CH161806A - Verfahren zur Erzeugung von umfangreichen Mustern auf Schaftwebstühlen. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von umfangreichen Mustern auf Schaftwebstühlen.

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CH161806A
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Delamare-Deboutteville Marcel
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Delamare Deboutteville Marcel
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  Verfahren zur Erzeugung von umfangreichen Mustern auf Schaftwebstühlen.    Diese     Erfindunw    betrifft ein neues     Web-          verfahren,    durch welches es möglich wird,  -Muster von unendlich grosser     Mannigfaltig-          keif    auf einfachen Schaftmaschinen mit nur       verbältilismässi-,        weni-    Schäften zu weben,       t'        ZD     weiche Muster bisher nur auf     Jacquard-          inaschinen    gewebt werden konnten.  



  Bei den bekannten Webverfahren unter  Verwendung von     Sehaftmaschinen    werden  <B>Z,</B>  die     Kettfäden    durch die     Ritzenaugen    der       z        aufein-        anderfol        '-enden        Schäfte        "geradedurch",     ".Spitz" oder nach einem andern, be  liebigen Einzug eingezogen,<U>wie</U> in der     Fig.   <B>1</B>  der beigefügten Zeichnung schematisch dar  <B>?-,</B>     t'        tn     gestellt ist, bei der die     wagrechten    Linien<B>1,</B> 2,  <B>3,

  </B> 4 vier Schäfte und die senkrechten Linien a,       1),   <B><I>e,</I> d,</B> die durch die     Litzenaugen    dieser       Sehäfte    gezogenen     Kettfäden    darstellen. Der       Linke    Teil der Figur zeigt einen Einzug  "gerade durch" und der rechte Teil einen       SIsitzeinzu--.    Durch Vereinigung aller ge  meinsam gleichartig fachbildenden Fäden  in einem Schaft war die Möglichkeit gegeben,    Schäfte zu sparen und demnach verhältnis  mässig grosse Muster herzustellen.

   Bei den       sogenannten    gruppenweisen Einzügen kann  man die Gesamtzahl der Schäfte<B>-</B> das Ge  schirr<B>-</B> in zwei oder mehrere Teile<B>-</B> Grup  pen oder Chöre<B>-</B> einstellen, in welche die       Kettfäden    "gruppenweise gerade durch" oder  "spitz" eingezogen werden.

   Derartige Ein  züge fanden im allgemeinen bei der Her  stellung von Geweben aus mehreren Ketten  und     iSchusssystemen    Verwendung, indem zum  Beispiel bei der Anfertigung von     Winter-          paletotstoffen    und dreiteiliger Anordnung  .der Schäfte in die erste Gruppe die     Bind-          kettenfäden,    in die Mittelgruppe die     Ober-          kettenfäden    und in die letzte Gruppe die       Unterkettenfäden    eingezogen werden. Diese  Gruppierung     muss    aber durch das ganze Ge  webe beibehalten bleiben.  



  Nach der Erfindung werden die Schäfte  in Abschnitte, zum Beispiel gleicher oder in  verschiedenen Schaftzahlen, eingeteilt; die       Kettfäden    werden über sämtliche Abschnitte      verteilt und innerhalb der Abschnitte in die  einzelnen Schäfte in einem über sämtliche  Abschnitte gehenden Einzug eingezogen. Ein  oder mehrere Schäfte werden für jeden       Schuss    so gehoben,     dass    die zur Herstellung  des Musters dienenden Schäfte zu andern<B>Ab-</B>  schnitten gehören als diejenigen Schäfte, die  gleichzeitig zur Bildung des Grundes dienen.       Zweckmässigerweise    wird hierbei eine be  stimmte Kombination soweit als möglich von  den Kombinationen entfernt, die mindestens  einen Schaft mit ihr gemeinsam haben.

   Die  Aufeinanderfolge der Abschnitte, sowie die  jenige der Schäfte in den Abschnitten kann  so gewählt werden,     dass    mindestens zwei     auf-          einanderfolgende    Kombinationen von' aus  gelesenen Schäften, das heisst die in einer  vollständigen Reihe aller vorhandenen,     auf-          einanderfolgenden    Abschnitte     aufeinander-          folgenden    Schäfte keinen gemeinsamen  Schaft haben. Bei der Schaftanordnung ge  mäss der Erfindung hat man es nicht mehr  mit einzelnen Schäften zu tun, sondern mit  Schaftgruppen, Abschnitte, genannt, von  denen jeder Abschnitt in der Regel eine  verschiedene und veränderliche Anzahl von  Schäften aufweist.

   Die einzelnen Schaft  gruppen steuern jedoch nicht ständig die  selben     Kettfäden,    sondern es tritt bei jedem  Trittwechsel eine Neugruppierung ein,     inso,-          fern    als ein Schaltabschnitt, der eben Fäden  für den Gewebegrund steuerte, bei dem fol  genden Anheben     Keitenfäden    für das Muster       beeinflusst.     



  Jeder der     aufeinanderfolgenden        Kett-          fäden-wird    in einem der Schäfte eines dieser  Abschnitte eingezogen. Die, Ordnung, in der  die Abschnitte selbst und die Schäfte inner  halb eines Abschnittes     aufeinanderfolgen,     nennt man die "allgemeine Ordnung" der  Abschnitte und der Schäfte. Diese Ordnung  soll weiter unten beschrieben werden. Der       Einzun,    der     Keftfäden    in die Schäfte wird  durch das     Einzugsellema,    das heisst durch  eine in     bezug    auf Form und Aussehen be  liebig zu wählende gerade oder gebrochene  Linie, dargestellt.  



  Um den Grund des Gewebes herzustellen,    werden ein oder mehrere Schäfte bestimmter  Abschnitte gehoben. Um das Muster zu  weben, welches sich voll dem Grunde abheben       muss,    werden gleichzeitig ein oder mehrere  Schäfte derjenigen Abschnitte, die nicht den  Grund weben, gemäss einer Trittfolge ge  hoben, die man graphisch durch einen     Linien-          zuo-    veränderlicher     Formdarstellen    kann.  



  Ein Ausführungsbeispiel soll in folgen  dem anhand der beigefügten     Fig.   <B>2</B> bis 4  beschrieben werden.     Fig.    2 zeigt die Unter  teilung der Schäfte in Abschnitte;     Fig.   <B>3</B>  zeigt das Einzugs- und Trittschema;

   die       Fig.   <B>3</B> zeigt im Teile     s-t-aiii,-v    das     Diagramin     der     Schäftefolge,    im Teile     aiii-w----y    das Dia  gramm der Trittfolge, im Teil     v-am-y-x        dag     Muster, welches sich aus diesen beiden Dia  grammen ergibt und im Teil     t-u-w-am    den  Zusammenhang     zwischen,den    beiden erwähn  ten Diagrammen.  



  Die vier Teile der     Fig.   <B>3</B> stellen unter  sieh in     enoer    Verbindung. Diese Verbindung  <B>in<I>k2</I></B>  stellt die     Multiplikationsaxe    dar, das heisst  die Linie 45<B>'</B> in der Höhe und zur Rechten  der     Fig.   <B>3.</B> In dieser Achse schneiden sich  die horizontalen und vertikalen Linien,     wel-          ehe    jeweils von ihnen zugehörigen Schäften  ausgehen.

   Wenn man zum Beispiel im<B>Ab-</B>  schnitt A (senkrechte Ziffernreihe) einen  Schaft 4 betrachtet und alsdann die horizon  talen Linien verfolgt bis zur Achse von 45<B>'</B>  und alsdann vom Punkte     des,Schnittpunktes     mit dieser Achse die senkrechte Linie ver  folgt bis zu ihrem Zusammentreffen mit  der     wagrechten        Ziffernreilie    (nach rechts),  stösst man wieder auf den Schaft 4 des     Ab-          sehnittes   <B>A.</B> Diesen Schäften entspricht in       CY    l ein Kreuz  gleicher Weise ein Punkt     (durel     bezeichnet) in jedem der     Schäftediagramme          (Einzugscl-iema)    a,<B>b, e,<I>d,

  </I></B><I> e,<B>f</B></I><B> ...</B> und der       Trittfolgediagramme        (Trittfolgeschema)        'ikl,          211   <I>o,<B>p,</B></I>     q   <B>...</B> und schliesslich geben diese  Punkte einen Punkt des Hauptmusters     (Fig.   <B>3</B>  unten, links).  



       Fig.    4 zeigt verschiedene Ordnungen der  <B>In</B>  Abschnitte und Schäfte.  



  In     Fig.    2 ist angenommen,     dass    die  Schäfte in drei Abschnitte geteilt sind, voll      denen Abschnitt<B>A</B> vier, Abschnitt B sechs  und Abschnitt<B>C</B> vier Schäfte     umfasst.     



  Anstatt die     aufeinanderfolgenden        Kett-          fäden    in einen Schaft nach dem andern ein  zuziehen, wie in     Fig.   <B>1,</B> zieht man den  ersten Kettenfaden in einen bestimmten (zum  Beispiel vierten) Schaft des ersten Abschnit  tes<B>A,</B>     dpn    nächsten in einen bestimmten (-zum  Beispiel zweiten) Schaft des zweiten     Ab-          sehnittes    B und jeden weiteren     Kettfaden     in jedem Abschnitt durch einen bestimmten  Schaft, wie dies im linken Teil der     Fio-.    2  veranschaulicht ist, indem man beispielsweise  einen     Spitzeinzug    verwendet.

   Man könnte  auch einen Einzug "gerade durch" nehmen,  wie dies in     Fio-.    2 rechts dar stellt ist. Um  <B>n</B>     gle     den jeweils anzuwendenden Einzug der     Kett-          fäden    in die Schäfte zu bestimmen, verwendet  man eine graphische Methode, die in folgen  dem     be3ehrieben    und in     Fig.   <B>3</B> veranschau  licht wird und die das     sogenannte        Einzug-          schema    dargestellt,     bezw.    das Muster zeigt.

    <B>.</B> Die senkrechte Ziffernreihe rechts neben  der Linie     t-a b        (Fig.   <B>3)</B> für die Schäfte  stellt die allgemeine Ordnung der Abschnitte  und der Schäfte in dem betrachteten Bei  spiel dar. Die Schäfte jeder der drei     Ab-          sehnitte    werden durch ihre Ordnungsnummer  in einer senkrechten Reihe     anoezei-t.    Die  Nummern der ersten Reihe stellen also die  Schäfte     Nr.   <B>1,</B>     Nr.    2,     Nr.   <B>3 ...</B> des<B>Ab-</B>  schnittes<B>C</B> dar.

   Die Zahlen der zweiten  Reihe stellen ebenso die Schäfte     Nr.   <B>1,</B>     Nr.,#),          Nr.   <B>3 ...</B> des Abschnittes B dar,     usw.    Zur  Vereinfachung sollen diese Schäfte folgender  massen bezeichnet -werden:     C11   <B>C2,</B>     C3        USIVV.     <I>B"</I>     B"        B"        usw.    bezeichnet werden. Wie er  kennbar wiederholen sich die Schäfte in  ,jedem Abschnitt, in der Aufeinanderfolge:       1-2-3-4,   <B>1-9--3-4-5-6</B>     usw.    wie es durch diese  Ordnung ausgedrückt wird.

   Der Abschnitt  <B>A</B> hat vier Schäfte, der Abschnitt B sechs  Schäfte, der Abschnitt<B>C</B> vier Schäfte und  die Schäfte der verschiedenen Abschnitte  folgen sich derart,     dass    sie eine     "Spitzord-          nung,"    der drei Abschnitte bilden, wie dies  auch in     Fig.    4 bei     II    und     III    der Fall ist.    Natürlich kann auch eine andere Einzugsord  nung gewählt werden, zum Beispiel eine  solche "gerade durch" wie in     Fig.    4 bei<B>1.</B>  



  Die gebrochene Linie a,<B><I>b, e, d,</I></B><I> e,<B>f</B></I>     usw.    im  Feld     s-t-am-v    in     Fig.   <B>3</B> stellt das     Schaftein-          zuo-schema    dar, das heisst den     Einzuo,    der       Kettfäden,    die in der Zeichnung durch senk  rechte Pfeile<B>f,</B> angedeutet sind, in die  Schäfte. Diese Linie kann in ihrer Form  geradlinig oder. wie dargestellt,- beliebig ge  brochen     -,ewählt    werden.  



       ZD     In diesem Schema werden durch das Zei  chen     "+"    die     Kettfäden    'dargestellt, wel  che in die Schäfte des Abschnittes<B>C</B> ein  gezogen sind. Durch das Zeichen     J"    sind  die     Kettfäden    dargestellt, welche in die  Schäfte B und durch das Zeichen "X" die       Kettfäden,    welche in die Schäfte des<B>Ab-</B>  schnittes<B>A</B> eingezogen sind.  



  Vergleicht man die Lage der einzelnen  Punkte des     Schafteinzugschemas,    mit den  Zahlen der "allgemeinen Ordnung" der  Schäfte,     weklie    rechts neben ihnen angege  ben sind, so     erzibt    sich,     dass        Kettfäden     
EMI0003.0068     
  
    <I>Nr.</I> <SEP> <B>1</B> <SEP> in <SEP> den <SEP> Schaft <SEP> 4 <SEP> des <SEP> Abschnittes <SEP> <B>C</B>
<tb>  2 <SEP> <B>31 <SEP> 3 <SEP> 11 <SEP> 11</B> <SEP> <I>B</I>
<tb>  <B>3 <SEP> 91</B> <SEP> 4 <SEP> <B>19 <SEP> A</B>
<tb>  4 <SEP> <B>55</B> <SEP> 2 <SEP> <B>73</B> <SEP> <I>B</I>       gezogen ist     usw.    Der erste Faden liegt am  rechten Rand des mittleren Drittels der       Firr.   <B>3,</B> beim Buchstaben a.

    



  Es ist verständlich,     dass    jede andere Linie  des     Einzugschemas    an Stelle der Linie       al   <B><I>b,</I></B><I> c,<B>d,</B> e,<B>f</B></I>     usw.    gewählt werden könnte, die  auf dem obern Teile     Fig.   <B>3</B> dargestellt ist.  Für eine gegebene Ordnung der Abschnitte  und der Schäfte kann man eine unendlich  ,grosse Anzahl von     Einzuuschemen    erzielen,  welche mit, geeigneten Trittfolgen verschie  dene Musterfamilien ergeben würden, wobei  unter     Musterfamilie    die Gesamtheit der  jenigen Muster zu verstehen ist, die sich bei  gleichem Ketteneinzug durch verschiedene  Trittweisen     ero-eben.     



  <B>Z,</B>  In der Ordnung der Abschnitte und der  Schäfte wird als "Kombination" die Auf-           einanderfolge    der auszulesenden Schäfte in  einer vollständigen Reihe aller vorhandenen       aufeinanderfolgenden    Abschnitte bezeichnet.  So bestellt in dem in     Fig.   <B>3</B> dargestellten  Beispiel bei Anordnung der Abschnitte in  spitz die Ordnung der Abschnitte und der  Schäfte, aus den Kombinationen<B><I>A,</I></B><I> B,</I>     C,          B#,        A#,        A#,   <I>B.,</I>     C-.,        usw.     



  Betrachtet man aus den dargestellten  Kombinationen die Kombinationen A, Bz,     C"     <B>So</B> sieht man,     dass    man bis zur Kombination  <B>A2,</B><I> & <B><U>C.</U></B></I> nach oben und bis zur Kombination  A,<I>B"</I>     C,    nach unten gehen     muss,    um eine  Kombination zu finden, die einen gemein  samen Schaft     B,    mit der betrachteten     Kom.-          bination        hat.    Dieser Abstand, der durch. die  Anzahl der Schäfte gemessen wird,     naeli     denen sich B, wiederholt, wird "absoluten  Freiheitsgrad" genannt. Diese ist hier gleich  12.

   Um reine scharfe Musterlinien zu er  zielen, ist es erforderlich,     dass    in jeder Ord  nung von Abschnitten und Schäften eine jede  Kombination     weniastens    mit der     folo-enden     t> in  Kombination keinen Schaft     #,eineinsam.    hat.  C  Der Linienzug m, n,<I>o,<B>p</B></I><B> ...</B> im rechten  untern Teil der     Fig.   <B>3</B> zeigt die Trittfolge,  in welcher die     8chäfte    der Abschnitte     -e-          hoben    werden müssen, um das     gewünsch-e     Muster zu erzielen,. Pfeile<B>f2</B> zeigen die  Richtung der     Schussfäden    an.  



  Die     wagrechte    Ziffernreihe oberhalb der  Trittfolge zeigt, wie vorher, die Ordnung der  <I>C</I>     t'     Abschnitte und Schäfte, jedoch in     wagreehter          ZD     Anordnung statt in senkrechter.  



  Die senkrechte     Ordnuno-    des Schaftein  zuges und die     wagrechte    Ordnung der Tritt  folge sind derart angeordnet,     dass    die bei  spielsweise durch den Schaft<B>A,</B> des Schaft  einzuges gehende     wagrechte    Linie die durch  <B>A,</B> der Trittfolge gehende senkrechte Linie  sich auf einer 45<B>'</B> geneigten Linie schneiden.  



  Aus der Linie für die Trittfolge folgt,       dass    das erste Fach der Kette für den ersten       Schuss    (bei Buchstaben m) erfordert,     dass     der Schaft C4 hoch geht, das zweite Fach  der Kette für den zweiten     Schuss    erfordert,       dass    der Schaft B, hochgeht, das dritte Fach    der Kette für den dritten     Schuss    erfordert     eii,     Heben des Schaftes A4, das vierte Fach  der Kette für den vierten     Schuss    erfordert  ein Heben des Schaftes     B..    und so fort.  



  Aber zu gleicher Zeit, wie das Muster       muss    der Gewebegrund erzeugt werden, und  dieser     muss    so gewählt werden,     dass    zu grosse       Schuss-    und     Kettenflottierungen    vermieden  werden oder es müssen wenigstens nur     so,1-          ehe        flottliegenden    Fäden gewählt werden,  die nicht grösser sind, als man für zulässig  erachtet.  



  Wenn in dem betrachteten Falle, das heisst  in dem Falle der drei Abschnitte A,<I>B,</I>     C,     man die drei Abschnitte<B>A,</B>     B,   <B>C</B> nacheinan  der in spitzer     Ordnuno,    liebt,<B>-</B> nämlich in  der Ordnung, in der die     Kettfäden    einer  nach dem andern in diese drei Abschnitte  eingezogen sind,<B>-</B> so erhält man einen       Drei-Scha.ft-Spitzkörper.    Wenn dagegen ab  wechselnd die Schäfte der Abschnitte<B>A</B> und  <B>C</B> gegen die Schäfte des Abschnittes B     alleiii     gehoben werden, so erhält man Leinwand  bindung im Grund.  



  In dem dargestellten Beispiel ist Lein  wandgrund gewählt. Zu diesem Zwecke  sind abwechselnd die Schäfte der beiden  Abschnitte A und     C,    in deren Schäfte alle  ungeraden     Kettfäden    eingezogen sind und die  Schäfte der Abschnitte     B    allein, in dessen  Schäfte alle geraden     Kettfäden    eingezogen  sind zu heben.

   Der Schaft     C"    der wie be  reits vorher erläutert     hoehgeht,    um Fach für  den ersten     Schuss    zu bilden, würde ebenfalls  zusammen mit den Schäften der     Absphiiit#tz.1     und     C    für den Grund hochgehen, so     dass    also  kein Muster in diesem Teil des Gewebes     er-          scheint.Beim        zweitenSchusswürde        zurBildung     des Musters Schaft B, gehoben werden. Wenn  aber gleichzeitig alle Schäfte des Abschnittes  B für den Grund hochgehen, so wird auch  hier keine Musterbildung stattfinden.

   Um  diese Fehler zu beseitigen, ist es daher er  forderlich, die Schäfte der Abschnitte  oder mehrerer Abschnitte zusammen für die  Bildung des Grundes so zu vereinigen,     dass     das Muster nicht gestört oder geschädigt      wird. Zu diesem     Zweeke    dürfen die für die  Musterbildung tätigen Schäfte niemals die       kl          c ,    e  0     ichen    sein, wie diejenigen, welche zur  <B>Z,</B>       Herstellun--    des Grundes oder der     Grund-          zn          binduno,    dienen.

    <B><I>kn</I></B>  In dem betrachteten Falle wäre also     fol-          genderinassen    zu -verfahren: mit dem Muster  schaft<B>C,</B> wird der Abschnitt B für die  Grundbindung gehoben, mit, dem     Muster-          seliaft        B,1    werden Abschnitte<B>A</B> und<B>C</B> für  die     Grundbindun-        aehoben,    mit dem Muster  schaft<B>l,</B> wird     Abi;

  chnitt   <I>B für</I> die Grund  bindung gehoben, mit dem Musterschaft B2  werden Abschnitte<B>A</B> und<B>C</B> für die     Grund-          binduno,        --ehoben        usw.    für die     fol        nden     <B>Z,</B>     t'        ge     Schüsse.  



  Auf diese Weise erhält man einen     Lein-          wand--rund,    auf dem sich das Muster sehr  scharf abhebt, und der nicht nur das Muster  nicht stört, sondern es noch verstärkt, indem  er die Musterlinie verdreifacht, wie dies aus  dem untern Teil     v-ani-y-x    der     Fig.   <B>3</B> hervor  geht.

   Man sieht     züm    Beispiel beim zweiten       Schuss    und den folgenden Schüssen,     dass    dem  Faden B., des Musters sich durch das     Grund-          ge,%vebe    die beiden     Kettenfäden   <B>A,</B> und<B>C,</B>       usw.    derart zugesellen,     dass    die Musterlinie,  deren Kettenfäden mit X,<B>0</B> oder<B>+</B> be  zeichnet sind (je nachdem, ob sie durch einen  Schaft der Abschnitte<B><I>A,</I></B><I> B</I> oder<B>C</B> gehoben  sind), durch die beiderseits daneben liegenden       Grundkettenfäden    hervorgehoben und als sol  che daher verdreifacht wird.  



  Die Schäfte     C"        B#"   <B>A,</B>     usw.    ergeben durch  ihr     aufeinanderfolgendes        Ileben    das Haupt  muster, das in der Zeichnung durch eine fort  <B>e</B>  laufende dicke schwarze Linie umrandet ist.

    Neben diesem Hauptmuster entsteht. noch ein       sehundäres,    weniger scharf hervortretendes Mu  ster, welches durch das Heben der     Kettfäden,     die zu andern Teilen der     Linie,a,   <B>b,</B>     e,        d        usw.    des  Schafteinzuges als zu dem Teil gehören, der  <B>n</B>     tD     dem betrachteten Teile der Linie     m,    n, o,<B><I>p</I></B>       usw.    der Trittfolge entspricht.

   Umeine klare       #n          Trennuno.    des Hauptmusters von den     Neben-          en     mustern zu erreichen, müssen die Schäfte in  jedem Abschnitt so geordnet werden,     dass    eine    bestimmte Kombination soweit als möglich  von den Kombinationen entfernt ist, die einen  oder mehrere Schäfte mit ihr gemeinsam  haben. Massgebend für eine klare Trennung  des Hauptmusters von den Nebenmustern ist  die Grösse des "absoluten Freiheitsgrades".  



  In     Fi-.    4 sind als weitere Beispiele, von  denen es unendlich viele gibt, drei andere  Ordnungen dargestellt: eine Ordnung "gerade  ,durch" über vier Schaftabschnitte und       "gerade        o        durch"        in        der        Ordnung        der        Schäfte     in jedem Abschnitt, ferner eine "spitze"     Ord-          nuno,    über drei Abschnitte und "gerade  durch" in der Ordnung der Schäfte in jedem  Abschnitt und schliesslich eine "spitze" Ord  nung über drei     !Schaftabschnitte    und "spitz"  in der Ordnung der Schäfte,

   in jedem<B>Ab-</B>  schnitt.  



  Wie oben angegeben, versteht man unter  "Kombination" eine Folge von Schäften, bei  der jeder Schaft zu einem andern     darauf-          folgenden    Abschnitte gehört. Beispiel     Fig.    4  unter I: für die zusammenhängende Ord  nung in den     Ab#sehnitten   <B>A,</B><I>B,<B>C, D</B></I> und in  den Schäften die zu     4/6,!4/6    gruppiert sind,  sind die einander folgenden Kombinationen:

      Al.<I>B,<B>C, D,</B></I>     A2,   <I>B"</I>     C,   <B>D2 USW.</B>    Die Anfangskombination<B><I>A"</I></B>     B,.,        C"   <B>D,</B> er  scheint hierin nach 12 Kombinationen von  neuem oder nach<B>12 .</B> 4<B>=</B> 48 Schäften. 48  bezeichnet man als "relativen     Freilieitsorad".     



  Der "absolute Freiheitsgrad" wird, -wie  oben angegeben, durch die Anzahl der  Schäfte bestimmt, die zwei     aufeinanderfol-          gende    Wiederholungen von dem gleichen  Schaft in dem kürzesten Abschnitt trennt.  Für die Anordnung nach     Fig.    4, 1 würde  sich hierfür der Wert<B>16</B> ergeben, da, von  <B>A,</B> der Kombination<B><I>A"</I></B><I> B,<B>C" D,</B></I> bis<B>A,</B> der  Kombination<I>A"</I>     Bu"Ci.,D,    einen Abstand von  <B>16</B> Schäften vorhanden ist.<B>16</B> ist also das  Mass des absoluten Freiheitsgrades für diese  Ordnung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erzeugung von umfang- el reichen Mustern auf Schaftwebstühlen, da- durch gekennzeichnet, dass die Schäfte in<B>Ab-</B> schnitte -eingeteilt, die Keitenfäden über sämtliche Abschnitte verteilt, sowie in die einzelnen Schäfte in einem der über sämt liche Abschnitte gehenden Einzüge einge zogen werden und dass für jeden Schuss zwecks Bildung des Grundes ein oder meh rere Schäfte bestimmter Abschnitte und gleichzeitig zur Bildung des Musters ein oder mehrere Schäfte gehoben werden, die zu an dern Abschnitten gehören, als diejenigen Schäfte,
    die gleichzeitig zur Bildung des Grundes dienen. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Szhäfte in Ab- schnittegleielier Sellaftzahl eingeteilt wer den. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da#di--trell gekennzeichnet, dass die Schäfte in<B>Ab-</B> schnihe verschiedener Schaftzahl einge teilt werden.
    <B>3.</B> Verfahren nach Pat-entanspruc'h, dadurch gekennzeichnet, dass eine bestimmte Kom bination möglichst weit von den Kom binationen entfernt gewählt wird, die min destens einen Schaft mit ihr gemeinsam haben. 4.
    Verfahren nach Patentauspruzh, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufeinanderfolge der Abschnitte, sowie diejenige der Schäfte in den Abschnitten so gewählt wird, dass mindestens zwei aufeinander- folgende Kombinationen von ausgelesenen Schäften, das heisst die in einer vollstä--i- digen Reihe aller vorhandenen, aufeinan- derfolgenden Abschnitte aufeinanderfol- genden <B>*</B> Schäfte, keinen gemeinsamen Schaft haben.
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