CH161897A - Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von schwefelhaltigem Nickel und Nickellegierungen. - Google Patents
Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von schwefelhaltigem Nickel und Nickellegierungen.Info
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Description
\'erfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von schwefelhaltigem Nickel und Nickellegierungen. Die Erfindung bezieht sich auf die Ver besserung der Eigenschaften von schwefel haltigem Nickel und Nickellegierungen durch U nsehä.dlichmachung des Schwefels durch eine Behandlung mit Lithium. Bisher hat man zum Beispiel für die "Entschwefelung" zumeist Magnesium verwendet, dessen Wirk samkeit vermutlich auf der Bindung des Schwefels als Magnesiumsulfid beruht. Dieses Magnesiumsulfid lagert sich aber in relativ grossen Kügelchen in dem erstarrten Mate rial ein, wodurch sich für die spätere Verar beitung insbesondere zu Blech Übelstände er geben. So ergab sich zum Beispiel beim Tief ziehen der Nachteil, dass das Magnesiumsul- fid in Form dunkler Riefen auseinandergezo- gen wurde. Die Erfindung beruht nun auf der F'est- stellung, dass Lithium ein ausserordentlich wirksames Mittel ist. den Schwefel in Nickel und :Nickellegierungen unschädlich zu ma- chen, weil hierbei der Schwefel in einer Form gebunden wird, die sich in wesentlich feineren Einlagerungen im erstarrten Metall vorfindet als die beim Zusatz von Magne sium erreichte, so dass sich bei der späteren Verarbeitung keine Übelstände auf Grund des Vorhandenseins dieser Einschlüsse er geben. Es ist zwar bekannt, Lithium zum Desoxydieren derartiger Metalle, wie Nickel oder Kupfer, zu verwenden. Im Anschluss an eine derartige Desogydation mit Lithium wurde dann bisher so vorgegangen, dass der weiterhin vorhandene Schwefel durch Zusatz des Magnesiums entfernt bezw. ge bunden wurde. Gemäss der Erfindung wer den die geschmolzenen Metalle zwecks Un- schädlichmachung des in ihnen enthaltenen Schwefels mit Lithium behandelt. In der Hauptsache werden dabei naturgemäss sauer stofffreie Metalle der Behandlung gemäss Er findung unterworfen, da. auf diese Weise die Behandlung mit Lithium unmittelbar zu .dem gewollten Effekt führt. Enthalten die Metalle Sauerstoff, so werden sie zweckmässig vorher einer Desogydation unterworfen. Hier für können die bekannten Mittel, wie Phos phor, Silizium und dergleichen herangezogen werden. Man kann aber auch so vorgehen, dass auch Lithium zur Desogydation benutzt wird. Hierbei ist es möglich, zunächst .den Lithiumzusatz so zu dosieren, dass der Sauerstoff entfernt wird, und im Anschluss hieran einen weiteren Lithiumzusatz zu ge ben, um die erfindungsgemäss vorgesehene Uns.chädlichmachung des Schwefels herbei zuführen. Man kann aber auch die Desoxy- dation des Metalles mit Lithium und die Unschädlicbmachung des Schwefels mit Lithium kombinieren derart, dass von vorne herein eine für beide Zwecke ausreichende Menge Lithium zugesetzt wird. Die günstige Wirkung des Lithiums bei Unschädlichmachung des Schwefels liegt darin, dass insbesondere die Stauchbarkeit, Dehnbarkeit und Polierbarken der bearbei teten Werkstücke verbessert wird. Offenbar liegt die Ursache dieser günstigen Beeinflus sung der Eigenschaften des Materials darin, dass der Schwefel in einer Form gebunden wird, die infolge einer ausserordentlich feinen Verteilung zu keiner schädlichen Be einflussung der mechanischen Eigenschaften von bearbeiteten und unbearbeiteten Werk stücken führen kann. Möglicherweise hat das Lithium, abge sehen von seinem günstigen Einfluss auf die Lrnschädlichmachung des Schwefels auch noch die Vertreibung etwa im Metall enthal tener Gase zur Folge, so dass die erzielten Verbesserungen noch über die durch die Un- sehädlichma.chung des Schwefels erzielten hinausgehen. Besonders vorteilhaft ist die Verwen dung des Lithiums für den erfindungsgemäss vorgesehenen Zweck - wegen seiner leich ten Verdampfbarkeit - in Form einer Vor legierung. Hierbei kommt in erster Linie die Anwendung einer Magnesium-Lithium- legierung mit etwa 15 % Lithium in Frage. Gerade diese Kombination zeigte nämlich überraschenderweise einen über die Wirkung des einfachen Lithiumzusatzes hinausgehen den Effekt hinsichtlich der Verbesserung der mechanischen Eigenschaften des Nickels bezw. der nickelhaltigen Legierungen. So hat zum Beispiel Nickel mit 0,08 % Schwe fel, wenn es mit Magnesium allein behandelt ist, eine Härte von 102, wenn es dagegen mit einer Nagnesium-Lithiumlegierung be handelt wurde, eine Härte voll 118. Die Stauchbarkeit des Nickels mit 0,08 , ö Schwefel beträgt nach Zusatz von b,01 Lithium 36/'0 und nach Zusatz vor. 0,1 c einer Magnesium-Lithiumlegierttng mit 15 @ Lithium 45 % . Die Menge des Lithiums für die Ausfüh rung des Verfahrens schwankt je nach der Reinheit des behandelten Nickels bezw. der Nickellegierungen. Die Menge wird aber zweckmässig so gewählt werden, dass so wenig Lithium und eventuell Magnesium wie möglich in ungebundenem Zustand zu rückbleibt, da sich diese Menge zum Bei spiel mit Nickel legiert. Im Einzelfall wird die erforderliche Menge nicht durch Ana lyse bestimmt, sondern zweckmässig durch Vorversuch mit kleinen Metallbarren aus dem zu verarbeitenden Metall. Hierbei wer den jeweils verschiedene Mengen an Zu sätzen verwendet, bis der gewünschte Ef fekt erreicht ist. Im allgemeinen hat sich der Zusatz des Lithiums in Mengen von 0,0001 bis<B>0,05%</B> und des Magnesiums bis 0,3% für Nickel als möglich erwiesen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verbesserung der Eigen schaften von schwefelhaltigem Nickel und Nickellegierungen, dadurch gekennzeichnet, dass die geschmolzenen Metalle zwecks rn- schädlichmachung des in ihnen enthaltenen Schwefels mit Lithium behandelt werden. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatz des Lithiums nur in solcher Menge erfolgt, wie sie zur Unschädlichmachung des Schwefels erforderlich ist. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einführung des Lithiums in Form einer Lithiumlegie- rung erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Lithium in Form einer Magne- sium-Lithiumlegierung verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss die geschmolzenen Metalle vor der Behandlung mit Lithium desoxydiert werden.
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