies zeigen besonders die  Schnitte der     Fig.   <B>11</B> und 12.  



  Am Eintrittsende<B>19</B> des durchgehenden  Kanals sitzt ein kalt     vorgepresster    Formling  c  20 und am Austrittsende<B>18</B> das fertig     ge-          presste        Forinstück    21.  



  Das     Pressverfabren    -wird bei Benutzung  dieser Vorrichtung etwa wie folgt     durch-          O#eführt:          ZD     Der Teil<B>16</B> wird an dem Ende, an dem  ,der Teil<B>17</B> nicht vollkommen schliesst, mit-.  einem halt vorgeformten Formling 20 be  schickt und hierauf der Teil<B>17</B> gesenkt.  



  Dabei wird dafür     o-esorgt,        dass    die Teile,  <B>in e5</B>  die sich an dem     dieliter    schliessenden Ende  <B>18</B> der     Pressform    befinden, stärker erwärmt  und     gepresst    werden als die entfernteren  Teile. Die erste dieser Bedingungen wird  zum Beispiel in der Weise erfüllt,     dass    in die  am Austrittsende gelegenen Rohre 22 elek  trische Heizkörper     ein-eschoben    werden, die  auf höhere Temperaturen erhitzt sind als die  übrigen verwendeten.

   Auch könnte so vor  gegangen werden,     dass    die am Austrittsende  angebrachten Rohre     beschiekt    werden mit  einem Heizmedium, wie Gas, Dampf oder  eine Flüssigkeit, das auf eine höhere Tempe  ratur erhitzt ist als das in den übrigen Roh  ren benützte. Die zweite Bedingung erfüllt  ohne weiteres die Gestalt des Teils<B>17.</B>  



  Hierauf wird der bewegbar angeordnete  Teil<B>17</B> gehoben, der Formling vermittelst  eines nicht gezeichneten Auswerfers ge  lockert und in die engere     Presszone    gebracht,  während der entstehende freie Teil durch  einen weiteren kalt     vorgepressten    Formling  beschickt wird.

   Der Teil<B>17</B> wird abermals  gesenkt, wobei der zuerst     vorgepresste,        Form-          ling    seine endgültige Form annimmt, die  überschüssige     Pressmasse    abgequetscht wird  und der neu     einaeführte    kalte     Pressling    genau  so     vorgepresst    wird, wie der vorgehende bei  ,der ersten Pressung, sieh aber noch mit dem  anschliessenden fertigen     Pressling    innig ver  einigt. Ein Stempel<B>2,3,</B> der horizontal nach  dem Ende<B>18</B> zu wirkt, ist vorhanden.

   Durch  Wiederholung dieses     Vorganges    werden     be-          C              liebig    lange Stücke erzeugt. Hier wird durch       Keilung    in dem     langgestreckten    Kanal der  austretende     Pressling    festgehalten und so er  möglicht,     dass    er den bei der Pressung not  wendigen Gegendruck übernehmen kann. Die  mechanischen Mittel bestehen also aus der       gestreckten    Ausbildung des Kanals gegen  den Austritt.  



  Bei der Formgebung für die     Pressformen     gemäss den     Fig.   <B>8</B> bis 12, ist es zweckmässig,  derart vorzugehen,     dass    eine Tendenz zur Be  wegung des     gepressten    Materials nach dem  Austrittsende des durchgehenden Kanals zu  resultiert. Dies kann, wie bei     der    Erläute  rung der Ausführungsform gemäss     Fig.   <B>8</B> und  <B>9</B> beschrieben, dadurch erreicht werden,     dass     der Stempel an dem dem Austrittsende     ent-          gegengelegenen    Ende nach oben abgeschrägt  ist.

   Dadurch bildet sich ein     Zwischenpress-          ling,    der durch Verschiebung nach jeder Pres  sung dem Austrittsende zu die endgültige,  Form erhält. Durch Einfüllen neuer     Press-          masse    in den entstandenen leeren Raum und  ,erneutes Pressen wird eine nach dem Aus  trittsende gerichtete Bewegung des     Presslings     bewirkt. Durch     Anbringung    eines weiteren  Stempels, bei der Ausführungsform nach       Fig.   <B>8</B> und<B>9,</B> der bei dieser Ausführungsform.

    zweckmässig in horizontaler Richtung wirkt,  wobei     der    Druck in der Richtung nach dem  Austrittsende zu wirkt, kann der     Pressling     durch das Austrittsende gestossen werden.  Auch kann die Bewegung des.     gepressten    Ma  terials     na-oh    dem Austrittsende zu allein  durch einen solchen seitlichen Stempel     erfel-          gen,    wobei dann die     Pressfläche    des Haupt  stempels nicht abgeschrägt ist. Dieser seit  liche Stempel wird zweckmässig nicht beheizt  und dient nur zum Weiterschieben des     Press-          lings.     



  Bei der Ausführungsform gemäss     Fig.   <B>10</B>  ist diese Tendenz dadurch erreicht,     dass    das  Eintrittsende des     durchgehendenKanals    auch  dann -weiter ist als das Austrittsende, wenn  der     StempA    ganz     heruntergedrüekt    ist. Bei  dieser     Ausführungsforin    ist es im übrigen  unter Umständen möglich, statt des kalt vor-         gepressten        Varpresslings        ungeformfes    Mate  rial zu verwenden.  



  Bei günstigen Eigenschaften des zu     ver-          pressenden    Materials     bezw,    bei entsprechen  der     Dimensionierung    und     Beheizung    des Aus  trittsendes des     durüligehenden    Kanals der       Pressform    ist es möglich, die Formgebung  allein durch die Form des Austrittsendes  stattfinden zu lassen. In einem solchen Falle  ist es möglich, eine ähnliche Vorrichtung,  wie in     Fig.   <B>8</B> und<B>9</B> dargestellt ist, zu be  nutzen, bei der aber nur das     Austriftsende     zur Formgebung ausgebildet ist.

   Wird eine  solche Vorrichtung ohne     formgebende    Aus  bildung des Stempels und der     Pressform    be  nutzt, so kann die gleiche Vorrichtung     zur     Herstellung     versGliieden    profilierter     Press-          stücke    dienen,     wo-bei    durch Ansetzen eines  anders dimensionierten Austrittsendes die  Variierung der Formgebung erfolgt.  



  Im allgemeinen wird jedoch vorgezogen,  sowohl den Stempel, als auch die     Pressform     so auszubilden,     dass    die eigentliche Form  gebung, wie oben beschrieben, in dem Teil  der Vorrichtung erfolgt, der dem Austritts  t' t3  ende des durchgehenden Kanals der     Pressfürm          naheliegt,    so     dass    dann durch das Austritts  ende eine weitere Formgebung entweder gar  nicht oder nur in geringem Masse so statt  findet,     dass,    die durch den     Stempeldruoh.    er  zeugte, im wesentlichen endgültige Form bei  Durchführung durch das Austrittsende in die  endgültige Form übergeführt wird.  



  Es     muss    noch erwähnt -werden,     dass    bei  Verwendung der Vorrichtung gemäss     Fig.   <B>8</B>  und<B>9</B> die beschriebenen Klemmbacken<B>15</B> am  Austrittsende fortgelassen und entweder  durch ein entsprechend langes Austrittsende  oder durch eine     leielit        konisehe    Ausbildung  des Austrittsendes ersetzt werden können. Es  wird     daduich    ein genügendes Festhalten des       Presslingsabsehnittes    erzielt.  



  Als Ausgangsmaterial wird zweckmässig  ein, festes Kunstharz im gepulverten Zustand  ohne oder mit Füllmaterial, zum Beispiel  Holzmehl, verwendet, wobei während des  Verfahrens die Weiterkondensation statt  findet.      Den     Pressstüeken    kann jede     Maserum,     Farbe,     Marmorierung        usw.    gegeben werden.  Auch können Füllmaterial oder andere ge  wünschte Stoffe zugegeben werden.  



  Die Vorzüge der oben geschilderten     Vor-          richtun-en    bestehen darin,     dass    man  <B>1.</B> aus     Kunstharzpressmassen    beliebig  lange Gegenstände mit relativ kleinen Vor  richtungen herstellen kann,  2.

       dass    man bei geeigneter Ausbildung  der Vorrichtung den     Pressling    nicht durch  Öffnen der     Pressform    herauszunehmen  braucht, sondern     dass    er durch     Pressuno,          selbsttäti-        heraus-edrückt    wird,  <B>3.</B> und     dass    bei kontinuierlichem Arbeits  gang die Leistung bedeutend höher sein  kann, als bei Anwendung von     Pressformen     mit nicht durchgehendem Kanal, was bei       serienmässiger    Herstellung von Vorteil ist.  



       tn  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: <B>1.</B> Verfahren zur Herstellung von Press- stücken aus Kunstharz und Kunstharz enthaltenden Massen, dadurch gekenn zeichnet, dass man sich einer Pressform mit durchvehendem Kanal, durch wel- eben die Pressmasse, tritt, bedient, wobei man den zur Pressaiig notwendigen Ge- j# gendruck durch den austretenden Form- linu selbst,
    ausüben lässt und diesen Ge- en (r ndruck, einerseits durch mechanische t#e Mittel und anderseits durch eine eine fortschreitende Härtung der Pressmasse begünstigende Beheizung ermöglicht.
    II. Vorrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach dem Patentansprueh I, gekenn zeichnet durch eine Pressform mit dure,11- (rehendem Kanal, durch welchen. die el Pressmasse tritt, sowie durch mecha nische Mittel, um den austretenden Formling in der Weise zurückzuhalten, r# er den zur Pressung notwendigen Gegendruck selbst ausübt.
    UNTERANSPRüCIIE: <B>1.</B> Verfahren nach dem Patentansprueh <B>1.</B> dadurch gekennzeichnet, dass, man von Stempel und Pressform mindestens das eine dieser Organe<B>so</B> beheizt, dass am Austrittsende der Pressfürm die höchste und am Eintrittsende die niedrigste Tem peratur herrscht, damit die Temperatur in der Pressmasse in der Pressrichtuno., zunimmt. 2.
    Verfahren nach dem Patentanspruch I und dem Unteranspruch<B>1,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass man zu Beginn das Austrittsende des Pressformkanals ab schliesst und nach Beschickung desselben mit Pressmasse diese letztere verpresst, wonach man den Stempel hebt, eine wei tere Beschickung vornimmt und naGh Öffnen des Austrittsendes abermals presst, wobei man das Beschicken und Pressen von da an so häufig wie ge wünscht wiederholt, und so beliebig lange Formkö,rper erhält.
    Verfahren nach dem Patentanspruch I und den Unteransprüchen <B>1</B> und 2, da durch gekennzeiühnet, dass man das Tem- peraturg,efä,lle in der Pressmasse so ein stellt, dass der jeweils auf der Beschik- kungsseite befin.dliche Teil dieser Masse derart weich bleibt, dass seine homogene Verbindung mit der daruber eingeführ ten Masse gewährleistet wird,
    während .der Formling an der Austritisseite min destens annähernd seine endgültige Härte hat. 4. Verfahren nach dem Patentansprueli <B>1</B> und den Unteransprüchen<B>1</B> bis<B>3"</B> da- ,durch gekennzeichnet, dass man Fremd körper in die Pressmasse einlegt und da mit verpresst. <B>5.</B> Verfahren nach dem Patentanspruch,<B>1</B> und den Unteransprüc'hen <B>1</B> und 2, da durch gekennzeichnet,
    dass man zwischen einzelnen Besphickungen Zwischenlacren in die Pressform einbringt, um die ge- presste Masse in einzeIneStücke zu unter teilen.
    <B>6.</B> Vorrichtung nach dem Pafentanspruch, II, dadurch gekennzeichnet, dass von Stempel und Pressform mindestens das eine dieser Organe Heizmittel besitzt, welche es erlauben, die in die Pressform eingeführte Pressmasse an der Austritts stelle stärker zu beheizen als ander Ein trittsstelle.
    <B>7.</B> Vorrichtung nach dem Patentansprucil II und dem Unteranspruch<B>6,</B> gekenn zeichnet durch Klemmorgane, welche auf ,den austretenden Formling eine zurück- haItende Wirkung ausüben. <B>8.</B> Vorrichtung nach dem Patentansprueh II und dem Unteranspruell <B>6,</B> dadurch gekennzeichnet, dass das. Austrittsende, des Pressfarmkanals derart konisch aus gebildet ist, dass eine zurüekhaltende Wirkung auf den austretenden Formling ausgeübt wird.
    <B>9.</B> Vorrichtung nach dem Patentanspruch II und dem Unteranspruch, <B>6,</B> gekenn zeichnet durch einen vom Austrittsende des, Pressformkanals abstehenden, weg- nehmbaren Sehieber. <B>10.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüclien <B>6</B> und<B>7,</B> dadurch gekennzeichnet, dass sich öffnende und schliessende Klemmbachen vorgesehen sind, die am Austri-Usende angeordnet sind und den Presslingsabschnitt- so fest halten,
    dass der zur Pressung notwendige Gegendruck ausgeübt werden kann und ihn dann freilassen, damit der Pressling weiter aus der Form herausgeschoben werden kann. <B>11.</B> Vorrichtung nach dem Patentanspruch <B>;Z</B> II, dadurch gekennzeichnet, da,8 das Austrittsende des Pressformkanals in Richtung der Stempelbewegung liegt.
    12. Varrichtuno, nach dem Patentansprue.h 2D II, dadurch gekennzeichnet, dass das Aus trittsende des Pressformkanals quer zur Stempelbewegungsrichtung liegt.
    <B>C</B> t' <B>13.</B> Vorrichtung nach dem Patentansprueli <B>11</B> und dem Unteranspruch<B>6,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass die Pressform längs ihres Üurch-ehenden Kanals aufge schlitzt ist, wobei der eine der so geh;-!- deten Teile fest und der andere bewegbar angeordnet ist. 14. Vorrichtung nach dem Patentansprupli II und den Unteransprüchen<B>6</B> und<B>13,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Quer schnitt des durchgehenden Kanals gegen die Beschiekungosseite zu zunimmt.
CH161621D 1930-09-09 1931-03-24 Verfahren zur Herstellung von Pressstücken aus Kunstharz und Kunstharz enthaltenden Massen, sowie Vorrichtung zur Ausübung desselben. CH161621A (de)

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