CH161661A - Einrichtung zur Überwachung von Öltransformatoren. - Google Patents

Einrichtung zur Überwachung von Öltransformatoren.

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CH161661A
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Taeuber Konrad
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Taeuber Konrad
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  Einrichtung zur     Überwachung    von     Öltransformatoren.       Es sind Einrichtungen zum Schutze von  Öltransformatoren bekannt, welche durch  Gase oder ,durch     Ölverdrängung    infolge Gas  bildung betätigt werden. Sie arbeiten, wenn  entweder das Gas in einer im Verbindungs  rohr zwischen Transformator und Ausdeh  nungsgefäss eingebauten Kammer sich ange  sammelt hat, was bei schwacher Gasentwick  lung längere     Zeit    erfordert, oder wenn in  folge starker Gasbildung eine starke     Ölbewe-          gung    zum Ausdehnungsgefäss einsetzt.

   Das  Organ, welches durch die     Ölbewegung    im  Verbindungsrohr betätigt wird, arbeitet so  fort mit dem Auftretender Ölbewegung, die  ungedämpft auf das Betätigungsorgan ein  wirkt und daher auch öfter ein     Fehlanspre-          chen    der Schutzeinrichtung bewirken kann.  Auf     Überlastungen    der Transformatoren  wicklung sprechen diese Schutzeinrichtungen  erst an, wenn die     Überlastungen    so gross, sind,  dass sich Gase bilden und eine starke Ölver  drängung Platz greift, womit jedoch schon  eine Gefährdung der Wicklungsisolatoren    verbunden ist.

   Kleinere     Überlastungen,    die  vom Transformator kürzere oder längere Zeit  ohne Schaden übernommen werden können,  werden durch diese Schutzeinrichtungen  nicht kontrolliert.  



  Demgegenüber besitzt die Einrichtung  zur     Überwachung    von Öltransformatoren ge  mäss der Erfindung einen auf Druck emp  findlichen Apparat, der in Verbindung mit  einer luftdicht abgeschlossenen Kammer  steht, die an ein zum     Transformatorkessel     führendes Rohr angeschlossen ist und mit  dem Ausdehnungsgefäss über eine regelbare  Drossel in Verbindung steht.  



  In der Zeichnung sind Ausführungsbei  spiele des Erfindungsgegenstandes darge  stellt, und zwar in       Fig.    1 eine Überwachungseinrichtung mit  innerhalb des Ausdehnungsgefässes liegender  Druckkammer,       Fig.    2 eine solche mit der Druckkammer  ausserhalb des Ausdehnungsgefässes;           Fig.    3     zeigt        einen    auf Druck empfind  lichen Apparat.  



  Der     Transformatorkessel    c ist durch das       Verbindungsrohr    g mit der Druckkammer a  verbunden. Vermittelst eines oder mehrerer, in  ihrem     Querschnitt    verstellbarer Kanäle d ist       .die-    Kammer a und somit auch der     Transfor-          matorkessel    c mit dem Ausdehnungsgefäss,     b     verbunden. Die     Kanäle    d sind im untern Teil  der luftdicht abgeschlossenen Kammer a an  gebracht.

   Sie werden mittelst eines     Ab-          schlussorganes    s so weit .geschlossen, dass bei  auftretenden Druckveränderungen in der  Kammer a gegenüber dem Gegendruck im       Ausdehnungsgefäss    das 01 sich nur langsam  bewegen kann.  



  Die Kammer a kann auch ausserhalb des       Ausdehnungsgefässes    angebracht, an das Ver  bindungsrohr     g    angeschlossen     (Fig.    2) und  durch eine regelbare Drossel s mit dem     Aus-          dehnungsgefäss    verbunden sein, wobei das  Rohr     g    gegen das Ausdehnungsgefäss bei r  abgeschlossen sein muss.  



  Die     Kammer    a ist durch ein     U-förmig    ge  bogenes-, mit     Quecksilber    gefülltes Glasrohr e  oder durch irgend einen andern auf Druck  empfindlichen Apparat von der Aussenluft       abgeschlossen.    Das abgeschlossene Luftvolu  men in der     Kammer    kann durch einen Drei  weghahn f oder eine andere Absperrung mit  der Aussenluft in Verbindung gebracht wer  den, um das Luftvolumen in der Kammer  a bei einem bestimmten Betriebszustand  des Transformators (Normalzustand) unter  Aussenluftdruck setzen und alsdann wieder  abschliessen zu können.  



  Solange die Wärmemenge, die in der       Transformatorenwicklung    und im     Transfor-          matorkern    erzeugt wird, :gleich gross ist wie  diejenige Wärmemenge, welche vom Trans  formatorkasten an die umgebende Luft oder  bei künstlicher Kühlung an das Kühlmittel  abgegeben wird, wird sich keine Verände  rung im Ölvolumen des Transformators er  gehen.     Tritt    jedoch eine Belastung des. Trans  formators beispielsweise um den zweifachen  Strom .gegenüber dem vorausgegangenen Zu  stand ein, so ergibt sich eine Wärmeerzeu-         gung,    die ungefähr viermal grösser ist. Die  Wärmeabgabe an die Umgebung des Trans  formators oder an das.

   Kühlmittel ist jedoch  gleich :geblieben, da die erzeugte Wärme ja  vorerst nur die Wicklung     und,das    in unmit  telbarer Umgebung befindliche 01 erwärmt.  Es     tritt    daher eine Volumenzunahme ein, die  beispielsweise mit 100 cm' je     Sekunde        ange-          nommen    wird. Die Volumenzunahme hat eine  Bewegung im 01 nach dem Ausdehnungs  gefäss hin zur Folge, so dass sich das Ölvolu  men dieses Gefässes sekundlich um<B>100</B>     ein'     gleichmässig auf die Dauer dieses Belastungs  zustandes vergrössern müsste; hier wirkt sich  aber die Volumenzunahme zunächst in der       Druckkammer    a aus.

   Durch das Aufsteigen  des     Ols    und Zusammenpressen des Luft  volumens der Druckkammer tritt eine Druck  erhöhung ein, die von Sekunde zu Sekunde  wächst, bis sie so gross geworden ist, dass die  sekundliche     Volumenzunahme    von 100 cm'  restlos durch die enge Schlitzöffnung d in  das.     Ausdehnungsgefäss        .gedrückt    wird. Die  Zeit bis zum     Eintritt    dieses Zustandes hängt  davon ab, ob das eingeschlossene Luft  volumen grösser oder kleiner ist.

      Wird umgekehrt mehr Wärme vom  Transformator an die Umgebung oder das       Kühlmittel    abgegeben als im Transformator  erzeugt wird, so tritt eine     Volumenvermin-          ,d.erung    ein. Da die sekundliche Volumenab  nahme grösser ist als     die,0lmenge,    die vom  Ausdehnungsgefäss durch die enge Schlitz  öffnung d nach dem Transformator fliessen  kann, tritt in der Kammer ein Unterdruck  ein, der von Sekunde zu Sekunde wächst, bis  er so gross ist, dass der mit dem Unterdruck  wachsende     @01ldurchfluss    durch den Schlitz  gleich     ist,der    sekundlichen Volumenabnahme  im Transformator.  



  Die     Druckänderungen    in der Kammer a  übertragen sich auf das Quecksilber der  Röhre     e    oder irgend einen andern Druckmes  ser und bilden einen Massstab für die Tempe  raturänderungen der Wicklung des Transfor  mators, die bekanntlich der     unmittelbaren     Messung     und        ;Überwachung    entzogen sind.

        Wird der     Transformatorkessel    undicht,  so dass, Öl in .grösseren Mengen verloren geht,  oder tritt infolge eines Fehlers im Transfor  mator eine stärkere Wärmeentwicklung ein,  so kann die hierdurch verursachte     Volumen-          ab-    oder     -zunahme    wie bereits geschildert,  durch die engen Kanäle d nicht sofort aus  geglichen werden, ohne dass ein grösserer  Unter- oder     Überdruck    in der Kammer ent  steht.

   Auch ein unrichtiges Funktionieren  einer     Kühleinrichtung    des Transformators  wird durch die Einrichtung angezeigt, da  jede Veränderung nicht nur in der Wärme  erzeugung, sondern auch in der Wärmeab  gabe des Transformators sich in einer Ver  änderung des: Volumens des Öls und damit  des Druckes in. der Kammer a auswirkt.  



  Die Druckänderungen bringen eine Be  rührung des Quecksilbers im Glasrohr e mit  den Kontaktdrähten<I>i, k, 1,</I>     t    zustande, was  zur Alarmierung, Schalterauslösung, oder  Zu- oder Abschaltung eines weiteren     TranS-          formators    ausgenützt werden kann. Um das  in der Druckkammer a eingeschlossene Luft  volumen und damit die zeitliche Verzögerung  bis zum Abschalten eines überlasteten Trans  formators der Überlastungsfähigkeit ent  sprechend leichter einstellen zu können, ist an  die Druckkammer a noch ein gegen die  Aussenluft abgeschlossenes Rohr h mit grösse  rem     Querschnitt    als das Rohr e angeschlos  sen.

   Als Sperrflüssigkeit für dieses Rohr  ist eine leichtere Flüssigkeit, etwa Öl, ver  wendet, so. dass die Druckänderungen in der  Kammer a am Flüssigkeitsstand des Rohres  h deutlicher verfolgt werden können. Mit  dem Flüssigkeitsspiegel im Rohr     h    kann eine  schreibende Vorrichtung zum Aufzeichnen  der Druckveränderungen in Verbindung ge  bracht werden.  



  Soll die Einrichtung sehr empfindlich ge  gen stärkere Volumenzunahmen gemacht und  der Transformator bei raschem Ansteigendes  Druckes schon abgeschaltet werden, ehe der       Auslösekontakt    1 im Glasrohr e erreicht ist,  so ist dies dadurch möglich,     dass    zwischen  dem Alarmkontakt i und dem     Auslösekon-          takt   <I>1</I> ein Zwischenkontakt<I>k</I> in, geringem    Abstand von i angeordnet wird.

   Bei einem  raschen Ansteigen des Druckes in der Kam  mer     a    wird das Quecksilber die     Kontakte    i  und k kurzzeitig hintereinander     berühren.     Die     Kontaktgebung    bei i bewirkt neben dem  Ansprechendes Alarmrelais p noch den An  lauf des zeitabhängigen Relais     n,    das nach  einer     bestimmten    Zeit die Verbindung des  Kontaktes m mit dem     Auslöserelais    o unter  bricht, so     dass    also bei einem raschen An  steigen des Quecksilbers die Auslösung des  Transformators schon mit der     Kontakt-          gebung    bei k erfolgt,

   während dies im an  dern Fall erst mit der Kontaktgebung bei l  eintritt. Hierdurch ist eine selektive Schutz  wirkung zwischen einer langsamen ungefähr  lichen Volumenänderung und einer raschen       gefahrdrolhenden    Volumenzunahme gegeben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Überwachung von Öl- transformatoren mit Hilfe eines auf Druck empfindlichen Apparates, dadurch gekenn zeichnet, dass dieser Apparat in Verbindung mit einer luftdicht abgeschlossenen Kammer (a) steht, welche an ein zum Transformator kessel (e) führendes Rohr (g) angeschlossen ist und mit dem Ausdehnungsgefäss (b)- über eine regelbare Drossel (d) in Verbindung steht. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Kontakt (m) vorgesehen ist, der unterbrochen wird, wenn eine bestimmte Zeitdauer zwischen der Berührung einer steigenden ,Queck silbersäule mit einem ersten Kontakt (i) und der Berührung mit einem zweiten Kontakt (k) überschritten wird. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Abschluss der Kammer (ca) gegen die Aussenluft durch ein mit Sperrflüssigkeit gefülltes Rohr (h) erfolgt.
CH161661D 1930-09-01 1931-08-25 Einrichtung zur Überwachung von Öltransformatoren. CH161661A (de)

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