CH161629A - Labyrinthe aufweisende Abdichtungsvorrichtung. - Google Patents
Labyrinthe aufweisende Abdichtungsvorrichtung.Info
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Description
Labyrinthe aufweisende Abdichtungsvorrichtung. Die Erfindung betrifft eine Labyrinthe aufweisende Abdichtungsvorrichtung gegen unter Überdruck stehenden Saudampf an Dampfanlagen, insbesondere an HoaUdruck- Dampfanlagen, und sie besteht darin, dass den Labyrinthen ein Abschlussraum vor geschaltet ist, welchem überhitzter Dampf, dessen Temperatur höher ist als die des ab zudichtenden Saudampfes, zugeführt wird, das Ganze derart, dass die Labyrinthe nicht gegen Sattdampf, sondern ständig gegen überhitzten Dampf wirken.
Der Abschluss- raum wird dabei von dem abzudichtenden Druckraum zweckmässig durch eine Zwi schendichtung getrennt, damit die Sperrwir kung des überhitzten Dampfes sichergestellt wird, und damit man ausserdem bezüglich des überhitzten Dampfes nicht auf einen be stimmten Druck bezw. auf enge Druck grenzen festgelegt ist. Die Entnahmestelle für den 'überhitzten Dampf ist am besten so zu wählen, dass der Druck dieses Dampfes etwas höher ist, als der Druck in dem abzu dichtenden Druckraum.
Steht überhitzter Dampf von höherem Druck nicht zur Ver fügung, so kann ohne Beeinträchtigung der Wirkung auch Dampf von etwas niedrigerem Druck als Sperrdampf verwendet werden. Zweckmässig wird als Sperrdampf Dampf mässiger Überhitzung benutzt, wobei sich eine besonders günstige Wirkung ergibt.
Die Verwendung besonderer Sperrmittel bei Stopfbüchsen und Labyrinthdichtungen ist an sich bekannt. Dichtungen gegen Me dien hoher Temperatur beispielsweise sind mit einem Abschluss@ aus kalter Flüssigkeit zum Schutz vor Temperatureinwirkungen ausgeführt worden.
Stopfbüchsen, welche Vakuumräume, zum Beispiel den Saugraum von Pumpen, gegen die Aussenluft abdichten, erhalten stets einen Flüssigkeitsabschluss, um das Eindringen von Luft zu verhindern. Bei Labyrinthdichtungen für Vakuumräume von Dampfturbinen beispielsweise wird als Sperr- mittel Dampf von geringem Überdruck ver wendet.
Bei den bekannten Einrichtungen wird als Sperrmittel stets ein Medium von nied riger Temperatur benutzt, beispielsweise wie bei der Abdichtung der Aussenluft gegen Vakuumräume - ein anderes Medium als das abzudichtende oder - wie in dem ersten Beispiel - das. abzudichtende Medium selbst, aber in einem andern, Aggregatzustand. Demgegenüber wird bei der erfindungs gemässen Abdichtungsvorrichtung als Sperr mittel (überhitzter Dampf) dasselbe Medium gebraucht wie das abzudichtende, und zwar in demselben Aggregatzustand, jedoch bei höherer Temperatur. Zudem ist,dieser Sperr dampf überhitzt.
Dadurch wird - beson ders, bei Hochdruck-Dampfanlagen - eine beträchtliche Verkleinerung des Leckdampf- verlustes, sowie eine Verminderung der Kor rosionen und Erosionen an den Labyrinthen erreicht. Ferner ergibt sich für den Leck dampf infolge seiner höheren Qualität eine verbesserte Ausnutzungsmöglichkeit.
Die Zeichnung bezieht sich auf ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstan des, und zwar zeigt Fig. 1 das Beispiel an einer Dampfumwälzpumpe für Dampferzeu ger und Fig.2 eine Dampfkraftanlage mit Dampfumwälzkessel und der mit dem Bei spiel versehenen Dampfumwälzpumpe. Es bedeutet 1 das Laufrad der Umwälzpumpe, das auf der Welle 2 befestigt ist.
Das Pumpengehäuse ist mit 3 bezeichnet. Die Abdichtung der Welle 2 nach aussen erfolgt durch Labyrinthe 4, die aus den in die Welle 2 eingedrehten Kämmen 5 und den in das Pumpengehäuse 3 ,eingesetzten Ringen 6 be stehen. Die Ringe 6 sind in einer besonderen Büchse 6' angeordnet, so dass das Gehäuse 3 auch einteilig ausgebildet werden kann. Die ser Vorteil ist besonders bei Hochdruck anlagen wertvoll.
Den Labyrinthen 4 der Welle 2 ist ein Abschlussraum 7 vor geschaltet, in den durch die Bohrung 8 im Gehäuse 3 bei a überhitzter Dampf ein geleitet wird, so da,ss die Labyrinthdichtung 4 nicht gegen Sattdampf, sondern gegen überhitzten Dampf wirkt.
Dieser Abschluss- raum 7 ist gegen, den Druckraum 12 des Ge häuses 3 durch eine Labyrinth-Zwischen- dichtung 9 abgeschlossen, und zwar wird diese Labyrinthdichtung zwischen Laufrad 1 und Gehäuse 3 mittelst eines besonderen Einsatzringesi 3' gebildet, wodurch sich eine Verkürzung der Baulänge ergibt. Ein Teil dieser Dichtung ist am Gehäuse 3, der andere am Laufrad angeordnet.
Die Vorkammer 10 vor der Zwischendichtung 9 ist mit dem Saugraum der Pumpe durch Bohrungen 11 in der Radscheibe oder auch durch eine Um führungsleitung verbunden und deshalb gegen den Spaltüberdruck, der indem Raum 12 herrscht, ebenfalls durch eine Labyrinth- diclltung 13 abgedichtet. Diese Labyrinth dichtung 13 ist in. derselben Weise wie die Zwischendichtung 9 ausgebildet. Die Vor kammer 10 ist .gegen den Abschlussraum 7 durch Zwischendichtung 9 abgedichtet.
In die Labyrinthe 4 der Welle 2 ist eine Kammer 14 eingeschaltet, aus der bei b ein Teil des Leckdampfes bei einem Zwischen druck durch die Bohrung 15 entnommen wird und der entsprechenden Stufe der Kraftmaschine 18 zur Arbeitsleistung zu geführt wird, ohne dass eine Vorbehandlung notwendig ist.
Um auch den Restteil des Leck:dampfes noch nutzbar machen zu kön nen, ist in eine der letzten -Abteilungen der Labyrinthe 4 eine zweite Kammer 16 ein geschaltet, aus der bei c der restliche Leck dampf angenähert bei Atmosphärendruck durch ,die Bohrung 17 zur Vorwärmung des Speisewassers für die Dampfkessel der An lage entnommen wird.
Die Umwälzpumpe 3 saugt Saudampf aus. der von Feuergasen nicht beheizten Kesseltrommel an, drückt diesen durch den zweistufig ausgebildeten Überhitzer und einen Teil des überhitzten Dampfes zwecks Dampferzeugung im Kreislauf zurück in den Wasserraum der Kesseltrommel. Die eine Hochdruckdampf-Arbeitsmaschine bildende Umwälzpumpe 3 wird von einer Niederdruck-Dampfturbine 18 angetrieben. Hinter dem zweiten Gehäuse der Haupt turbine wird der Antriebsdampf für die Tur bine 18 abgezapft.
Der Dampf kann, wie im vorliegenden Falle, unmittelbar oder unter Umständen vorteilhaft auch erst nach erfolgter Zwischenüberhitzung in den Zwi- schenüberhitzer 19 der Turbine 18 zugeführt werden. In der Turbine 18 expandiert der Dampf bis angenähert auf Atmosphären spannung und wird dann weiter zur Speise wasservorwärmung in dem Vorwärmer 20 verwendet.
Der Dampf, der dem Absehlussraum 7 zugeführt wird, kann aus dem überhitzer an beliebiger Stelle entnommen werden. Im vor liegenden Falle wird der Dampf hinter dem ersten Teil des Überhitzers bei d, also aus einer Zwischenstufe abgezweigt, so dass sein Druck bei Normallast des Kessels um zirka 2 bis 3, at höher liegt als der .Saugdruck der Pumpe und seine Überhitzung mässig ist, beispielsweise bei einem Druck des Nutz dampfes von 130 at zirka 400'C, was auch rücksichtlich der Verwertung des Leck dampfes aus der Dichtung genügt.
Seine Temperatur ist also etwa 70 C höher als die des Saudampfes, gegen, den die Abdichtungs- vorriehtung abzudichten hat.
Die Abzapfstelle b für den Leckdampf ist entsprechend dem Verwendungszweck für den Dampf zu wählen. Der bei b abgezapfte Leckdampf hat einen Druck, der gleich ist dem Dampfdruck am Eintritt der aus der Turbine 18 bestehenden Kraftmaschine und wird dann durch Leitung 21 in die Dampf zuleitung 22 zur Turbine 18 geleitet, wo er Arbeit leistet.
Der angenähert bei Atmo sphärendruck aus, den Labyrinthen 4 der Umwälzpumpe 3 bei c entnommene restliche Teil des Leckdampfes wird durch Leitung, 23 zusammen mit .dem Auspuffdampf der Turbine 18 in den Speisewasservorwärmer 2,0 geführt.
Die dargestellte Abdichtungsvorrichtung kann mit Vorteil selbstverständlich auch in andern Fällen, zum Beispiel bei Dampf turbinen, angewendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Labyrinthe aufweisende Abdichtungsvor richtung gegen unter Überdruck stehenden Sattdampf an Dampfanlagen. insbesondere an Hochdruck-Dampfanlagen, .dadurch ge kennzeichnet, dass, den Labyrinthen (4) ein Abschlussraum (7) vorgeschaltet ist, welchem überhitzter Dampf, dessen Temperatur höher ist als die des abzudichtenden Sattdampfes, zugeführt wird, das Ganze derart, dass die Labyrinthe (4) nicht gegen .Saudampf, son dern ständig gegen überhitzten Dampf wir ken.UNTERANSPRüCHE 1. Abdichtungsvorrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Druckraum (12) und Ab schlussraum (7) eine Labyrinth-Zwi- schendichtung (9) angeordnet ist. 2. Abdichtungsvorrichtung nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, ins besondere an Dampfpumpen und Dampf turbinen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der Zwischendichtung (9) am Laufrad (1) und der andere am Gehäuse (3) angeordnet ist.3. Abdichtungsvorrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, an Dampf pumpen, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Druckraum (12) und Ab schlussraum (7) eine Vorkammer (10) angeordnet ist, die mit dem Saugraum ,der Pumpe durch Bohrungen (11) ver bunden ist und die einerseits durch die Zwischendichtung (9) gegen den Ab- schlussraum (7), anderseits durch die Labyrinthdichtung (13) gegen den Spalt überdruck im Druckraum (12) abge dichtet ist. 4.Abdichtungsvorrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Abschluss,raum (7) Dampf zugeführt wird, welcher aus .einer Zwischenstufe eines Überhitzers entnommen wird. 5. Abdichtungsvorrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des Leck dampfest der Laby- rinthe (4) bei einem Zwischendruck aus denselben entnommen und der entspre chenden Stufe einer Kraftmaschine un- mittelbar zugeführt wird. 6.Abdichtungsvorrichtung nach Patent anspruch und Unteranspruch 5, insbeson- dere an Hochdruckdampf-Arbeitsmaschi- nen, welche durch Niederdruck-Dampf- maschinen angetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, dass der den Labyrinthen (4) bei einem Zwischendruck entnom mene Dampf einen Druck aufweist, der gleich ist dem Dampfdruck am Eintritt in die Kraftmaschine,und dass er in der Kraftmaschine (18) Arbeit leistet.
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